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Rheumamedikamente und Antidepressiva?

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von arielle, 2. Februar 2013.

  1. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Hallo alle,
    für meine Psoriasis- Arthritis, Arthrose und Fibromyalgie habe ich, wie ihr ja meist auch, verschiedene
    Medikamente. Zaldiar, Ibuprofen, Humira, Arava und wegen einer Angsstörung (PTBS) Lexotanil und/oder Temesta.

    In den letzten zwei Jahren haben sich bei mir immer mehr depressive Phasen eingeschlichen. Also eigentlich eher Manisch-Depressive
    Phasen. Die Rheumatologin meint das könnte von Humira kommen, sieht es aber nicht als notwendig Humira abzusetzen.
    Inzwischen wird es aber immer schlimmer und ich ertappe mich manchmal mit Selbstmordgedanken, was mir total unverständlich ist.
    Das kann doch so nicht weitergehen.
    Mit Antidepressiva hatte ich früher schon schlechte Erfahrungen, also vor dem Rheuma. Das Einzigste was ich damals
    vertragen hatte war Elontril ( Wellbutrin). Jetzt sehe ich aber, dass das mit Zaldiar Wechselwirkungen haben kann.

    Bestimmt gibt es unter Euch auch mancher, der ein Antidepressivum nehmen muss und empfindlich drauf reagiert. Was
    kann man mit den Rheumamedis kombinieren?

    Auf die gängigen AD wie Seropran,Citalopran,Remeron, Effortil,Fluctine, Trittico etc. reagiere ich z.Teil auch ohne weitere
    Medikamente sehr negativ, so dass diese nicht in Frage kommen.
    Oder würde es helfen, wenn man einen Teil der Medikamente Zeitversetzt nehmen würde?
    Wie macht Ihr das?
    Lieber Gruss
    Arielle
     
  2. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Arielle,

    ich nehme das AD Cymbalta (Duloxetin) 60 mg am Tag, das nun schon seit einigen Jahren. Damit komme ich gut zurecht, nur die ersten zwei Wochenspürte ich die Nebenwirkungen.. Ich nehme es mit meinen anderen Medikamenten zusammen ein.

    Wie lange hattest du denn Citalopram und die anderen beschriebenen Antidepressiva genommen ? Weil, es ist ja so, das zu Anfang bei fast allen erst mal die Nebenwirkung auftritt, wie zB. Unruhe, Übelkeit etc. und bei einigen wie Amitriptylin, Mirtazapin und ähnlichen erst mal sehr Müdigkeit.

    Diese Nebenwirkungen verschwinden meist nach einigen Wochen und dann tritt die Wirkung ein. Leider ist es dann nicht einfach, die ersten zwei oder drei Wochen durchzuhalten, kann sich aber lohnen, auch wenn es schwer fällt.
     
  3. Andi1966

    Andi1966 Neues Mitglied

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    Hallo

    Ich nehme seit 12 Jahren Paroxetin 20 mg für Angst und Panickattacken und hatte unter Sulfasalizin bzw danach MTX eigentlich keine Änderung.
    Jetzt seit Enbrel habe ich aber das Gefühl das sich die Psychische Seite wieder öfters meldet als vorher.Werde das aber für mich erst mal weiter beobachten da ich unter Enbrel mit der PSA gut zurecht komme.

    LG Andi
     
  4. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe arielle,

    das geht weit über das hinaus was in einem forum "abgearbeitet" werden kann und darf,
    meiner meinung nach. stell dir vor, du befolgst eine empfehlung oder sortierst deine medikamente nach berichten anderer um, und die lage spitzt sich weiter zu! wer soll und kann das verantworten? ich bitte dich sehr herzlich, wende dich umgehend an deinen arzt und teile ihm das zitierte mit, denn diese zuspitzung scheint im ärztlichen gespräch noch nicht erwähnt zu sein. alles gute!

    lieben gruss marie
     
  5. Andi1966

    Andi1966 Neues Mitglied

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    Hallo

    Man sollte ein Forum auch nur als Plattform zum Erfahrungsaustausch sehen und für nichts anderes.....Ich würde in einem Forum nie Tips zu Medikamenten oder ähnlichem geben.

    LG Andi
     
  6. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Bei Selbstmordgedanken würde ich dann lieber stationär in die Klinik -Psychiatrie gehen, da kann man dann auch unter Aufsicht auf Medikamente eingestellt werden und außerdem ist Fachpersonal rund um die Uhr da, an das man sich dann sofort wenden kann, wenn diese Gedanken kommen.
     
  7. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Vielen Dank für Eure Antworten. Da bin ich ja schonmal froh, dass AD nicht zwangsläufig mit
    Rheumamedikamenten unerwünschte Wechselwirkungen haben.

    Liebe Marie, um Himmels willen, nicht falsch verstehen. Mit diesem Satz wollte ich nur verdeutlichen dass es
    in der Tat schlimmer geworden ist und wirklich in so einem Ausmass, dass ich zum Arzt sollte und auch gehen werde.
    Allerdings habe ich mit AD so schlechte Erfahrungen gemacht dass ich mich fast nicht mehr traue zum Arzt zu gehen.
    Die Ärztin hat übrigens nicht einmal gefragt, wie stark die Depressiven Phasen seien, sie hat es eher als Verstimmung abgehackt
    und mir Kräuterdragees zur Entspannung verschrieben.

    Weil die Ärzte inzwischen mit ihrem Latein am Ende sind, suche ich selber ob ich irgendwie herausfinden kann woran es
    liegt, dass ich so seltsam reagiere.
    Weil ich damals (vor der Rheumazeit) mit Zyban so tolle Erfahrungen gemacht habe um mit dem Rauchen aufzuhören,
    wollte der Arzt wieder mit diesem Wirkstoff anfangen, aber es klappt nicht mehr. Nach 3-4 Tagen
    ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Im Netz habe ich eine Seite gefunden wo man die Medikamente auf Wechselwirkungen
    anfragen kann und dort hat es sich herausgestellt dass eben der Wirkstoff sich nicht mit Zaldiar und Humira verträgt.
    Jetzt muss ich etwas anderes suchen. Der Psychiater hat mir nämlich gesagt er wüsste auch nicht mehr weiter.

    In eine Klinik möchte und kann ich nicht, weil sonst ja keiner die Tiere versorgen könnte.

    Ich finde es wichtig, zu wissen dass es AD gibt die sich mit den Immunsuppressiva vertragen, vielleicht lässt sich
    doch noch ein Weg finden.
    Sonst würde ich wahrscheinlich lieber auf Humira verzichten als auf mein frohes Gemüt dass ich immer hatte,
    auch in schwersten Zeiten.

    Danke Euch für Eure Antworten, bin wirklich froh jetzt mehr zu wissen.

    LG Arielle
     
  8. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo Arielle,

    unsere Beiträge hatten sich überschnitten.

    Okay, es gibt kombinierbare Medikamente.

    Alles gute für dich!

    Clara
     
    #8 2. Februar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2013
  9. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe arielle,

    vergiss bitte deine sorgen bzgl. des arztes (ganz egal, ob nun deine psychische situation
    medikamentös bedingt ist oder nicht, das können wir nicht beurteilen), die musst du bitte überwinden! vergegenwärtige dir, auch wenn es schwerfällt, dass du auf augenhöhe bist und sein sollst, dass du ein partner bist und kein empfänger von anweisungen oder was weiss ich......gerade in solch schwierigen situationen, die sich schnell ändern können, brauchst du deinen ärztlichen ansprechpartner. wenn ich mich richtig erinnere, gibt es eine pflicht für den behandelnden arzt, auf aussagen über selbstmordgedanken sofort zu reagieren, vielleicht wissen andere dazu mehr. du musst aber auch klar sagen, so wie du es hier geschrieben hast, wie deine psychische situation ist, und nicht auf fragen dazu warten! oder hattest du es klar formuliert wie hier? dann verstehe ich deinen arzt allerdings auch nicht.
    schwierig ist natürlich die versorgung deines hofes, es wäre gut, wenn du einen notfallplan hättest, du kannst dir ein bein brechen, und was dann? bitte berichte was dein angekündigter arztbesuch ergibt :)

    alles gute und bis dann, marie