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Rudolf Rentier

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Melisandra, 20. Dezember 2003.

  1. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    SANTAS RENTIERE


    Als der Weihnachtsmann vor der Entscheidung stand, wer soll den Schlitten ziehen, gab es viele Gründe sich für Rentiere zu entscheiden.

    Die Rentiere sind die kalten Witterungsbedingungen des Nordens gewohnt. Sie leben in Nordeuropa, -asien und -amerika (dort nennt man sie Karibus). Große Herden, die aus mehr als zehntausend Tieren bestehen können, legen weite Entfernungen auf ihren Wanderwegen zurück.

    Als einzige Hirschart tragen auch die weiblichen Rentiere ein Geweih, welches u.a. benötigt wird, um sich durch den Schnee zu wühlen und an Futter zu gelangen.



    In Norwegen finden wir prähistorische Felsenmalereien von Rentieren. Vermutlich wollten sich Kinder mit den Zeichnungen beim Weihnachtsmann für die wundervollen Geschenke bedanken.

    Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donder und Blitz sind die Namen der acht Rentiere, die Santas Schlitten zogen. Donder wird oft auch Donner gerufen.

    1939 ergänzte ein weiteres Rentier das Gespann: Rudolph Robert L. May schrieb die Geschichte des kleinen Rentieres mit seiner leuchtend roten Nase für uns nieder.

    Wegen seiner glühenden Nase wurde Rudolph von den anderen Rentieren ausgelacht; keiner wollte mit ihm spielen. Doch Santa Claus wusste die Fähigkeiten von Rudolph zu schätzen. Das kleine Rentier darf seither den Schlitten anführen und beleuchtet mit seiner roten Nase den Weg zu den Kindern dieser Welt.

    Bei den anderen Rentieren stellte sich die Vernunft wieder ein. Sie feierten und ehrten "Rudolph the red-nosed Reindeer". Das Buch über Rudolph wurde ein Bestseller.



    Als Weihnachtslied erreichte die Geschichte Platz 1 der Hitparade. Johnny Marks schrieb 1949 den Text und Gene Autry komponierte die Musik. Das weltberühmte Lied wurde 1964 als Zeichentrickfilm uraufgeführt.

    Chuck Berry, ein großer Weihnachtsfan, setzte mit seinem Song "Run, Rudolph Run" unserem kleinen Freund ein weiteres Denkmal.




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    RUDOLPH THE RED - NOSED REINDEER


    You know Dasher and Dancer and Prancer and Vixen,
    Comet and Cupid and Donder and Blitzen,
    but do you recall the most famous reindeer of all?

    Rudolph, the red-nosed reindeer had a very shiny nose.
    And if you ever saw him, you would even say it glows.

    All of the other reindeer used to laugh and call him names.
    They never let poor Rudolph play in any reindeer games.

    Then one foggy Christmas eve Santa came to say:
    "Rudolph with your nose so bright, won't you guide my sleigh tonight?"

    Then all the reindeer loved him as they shouted out with glee:
    "Rudolph the red-nosed reindeer, you'll go down in history!"







    War einst ein kleines Rentier, Rudolph wurde es genannt,
    und seine rote Nase war im ganzen Land bekannt.

    Sie leuchtet Nachts im Dunkeln, heller noch als jeder Stern,
    trotzdem war Rudolph traurig, denn nicht einer hat ihn gern.

    Dann an einem Nebeltag kam der Weihnachtsmann,
    "Rudolph zeige mir den Weg führ den Schlitten sicher an!"

    Nun hat er viele Freunde, überall ist er beliebt,
    weil es nur einen Rudolph mit `ner roten Nase gibt.





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    (Solche Geschichten haben mich als Kind fasziniert - vielleicht eignen sie sich, Euren Kindern weitergegeben zu werden.)

    Einen schönen 4. Advent wünscht

    Melisandra
     

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  2. bond

    bond James - 007

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    verbesserungsvordchlag

    hallo melisandra

    die geschichte ist wirklich schön,

    und rudolph the red- noise eine schöne geschichte,wirklich:p

    aber hätte der weihnachtsmann die wahl gehabt,

    zwischen ein rentier oder einen gelände volvo

    ich glaube er hätte das auto genommen.:D :D :D

    weihnachtliche grüße
     

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  3. Melisandra

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    Nix Volvo

    Hallo bond,

    vielleicht hätte er ja wirklich den Volvo genommen, aber Du weißt ja:

    Der Weihnachtsmann, der fährt 'nen großen Truck,

    im Himmel holt er die Geschenke ab.

    Den Schlitten läßt er dieses Jahr wohl steh'n,

    er will die Highways auf der Erde seh'n.

    Der Weihnachtsmann, der fährt 'nen großen Truck!!!
     

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  4. Melisandra

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    Noch 'ne Rentiergeschichte

    Diese Geschichte habe ich soeben gefunden: Also doch nicht immer der Truck!!!

    EIN RENTIER AUF ABWEGEN



    Im Himmel herrschte große Aufregung. Es war Heiligabend und der himmlische Stallmeister wollte gerade die 8 weißen Rentiere vor den Schlitten des Weihnachtsmannes spannen, als er bemerkte, dass eines fehlte.

    "Weihnachtsmann, der Stanislaus ist verschwunden", rief der Stallmeister und stolperte in seiner Aufregung über einen Berg von Geschenkpaketen, die noch auf den Schlitten gepackt werden mussten.

    Der Weihnachtsmann bat sofort alle verfügbaren Engel, ihm bei der Suche nach dem verschwundenen Rentier zu helfen. Die Engel zeigten sich gar nicht begeistert, Stanislaus zu suchen. Es war noch jede Menge zu tun. Der Schlitten musste beladen, die Glöckchen des Gespanns aufpoliert und auch der Bart des Weihnachtsmannes musste noch in Löckchen gelegt werden .

    "Nehmen wir doch Nepomuk, wir setzen ihm ein goldenes Geweih auf, dann merkt bestimmt niemand, dass er ein Esel ist", riefen die Engel. "Keine schlechte Idee", überlegte der Weihnachtsmann und bat seinen Stallmeister, Nepomuk, den weißen Krippenesel zu holen. Nepomuk war gar nicht begeistert. Dass er den Schlitten ziehen durfte, gefiel ihm ja, aber ein goldenes Geweih - nein das war unter seiner Würde .

    Wohin war Stanislaus verschwunden? Ihr werdet es nicht glauben, aber er war schon auf der Erde. Beim Mann im Mond hatte er sich vorbei geschlichen und unbemerkt auf einem Mondstrahl zur Erde gerutscht. Die Pulverschneedecke bereitete ihm eine weiche Landung. Er schüttelte erstmal die Eisklümpchen und Schneeflocken aus seinem Fell. Dann blickte er sich um - er war mitten im tiefverschneiten Wald.

    Es war stockfinster und nur ein schwacher Lichtschimmer leuchtete durch die schneebedeckten Bäume. Stanislaus folgte dem Lichtschimmer und kam zu einem Forsthaus. Die Fenster waren hell erleuchtet und es roch wunderbar nach Tannenreisig, Kletzenbrot. Vanillezucker und Schokolade. Stanislaus fühlte eine Leere in der Magengegend und dachte voll Sehnsucht an eine große Schüssel Weihnachtsplätzchen .










    Im Himmel herrschte eifriges Durcheinander um den Schlitten des Weihnachtsmannes. Die Engel beeilten sich die Pakte aufzuladen und der himmlische Stallmeister schirrte die Rentiere an. Nepomuk machte einige Schwierigkeiten und sträubte sich mit allen Vieren - geschmückt mit einem goldenen Rentiergeweih - seinen Platz im Gespann einzunehmen. Er fühlte sich in seiner Eselswürde tief gekränkt.

    "Nepomuk", sagte der Weihnachtsmann, "wenn Du so störrisch bist und nicht mithilfst, meinen Schlitten zu ziehen, dann bekommen die Kinder ihre Geschenke nicht rechtzeitig - und Du weißt, sie warten doch alle sehnsüchtig darauf."

    Er schwang er sich auf den Kutschbock und die Rentiere, zusammen mit Nepomuk dessen rote Ohren man unter dem goldenen Rentiergeweih Gott sei Dank nicht sehen konnte, trabten los. Der Mann im Mond winkte ihnen freundlich zu und reichte ihnen den schönsten Mondstrahl, an dem sie sanft zur Erde glitten.

    Stanislaus blickte in die Forsthausstube. Drinnen saßen Christoph und Mariechen die Försterkinder. Mit erwartungsvollen Herzen und hoffnungsvollen Augen warteten sie auf den Weihnachtsmann - schließlich hatten sie Briefchen mit ihren Wünschen ins Fenster gelegt und hofften nun inständigst, auf die Erfüllung einiger dieser Wünsche.

    "Hoffentlich hat der Weihnachtsmann nicht auf uns vergessen", meinte Mariechen. "Wieso sollte er", antwortete Christoph, "wir haben ja geschrieben, und so halbwegs brav sind wir auch gewesen." "Aber was ist, wenn er eine Panne mit seinem Schlitten hat, oder die Rentiere krank sind?" "Du Dummerchen", tröstete Christoph seine kleine Schwester, "wieso sollte so etwas passieren?"

    Stanislaus, der das Gespräch der Försterkinder mitangehört hatte, erschrak zutiefst. Er, eines der wichtigsten Rentiere, hatte vergessen, dass heute Heiligabend ist und er schämte sich, dass er gar nicht an seine Aufgabe, den Schlitten des Weihnachtsmannes zu ziehen, gedacht hatte.

    "Hoffentlich ist es noch nicht zu spät, ich muss schnellstens zurück in den Himmel". Verzweifelt suchte er einen Mondstrahl - jetzt war natürlich keiner da. Während er angestrengt zum Himmel blickte um den ersehnten Mondstrahl zu erwischen hörte er leises Schellengeläute aus der Ferne. "Das kann nur der Weihnachtsmann sein." Schnell versteckte sich Stanislaus hinter einer dicken Tanne. Sein kleines Rentierherz zitterte .








    Ja, es war der Weihnachtsmann und als der Schlitten näher kam sah Stanislaus, dass an seinem Platz im Gespann ein Esel mit goldenem Rentiergeweih lief - nein eher störrisch mitstolperte. "Das ist ja Nepomuk, unser störrischer Krippenesel, sollte der nicht auf seinem Platz in der Weihnachtskrippe sein?"

    Stanislaus nahm all seinen Mut zusammen und trat hinter der Tanne hervor. Im letzen Augenblick konnte der Weihnachtsmann sein Rentiergespann abbremsen. "Ja Stanislaus, wie bist Du denn hier hergekommen, wir haben Dich überall gesucht." "Ich bin neugierig gewesen, und habe mich heimlich auf Entdeckungsreisen begeben", und leise - fast unhörbar, flüsterte Stanislaus: "Bist Du mir sehr böse Weihnachtsmann?"

    "Na ja", brummte dieser "ein bisschen böse aber auch sehr froh, dass Du wieder da bist, denn Nepomuk ist so störrisch, dass wir es mit ihm sicher nicht schaffen, alle Geschenke rechtzeitig an die Kinder zu verteilen. Außerdem fehlt er in der Weihnachtskrippe".

    "Spann mich ein", bat Stanislaus, "wir können die Kinder nicht warten lassen." Nepomuk der Esel war heilfroh, aus dieser peinlichen Situation entlassen zu sein und nahm den nächsten Mondstrahl zurück zur Weihnachtskrippe. Der Weihnachtsmann spannte Stanislaus ein. "Hü-hott" - so schnell war der Schlitten noch nie gefahren, es sah fast so aus, als schwebte er über die Pulverschneedecke. Die ersten Pakete wurden beim Forsthaus abgeladen und Stanislaus war glücklich darüber, dass er am Heiligabend doch noch dazu beitragen konnte die Augen der Kinder zum Strahlen zu bringen.
     

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  5. Melisandra

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    Rudolph, das Rentier mit der Roten Nase

    Hoch oben im Norden, wo die Nächte dunkler und länger und der Schnee viel weißer ist als in unseren Breitengraden, sind die Rentiere beheimatet. In jedem Jahr geht der Weihnachtsmann dort auf die Suche nach den stärksten und schnellsten Tieren, um seinen gewaltigen Schlitten durch die Luft zu befördern. In dieser Gegend lebte eine Rentierfamilie mit ihren fünf Kindern.. Das Jüngste hörte auf den Namen Rudolph und war ein besonders lebhaftes und neugieriges Kind, das seine Nase in allerlei Dinge steckte. Tja, und diese Nase hatte es wirklich in sich. Immer, wenn das kleine Rentier-Herz vor Aufregung ein bisschen schneller klopfte, leuchtete sie so rot wie die glühende Sonne kurz vor dem Untergang.
    Egal, ob er sich freute oder zornig war, Rudolphs Nase glühte in voller Pracht. Seine Eltern und Geschwister hatten ihren Spaß an der roten Nase, aber schon im Rentierkindergarten wurde sie zum Gespött der vierbeinigen Racker. "Das ist der Rudolph mit der roten Nase", riefen sie und tanzten um ihn herum, während sie mit ihren kleinen Hufen auf ihn zeigten. Und dann erst in der Rentierschule! Die Rentier-Kinder hänselten ihn wo sie nur konnten.
    Mit allen Mitteln versuchte Rudolph seine Nase zu verbergen, indem er sie mit schwarzer Farbe übermalte. Spielte er mit den anderen verstecken, freute er sich, dass er diesmal nicht entdeckt worden war. Und im gleichen Moment begann seine Nase so zu glühen, dass die Farbe abblätterte.
    Ein anderes Mal stülpte er sich eine schwarze Gummikappe darüber. Nicht nur, dass er durch den Mund atmen musste. Als er auch noch zu sprechen begann, klang es als säße eine Wäscheklammer auf seiner Nase. Seine Mitschüler hielten sich die Rentier-Bäuche vor Lachen, aber Rudolph lief nach Hause und weinte bitterlich. "Nie wieder werde ich mit diesen Blödhufen spielen", rief er unter Tränen, und die Worte seiner Eltern und Geschwister konnten ihn dabei nur wenig trösten.
    Die Tage wurden kürzer und wie in jedem Jahr kündigte sich der Besuch des Weihnachtsmannes an. In allen Rentier-Haushalten wurden die jungen und kräftigen Burschen herausgeputzt. Ihre Felle wurden so lange gestriegelt und gebürstet bis sie kupfernfarben schimmerten, die Geweihe mit Schnee geputzt bis sie im fahlen Licht des nordischen Winters glänzten. Und dann war es endlich soweit. Auf einem riesigen Platz standen Dutzende von Rentieren, die ungeduldig und nervös mit den Hufen scharrten und schaurig-schöne Rufe ausstießen, um die Mitbewerber zu beeindrucken. Unter ihnen war auch Rudolph, an Größe und Kraft den anderen Bewerbern zumeist deutlich überlegen. Pünktlich zur festgelegten Zeit landete der Weihnachtsmann aus dem nahegelegenen Weihnachtsdorf, seiner Heimat, mit seinem Schlitten, der diesmal nur von Donner, dem getreuen Leittier gezogen wurde. Leichter Schnee hatte eingesetzt und der wallende rote Mantel war mit weißen Tupfern übersät. Santa Claus machte sich sofort an die Arbeit, indem er jedes Tier in Augenschein nahm. Immer wieder brummelte er einige Worte in seinen langen weißen Bart.
    Rudolph kam es wie eine Ewigkeit vor. Als die Reihe endlich bei ihm angelangt war, glühte seine Nase vor Aufregung fast so hell wie die Sonne. Santa Claus trat auf ihn zu, lächelte freundlich und – schüttelte den Kopf. "Du bist groß und kräftig. Und ein hübscher Bursche dazu ", sprach er, "aber leider kann ich dich nicht gebrauchen. Die Kinder würden erschrecken, wenn sie dich sähen." Rudolphs Trauer kannte keine Grenzen. So schnell er konnte, lief er hinaus in den Wald und stampfte brüllend und weinend durch den tiefen Schnee.
    Die Geräusche und das weithin sichtbare rote Licht lockten eine Elfe an. Vorsichtig näherte sie sich, legte ihre Hand auf seine Schulter und fragte : "Was ist mit dir?"
    "Schau nur, wie meine Nase leuchtet. Keiner braucht ein Rentier mit einer roten Nase!" antwortete Rudolph.
    "Das kenne ich", sprach die Elfe, "ich würde gerne im Weihnachtsdorf mit den anderen Elfen arbeiten. Aber immer, wenn ich aufgeregt bin, beginnen meine Ohren zu wackeln. Und wackelnde Ohren mag Santa Claus nicht."
    Rudolph blickte auf, wischte sich mit den Hufen die Tränen aus den Augen und sah eine bildhübsche Elfe, deren Ohren im Rhythmus eines Vogelschlags hin und her wackelten.
    "Mein Name ist Herbie", sagte sie schüchtern. Und während sie sich so in die Augen sahen, der eine mit einer leuchtend roten Nase, die andere mit rhythmisch wackelnden Ohren, prusteten sie urplötzlich los und lachten bis ihnen die Bäuche weh taten.
    An diesem Tag schlossen sie Freundschaft schwatzten bis in die Nacht und kehrten erst am frühen Morgen heim.
    Mit Riesenschritten ging die Zeit auf Weihnachten zu. Herbie und Rudolph trafen sich in dieser Zeit viele Male im Wald. Alle waren mit den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest so beschäftigt, dass sie nicht bemerkten, wie sich das Wetter von Tag zu Tag verschlechterte.
    Am Vorabend des Weihnachtstages übergab die Wetterfee Santa Claus den Wetterbericht. Mit sorgenvoller Miene blickte er zum Himmel und seufzte resigniert : "Wenn ich morgen anspanne, kann ich vom Kutschbock aus noch nicht einmal die Rentiere sehen. Wie soll ich da den Weg zu den Kindern finden?"
    In dieser Nacht fand Santa Claus keinen Schlaf. Immer wieder grübelte er über einen Ausweg nach. Schließlich zog er Mantel, Stiefel und Mütze an, spannte Donner vor seinen Schlitten und machte sich auf den Weg zur Erde. "Vielleicht finde ich dort eine Lösung", dachte er. Während seines Fluges begann es in dichten Flocken zu schneien. So dicht, dass Santa Claus kaum etwas sehen konnte.
    Lediglich ein rotes Licht unter ihm leuchtete so hell, dass ihm der Schnee wie eine riesige Menge Erdbeereis vorkam. Santa Claus liebte Erdbeereis. "Hallo", rief er, "was hast du für eine hübsche und wundervolle Nase! Du bist genau der, den ich brauche. Was hältst du davon, wenn du am Weihnachtstag vor meinem Schlitten herläufst und mir so den Weg zu den Kindern zeigst?"
    Als Rudolph die Worte des Weihnachtsmannes hörte, fiel ihm vor Schreck der Tannenbaum zu Boden und seine Nase glühte so heftig wie noch nie in seinem Leben. Vor lauter Freude fehlten ihm die Worte. Erst langsam fand er seine Fassung wieder.

    "Natürlich furchtbar gerne. Ich freu’ mich riesig."
    Doch plötzlich wurde er sehr traurig. "Aber wie finde ich den Weg zurück zum Weihnachtsdorf, wenn es so dicht schneit?"
    Im gleichen Moment, in dem er die Worte aussprach, kam ihm eine Idee.
    "Bin gleich wieder da", rief er, während er schon in schnellem Galopp auf dem Weg in den Wald war und einen verdutzten Santa Claus zurückließ. Wenige Minuten später kehrten ein Rentier mit einer glühenden Nase und eine Elfe mit wackelnden Ohren aus dem Wald zurück. "Sie wird uns führen, Santa Claus", sagte Rudolph voller Stolz und zeigte auf Herbie. "Mit ihren Ohren hält sie uns den Schnee vom Leibe. Und sie kennt den Weg."
    "Das ist eine prachtvolle Idee", dröhnte Santa Claus. "Aber jetzt muss ich zurück. Auf morgen dann."
    Und so geschah es, dass Santa Claus am Weihnachtstag von einem Rentier mit einer roten Nase und einer Elfe mit wackelnden Ohren begleitet wurde.
    Rudolph wurde für seine treuen Dienste am nächsten Tag von allen Rentieren begeistert gefeiert. Den ganzen Tag tanzten sie auf dem großen Marktplatz und sangen dazu : "Rudolph mit der roten Nase, du wirst in die Geschichte eingehen."
    Und es muss jemanden gegeben haben, der Santa Claus und seine beiden Helfer beobachtet hat. Sonst gäbe es sie heute nicht, die Geschichte von Rudolph mit der roten Nase.
     

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