Röntgentiefenbestrahlung Achillessehne - Haglundferse

Dieses Thema im Forum "OP/Chirurgie, Synoviorthese, Gelenkpunktion usw." wurde erstellt von anurju, 28. August 2018.

  1. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Mituser,

    ich habe heute einen ziemlich heftigen MRT-Befund bekommen - der mich allerdings bei dem Schmerzniveau auch nicht wundert. Seit Ewigkeiten ist phasenweise jeder Schritt eine Qual - hinten geschlossene Schuhe kann ich kaum tragen, Abrollen des Fußes funktioniert trotz diverser Einlagen-Versuche und Abrollhilfen (auch spezielle Abrollschuhe) sowie Dehnen und Physiotherapie so gut wie nicht mehr.
    Ursache: Seit vielen Jahren immer wieder entzündete Achillessehne (bei Psoriasisarthritis) hat heftige Spuren hinterlassen - ein deutlicher Anriss der Sehne, viele Vernarbungen, diverse feinere Faserrisse, Ausdünnungen, Knochenödeme, entzündeter Schleimbeutel.
    Der Doc meinte, dass das wie ein Teufelskreis wäre - so verhärtete/geschädigte Gewebe bräuchten keine rheumatische Entzündungsaktivität mehr, um in einen heftigen Entzündungszustand zu gelangen. Das wäre dann auch einfach ein mechanisches Problem (wenn Gewebe nicht mehr nachgeben können). Und da spielt wohl auch noch eine Haglund-Exostose, die zusätzlich Reize auslöst, eine Rolle.
    Von einer OP rät er in meinem Fall ab, auch von Stoßwelle (hält er für zu riskant).
    Eine Option sieht er evtl. in einer Röntgentiefenbestrahlung (die man wohl früher öfter mal gemacht hat) - diese könnte nach einigen Wochen zu weniger Symptomen führen.
    Problem: ich mache 2x jährlich 6 Einheiten Radontherapie in Bad Kreuznach, was ja auch mit einer gewissen Strahlenbelastung einhergeht. Er wusste jetzt nicht so genau, ob beide Therapien generell bzw. auch in zeitlicher Nähe unproblematisch sind (ich bin dort wieder Ende September). Ich denke aber, da ich nie Langstreckenflüge mache (die ja auch Strahlenbelastung verursachen) und auch sonst in den letzten Jahren eher selten geröntgt wurde, dürfte das wohl kein Problem sein...
    Meine Fragen:
    - Hat jemand positive Effekte durch Tiefenbestrahlung bei ähnlichen Problemen gehabt?
    - Gibt es weitere Tipps?
    - Kennt sich jemand bzgl. der Kombination Radontherapie und Tiefenbestrahlung aus?

    DANKE für jeden Rat und liebe Grüße von
    anurju
     
  2. Giannamaus

    Giannamaus Neues Mitglied

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    Guten Abend, bin neu hier und zufällig auf diese Seite unter Google gestoßen, da ich genau auch nach Erfahrungsberichten zu diesem Thema gesucht habe.
    Ich habe auch eine ausgeprägte Achillessehnenentzündung rechts, links auch, aber weniger schmerzhaft. Als erstes habe ich von meinem Orthopäden Bandagen verordnet bekommen, welche die Durchblutung in dem Bereich verbessern sollten, um den Abbau des alten Sehnengewebes im Bereich der Verdickung dadurch zu bewirken - völlig witzlos, nur wahnsinnig unpraktisch, da kein Schuh damit mehr passte(Februar-Mai) und es echt auch mit zunehmenden Temperaturen unangenehm. Als zweite Methode die berühmte Stoßwellentherspie - auch witzlos, aber um knapp 500€ ärmer. Als letzten Ausweg der nichtoperativen Therapiemaßnahme bekomme ich jetzt seit drei Wochen 1x die Woche Tiefenbestrahlung. Seit der dritten verspüre ich eine leichte Verbesserung, die Druckschmerzhaftigkeit auf der Verdickung ist weniger, insgesamt bekomme ich acht. Ich würde diese Methode auf alle Fälle probieren, ob es zuviel an Strahlung ist, kann auf jedenfall der Radiologe einschätzen. Das Gute daran ist - es wird zu 100% von den Krankenkassen bezahlt. Würde es auf jeden Fall VOR einer Stoßwellentherapie probieren, die echt teuer ist und in 50% der Fälle nur dem Portemonnaie der Orthopäden gut tut.
    Alles Gute!
     
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