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schafft Ulla neue Arbeitslose im Gesundheitswesen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von kukana, 27. November 2005.

  1. kukana

    kukana Moderatorin

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    Überall wird davon gesprochen, dass die Arbeitslosigkeit zu hoch ist und dringend neue plätze gebraucht werden. da wird von 1 euro Jobs bis hin zum Privathaushalt als Arbeitgeber für minijobs diskutiert, klammheimlich aber schafft es Ulla durch die Diskussion um die Senkung der Honorare für Ärzte neue Arbeitslose zu schaffen. Die Ärzte und Angestellten und im Schlepptau die Patienten sind alle betroffen von dieser Umfrage - sofern sie denn durchschlägt und wirklich ernst gemacht wird von seiten der Ärzte, oder ist das jetzt nur als Druckmittel zu sehen, damit die Honorare gleich hoch bleiben?????


    27.11.2005 - 10:20 Uhr, Facharzt.de Publishing Services GmbH [​IMG] [Pressemappe]
    Hamburg (ots) - Macht Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidtihre Pläne wahr und senkt die Honorare für Ärzte ab, die sie für dieBehandlung von Privatpatienten bekommen, bringt sie damithunderttausende Arbeitsplätze in Gefahr. Das ist das Ergebnis einerBlitzumfrage des Online-Nachrichtendienstes www.facharzt.de. Fast 88 Prozent der 1.542 dazu befragten niedergelassenen Ärztegaben an, im Falle einer Absenkung der PKV-Honorare Personal zuentlassen - und das, obwohl 59,7 Prozent bereits in den letztenJahren Kündigungen ausgesprochen haben. Insgesamt 1.668Vollzeitstellen wollen die Umfrageteilnehmer abbauen. Hochgerechnetauf alle deutschen Arztpraxen ergibt dies 126.000 verloreneVollzeitstellen. Ähnliche Werte lieferte die Frage nach gestrichenenTeilzeitstellen, hier wollen die Befragten 1.582 Stellen streichen(hochgerechnet knapp 120.000 Stellen). Nur 4,5 Prozent würden im Fallder Absenkung der Privathonorare Personal einstellen. "Wir sind uns sicher, dass wir auch dieses mal mit unseren Zahleneine ziemlich exakte Prognose abgeben", kommentiertFacharzt.de-Chefredakteur Dr. med. Bernd Guzek das Umfrageergebnis."Bei unserer ersten Umfrage Anfang 2004 kamen wir zu dem Ergebnis,dass rund 140.000 Stellen in deutschen Arztpraxen wegfallen würden.Das brachte Facharzt.de wegen "Böswilligkeit" direkt ins späterzurückgezogene 'Schwarzbuch Gesundheit' des BMGS. Ein Jahr späterbestätigten unsere Leser in einer Kontrollumfrage die Prognose - dieArbeitsplätze waren weg", berichtet Guzek. Auch dieInteressensverbände der Arzthelferinnen meldeten im letzten Jahr danneinen massiven Stellenabbau nach Inkraftreten der Gesundheitsreform. Die gesamte Auswertung der Umfrage (incl. Tabellen) finden Sieunter http://www.facharzt.de/a/a/40541/
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    27.11.2005 Diskussionsrunde im TV mit Ulla

    Sabine Christiansen / Sonntag, 27. November /21.45 Uhr, ARD


    Diskussion über knappe Mittel im Gesundheitswesen

    Das Thema Gesundheit haben Union und SPD in ihrer Koalitionsvereinbarung noch ausgeklammert. Zu unterschiedlich sind die Positionen. Deutlich wurde dies zuletzt beim Vorstoß von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die Arzthonorare für die Behandlung gesetzlich und privat Versicherter anzugleichen. Auch der AOK-Bundesverband ist dafür, Ungleichbehandlung von gesetzlich und privat Krankenversicherten zu beenden.

    Diese Position wird der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, auch heute in der Politik-Talkshow "Sabine Christiansen" vertreten. Neben Ahrens diskutieren mit Sabine Christiansen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, FDP-Politiker Daniel Bahr und Pharma-Unternehmer Patrick Schwarz-Schütt über knappe Mittel im Gesundheitswesen, Rekordgewinne der Arzneimittelindustrie und den Reform-Raum zwischen Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie.
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    weil bei s. christiansen
    ulla schmidt und der präsident der bunderärztekammer prof. j.d. hoppe
    aufeinandertreffen, füge ich hier zur info noch einmal ein, was hoppe
    frau schmidt vorwirft.


    Hoppe wirft Schmidt unehrliche Debatte vor.

    Im Streit um die Gleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten hat Bundesärztekammer-Präsident Prof. Jörg-Dietrich Hoppe Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) scharf angegriffen.

    21.11.05 "Frau Schmidt führt eine unerhliche Debatte" , sagte Hoppe den "Ruhr-Nachrichten". "Es geht ihr in Wahrheit nicht um eine Gleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten. Der wahre Grund für das Vorpreschen der Ministerin sind die Finanzierungsnöte der gesetzlichen Krankenversicherung".

    Die Vorwürfe einer Zwei-Klassen-Medizin wies Hoppe zurück.
    "Privat-Versicherte und Kassenpatienten werden qualitativ gleich behandelt",betonte er. Zu den Wartezeiten für Kassenpatienten komme es,
    weil oftmals die vorgegebenen Budgets bereits ausgereizt sein.
    "Kaschiert wird das mit der Behauptung, Privatpatienten würden bevorzugt behandelt, weil sie den Ärzten höhere Honorare einbrächten.
    Hier werden Tatsachen verdreht", sagte Hoppe.
    "Der Hintergrund der Vorschläge von Frau Schmidt ist doch vollkommen klar: Sie will die Bürgerversicherung durch die Hintertür durchsetzen, eine Einheitskasse für alle Bürger", so der Ärztkammer-Präsident.
    Dies sei gleichbedeutend mit einer Gesundheitssteuer.
    dpa/kü

    zitat: ärztliche praxis

    +++++++++++++++++++​

    und das sagt prof. dr. dr. h. lauterbach:

    Nach den Worten von Schmidts Berater Karl Lauterbach sollen die Privatversicherten insgesamt stärker belastet werden. Der SPD-Gesundheitsexperte sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Die nächste Reform wird scheitern, wenn Privatversicherte nicht stärker einbezogen werden.“ Seine Forderung begründete er erstaunlicherweise mit der höheren Mehrwertsteuer im Jahr 2007. „In dieser Lage können wir die Menschen nicht noch weiter belasten, in dem die Zuzahlungen für Medikamente und Arztleistungen steigen“, sagte er.

    Er regte an, den Finanzausgleich der gesetzlichen Kassen auch auf die Privatversicherer auszudehnen. Möglich sei es auch, den Kreis der gesetzlich Versicherten zu erweitern. Derzeit können Angestellte mit einem Einkommen von mehr als 3 900 Euro Bruttolohn im Monat in die Privatversicherung wechseln.


    Lauterbach sagte dem Sender n-tv: „Das geht auch nicht zu Lasten der Ärzte. Es geht ja nicht darum, die Honorare der Privatversicherten auf das Niveau der jetzigen Honorierung der gesetzlich Versicherten herab zu deckeln. Sondern: Es soll ein neues Honorarsystem für alle Versicherten kommen, das unbürokratischer ist, auskömmliche Preise bringt und den Ärzten auch ein gutes Überleben gestattet.“
     
    #3 27. November 2005
    Zuletzt bearbeitet: 27. November 2005
  4. nora9

    nora9 Guest

    The brave new world !

    8-9% der Patienten (PV) zahlen 10-12% Einahmen

    es ist sooooooooooooooo viel dass (nur) sie einen besseren Servis(schnell einen Termin, separate Warteziemer - Apartheid (afrikaans Trennung) läst grüssen ) & (nicht?!?)Behandlung bekommen

    als die restlichen 90% der Patienten (GV) die durch ihre Beiträge 88-90% Einahmen leisten und selbstverständlich (gleiche) Behandlung in Anspruchnehmen können , falls sie natürlich in absehbarer Zeit einen Termin kriegen!
    Mit und im Falle einer Absenkung der PKV Honorare (die, wie schon gesagt eine sooooooooooooooo große Wichtigkeit für die Allgemeintheit und Sozialstaat haben ) droht eine Lawine von Entlassungen! Bemerkenswerte & unglaubliche Rechnung!!!
     
  5. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Macht doch was!

    Hallo Ihr,

    mit Intresse habe ich alles gerade gelesen.

    Und was macht ihr jetzt dagegen?

    Sind wir nicht genug Leute hier und könnten uns nicht dagegen auflehnen?

    Lasst Taten sprechen!

    Noch ein Vorschlag von mir.

    Die Pharmakonzerne sollen die Preise machen für Medi. wie sie im Ausland verkauft werden.
    Hier in Germany sind sie überteuert.
    Denke das da auch wieder Steuern mit verdient werden
    und es deshalb so teuer ist.

    Warum regen wir uns auf.
    Lasst uns was tun jeder nimmt sich eine Sache zur Hand
    und es geht los.
    Sollen die im Ministerum mal richtig arbeiten um sich nicht zu schämen am Ende des Monats wenn das Gehalt auf ihr Konto kommt.

    Schönen Sonntag und schickt weiter Eure Adressen für die Unterschriftensammlung: info@lupus-rheuma.de oder als PN.
    Hier kann jeder Mitmachen auch ohne Krankheit,
    wenn er für die Sache sich stark machen möchte.

    Stefanie soll Leben!

    LG Gisi