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Ruheschmerzen bei einer Kollagenose?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Monalie, 2. Mai 2016.

  1. Monalie

    Monalie Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich habe eine undifferenzierte Kollagenose und mich plagen seit mehrere Jahren Ruheschmerzen in Armen und Beinen, die ich aber mit Schmerzmitteln (Norspan Pflaster, Lyrika, Temgesic) bisher ganz gut im Griff hatte.
    Seit ca. zwei Monaten ist es aber trotz Schmerzmitteln, in den Beinen unerträglich geworden. Ich sitze viel am Computer weil ich fotografiere und Bildbearbeitung mache, das ist mein Hobby :). Allerdings ist mir dies fast nicht mehr möglich und auch jetzt wo ich hier sitze und schreibe, schmerzen meine Beine sehr.
    Es sind definitiv nicht die Gelenke oder Knochen, spontan würde ich sagen es sind die Muskeln. Sicher bin ich mir allerdings nicht :vb_confused:. Der Schmerz scheint tief im Gewebe zu sitzen, so fühlt es sich zumindest an.

    Meine Blutwerte sind wie immer wunderbar. Niemals habe ich Entzündungszeichen im Blut und auch mein CK Wert (wenn er mal getestet wird) ist immer in der Norm.
    Ich habe heute meinen Rheumatologen darauf angesprochen aber er sagt, mal abwarten ob das wieder besser wird :rolleyes:.

    Immer wieder mal im laufe meiner Kollagenose Karriere, fiel das Wort Dermatomyositis aber niemals konnte es bestätigt werden. EEG war manchmal positiv aber auch oft negativ, je nach dem wie untersucht wurde. Und ich habe die passenden Hauterscheinungen aber nicht die passenden Laborwerte.
    Ich hatte mich damit abgefunden bis ich Ende letzten Jahres wegen Hautkrebs ein PET-CT hatte, bei dem Auffälligkeiten an meinen Muskeln zu sehen waren. Der Radiologe den ich daraufhin anrief sagte mir, er hat so ein Verteilungsbild schon mal bei Menschen mit einer Dermatomyositis gesehen.
    Ich sprach also mit dem Oberarzt der Hautklinik über meinen Verdacht (niedrige ANA, Hauterscheinungen, Muskelschmerzen etc.), der mir auch in allem vollkommen recht gab. Er sagte, er wird das mit seinen Kollegen besprechen.
    Später kam er dann zu mir um mir zu sagen, dass es kaum möglich ist eine Dermatomyositis zu diagnostizieren wenn sie nicht hoch akut ist. Er meinte, "wenn wir jetzt eine Haut- oder Muskelbiopsie bei ihnen machen, kommt nichts dabei heraus." Man sah ihm aber an, wie leid ihm das tut ;).

    Vielleicht wird sie bei mir niemals hoch akut denn ich nehme seit Jahren Quensyl und Kortison :vb_confused:. Tja, und was mache ich jetzt mit meinen Schmerzen und dem langsam aber stetigem Muskelabbau?
    Vielleicht liege ich mit meinem Verdacht auch falsch und es sind gar nicht die Muskeln (obwohl, würden sie sonst abbauen?), vielleicht sind es ja die Blutgefäße? Aber auch eine Vakulitis wurde bei mir ausgeschlossen.

    Schmerzen habe ich übrigens auch bei Belastung, für einen Tag mit viel Aktivität brauche ich zwei Tage zur Erholung aber ich habe mein Leben danach eingerichtet. Nur diese verdammten Ruheschmerzen, was kann es nur sein :vb_confused::vb_confused:. Kennt das vielleicht jemand von euch? Oder hat jemand eine Idee?

    Sorry für den langen Text, es ging nicht anders. Ich bin langsam wirklich verzweifelt :cry:

    Liebe Grüße,
    Monalie

    Sorry, da fehlt ein Wort bei meinem Thema "Ruheschmerzen bei einer Kollagenose" soll es heißen
     
    #1 2. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2016
  2. Mara1963

    Mara1963 Bekanntes Mitglied

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    Hallo Monalie,

    das tut mir leid, dass du solche Schmerzen hast und keiner weiß woher das kommt.

    Quensyl soll als Nebenwirkung manchmal Muskelschmerzen auslösen. Wieviel mg nimmst du denn davon und weshalb nimmst dus und weshalb das Cortison, wenn du doch keine Entzündungen hast?



    Viele Grüße
    Mara
     
  3. Monalie

    Monalie Mitglied

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    Hallo Mara,
    ich bin einer der seltenen Fälle mit einer Kollagenose, ohne Entzündungszeichen im Blut. Das bedeutet nicht, das ich keine Entzündungen bekomme. Das passiert oft genug, es zeigt sich eben nur nicht wie üblich, bei mir sind dann nur die Leukos erhöht.
    Seit der Diagnose der Kollagenose 2007 hatte ich noch niemals BSG oder CRP erhöht und mein Blut wird alle acht Wochen untersucht. Ich sage immer, mein Körper kann das einfach nicht ;).
    Quensyl nehme ich schon seit 2009, 300mg jeden Tag, die Muskelschmerzen hatte ich aber schon vorher. Sie waren sogar das allererste Krankheitszeichen, Jahre zuvor.
    Es ist nur so, dass sie immer schlimmer werden und sich jetzt auch nicht mehr mit starken Schmerzmitteln bändigen lassen.
    Kortison ist eine Erhaltungsdosis, 5mg. Das ist auch so eine Sache, hoch dosiert verschwinden meine Muskelschmerzen. Leider vertrage ich Kortison hoch dosiert nicht mehr, meine Herz flippt dann vollkommen aus. :rolleyes:
    Liebe Grüße,
    Monalie
     
  4. kroma

    kroma Dermatomyositis

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    Herrje, was denn noch alles, Monalie :vb_confused:

    Hört sich tatsächlich nach DM an - möglicherweise auch Fasciitis.
    Ich habe (u.A.) beides und die Muckis sind von Schmerzmitteln unbeeindruckt.
    Habe da leider auch keinen Rat für dich, nur die Erfahrung gemacht, dass die Muskelbeschwerden
    massiver werden, wenn andere Probleme dazu kommen - Tja und derer hast du ja reichlich.
    Biopsie würde tatsächlich nicht viel bringen, allein wegen der Medis.

    Ich wünsche dir alles Gute (vor allem aber für die OP!)

    Liebe Grüße
    kroma
     
  5. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Wobei ja diese Entzündungswerte bei Kollagenosen nicht so ausschlaggebend sind, um Krankheitsaktivität anzuzeigen.

    Wichtiger sind da meiner Kenntniss nach die Komplementwerte C3,C4 und CH50 und auf die guckt da vordergründig mein Rheumatologe, wenn es um Krankheitsaktivität geht. Ist davon was erniedrigt, unterhalb der Norm, so deutet das bei Kollagenosen häufig auf Krankheitsaktivität hin.

    Es gibt ausser BSG und CRP noch andere Entzündungswerte, das wäre Alpha 1 Globulin und Alpha 2 Globulin.
     
  6. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo,
    genau so läuft das bei mir (Mischkollagenose). BSG, CRP und RF la/ro war 1980, was mit Gelenk-Entzündungen erst einmal Chronische Polyarthritis genannt wurde.

    Prednison und Quensyl in geringer Dosis lassen die Beschwerden nicht verschwinden. Sie sollen hochakuten Schüben die Spitze nehmen. Wobei die einen Rheumatologen eine Erhaltungsdosis an Cortison geben, die anderen warten auf einen kräftigen Schub und gehen dann zeitlich befristet hochdosiert mit Cortison ran. Die erste Variante ist mir angenehmer als immer wieder Krankenhaus/Intensiv.

    Keine-Muskeln, aber genug für Schmerzen war schon immer mein Problem. Haut und Muskeln wurden nicht weiter untersucht, weil die RNP68-Antikörper sich zeigten. Bei dir, Monalie, ist das wohl anders, es wird weiter gesucht, bis eine Diagnose den socheren Nachweis bringt.

    Und überhaupt, alles Gute, auf dass es nach und nach besser wird
    Clara
     
  7. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Mir ist die erste Variante auch lieber und damit fahre ich seit vielen Jahren gut.
     
  8. Mara1963

    Mara1963 Bekanntes Mitglied

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    Wieso nimmst du denn das Quensyl Monalie, hatte ich schon mal gefragt. Ich habe auch eine Kollagenose oder Mischkollagenose oder Kollagenose mit Verlagung Sklerodermie (da stehen immer wieder andere Diagnosen auf den Arztberichten). Ich nahm das Quensyl auch einige Zeit, mir hat das nichts gebracht, keine Unterschied mit oder ohne, deshalb nehme ich es nicht mehr.

    Vielleicht wäre es sinnvoll mal ein neues Medikament auszuprobieren.

    Mara
     
  9. Mara1963

    Mara1963 Bekanntes Mitglied

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    Ich sehe das anders.

    Bei einer Erhaltungsdosis hört der Körper auf eigenes Cortisol zu produzieren, da er es von außen zugeführt bekommt, irgendwann verlernt er es ganz. Geringe Erhaltungsdosen sind meist so viel, wie ein Körper auch selbst produzieren kann bzw. könnte.

    Deshalb ist es mir lieber im Notfall bzw. so als Sicherheit falls mal was wäre die Möglichkeit in Anspruch zu nehmen eine Stoßtherapie zu machen. Ich vertrag das auch gut. Natürlich geht das nicht, wenn man Blutdruckprobleme hat.

    Mara
     
  10. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Nein das tut er eben nicht zwangsläufig bei einer geringen Erhaltungsdosis, sondern die geringe Erhaltungsdosis stockt die vom Körper selbst produzierte Dosis minimal auf und kann so grosse Schübe verhindern! Genau das ist auch der Sinn der kleinen Erhaltungsdosis Cortison auf Dauer. Und ich weiss schon von was ich hier schreibe, immerhin nehme ich eine kleine Erhaltungsdosis Cortison schon 22 Jahre lang und fahre damit gut. Und habe auch diesbezüglich Erfahrungen und/mit Teilnahme an Workshops, Seminaren usw.
     
  11. Mara1963

    Mara1963 Bekanntes Mitglied

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    Mein Rheumatologe hat mir das anders erklärt Lagune

    und zwar,
    dass bei einer langen Zeit der Cortisonzufuhr der Körper immer lahmer wird und immer weniger produzieren mag an Cortisol, weil er es von außen zugeführt bekommt.

    Das klingt für mich vollkommen logisch.

    Dass der Körper vielleicht die Cortisolprodukiton nicht komplett einstellt glaube ich dir schon Lagune, jedoch auch, dass er träge wird.

    Und das ist mein Grund, dass ich von einer Erhaltungsdosis nichts halte.

    Monalie hier gehts ja um ihre Muskelschmerzen und das was sie momentan macht hilft anscheinend nicht. Ich selbst habe hier keine Erfahrung, da ich noch nie Muskelschmerzen hatte, außer bei Muskelkater und da wußte ich woher der kam und da hilft Magnesiumcitrat.

    Quensyl hilft dir nicht Monalie, dann vielleicht ein anderes Medikament, was sagt dein Rheumatologe, bist du bei einem internistischen?

    Mara
     
  12. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Mara, das von aussen zugeführtes Cortison in gewisser Weise und unter Umständen die körpereigene Cortisolpruduktion unter Umständen reduzieren kann möchte ich gar nicht abstreiten und das ist auch allgemein bekannt. Allerdings kommt es dabei auch darauf an, wann und zu welchen Uhrzeiten der Mensch das zusätzliche, in dem Fall hier niedrige Cortison künstlich zu sich führt. Wird es zu den Zeiten genommen, in dem der Körper gerade selber produziert, so führt das nicht unbedingt zur Einschränkung der körpereigenen normalen Cortisolproduktion.

    Und mein Rheumatologe hat auch langjährige Erfahrung und ist ein nicht ganz unbekannter Rheumatologe.;)
     
    #12 3. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 4. Mai 2016
  13. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo,

    wieviel Cortisol der Körper noch selber produziert, lässt sich im Labor testen.

    Quensyl, oftmals erfolgreich bei Kollagenosen und RA, kann Nebenwirkungen machen, die es nötig machen, ein anderes Medikament einzusetzen. Wenn es gar nicht hilft, ist doch die Frage, welche Krankheit könnte außer Kollagenose hinter den Symptomen stecken. Also ich würde kein Medikament schlucken wollen, wenn es mir außer Augenarztkontrollen nichts bringt.

    Monalie, bei dir scheint es echt schwierig zu sein. Ich habe zusätzlich Probleme mit der Wirbelsäule undundund. Mit der Kollagenose hat das nichts zu tun. Es ist nur schwer einen Arzt zu finden, der sich nicht mit Diagnose M35.1 zufrieden zurücklehnt. Bleib tapfer Monalie, forsche/lass weiter forschen.

    Liebe Grüße
    Clara
     
  14. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Monalie, wie sieht es aus bei dir mit Untersuchungen in Richtung Polyneuropathie , wurde diesbezüglich in diese Richtung schon geguckt ? Ich hab das nicht selber, aber kenne jemand im Bekanntenkreis, der damit zu tun hat. Vielleicht auch noch eine Option für dich zur Diagnosesuche.....
     
  15. Monalie

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    Hallo ihr Lieben,

    entschuldigt, ich hatte gestern keine Zeit mehr zu antworten. Jetzt muss ich erst einmal sortieren, damit ich alle Fragen beantworten kann :):).

    @Kroma: Danke für dein Mitgefühl :). Und frage nicht was ich noch alles habe, wenn ich mal anfange zu erzählen...:rolleyes:;).

    @Lagune: Die von dir genannten Entzündungswerte werden bei mir höchst selten untersucht. Sie gehören nicht zu den Standartwerten meiner regelmäßigen Blutabnahmen. Wenn sie mal abgenommen wurden dann höchsten im Rahmen irgendwelcher rheumatologischen Untersuchungen im Krankenhaus und da waren sie immer in der Norm. Das letzte mal war glaube ich 2013.

    Und ach, Polyneuropathie. EEG ist manchmal auffällig und manchmal nicht. Und ich frage mich auch, ob man eine Polyneuropathie in beiden Armen und Beinen haben kann?
    All meine neurologischen Symptome haben eine lange Geschichte, ich habe es fast aufgegeben. Ich mag keinen Neurologen mehr sehen, ich möchte mich einfach nicht mehr demütigen lassen :(!
    Jetzt ist es in den Armen natürlich so, dass sich meine HWS Bandscheibenvorfälle mit der hochgradigen Einengung, mit den Schmerzen die auch vorher vorhanden waren, mischen. Ich denke da ist es jetzt nicht mehr sinnvoll eine Biopsie machen zu lassen, sie würden alles auf die Bandscheibenvorfälle schieben.

    Meine Schmerztherapeuten sagen übrigens, es sind neuropathische Schmerzen, deswegen bekomme ich auch Lyrika hoch dosiert (2xtgl.225 mg). Es hat mir auch jahrelang gut geholfen, es mindert auch die extreme Muskelverspannung (tetraspastisches Syndrom=hochgradig erhöhte Muskeleigenreflexe). Das passt auch zu nix und zu den Schmerzen schon mal gar nicht.
    In den Beinen ist die Nervenleitgeschwindigkeit etwas erniedrigt aber nicht viel, NLG 40 m/s anstatt 50. Die letzte Neurologin sagte mir das kommt von der Kälte, also kalt war mir nicht :mad:. Ihre MTA, die die Untersuchung machte sagte währenddessen, "Da stimmt was nicht. Passt zu einem Bandscheibenvorfall in der LWS". Ich habe das untersuchen lassen, mein Rücken ist kaputt, definitiv aber ich habe nichts in der LWS!
    Ach ja, und ich kann euch da noch ganz andere Befunde zeigen aber es passiert auch immer wieder, das bei den Untersuchungen alles unauffällig ist, je nach dem wie untersucht wird eben :rolleyes:.


    @Clara: Laut Klinik Bad Bramstedt ist es bei mir auch am ehesten eine Mischkollagenose, klinisch zumindest, die Antikörper dafür fehlen. Und Quensyl hilft mir schon, nur nicht genug :(.
    Vielen Dank für die lieben Wünsche :)!

    @Mara: Ich nehme Quensyl um die Kollagenose ein wenig in Schach zu halten. Und das tut es definitiv, besonders was die Durchblutung betrifft. Auch auf die Haut hat es auch ein wenig Einfluss, ich würde sonst sehr viel schlimmer aussehen!

    Ich habe schon mal versucht andere Medikamente zu bekommen. Aber ich habe in den Kliniken immer wieder das Problem, nicht ernst genommen zu werden, besonders in der Rheumatologie hier in der Uni Düsseldorf. Die sind noch freundlich und nicken mit dem Kopf wenn sie mich untersuchen und sich die Befunde anschauen, aber in dem Moment wo sie meine Blutwerte sehen ist Ende!
    Mein Rheumatologe (ja, ein internistischer) hatte mich 2013 extra dort hin geschickt um abzuklären, ob ich stärkere Medikamente brauche aber das war wohl nix....:rolleyes:.

    Ihr seht, es ist alles ein wenig kompliziert. Schmerzen allein reichen nicht für stärkere Medikamente, es muss schon belegt werden, was sie verursacht. Und genau da ist mein Problem :confused:!

    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten :top:.
    Liebe Grüße,
    Monalie
     
  16. IDE

    IDE Neues Mitglied

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    Hallo Monalie,

    ich schreibe Dir weil einige Punkte von Dir ähnlich bei mir sind.

    Ich bin über Deinen Ausdruck "Ruheschmerz" gestolpert. Den habe ich auch und ich finde das Wort trifft es exakt. Ich fragte irgendwann mal meinen Neurologen, ob es denn normal ist, wenn man Muskelschmerzen hat ohne das man sich bewegt: er verneinte dies.

    In der Regel kommt der Muskelschmerz bei Überbelastung, allerdings kenne ich die Grenze nicht so genau… ich schone mich somit immer ein wenig. An einem Wochenende die Wohnung streichen ist nicht mehr möglich, früher war das möglich. Ein Spaziergang > 10 km ist auch nicht mehr möglich.

    Wenn ich so einen Schmerzschub habe, dann spüre ich den in den Armen und Beinen. Außerdem ist da ein Druck im Kopf den ich schwer beschreiben kann und mir ist ein wenig schlecht. In diesem Zustand ziehe ich mich meist komplett zurück. Alles andere ist mir dann auch zu anstrengend. Ich nehme keine Medikamente, halte es aus. Nach 2 Tagen ist er in der Regel weg. Danach geht es mir so als wäre nie etwas gewesen.

    Ich frage mich auch so oft: WAS IST DAS NUR?

    Kurz zu meinem Krankheitsverlauf: seit ca. 15 Jahren Mischkollagenose und Hashimoto, Medikation: Quensyl + L-Thyroxin. Schmerzschübe seit ca. 6,5 Jahren, es fing an mit Schluckbeschwerden, Erschöpfung, Atemnot bei Belastung. Meine Blutwerte sind fast alle gut, bis auf erhöhte ANA-Titer.

    Wie geht es Dir mittlerweile?

    Viele liebe Grüße
    IDE
     
    #16 24. Juli 2016
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2016
  17. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo,

    also ich habe eine gesicherte Diagnose einer Mischkollagenose-MCTD seit 1994. Zur festen Diagnose der Mischkollagenose gehören nicht nur erhöhte ANA Werte, sondern auch spezifische hochtitrige Autoantikörper, die sich bis vor einiger Zeit U1RNP nannten, mittlerweile heissen die anders, hab nur vergessen wie, sorry;). Alleine erhöhte ANA Werte ergbt noch keine Diagnose zur Mischkollagenose! Allerhöchstens ergibt ein erhöhter ANA Wert mit Kollagenosespezifischen klinischen Symptomen eine undifferenzierte Kollagenose.
     
    #17 24. Juli 2016
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juli 2016
  18. IDE

    IDE Neues Mitglied

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    Hallo Lagune,

    ich korrigiere mich: undifferenzierte Kollagenose steht im letzten Arztbericht.

    Sorry, wenn ich da nicht exakt genug war… liegt wahrscheinlich daran, dass die Diagnose sich geändert hat: am Anfang hieß es Lupus, dann Mischkollagenose und jetzt undifferenzierte Kollagenose.

    Viele Grüße
    IDE
     
    #18 24. Juli 2016
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2016
  19. oktobersonne

    oktobersonne Mitglied

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    Hallo Monalie und alle anderen,
    ich kenne diese Ruhemuskelschmerzen auch, besonders Nachts.
    Bei mir heißt die Diagnose Sjögren Syndrom.
    Meine Entzündungswerte zeigen auch nichts an. Der Nachweis erfolgte über SSA/RO Antikörper.
    Ich hatte keine extreme Siccasymptomatik. Immer nur diese extremen Muskel/Sehnenschmerzen.
    Quensyl habe ich nach 7 Monaten abgesetzt. Es hatte gar keine Wirkung bei mir. Danach MTX , Leflunomid, Ciclosporin. Leflunomid hat mir gegen die Schmerzen gut 1 Jahr geholfen, dann hatte ich immer mehr Taubheitsgefühle. Die vorher nur beginnende PNP war stärker geworden.
    Jetzt bin ich mit Tillidin eingestellt. Das hilft gegen den Schmerz, außerdem sollte ich zu der Erhaltungsdosis Prednisolon ausprobieren ob eine Erhöhung der Immunsuppression gegen meine Autoimmunhepatitis mit PuriNethol auch die Kollagenose behandelt.
    Der Versuch ist aber durch erhöhte Leberwerte gescheitert.
    Soviel zu meiner Geschichte. Meine Frage an dich ist, du schreibst etwas über Hautprobleme. Wie sehen die aus?
    Und hast du auch, wie ich starke Darmprobleme?
    Was machst du zur Muskelstärkung? Mir hilft T'aiChi sehr gut.
    Gute Besserung!
    Oktobersonne
     
  20. Elinor

    Elinor Mitglied

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    Hallo Monalie und alle anderen,
    ich könnte mir vorstellen, dass es bei Dir, Monalie, in eine ähnliche Richtung geht wie bei mir. Ich habe auch zunehmend stärkere Ruheschmerzen in den Muskeln und einigen Muskelansätzen. Mir wurde gesagt, dass das mit meiner chronischen Laktatazidose zusammenhängt. Beim Gesunden findet sich ja eine Laktatazidose nur bei Überlastung bzw., wenn man im anaeroben Bereich trainiert hat. Unsereins mit chronischer Entzündung hat aber anscheinend immer ein gewisses Mass an Übersäuerung (Laktatazidose), einige weniger, andere mehr. Letztendlich geht das bei uns wohl meist mit einer entzündungsbedingten Störung der Mitochondrien einher (das muss sich nicht in klassischen Entzündungswerten widerspiegeln, sondern ist eher so eine Art "silent Inflammation" wie es in Fachkreisen genannt wird). Die Zellatmung ist gestört durch die Entzündung bzw. die Energiegewinnung unter Verwendung von Sauerstoff. Dann läuft die Zelle auf Notstromaggregat und muss ohne Sauerstoff Energie gewinnen. Bei dieser anaeroben Glukoseverbrennung entsteht dann wiederum die besagte Milchsäure (Laktat), die Schmerzen in den Muskeln verursacht. Das ist jetzt sehr vereinfacht und unvollständig erklärt, wer sich für die Materie interessiert, kann z.B. Artikel oder Bücher von Dr. Bodo Kuklinski lesen. Hast Du auch eine Muskelschwäche? Das würde jedenfalls dazu passen.
    Ob eine solche Mitochondriopathie bei Dir die oder zumindest eine Ursache für die Schmerzen ist, lässt sich z.B. durch einen Fahrrad-Ergometrie-Laktat-Test herausfinden. Das bieten einige Neurologen an. Es gibt auch noch diverse Testverfahren aus dem naturheilkundlichen Bereich (z.B. Nitrostressuntersuchung im Morgenurin), die aber schulmedizinisch nicht anerkannt werden. Ich habe beides machen lassen und beides war hoch auffällig. Eine solche Mitochondriopathie lässt sich sogar durch eine Muskelbiopsie nachweisen, was mir aber zu heftig wäre....
    LG
    Anni
     
    #20 28. Juli 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Juli 2016