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Rollstuhl

Dieses Thema im Forum "Hilfsmittel" wurde erstellt von Claudandia, 12. Februar 2010.

  1. Claudandia

    Claudandia Neues Mitglied

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    Hallo,

    nun ist es also soweit. Da mein Aktionsradius immer geringer wird (erst Füße, dann Knie und jetzt Hüften verändert) und ich nicht mit Krücken laufen kann (Schulter und Handgelenke) bekomme ich also einen Rollstuhl. Momentan habe ich einen "leihweise" vom Sanitätshaus, bis meiner da ist. Naja, ich hab eigentlich gehofft, dass dieser "Kelch" an mir vorbei geht. Aber nach 25jähriger Karriere als Rheumatiker (Rheumatoide Arthritis) sind meine Gelenke doch arg betroffen. Ich bin jetzt über 40 und vollzeit Berufstätig. Ich merke, dass ich mich permanent in meiner Freizeit überanstrenge und mein Körper immer mehr Zeit benötigt, sich wieder zu erholen. Also denke ich, dass dies ein guter Schritt ist.

    Probleme habe ich mit der Auswahl wann, wie oft und wobei usw. benutze ich den Rolli? Ich kann ja noch 1/2 bis 3/4 Stunde laufen (ok. ist dann nicht besonders schnell). Die Auswahl fällt mir also ausgesprochen schwer.

    Habt Ihr da schon Erfahrungen und könnt mir Tipps geben?

    Vielen Dank!
     
  2. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo,
    ich habe einen genommen,den man auch schieben kann und der zusätzliche bremsen oben an den schiebegriffen hat.in phasen
    wo es mir nicht gut geht sind bei mir halt auch hände und schultern betroffen,so das ich nicht selber fahren kann.
    etwas laufen ging und geht bei mir auch,kann die zeit aber verlängern in dem ich den rollstuhl dann als gehhilfe nehme.die bremsen sind für den jenigen der mich schiebt sehr wichtig.
    es gibt so viele verschiedene modelle guck ganz genau nach deinen bedürfnissen,ist evt. ein e-rolli was für dich?
    es gibt auch sogen. schiebehilfen,falls du in den bergen wohnst oder kein fliegengewicht bist.
    lass dich am besten in einem guten sanitäts- oder orthopädie
    geschäft beraten.
    liebe grüße
    katjes
     
  3. Chipsy

    Chipsy Neues Mitglied

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    Hallo,

    die Entscheidung, nun doch einen Rollstuhl benutzen zu müssen ist nicht leicht. Auch mir ist es sehr schwer gefallen aber ich habe schnell gelernt, die "Vorteile" zu schätzen.
    Ganz besonders wichtig ist, dass du einen sehr guten Berater im Sanihaus deines Vertrauens hast. Wenn möglich probiere einige Modelle aus.
    Für mich ist es wichtig, dass der Rolli leicht ist (wenn es mal einige Stufen gibt).
    Auch das richtige Sitzkissen ist wichtig.
    Ich habe seit meiner über 20jährigen Rollizeit den 3. Rolli und immer finde ich was zu bemängeln. Vielleicht gibt es keine 100%ige Rollstühle;).

    Viel Glück bei der Auswahl
     
  4. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo Claudiandia,

    für meinen Sohn habe ich damals einen sehr leichten Rolli von Sopur, ich glaube den nennt man Aktivrollstuhl (den er zur Zeit zum Glück nicht mehr braucht). Er hat leicht ausgestellte Räder, dadurch ist er stabiler und versenkbare Schiebegriffe. Sie stören dadurch nicht, wenn man nicht geschoben wird.

    Zumdem hat er als zweiten Rädersatz von emotion. Diese sind klasse bei längeren Strecken, gerade wenn du auch Probleme mit den Händen und Schultern hast. Dort sitzt der Motor in den Reifen. Du musst die Räder auch ganz normal 'bedienen' brauchst aber längst nicht mehr so viel Kraft, da der Motor beim Fahren und auch beim Bremsen hilft. Dadurch ist man selbstständiger und muss auch bei langen Strecken nicht geschoben werden. Sie sind, glaube ich, mit jedem Rolli kombinierbar und du kannst deinen Rolli als 'normalen' und als e-Rolli nutzen.

    http://www.alber.de/produkte/aktivrollstuhl-emotion.html

    Aber wichtig ist, viel ausprobieren und das der Rolli gut auf dich angepasst wird.

    Viel Glück
    anko
     
  5. linde

    linde Neues Mitglied

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    Hallo,

    Aktivrolli, aber mit Schiebemöglichkeit (also Griffe - höhenverstellbare sind besser für verschiedene bzw. größere "Schieber", aber nicht ganz so stabil wie feste), und mit Scheibenbremsen wenn Du in hügeligerem Gelände wohnst halte ich für eine gute Idee.

    Würde darauf achten, dass es ein Leichtgewichtrollstuhl ist, weil das Kraft spart (da zählt wirklich jedes Kilo), und dass der Rolli wirklich gut angepasst wird, weil das beim Selberfahren sonst unnötige Kraft kostet.

    Starrahmen vs. Faltrolli: ich habe seit ca. 5 Jahren einen Faltrolli, werde mir jetzt aber einen Starrahmen kaufen, weil die beim Fahren stabiler sind.
    Abnehmbare/wegklappbare Fußstützen (statt durchgehendem Fußbrett oder wegklappbarem Fußbrett) halte ich für unsereinen für praktikabler, weil man sich in der Wohnung etc. auch mit den Füßen ein bisschen kraftschonend vorwärtsrollern kann (ist ja auch wichtig für ein bisschen Bewegung), aber mit abgenommenen Fußstützen einen wesentlich kleineren Rolli hat ergo besser um die Ecken kommt.

    Reifen: würde jetzt wieder auf Luftreifen gehen (Schwalbe Marathon, neue Entwicklung, die sind auch sehr pannensicher), habe im Moment pannensichere Vollgummireifen, aber die rütteln einen ziemlich durch.

    Armlehnen - habe ich jetzt, finde ich aber eher Oma-Komfort, und sie hindern beim Selberfahren.

    So ein Trittbügel hinten, das dem Schiebepersonal Kippaktionen an Bordsteinen erleichtert, kann eine gute Idee sein.

    Wenn Du beim Gehen Stützen benötigst, gibt es dafür so Köcher, die man an besagte Trittbügel anbringen kann.

    E-Motion (habe ich selber nicht) würde ich als kraftschonende Variante zur Unterstützung des selbstbestimmten Lebens auch in Erwägung ziehen. Oder halt einen E-Rolli, wenn kein Schiebepersonal da ist bzw. man sich nicht schieben lassen mag. Je nach Untergrund kann das nämlich auch auf ebener Strecke ganz schön anstrengend sein, und ist für rheumamäßig lädierte Arme/Ellenbogen/Schultern beim Selberfahren alles andere als ideal.
    Soweit in Kürze, sonst frag mich gerne.

    Und noch ein Forum für Spezialfragen: rehatalk.de, da sind ziemliche Rolliprofis unterwegs:
    http://www.rehatalk.de/phpBB2/forum47.html

    Ich selbst bin seit 5 Jahren mit einem Sopur Easy Max unterwegs, brauche draußen aber immer jemand zum Schieben. Und damit man mit den kleinen Vorderrädern nicht an jeder Furche hängen bleibt (hier in Ostberlin sind die Bürgersteige grottenschlecht), habe ich mir vor einem Jahr von Stricker ein anhängbares (einzelnes) Vorderrad (ca. 16 Zoll) besorgt, das wird an den Rolli geschnallt, die kleinen Vorderräder werden damit 10 cm hochgebockt und aus dem Rolli wird ein Dreirad, mit dem man unbesorgt über Bordsteine fahren kann, ohne jedesmal anzukippen. Ist ziemlich genial - auf Feldwegen bei Ausflügen natürlich noch mehr.

    Viele Grüße - und lass Dich gut beraten!
    Gerlinde
     
  6. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Hallo - kurz und knapp beantwortet:

    Der fortgeschritten und chronisch an Gelenkrheuma erkrankte Mensch, der sowohl seine Beine als auch seine Hände/Arme/Schultergelenke "lädiert" hat, kommt auf Dauer nicht umhin (um selbstständig zu bleiben!!) sich einen passenden Elektro-Rollstuhl anzuschaffen.

    Wenn gleichzeitig noch ein guter Aktivrollstuhl (klappbar), der von einem Helfer geschoben werde kann, vorhanden ist (z. B. von SOPA) umso besser.

    M. E. bester E-Rollstuhl ist der Optimus 2 von Meira (ich habe 20 E-Rollstühle getestet und davon 10 als "Mist" qualifiziert!).
    Und diese "Mist"-E-Rollstühle werden häufig von den Kassen als probate Hilfmittel anerkannt.

    Wichtig: Immer selbstbewusst auf die speziellen Probleme als betroffener Rheumatiker hinweisen und nachdrücklich den Bürokraten - auch den entsprechend veranlagten Ärzten (!) - "voll auf die Füße treten", sonst gibt das nichts.
    Ein Querschnittsgelähmter z. B., so schlimm das allemal ist, hat ganz andere Probleme als ein schwerbehinderter aG-Rheumatiker. Ein Querschnittsgelähmter kann sogar Rennen mit dem Rollstuhl fahren, davon aber träumt jeder Rheumatiker mit umfassenden Gelenkproblemen - um es mal sarkastisch auszudrücken.

    Grüße!
    Alb
     
    #6 13. Februar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2010
  7. Melanie_1972

    Melanie_1972 Neues Mitglied

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    Hallo,

    also diese Reifen mit Unterstützung sind ja absolut super. Ich glaub, die werde ich mal irgendwann beantragen, denn mir fehlt auch die Kraft dafür auf den Steigungen usw. Im Moment nutz ich ihn nicht, da ich nie weit muss. Hab eine Aktiv Rollstuhl. Wesentlich besser als diese Standardteile. Aber für Ausflüge usw, würde ich den sicher wieder benutzen. Denn mir fällt das stehen, gehen doch schwer. Vor allem fängt es schnell an den Rippen an zu krampfen.

    Da ich jetzt auch schon länger Entzündungen oben auf der Hand habe, wäre das doch eine gute Sache.

    Danke nochmal für die Einstellung hier. Wußte nicht, dass es so was gibt.
     
  8. Murkel

    Murkel Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich überlege auch schon seit Wochen, ob ich mir einen Rollstuhl bei Ebay ersteigern soll. Nein, ich will nicht dauerhaft Rolli-Fahrerin werden (aber wer will das schon), aber im Moment habe ich so arge Probleme mit dem linken Sprunggelenk, daß ich oft morgens und abends nur mit zwei Gehhilfen gehen kann und das geht ja so tierisch auf die Handgelenke. Außerdem ist nun auch noch seit zwei Tagen mein rechts Handgelenk entzündet, so daß ich die zweite Gehhilfe eh vergessen kann, habe das Gelenk (zumal es mal kompliziert gebrochen war und auch noch eine Platte drin ist) schon überfordert.

    Mein Verstand sagt, ich ersteigere mir jetzt einen günstigen Rolli, um damit bis zur Besserung des Fußes über die Runden zu kommen, aber irgendwie sträubt sich mein Inneres gegen den/einen Rollstuhl. Kennt Ihr das? Was mache ich nun?

    Liebe Grüße,

    Murkel
     
  9. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    hallo murkel,
    ehe du dir selbst einen kaufst solltest du erstmal versuchen,einen rolli auf rezept zu bekommen.und dafür ist der oftmals weite weg zum facharzt auch gar nicht unbedingt notwendig,denn das dürfen auch die hausärzte (ich hab meinen rolli über den bekommen).
    schildere deinem einfach mal deine probleme,durchaus möglich daß er das als indikation anerkennt und dir ein rezept ausstellt.

    und nachdem du das teil getestet hast sträubt sich ja vielleicht gar nicht mehr so viel in dir wie jetzt noch,weil du evtl feststellt,was für eine ungemeine erleichterung er dir bringt :)
    aber einen auf rezept könntest du zur not auch wieder zurück geben ;)

    alles liebe,
    diana :- ))
     
  10. Claudandia

    Claudandia Neues Mitglied

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    Hallo,

    vielen Dank für Eure Tipps! :top:

    Bin mitlerweile auch schon auf einen Aktivrollstuhl gekommen. Mit dem "Leihrolli" vom Sanitätshaus komme ich nämlich überhaupt nicht zurecht. Soll jetzt lt. Sanitätshaus ein Sopur Easy 160i werden. Mal schauen, was die Krankenkasse dazu sagt, ein Aktivrollstuhl kostet das dreifache von dem, was ein Normaler kostet.

    Ich habe den Rollstuhl übrigens vom Arzt verschrieben gekommen. Mein Mann und unsere Freunde haben mich davon überzeugt, dass das so langsam notwendig ist, da ja alle noch was mit mir unternehmen möchten. Jetzt mit dem Leihrolli merke ich erstmal auf wieviel ich ohne Rolli schon verzichtet habe, da ich nicht richtig laufen konnte. Naja, als ich meinen Arzt dann darauf ansprach was er davon halte, lächelte er, zuckte sofort seinen Rezeptblock raus und teilte mir mit, dass er mir das auch schon vorschlagen wollte, er wusste nur nicht so richtig wie. :o

    Also warte ich jetzt darauf, was ich letzendlich für einen Rolli bekomme, denn das Sanitätshaus muss ja zuerst im Pool der Krankenkasse suchen.

    Gruß
    Claudandia
     
  11. Murkel

    Murkel Neues Mitglied

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    Hallo,

    habe heute von meiner Rheumatologin auch ein Rezept für einen Rollstuhl bekommen und vorhin gleich mit dem Sanitätshaus telefoniert. Bin auch mal gespannt, was ich da für ein Modell bekomme. Mittlerweile streiken vom Laufen mit den Gehhilfen beide Handgelenke, die linke Schulter und der rechte Ellenbogen, so kann es also nicht weiter gehen.

    Außerdem steht demnächst mal wieder eine Radiosynoviorthese an, vielleicht kann ich danach den Rolli schon wieder in die Ecke stellen *hoff*.

    Liebe Grüße,

    Murkel
     
  12. Claudandia

    Claudandia Neues Mitglied

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    Hallo,

    habe am Dienstag nun meinen Rolli bekommen. Habe jetzt einen nagelneuen Sopur Easy 160i und habe fast alle Vorschläge von Euch umsetzen können. :top:

    Allerdings war das ganze ein Höllentrip! Dumpfbackiger kann sich ein Sanitätshaus nicht anstellen! Hab mir extra ein "Großes" Sanihaus in Essen audgesucht, ich dachte die haben gute Kontakte zur Krankenkasse und können einiges durchsetzen. Naja, wurde eines Besseren belehrt. Seit 16. November haben die im Pool der Krankenkasse gesucht (geliefert wurde am 20. April). Die Krankenkasse hat bereits nach 2 Wochen den Rolli genehmigt! Vor 4 Wochen war die Krankenkasse es dann leid, hat direkt die Bestätigung für o.g. Rolli geschickt. Nach der Reaktion der Mitarbeiter im Sanihaus hat die Krankenkasse dort wohl "Theater" gemacht! :p

    Also wenn es mit einer Hilfsmittelverordnung nicht klappt, muss dass nicht an der Krankenkasse liegen.

    Mein Rolli ist aber wirklich prima! Kann das Modell nur Empfehlen, zumal man da sehr viele Möglichkeiten bei der Auswahl des Zubehörs hat. Er lässt sich sehr leicht fahren und auch für mich problemlos ankippen (wenn man mal einen Bordstein hoch muss). Hab übrigens die Marathon Reifen genommen. Sind wirklich besser als die Vollgummireifen von meinem "Leihrolli".

    Gruß
    Claudandia
     
  13. pelle

    pelle Neues Mitglied

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    Ich bin hier genau richtig.

    Ich habe mir alles durchgelesen und danke euch ich konnte mir sehr viel daraus nehmen und habe es mir aufgeschrieben.

    Eigentlich wollte ich ganz anders beginnen,doch dann habe ich gelesen das ihr auch mit den Gedanken stielt(teilweise) ob ihr nun einen brauch oder nicht.
    genau das wollte ich fragen denn ich bin noch in der Phase,soll ich oder nicht.
    Ich laufe mit 2 Stöcken und damit komme ich höchstens 50 meter weit.
    Nirgendwo komme ich hin,nicht mal auf einen Markt mit den Kindern in den Märchenwald oder mal eben in die Stadt um andere zu sehen.
    Das ging mir mal alles so durch den Kopf.
    Da ich auch Psychisch einen hau habe ist das alleine sein auch nicht gut für mich.
    Die Ärzte und die Krankenkasse sehen kein Problem nur ich kann mich noch nicht so richtig entscheiden ob ich mir einen Rolli anschaffen soll.
    Viele Fragen habt ihr mir schon beantwortet ich bin so froh das ich dieses Forum gefunden habe und ihr seid alle sehr nett.
    Es tut mir gut mit euch zu reden.
    Also was meint ihr,soll ich mir einen Rolli zulegen.
    Pelle
     
  14. SashaMJ

    SashaMJ Neues Mitglied

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    @pelle: so wie Du das deinen "Aktionsradius" beschreibst, würd ich es auf jeden Fall tun. Ich meine ja es ist ein weiterer Schritt an dem man Behinderung sieht, man sich leider noch "behinderter" fühlt.
    Aber am Ende bleibt doch nur dich und deine Behinderung selbst zu akzeptieren und dir damit auch die Lebensqualität zu verbessern. Ich meine überleg doch mal: Es leiden deine Sozialkontakte, deine Kinder und nicht zuletzt hast du dadurch sicher mehr schmerzen als nötig. Dann bist Du vermutlich grantig und lässt es an deinem Umfeld aus -> Sozialkontakte leiden.
    (mein größter Bammel wäre ja durch weniger bewegung noch mehr zuzunehmen und dadurch immer immobiler zu werden....)

    Ich meine vielleicht täusche ich mich mit meiner Einschätzung, das musst im Endeffekt alles du dir selbst überlegen.

    Und nicht zuletzt: Du bist ja nicht an den Rolli gebunden. Keiner zwingt dich ihn 24/7 zu benutzen. Du kannst ja Dinge die du ohne schaffst auch ohne erledigen und ihn nur verwenden, wenn du ihn brauchst.

    Nur mal so als Denkanregung

    lg
     
  15. Madita

    Madita Giraffenfan

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    Hallo Pelle !

    Ich schreib Dir mal von meiner Mama, die immer strikt gegen den Rollstuhl war.
    Sie hat ja einige Baustellen und wenn wir mit dem Rollator unterwegs waren versagten ihr die Beine und der Rücken machte nicht mehr mit. Zudem höllische Schmerzen von denen ihr ziemlich schlecht war. Nein und noch immer nicht. Lieber ging sie gaar nicht mehr raus. Das Ende vom Lied war jetzt ein Zusammenbruch - es kam alles zusammen. Hatte aber vorher schon den Rollstuhl beantragt und er kam genau einen Tag bevor sie von der Station im Krankenhaus in die Kurzzeitpflege (auch im KKH)wechselte. So konnte sie im Rollstuhl gleich eine Etage höher gefahren werden. Mittlerweile möchte sie ihn gar nicht mehr missen. Mit dem Rollator gehen wir dann jetzt vor dem Haus auf und ab. Im Hause nimmt sie ihn auch. In die Stadt aber dann der Rollstuhl.
    Es ist eine erhebliche Erleichterung. Sasha hat es doch so schön geschrieben.

    Liebe Grüsse und alles Gute wünscht
     
  16. pelle

    pelle Neues Mitglied

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    Hallo Sasha

    Genau,du hast vollkommen recht,so ist es.
    Ich möchte nur mal unter Menschen,zu Hause brauche ich den nicht da komme ich mit den Stöcken zurecht und kann mich jederzeit setzen,ich dachte an längere Wege um mal raus zu kommen.
    Früher hat mein Mann mich schon mal mitgenommen zum einkaufen,das ist ihm zu lästig,nicht überall ist eine Bank ,dann muß ich wieder ins Auto,da hab ich ja auch nix von.
    Mit dem Rolli könnte ich auch mal was rumkucken oder mal auf einen Markt fahre.
    ich muß auf mein Gewicht aufpassen da muß ich jeden Tag dran arbeiten,auch das mein ganzer Körper bewegt wir das ich nicht einsteife.
    Ihr macht mir Mut,Danke euch.
    ich werd mir gleich eine Verordnung schreiben lassen.
    Wie du sagst,ich brauche ihn ja nicht immer aber ich komme mal rauß.

    Viele Liebe Grüße
    Pelle und danke für deine Antwort.:turtle:
     
  17. pelle

    pelle Neues Mitglied

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    Hallo Madita

    Danke,du hast ja recht,ich habe auch in meinem Leben immer zu wenig an mich gedacht,man meint dann immer es geht ohnen einen nicht.
    Doch das es nicht so ist muste ich in den letzten Jahren lernen.
    Es tut mir gut das ihr mir ein paar Sätze dazu schreibt.
    Ich werde es gleich in Angriff nehmen.
    Ich danke dir sehr.
    Pelle:flowerface: