Rheumaverdacht und nun Fragen (v.a.Muskelrheuma/Weichteilrheuma-Arten)

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von euphelia, 16. August 2021.

  1. euphelia

    euphelia Neues Mitglied

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    Hi zusammen, ich bin neu im Forum und der "Rheuma-Dschungel" ist auch noch neu für mich, offen gestanden.
    Tut mir leid, dass ich ein wenig aushole, aber ich muss mir mal die Seele vom Leib schreiben. Also zu mir: Dank eines kompetenten Orthopäden habe ich nun eine Überweisung für einen Rheumatologen erhalten. Ich leide seit ca 1 Jahr unter zwei Tennisarmen und einem HWS-Syndrom. Leider wurden meine Beschwerden gerade am Anfang nicht ernst genommen. Tatsächlich erfolgte anfangs auch eine Blutentnahme, die Werte waren aber unauffällig. Schlussfolgerung der damaligen Orthopädin: Keine Entzündungswerte - kein Rheuma.Aus verschiedenen Gründen, habe ich den Arzt gewechselt. Das war gut so, denn die erst genannte Orthopädin hat nur einen Tennisarm geschafft zu diagnostizieren und HWS-Syndrom schien ihr auch fremd zu sein. Der nächste Orthopäde war gründlicher, erkannte das, was sie nicht diagnostizierte, redete das Ganze aber runter und schob mich gar auf die psychosomatische Schiene, weil die Beschwerden diffus sind und 2 Röntgenbilder unauffällig waren. Es hat nur noch gefehlt, dass er meint, ich bilde mir die Schmerzen nur ein. Wir haben ja zum Glück freie Arztwahl. Ich nehme einen wirklich weiten Weg auf mich, um den erstgenannten Orthopäden zu sehen. Aber bei dem weiß ich wenigstens,dass er mir hilft, meine Schmerzen ernst nimmt und am dran bleibt. Angesichts der Schmerzdauer und weil er immer wieder hervorhebt, dass meine Muskulatur (trotz zwischenzeitlicher physiotherapie) extrem fest ist, meinte er nun, dass er mich gern mal zum Rheumatologen schicken möchte. Er meinte, dass die feste Muskulatur/Schmerzen ein Indikator für eine bestimmte Rheumaerkrankung sein kann. Dass die Schmerzen bei Kälte zunehmen, fand er auch entscheidend.

    Es ist ja erstmal nur ein Verdacht, aber durch den Verdacht sind für mich jetzt folgende Fragen aufgekommen:
    - Wie läuft so ein Ersttermin beim Rheumatologen ab?Was will/muss er alles wissen?Was passiert da genau?
    - Müssen die Blutwerte/Röntgenbilder auffällig sein, um Rheuma zu haben?
    - Ist Muskel-/Weichteilrheuma bei mir denkbar (mir ist klar, dass niemand hier eine Diagnose stellen kann)?
    - Welche Arten von Muskelrheuma gibt es? Ich lese i-wie Immer nur was von Fibromyalgie?
    - Kann sich Rheuma auch über diffuse Beschwerden äußern?
    - Wie seid ihr mit der Diagnose umgegangen?Ich kann mir vorstellen, dass eine solche Diagnose ein Schock ist..
     
  2. Birte

    Birte Registrierter Benutzer

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    Hi und ein herzliches Willkommen hier im Forum!

    Es gibt viele verschiedene Rheumaformen - nicht alle sind durch auffällige Blutwerte gekennzeichnet. Die Psoriasis-Arthritis, die auch Sehnen- und Muskelansätze betreffen kann z. B. verläuft oft seronegativ, d. h. ohne erhöhte Entzündungsparameter. Der Rheumatologe bestimmt normalerweise auch ein paar Werte mehr als ein Orthopäde oder Hausarzt und kann auch in Richtung Kollagenose etc. schauen.

    Ein Ersttermin beim Rheumatologen (ich hoffe, es ist ein internistischer) läuft üblicherweise folgendermaßen ab:
    - Anamnese, also einen Haufen Fragen bezüglich Beschwerden, medizinischer Historie und familiären Erkrankungen beantworten.
    - Umfangreiche Blutuntersuchung.
    - Körperliche Untersuchung hinsichtlich Beweglichkeit, Kraft und Schmerzhaftigkeit.
    - Ggf. Ultraschall und (sofern vorhanden) Röntgen der Hände und Vorfüße.
    Nimm Röntgenbilder, die letzten Blutergebnisse mit, falls du sie da hast. Du wirst noch nicht mit einer Diagnose wieder herauskommen - zuerst werden die Laborergebnisse abgewartet. Er wird aber vielleicht schon einen Verdacht äußern.

    Mach dich nicht verrückt - viele leben mit einer rheumatischen Erkrankung ein fast ganz normales Leben. Und noch weißt du ja gar nicht, ob du eine hast. Falls das so sein sollte, ist meine Empfehlung, erstmal ein passendes Medikament zu finden und abzuwarten, wie sich die Situation darstellt, wenn das wirkt.

    Gruß,

    Birte
     
    euphelia und stray cat gefällt das.
  3. general

    general Registrierter Benutzer

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    Da hast du ja eine kuriose Konstellation..

    Aber herzlich willkommen hier.

    Was hattest du denn bisher an Diagnostik wegen Epicon und HWS?

    Da kann sicher das eine das andere getriggert haben ;)
     
  4. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Was ist da denn kurios dran?
     
  5. general

    general Registrierter Benutzer

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    Kommt drauf an was du darunter verstehst.

    Sagen wir mal so...
    Irgendwelche Befunde müssen schon erhoben werden.

    Ja

    Also geht er von einer psychosomatischen Epicondylitis aus?
    Ja ja was die Psyche so alles kann und Ärzte nicht :)
    Lass dich davon nicht abschrecken und bleibe hartnäckig.
     
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