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Rippenfellentzündung bei SLE

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Minika, 14. April 2016.

  1. Minika

    Minika Neues Mitglied

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    Ich bin neu hier, deshalb erst einmal ein Hallo an alle.

    Und ich überfalle auch gleich mit meinem derzeitigem Problem.

    Nach jahrelangem Ärztemarathon wurde im Nov. 2015 endlich SLE diagnostiziert.
    Seit Dezember 15 nehme ich deshalb Qunsyl 200 mg (hier müßte ich eigentlich 400 mg nehmen, aber dann sind die Nebenwirkungen zu stark), dazu Prednisolon 5 mg (wegen früherer Problemen mit Cortison nicht höher), Amlodipin 5 mg und ASS TAD 100 mg.

    Schon seit Jahren habe ich immer wieder mit extrem verspannten Muskeln zu kämpfen, u.a. im Brustbereich.
    Vor ca. 8 Wochen wieder, und daraus wurde eine Entzündung. Es fühlte sich an wie eine Rippenfellentzündung (hatte ich vor Jahren mehrere, deshalb kann ich vergleichen). Jetzt ist es so, bei jeder noch so kleinen Arbeit, die die Brustmuskulatur beansprucht, kommt diese Entzündung. Die wandert vom Bereich der Milz (boah, tut das weh!) bis zur Schulter. Immer links. Nur im Gegensatz zur damaligen "echten" Rippenfellenzündung geht sie jetzt genauso schnell, wie sie gekommen ist. Ich habe ständige Schübe, 2- 3 Tage lang, dann geht es zurück. Es bleibt aber immer ein Stechen irgendwo im linken Brustkorbbereich, welches bei Belastung sofort wieder schlimmer wird.

    Der Rheumatologe gab mir dafür noch Azafalk 75 mg. Bisher bemerke ich keine Wirkung. Seit knapp 2 Wochen ist da Cortison auf 10 mg angehoben.
    Letztes Wochenende dachte ich, es wird besser. Zum ersten Mal seit Wochen waren 2 Tage ohne Schmerzmittel möglich.
    Dann ein Hustenanfall, zack, alles wieder auf Anfang.:mad:

    Am Dienstag habe ich einen Termin bei einem Spezialisten für Lupus in einer Klinik.

    Ich hatte auch früher schon mal einige Rippenfellentzündungen, auch ausgelöst durch Belastungen. Aber das waren wirklich Belastungen, jetzt muß ich eine Arbeit nur ansehen. Ich wußte immer, das ich die auslösen könnte, merkte aber immer, wann irgendwas zuviel war. Aber jetzt muß ich eine Arbeit ja nur ansehen.

    Ich habe den Verdacht, das es durch die Medikamente ausgelöst wird (Quensyl?) Haltet ihr das für möglich?

    Ich habe zwar noch andere Probleme, aber im Augenblick ist dieses hier mein größtes.
    Und jetzt macht auch noch mein Arbeitgeber massiven Stress, ich soll sagen, wann ich wieder in die Arbeit komme (bin seit 3 Wochen krank geschrieben, noch bis nächste Woche Mittwoch). Aber ich kann das nicht sagen, wie soll ich so arbeiten?

    Tut mir leid, ich bin gerade total durcheinander, falls ihr was nicht versteht, bitte einfach nachfragen. Unter "Ich bin neu" habe ich versucht, das ganze etwas zusammenzufassen, es ist noch nicht frei gegeben zum verlinken. Ist aber der letzte Beitrag.

    Hat jemand irgendwelche Tips für mich?

    LG
    Minika
     
  2. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo Minika,

    Schmerzen am Rippenfell müssen schon in mehreren Richtungen abgeklärt werden. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass Kollagenosen (dein SLE oder mein MCTD) Rippenfellentzündungen machen. Ich hatte dabei weder Fieber noch verschleimte Atemwege. Es tat aber so höllisch weh, dass ich kaum atmen konnte. Es ist gut, wenn ein erfahrener Arzt darauf schaut, sonst bleibt es bei "Verspannung, machen Sie Sport".

    Gute Besserung
    Clara
     
  3. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

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    Hallo Minika sei wilkommen hier bei uns im RO.

    Ob es eventuell an deinem Medikament liegen kann, das solltest du in jedem Fall mit deinem Fach oder Hausarzt abklären.
    Er kann dich da sehr gut beraten und gegebenenfalls eine Einweisung veranlassen .

    Ich wünsche dir gute Besserung, du hast aber auch die Möglichkeit hier in den Foren auf Suche zu gehen um dir Hinweise an zu lesen , dabei wünsche ich dir Erfolg!

    Mit dem guten Erfolg beim lesen, einen Gruß aus Hamburg von Joe.
     
  4. Charlott

    Charlott Mitglied

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    Hallo Minika,

    für einige hier im Forum wäre es sicher interessant zu erfahren, wie es Dir bei dem Lupus-Spezialisten ergangen ist. Magst Du darüber berichten? Ist die Ursache der Rippenfellentzündung SLE oder Quensyl?

    Ich hoffe, Du hast nun Gewissheit und es geht Dir inzwischen etwas besser.

    Alles Gute und

    LG
    Charlott
     
  5. Minika

    Minika Neues Mitglied

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    Es wurde festgestellt, das ein kleiner Erguss im Brustraum vorhanden ist.
    Ich war mittlerweile noch beim Lungenarzt, jetzt nehm ich noch AB, falls es doch ein bakterielle Sache ist. Aber vermutlich nicht, bisher auch davon keine Wirkung.:mad:

    Eine sichere Aussage, ob es vom Lupus kommt, kann wohl keiner machen. Nur die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Vom Quensyl ist sowas lt. Ärzten nicht bekannt und wird nicht in Betracht gezogen.

    Nächste Woche (also ab 2. Mai) werde ich versuchen, ob ich arbeiten kann. Mein Chef springt total im Dreieck...
    Allerdings, ich bin mir fast 100 % sicher, das es schiefgehen wird. Jetzt hier zuhause vermeide ich nach wie vor alle anstrengenden Sachen, und schon ein kräftiges Husten verschlechtert das Ganze teilweise massiv wieder.
    Nachts ist es auch immer schlimer. Husten, Niessen, Gähnen u.ä. tut weh.
    Es war die ganze Zeit keine echte Schmerzfreiheit da.

    Und das es mit diesen Voraussetzungen nächste Woche in der Arbeit klappen wird, halte ich für ein Gerücht.:mad:

    Was soll ich dann nur machen? Ich kann doch nicht monatelang einfach darauf warten, das es vielleicht irgendwann mal weggeht. Ich kann auch nicht ständig 3 oder 5 Tage arbeiten und dann wieder ein paar Tage krank sein. Aber wenn es richtig schlimm ist, kann ich nicht arbeiten. Dann kann ich kaum atmen, so weh tut das, nicht hinlegen, nicht schlafen. Eigentlich geht dann absolut gar nichts.

    Denkt ihr, das ein Rheumakrankenhaus evtl. eine sinnvolle Anlaufadresse wäre?

    @Clara, wie lange hat das bei dir gedauert, bis das wieder weggegangen ist? Bzw. wie habt ihr das weggebracht? Ist das dann öfter wieder gekommen?

    Was das ganze auch nicht gerade besser macht, mein Chef macht richtig Stress. Ich soll Bescheid sagen, wenn ich die Arbeit nicht mehr machen kann, soll ich halt auf Rente eingeben (haha), er kann sich das nicht leisten, er braucht einen Drucker, der auch da ist usw.
    Und hat schon ziemlich offen mit der Kündigung gedroht.

    Das ist sowas von paradox. Ich habe derzeit keinerlei Gelenkschmerzen mehr. Keine Muskelkrämpfe. Und ich habe sogar das Gefühl, das diese bleierne chronische Müdigkeit besser wird und ein Teil von meiner Energie zurückkommt. Ich würde sagen, es geht mir so gut wie schon seit 6,7 Jahren nicht mehr.

    Wenn, ja wenn jetzt nicht dieses neue Problem da wäre. Und das ist schlimmer als die anderen zusammen, weil es mich total außer Gefecht setzt.
    Vorher konnte ich zwar auch nicht immer alles machen. Aber doch dann morgen oder übermorgen. Und mit Schmerztabletten war vieles doch überbrückbar.
    Also obwohl es mir jetzt objektiv besser geht, wäre es für mich besser, wenn sich der alte Zustand wieder herstellen lassen würde. Ob das wieder so wird, wenn ich diese ganzen Medikamente weglassen würde?
    Weil so wie jetzt geht mein Leben den Bach runter. Ich laufe Gefahr, meine Arbeit zu verlieren, und mein Privatleben dazu. Ich habe einen kleinen Hof mit Pferdehaltung, und ich bin schon gefragt worden, ob ich schon zum Verkauf ausgeschrieben habe.:mad::mad:
     
  6. Charlott

    Charlott Mitglied

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    Hallo Minika,

    danke für Deinen Bericht. Es tut mir leid, dass Du noch immer nichts über die Ursache Deiner Rippenfellentzündung in Erfahrung bringen konntest. Beim Lupus passt sie wohl zum Krankheitsbild. Wenn Dein Arbeitgeber Stress macht, solltest Du vielleicht doch in Erwägung ziehen, Dich stationär in eine Rheumaklinik zu begeben.

    Ich hatte auch schon zum dritten Mal eine Pleuritis. Sie braucht ca. 14 Tage bis sie einigermaßen ausheilt. Mir hat Diclofenac (3 x täglich) geholfen. Als "Überbleibsel" sind nun im CT Schwielen sichtbar und ich habe immer noch Atemnot und auch Brustschmerzen. (Meine Diagnose: undiff. Kollagenose).

    Alles Gute und
    LG
    Charlott
     
  7. Minika

    Minika Neues Mitglied

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    Ja, bei mir sind von den früheren Entzündungen her auch die Narben zu sehen.
    Aber die damals waren - anders. Die waren auch recht heftig, teilweise mit Wasser bis zum Herzbeutel. Da sind mehrmals bei Punktionen bis zu 2 l Wasser rausgeholt worden.
    Die haben auch länger als 2 Wochen gebraucht, aber man hat gemerkt, das die Heilung doch weitergeht.

    Jetzt aber ist es komplett anders. Da bleibt immer so eine Stelle, wo auch das Wasser zu sehen ist. Dorthin zieht es sich immer wieder zurück. Aber bei jeder Belastung verteilt es sich von da aus, nach oben, nach unten, unter die Rippenbögen, auch noch im Nierenbereich, einmal glaube ich, das die Milz beteiligt war. Boah, hat das weh getan! Das verteilt sich 2 Tage lang, dann zieht es sich wieder in diesen Punkt zurück. Aber der bleibt, hartnäckig und es geht einfach nichts weiter. Und das scheint niemand einordnen zu können.

    Wenn es dort bleiben würde, damit käme ich auch noch klar. Tut zwar weh, und sticht vor allem beim Husten, Gähnen, Niessen, Lachen. Aber in der Intensität, na ja, nachdem die ganzen Jahre die Gelenke weg taten, wäre das so auch noch auszuhalten.
    Nur, so bleibt es eben nicht. Da reicht eine einzige falsche Bewegung, und *päng* alles auf Anfang.:mad:
    Aber du hast recht, wenn es wieder schlimm wird, werde ich in die Klinik gehen. Hoffentlich haben sie dort noch eine Idee.
    Weil letzte Woche war ich ja zur Untersuchung in einer Klinik für innere Medizin und Immunologie, und die haben mich nur zum Lungenfacharzt geschickt.

    Aber ich habe seit damals auch immer das Gefühl, schlecht Luft zu bekommen. Es ist nicht messbar, aber trotzdem vorhanden.
    Vielleicht liegt das ja an dem vernarbten Gewebe, weil es bestimmt nicht mehr so elastisch ist wie vorher.

    Liebe Grüße
    Minika
     
  8. Minika

    Minika Neues Mitglied

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    Seit Montag gehe ich wieder arbeiten. Die Rippenschmerzen sind nicht weg, waren aber in den letzten Tagen deutlich besser.
    Aber seit ca. 3 Wochen waren ja alle Gelenkschmerzen weg.

    Montag ging tatsüber ganz gut, aber abends kamen die Gelenkschmerzen zurück. In den Füßen, Hände und Handgelenke, Schulter.
    Dienstag dann tagsüber auch einigermassen ok, abends aber massive Gelenkschmerzen. Und nachts bin ich aufgewacht, weil ich wegen der Rippen wieder nicht mehr liegen konnte.:( Seit Dienstag abend nehm ich wieder Ibu, vorher habe ich keine Schmerzmittel mehr gebraucht - zum ersten Mal seit Jahren.
    Gestern dann, massive Gelenkprobleme, eigentlich überall, steife Finger, steife Knie, die Rippen schmerzen und von der Schulter die Muskeln(?) in den Kopf hoch, boah, sowas von übel. Also seit gestern wieder hochdosiertes Ibu.

    Heute (Feiertag) geht es wieder besser, nur die Augen tränen den ganzen Tag, weil ich ohne Sonnenbrille kurz draußen war. *seufz*

    Ich bin sowas von deprimiert, ich dachte echt, zumindest die Gelenke werden besser (obwohl es mir umgekehrt fast lieber gewesen wäre, aber immerhin, irgendwas war besser). Und jetzt? So einen extremen Schub wie gestern hatte ich echt noch nicht oft.
    War das Zufall? Oder kommt das echt durch die Belastung von der Arbeit? Wobei, es ist ja nicht so, das ich zuhause gar nichts getan hätte. Nur halt vorsichtig und nicht so lange am Stück. Und so wahnsinnig viel mußte ich diese Woche in der Arbeit auch noch nicht machen.
    Trotzdem fühle ich mich abends total fertig und totmüde.

    Gestern habe ich echt ernsthaft darüber nachgedacht, was werden soll, wenn das nicht in den Griff zu bekommen ist. Und wenn die RFE chronisch werden sollte.
    Wie werdet ihr mit einer weiteren Verschlechterung fertig? Habt ihr dann auch totale Tiefpunkte?
     
  9. Mara1963

    Mara1963 Bekanntes Mitglied

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    Ich gehe nicht arbeiten solange ich nicht fit bin.
    In der Arbeit heißt es doch volle Leistung zu bringen, da hat keiner Verständnis, wenn man nicht fit ist.

    Bevor ich mir das antue und schlechte Arbeit mache bleib ich lieber zuhaus. Auch wenn du mal eine Reha beantragst und ständig in der Arbeit warst stehen die Chancen schlecht, da stehen sie besser, wenn du öfter krank warst. Was ich allerdings auch seltsam finde. Manche quälen sich und das bringt überhaupt nichts außer fürs Ego vielleicht. Klar manche müssen auch Angst um den Job haben, gerade bei kleineren Betrieben.

    Ich hoffe du packst es gut und übernimmst dich nicht, bekannterweise wird's in der Arbeit meist nicht besser
    alles Gute,
    Mara