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Rheumatoide Arthritis und Familie !?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Nana07, 11. August 2013.

  1. Nana07

    Nana07 Neues Mitglied

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    Hallo Leute!:)
    Habe mich Gestern als die ,,Neue'' vorgestellt.
    Da ich ungern meine Familie mit meinem Gejammer belasten möchte,
    besuche ich dieses Forum. Meine Familie leidet immer mit. Und ich bekomme
    ein schlechtes Gewissen.Ich trau mich nicht mehr über meine
    oft heftigen Schmerzen zu reden. Deshalb bin ich froh, daß es dieses Forum
    gibt. Wem geht es auch so? Wie geht ihr damit um?
    LG Nana07
     
  2. Dieben

    Dieben R.A. lupoider Prägung

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    Hallo Nana07

    Du solltest auf jeden Fall deine Familie mit einbinden, du lebst ja schließlich mit ihnen.
    Den auch deine Familie muss sich mit deiner Krankheit auseinander setzen, und das können die auch .
    Sich vor seinen Lieben abzuwenden, bzw ihnen nicht zu zeigen wie es dir geht macht dich seelisch kaputt.
    Und deine Leute auch,geht ganz normal damit um das du krank bist,und nicht immer im vollen Umfang zur Verfügung
    stehst. Du wirst gute und schlechte Tage erleben, aber damit müsst ihr euch auseinander setzen. Den die deinen Lieben dich doch,
    traue ihnen zu das sie so wie du im laufe der Zeit lernen mit deiner Krankheit zu leben.
    :top:

    Lg Dieben
     
  3. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Ich halte es so:
    ich erzähle meinem Mann alle paar Tage, wie es mir wirklich geht. Und ich bitte um Hilfe, wenn ich sie brauche. Und er erzählt mir dann jeweils auch, wie es ihm gerade geht. Er hat ja auch Zeiten, wo er besser oder schlechter mit meinen Gesundheitszustand umgehen kann.
    Ich versuche, für mich eine Art "Netzwerk" aufzubauen, also verschiedene Möglichkeiten, mir Unterstützung zu holen. Da ist die Nachbarin, die auch Rheuma hat. Da ist meine Therapeutin (Psychotherapie). Da ist dieses Forum hier usw.

    Wenn ich meinem Mann gegenüber klar ausspreche, wenn ich Hilfe brauche - dann bedeutet es für ihn, dass er mich nicht ständig beobachten muss und ahnen soll, wann ich was brauche. Sondern er kann sich auf anderes konzentrieren, so lange ich nicht um Hilfe bitte.

    Und mein Mann bemüht sich, mit seiner und unserer Situation klar zu kommen. Z.B. betrifft das unsere Träume, was wir im Ruhestand machen wollten (wir wollten als sogenannte Seniorexperten mehrmonatige Einsätze in Entwicklungsländern machen). Da darf er traurig sein, wenn er merkt, dass das vielleicht nicht mehr möglich sein wird. Da muss men Mann schauen, ob und in welcher Form er Hilfe braucht. Ein gutes Gespräch mit einem Freund bei einem Bier? Oder ne Weile mit dem Motorrad losdüsen und den Kopf frei bekommen?

    Das ist der Weg, den wir versuchen.

    LG
    Lächeln
     
  4. Hoffeglaube

    Hoffeglaube Aktives Mitglied

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    Guten Morgen,

    @Lächeln was du hier beschreibst ist, glaube ich, der Punkt wir müssen selber lernen uns und unsere Krankheit zu begreifen
    und zu verstehen
    dann können wir unserem Partner und der Familie auch ein Feedback geben wie es uns geht
    und reden ist verdammt wichtig über Empfindungen auch der Partner darf sagen ob er es versteht oder nicht ...........
    Unsere Lieben stecken nicht in unserem Körper und jeder hat ein anderes Schmerz -und Belastungslevel.
    Richtig der Partner braucht einen Ausgleich so wie auch wir als Betroffene sollten uns andere Partner suchen zum Austausch wie so schön von lächeln beschrieben.
    Falscher Stolz bzw. Schweigen und dann Frust sind der falsche Weg. Ich kann nur sagen
    das ich auch gelernt habe an meiner Erwartungshaltung zu arbeiten und seit ich diese korrigiert habe geht es mir wesentlich besser psychisch.
    @nana07 belaste deine Familie nicht mit dem Gejammere und erwarte kein Mitleid.......sprich mit deinen Lieben über deine Handikaps,Schmerzen und wie schwer es dir selber fällt damit umzugehen dann erwarte nicht Mitleid .....
    .... Verständnis wirst du erhalten..........

    Schönen Sonntag
    Hoffeglaube
     
  5. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Ich glaube, dass wir auch Jammern dürfen. Aber ich denke, es gibt zwei Arten von Jammern. Eines, das immer tiefer ins Selbstmitleid führt und dadurch destruktiv ist. Und eine Art Jammern, die ein "Dampfablassen" ist, das Erleichterung verschafft - und dieses Jammern ist konstruktiv.
    Der zweite Punkt den ich wichtig finde, ist eine Klarheit gegenüber demjenigen, der mein Jammern anhören "darf". Oft entsteht im Zuhörer ein Druck, da etwas zu machen, die Situation zu verändern, zu helfen. Und wenn das nicht möglich ist, dann ensteht (beim Zuhörer) Frust, oder das Gefühl, was falsch zu machen. Solche Gefühle mag niemand gerne - und das kann dazu führen, dass sich der Zuhörer überfordert fühlt oder den Gesprächen ausweicht.
    Klarheit bedeutet für mich in diesem Fall, dass ich klar sage: Ich muss mich mal ausko**en, ich brauche gerade Mitgefühl. Aber du als Zuhörer brauchst nur dazusein. Ich erwarte keine hilfreichen Vorschläge, keine Aktionen - nur zuhören und vielleicht ein bisschen trösten.

    Deshalb finde ich es gut, wenn wir hier im Forum mal Jammern können im Sinne von Dampf ablassen. Denn hier ist klar, dass die anderen meine Situaion nicht verändern können - aber Mitgefühl und Verständnis können wir einander geben.

    LG
    Lächeln
     
  6. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Liebes Lächeln,

    wo Du Recht hast, hast Du Recht. Ich stimme Dir vorbehaltlos zu.
     
  7. Nana07

    Nana07 Neues Mitglied

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    Danke Leute!

    Ihr habt mir, vielmehr uns,mit euren Beiträgen sehr geholfen.
    Diese habe ich meinem Mann gezeigt und wir haben lange darüber diskutiert.
    Ich werde mich nicht mehr, wenn ich starke Schmerzen habe, in mein
    Schneckenhaus zurückziehen. Mein Mann möchte wissen wie es mir geht.
    Auch ich muß erst mal lernen umzudenken.
    Vielleicht habe ich dann auch weniger Depressionen.
    LG Nana07