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Rheumatologe in Bonn

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von ruthi2012, 27. August 2014.

  1. ruthi2012

    ruthi2012 Mitglied

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    Hallo,

    ich habe demnächst einen Termin bei Dr. Striesow in Bonn. Habe innerhalb eines Monats einen Termin erhalten - überraschenderweise.

    Hat jemand schon Erfahrung mit diesem Arzt? Steht nicht auf der Liste der empfehlenswerten Rheumatologen.

    Lieben Dank vorab.

    Ruth
     
  2. B.one

    B.one Aktives Mitglied

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    Hallo ruthi2012,
    ich habe Dr. Striesow schon mal beim Patiententag in Bonn erlebt. Dieses Jahr (13.09.) ist er leider nicht dabei. Er hielt damals einen Vortrag über PSA. Der Vortrag war gut und er hat die Zuhörer mit einbezogen. In unserem Rheuma Café in Bonn sind auch Patienten von ihm. Sie sind meist zufrieden. Wir sehen uns übrigens doch beim Brunch in Köln.
    LG
    B.one
     
  3. ruthi2012

    ruthi2012 Mitglied

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    Danke

    Hallo b.one, vielen Dank für deine Info. Ja ich freue mich schon auf unser Treffen. Dann kannst du mir auch von eurem Rheuma Café erzählen. Klingt interessant ! LG
     
  4. ruthi2012

    ruthi2012 Mitglied

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    Dr. Striesow Bonn - Update

    Liebe Leute,

    ich muss meinem Herzen einmal Luft machen. Das Sprichwort - "schlaf mal eine Nacht drüber, dann ist es nicht mehr so schlimm" hat leider nicht genutzt.

    Zur Vorgeschichte: ich war bis 2007 in Frankfurt in Behandlung bei einem sehr guten Rheumatologen ( Dr. Braner) und musste beruflich nach Köln umziehen. Ich habe dann 3 Jahre gependelt und hatte keinerlei Zeit, mich um mich zu kümmern. Oft ging ich nur schwer gekrümmt zur Arbeit. Dann hatte mein Mann 2 schwere Krankheitsjahre gehabt, in denen ich auch nie zur Ruhe kam. Und seit fast einem Jahr "meckert" nun das ISG sehr heftig. Auch andere Gelenke sind immer mal schmerzhaft, aber das größte Problem ist das ISG.

    Ich war vom Orthopäden zum MRT geschickt worden, aber man sah dort keine Entzündungen nur eine sehr heftige Osteochondrose, einen älteren Bandscheibenvorfall und eine heftige Quetschung des sehr engen Nervenkanals. In den heftigsten Schmerztagen nahm ich Diclo ein, was dann wenigstens etwas Linderung brachte.

    Ich habe mir dann selbst versprochen, mich wieder mehr um mich zu kümmern und habe mir dann einen Rheumatologen gesucht. Der Orthopäden meinte zwar, das würde auch nichts bringen, aber ich wollte halt nicht hören.

    Ich hatte ja wie geschrieben innerhalb weniger Wochen einen Arzttermin bei o.g. Arzt erhalten und mich voller Hoffnung am letzten Freitag dorthin begeben. Praxisteam war total nett und ich hatte zunächst ein gutes Gefühl. Dann wurde ich ins Sprechzimmer gebeten und es kam .... eine Ärztin ! Nicht der erhoffte intern. Rheumatologe!

    Und diese Ärztin gab mir innerhalb 5 Minuten das Gefühl, dass sie mich nicht ernst nimmt. Sie sah, dass ich übergewichtig bin und behaupete, ich hätte keine Entzündung, weil keine Gelenke geschwollen sind. Meine Info, dass ich nie Schwellungen, aber sehr wohl Entzündungen habe die man auch im Blutbild sieht, überhörte sie einfach. Ich hätte - wie auch schon vor 20 Jahren festgestellt, halt viele Verschleißerkrankungen und würde zu wenig Sport machen. Erst mal können "vor lachen" ! Natürlich gehe ich zur Physio und die netten Menschen sind meist damit beschäftgit, meine Verspannungen durch meine Schmerzfehlhaltungen zu lockern. Die gelernten Übungen mache ich schon, so weit es geht. Auch mein Hinweis, ich könne sehr wohl Verschleißschmerzen von Entzündungsschmerzen unterscheiden ( nach immerhin mind. 20 Jahren Schmerzerfahrung) ignorierte sie.

    Sie entließ mich nach ca. 10 Minuten ( in denen sie mein Herz abhört, sich meine Figur einmal von vorne und hinen ansah, mich bücken und strecken ließ und mein eines schmerzendes Handgelenk schallte) mit der Empfehlung, ich solle halt gegen die Schmerzen so viel Diclo dispers einnehmen, wie ich benötige. Mein Hinweis, das mein damaliger Rheumatologe in Frankfurt dringend von einer langfristen Schmerzmitteleinnahme wegen meiner Leberbefunde abriet, ignorierte sie und gab mir ein Rezept.
    Weder hatten wir einen Termin vereinbart, an dem wir meine Blutwerte ( Blut wurde ja frisch abgenommen) besprechen wollten, noch gab sie mir das Gefühl, ich könne bei anhaltenden Beschwerden wiederkommen. Im Gegenteil: ich hatte wie schon geschrieben den Eindruck erhalten, als ob ich nerve. Sie sagte auch recht streng, sie wäre keine Schmerztherapeuthin ! Nur weil ich ihr mitteilte, ich wäre mit der Erwartung gekommen, dass ich eine dauerhaft helfende Medikation erhalten könne.

    Nun war ich das ganze Wochenende wieder deprimiert und habe dieses "abwertende" Gefühl nicht losbekommen.

    Ach mann, jetzt habe ich einen superlangen Text geschrieben und beim Schreiben schon wieder gemerkt, dass meine Enttäuschung frisch aufglimmt.

    Könnt ihr mir evtl. einen guten Rheumatologen benennen, der einen dann auch empfängt und nicht die Kollegin ( ohne Zusatzausbildung) schickt und einen "abfertigen" lässt?

    LG von Ruth - aus dem simmerhin sonnigen Bonn !
     
  5. B.one

    B.one Aktives Mitglied

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    Oje ruthi,
    da hast du ja schlechte Erfahrungen machen müssen. Wurde dir denn was dazu gesagt, warum du bei der Ärztin und nicht beim Rheumatologen gelandet bist? Schreib dir noch Pn.
    B.one
     
  6. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Ruthi,

    das tut mir sehr leid... eine schlimme Erfahrung !!!!
    Aber sie deckt mich mit vielen Erzählungen, die mir zu Ohren gekommen sind - und leider betreffen diese oft Leute mit Spondylarthriden.
    Die werden immer noch viel zu spät erkannt... nicht nur von Bonner Ärzten...

    Ich schicke dir dazu eine PN und herzliche Grüße
    anurju :)
     
  7. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Hallo Ruth,

    ich habe Deinen Bericht gelesen. Und mich so gut wiedererkannt! Auch ich lies mich immer fertig machen.
    Ich habe mir vorgenommen, das nächste Mal wo die Vaskulitis auf mein Gewicht geschoben wird, zu sagen: ja, das sagt meine Putzfrau auch immer (ich habe niemanden der für mich putzt, aber…).
    Seitdem hat es niemand mehr gesagt, leider. Ich würde meinen Spruch so gerne mal anbringen!

    Neeee, im Ernst: gib der Tussi doch nicht so viel Macht über Dich! Normalerweise sind die Menschen arrogant und "befehlend", weil sie von nix ne Ahnung haben, und ihre Unsicherheit verbergen müssen. Wenn sie freundlich wären, müssten sie mit Dir reden, und dann käme heraus, dass sie nix wissen. Ein guter Arzt hat vielleicht mal Stress, aber gewöhnlich kann er mit seinen Patienten reden, Dinge erklären und braucht keinen "von oben herab Ton". Das hat er nicht nötig.

    Also: mal tief durchatmen. Das ganze als Erfahrung abtun: Du hast gelernt, dem nächsten Arzt nicht so viel Macht zu geben. Und evtl. nochmal in der Praxis anrufen. Fragen, wann der "wirkliche Arzt" wieder da ist, oder gleich woanders, um einen weiteren Termin zu machen.

    Ich hoffe die "Bonner" wissen gute Adressen.

    Ich drück Dir die Daumen, nicht nur, dass Du einen guten Arzt findest, sondern auch, dass Du diese Erfahrung bald wegstecken kannst.
    Hast gut getan, das mal aufzuschreiben!

    Kati
     
  8. ruthi2012

    ruthi2012 Mitglied

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    Danke!

    Vielen Dank für euren Zuspruch . Es ist so schade, dass man oft diesen "Halbgöttern im Kittel" ausgeliefert ist. Ich warte jetzt mal meine Blutergebnisse ab, die werden mir zugesandt. Und dann bespreche ich diese mit dem Hausarzt.

    Kati, du vollkommen Recht. Ich sollte diese Kränkung nicht so an mich rankommen lassen. Jedenfalls geht es mir nach meinem Geschreibsel schon besser!

    Lg Ruth

     
  9. Eumel2

    Eumel2 Bekanntes Mitglied

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    @ Kati....Dein Spruch mit der Putzfrau ist einfach klasse...:top::top:

    Ich hatte vor 14 Tagen auch wieder eine Arztbegegnung der besonderen Art:(...
    die Untersuchung war sehr gründlich:mad:..Abtasten und Abhorchen durch die Kleidung und die Füße wurden kurz abgetastet-ich hatte meine stabilen Schuhe noch an...mir wurde auch Sport empfohlen-da steht mir auch richtig der Sinn nach im Moment, wo ich mich vor Schmerzen kaum rühren kann......manchmal denke ich, es ist tagesformabhängig-ich meine die des Arztes- wie das Gespräch abläuft und was dabei rauskommt.
    Auf den von mir ausgefüllten Fragebogen, den ja jeder bekommt, wurde überhaupt nicht eingegangen. Ích frage mich dann, wofür fülle ich den überhaupt aus.

    Und auf die Berichte darf man auch monatelang warten-was natürlich ganz besonders toll ist, wenn eine Therapieänderung ansteht, der behandelnde Hausarzt aber keinerlei Informationen vom Rheumatologen bekommt.

    Aber es gibt sie auch-die anderen und sehr engagierten und dem Patienten zugewandten Ärzte-ich habe sie auch schon kennenlernen dürfen.

    Ich wünsche noch einen schönen Abend-und nix für ungut, daß ich mich mal kurz hier "eingemischt" habe...;)
     
  10. ruthi2012

    ruthi2012 Mitglied

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    @ Eumel

    Hallo Eumel,

    Abtasten durch die Kleidung und mit Schuhen - super! Ich durfte mich wenigstens ausziehen und meinen vollschlanken Körper zeigen :) Und schwupps... da hatte ich den Salat. Man sieht mir ja an, dass ich kein sportlicher Mensch bin.

    Als du das mit dem Fragebogen erwähntest, ist mir wiedereingefallen, dass ich ja auch so einen Wisch ausgefüllt habe.
    Und auch über diesen wurde nicht gesprochen. Es waren eh auch nur banale Sachen erwähnt wie z.B. ob ich noch allein Duschen und Haare waschen kann und welche Hilfsmittel ich dafür benötige.

    Ich muss sagen, in Frankfurt muste ich damals ein richtiges "Buch" ausfüllen - hat mind. eine Stunde gedauert. Hier wurde aber z.Beispiel gefragt, wie mein Schmerz wäre am Morgen und im Verlauf des Tages. Ob ich eher Wärme oder Kälte als lindernd empfinde, bei welchen Medis ich welche Reaktionen bermerkte u.s.w. Dies fand ich selber sehr interessant, da es mal ganz andere Fragen waren.

    Nun bin ich gespannt, wann ich die Bluterebnisse und den Bericht erhalte - hoffentlich noch innerhalb eines Monats.

    LG Ruth
     
  11. uli

    uli Mitglied

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    Hallo Ruth,

    Frau Martina Moll-Müller ist in einer Gemeinschaftspraxis mit Herrn Striesow. Auch sie ist eine internistische Rheumatologin. Bei der Anmeldung kann man sagen, bei welchem Rheumatologen man behandelt werden möchte. Vielleicht hatte Herr Striesow ja längere Wartezeiten?
    Welche Diagnose hast du denn in Frankfurt bekommen? Bei der Praxis handelt es sich um eine renomierte Praxis. Wenn du dort eine Diagnose bekommen hast, nimm doch die Arztbriefe mit und lege sie in Bonn vor. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die Diagnose von Herrn Dr. Braner ignorieren. Es handelt sich doch um eine Weiterbehandlung. Welche Medikamente hast du denn bis jetzt bekommen?

    Gruß

    Uli
     
  12. ruthi2012

    ruthi2012 Mitglied

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    Hallo Uli,

    meine Diagnose und meine Medis kannst du im Detail meiner Krankenvita entnehmen. Ich habe Psoriasis-Arthritis.

    Ich wurde bei meiner telef. Anmeldung nicht gefragt, zu welchem Arzt ich will, sondern ich habe klar gesagt, dass ich PSA habe und seit einem Jahr Probleme mit dem ISG. Und dann bekam ich einen Termin - ohne Info über den behandelnden Arzt.

    Ich habe auch nicht geschrieben, dass diese Ärztin die Diagnose meines damaligen Rheumatologen oder die der Rheumaklinik angezweifelt hat, aber sie ist nicht auf meine akuten Beschwerden eingegangen bzw. hat alles auf Arthrose und zu wenig Sport geschoben. Und hat dann mein Handgelenk geschallt, welches laut meiner Aussage nur mäßig schmerzte.
    Auch mein Hinweis, dass man meine Entzündungen nie im Ultraschall gesehen hat, hat sie ignoriert. Meine Rheuma-Unterlagen von Beginn bis heute hatte ich alle dabei - auch die MTR-Befunde.
    Jedenfalls hat sie nichts dazu beigetragen, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

    Ich habe beschlossen, erst mal die Blutwerte abzuwarten und dann - je nach dem - einen neuen Vesuch bei wem auch immer zu starten.

    Ich mach`s wie Kati geschrieben hat ... einfach als Erfahrung abhaken.

    LG Ruth
     
    #12 30. September 2014
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2014
  13. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo Ruth,

    ich würde Dir auch raten es abzuhaken. Zum Trost:

    Ich habe kein Übergewicht und immer Sport gemacht.
    Ich wurde genauso behandelt wie Du, nicht wirklich ernst genommen. Einziger Unterschied:
    Ich wurde auf die Psycho Schiene geschoben :(.

    Ich musste zwei Rheumatologen "verschleißen" bis ich eine gute Ärztin fand...Mach' Dir nichts draus, es liegt nicht an Dir!

    Liebe Grüße
    Lusella
     
  14. ruthi2012

    ruthi2012 Mitglied

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    Hallo Lusella,

    danke[​IMG] mach ich !

    LG Ruth