guten abend!
Verband deutscher StrafrechtsAnwälte und Strafverteidiger
(link funzt nicht mehr) zitat:
"Nur die berufs- oder gewerbsmäßige Abgabe von Arzneimitteln, die apothekenpflichtig oder von einem Arzt verschrieben worden sind, an Endverbraucher außerhalb von Apotheken unterliegt der Strafbarkeit nach §§ 95... "
das gesetz richtet sich an apotheken und ärzte, nicht an privatpersonen, die einmalig und unentgeldlich ein medikament weitergeben (btm bleibt außen vor). was man m.m.n. dennoch nicht tun sollte, bei allem guten willen, jemandem zu helfen, das kann böse in die hose gehen! medikamente sollte man sich ausschließlich in der apotheke holen, beziehungsweise arzt.
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unter anderem im rahmenvertrag arzneimittelversorgung § 20 - von 2019
"wiederabgabe von arzneimitteln" ist die wiederabgabe von medikamenten beschrieben.
https://www.abda.de/fileadmin/asset...g-Paragraf-129-Abs-2-SGB-V-idF-2019-01-01.pdf
allen eine gute nacht und lg gruß, marie
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nachtrag:
eine (kann-) weitergabe durch die apotheke halte ich für deutlich ökonomischer, als eine entsorgung, zumindest für die solidargemeinschaft.
ich möchte meine warnung vor der weitergabe präzisieren.
sie richtet sich gegen fälle wie beispielsweise: "mir hat das geholfen, probiere es doch auch mal." ein ganz klares: um himmels willen!
andererseits, wenn man sich persönlich kennt, beispielsweise durch selbsthilfegruppen, eine vertrauensbasis vorhanden ist, und jemand kann sein medikament nicht mehr nehmen, könnte ein anderer mit gleicher therapie übernehmen. der arzt wird informiert und das system entlastet. wir würden ja auch das medikament nehmen wenn es als rückgbe vom arzt kommt, bzw aus der apotheke, also wo ist der unterschied? damit hätte ich keine probleme. dass das nicht im interesse der pharmaindustrie ist ist klar.
als ein familienmitglied sein cortison (gleiche dosierung prednisolon) nicht mehr benötigte habe ich das übernommen, das einfach zu entsorgen, nur weil auf dem rezept der name steht wäre ökologischer und ökonomischer unsinn gewesen.