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Rheumaschmerzen oder Somatisierungsstörung?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von smashy, 7. Juni 2005.

  1. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    da ich nachts bzw. morgens teilweise sehr derbe Rückenschmerzen habe, hatte mir mein Neurologe ein generalisiertes Schmerzsyndrom bescheinigt (da ich seit Jahren immer wieder wo anders Schmerzen hatte). Mein Hausarzt kam nun auf die Idee, eine Somatisierungsstörung festzustellen. Wobei er da nicht allzu viel nachgefragt hat, nach den Symptomen.
    Es ist halt bei mir so, dass ich die Schmerzen immer so gegen vier oder fünf Uhr nachts bekomme. Wenn ich dann zu einer normalen Uhrzeit aufstehe, brauche ich ca ne Stunde bis sie völlig weg sind - tagsüber bin ich dann relativ normal.
    Als ich mich hier angemeldet hatte, habe ich hier einen Artikel über die Rheumaschmerzen gelesen. Darin sind genau meine Symptome beschrieben. Ich hab es anfänglich auch auf ne falsche Matratze geschoben u.a. Hab ne neue gekauft, da war es dann auch ne zeitlang besser, aber jetzt habe ich sie wieder.
    Ich mach jetzt auch regelmäßig Gymnastik zuhause und selbst dabei spüre ich, wie sich die Muskulatur in der LWS verkrampft und weh tut. Es sind auch so entzündungsähnliche Schmerzen.
    Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich wirklich eine Somatisierungsstörung habe. Also ich denke, ich sollte zur Sicherheit noch einen zweiten Facharzt aufsuchen, für Rheumatologie. Was meint Ihr??? Was habt Ihr da für Erfahrungen? Mein Blut ist noch nicht untersucht worden, werde ich aber jetzt schleunigst nachholen. Ich nehm übrigens gegen den Schmerzkreislauf Antidepressiva 25mg pro Nacht, seit einer Woche ungefähr.
     
  2. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    ach, noch ein Nachtrag von mir. Sicherlich geht es einigen von Euch auch so. Ich bin sehr anfällig auf Wetterumschwünge. Da spür ich oftmals jeden einzelnen Knochen, vorallem wenn das Wetter vom schönen ins regnerische übergeht.
     
  3. Elke41

    Elke41 Guest

    Hallo Smashy,
    ich weiß inzwischen nicht mehr was ich habe, außer das es Schmerzen sind.
    Jeder Arzt sagt was Anderes, meine Beschwerden waren über viele Jahre hinweg immer woanders, jetzt sind sie überall und gehen auch nicht mehr weg, wenn ich eine Weile "wach" bin.
    Ich glaub ich kann Dir auch nicht wirklich weiter helfen, heute war nicht mein Tag. :confused:
    Viele Grüße von Elke
     
  4. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Schmerzen

    Also Smashy bei Beschwerden im LWS-Bereich solte man schon von Seiten eines Rheuamtologen etwas genauer hingucken. Insbesondere wäre da der bereich der ISG angesagt. Dieser nächtliche Ruheschmerz und morgentlichen Anlaufprobleme bedingen das auch. Tagsüber normal würde ich mal mit Besserung bei Bewegung umschreiben und einen Rheumatologen ausuchen, der sich auch in der manuellen (mit den Händen) Diagnosesuche auskennt.
    gute Besserung "merre"
     
  5. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    Hallo merre,
    meinst Du mit "ISG" den Ischias-Bereich? Das interessante ist, das wußte ich bei der Behandlung noch nicht, das mein Orthopäde auch Rheumatologe ist. Aber dass das evtl. auch Rheuma sein könnte, darauf kam er nicht. Tatsache ist halt, dass ich im unteren, mittleren LWS-Bereich Spondylarthrose habe und in der HWS Osteochondrose. Das gehört ja auch zur Rheuma-Gruppe. In der HWS sogar schon mehrere, breitflächige Bandscheibenprotrusionen - also sowas wie die Vorstufe zum BSV. Ich laß mir jetzt erstmal mein Blut untersuchen, und werd meinem Hausarzt (brauch ja ne Überweisung) auch nochmal auf Rheuma ansprechen. Werd mich dann wieder melden.
     
  6. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    erstmal, herzlich willkommen bei uns :hand:

    nein, damit ist das illeosacragelenk gemeint. es befindet sich unten in der lws.

    zur diagnosefindung eignet sich ein orth. rheumatologe nicht, er behandelt nur die gelenkschäden. ein internistischer rheumatologe ist für die diagnosefindung eher geeignet.
    bei der blutuntersuchung achte bitte darauf, dass auch eine blutsenkung, crp (c-reaktives protein) leucozyten und die ANA werte untersucht werden. das sind die typischen rheumawerte.
    deine beschwerden klinge für mich, wie dieses krankheitsbid, guckst du hier :)

    http://www.rheuma-online.de/krankheitsbilder/morbus-bechterew.html
     
  7. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    da könntet Ihr sogar Recht, das hab ich aus dem Link von Lilliy - danke.
    Das ist sehr interessant für mich.
    Eine Gelenkbeteiligung kommt bei etwa einem Drittel der Patienten vor. Sie äußert sich vor allem an großen Gelenken der unteren Körperhälfte. Allerdings können auch kleine Gelenke betroffen sein. Das Befallsmuster ähnelt dann einer rheumatoiden Arthritis. Im Bereich der Weichteile kommt es zu Schmerzen und Entzündungen an Sehnenansätzen (Enthesitis) , Sehnenscheiden-Entzündungen und Schleimbeutel-Entzündungen (Bursitis). Häufig betroffen sind die Fersen und die Achillessehnen.

    Also im linken Knie meine ich eine Schleimbeutel-Entzündung zu haben. Die Fersen brennen innerlich auch nachts, wenn ich die Beine anwinkele. An den Stellen seitlich der Hüfte, spüre ich entzündungsähnliche Schmerzen, wenn ich die Hüfte nach links und rechts bewege. Die Symptome mit dem nächtlichen Ruheschmerz und dem Besserwerden tagsüber könnten da auch zutreffen.
    Die Achillessehnen sind bei mir geburtsbedingt sehr steif. Wurden damals auch verlängert.

    Am besten zeig ich das mal meinem Hausarzt und frag ihn, was er davon hält. Er muß mich ja schließlich zum Internisten überweisen, es sei denn, ich zahl die zehn Euro nochmal.