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Rheuma und Schwangerschaft

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von Snoopy25, 5. Juni 2007.

  1. Snoopy25

    Snoopy25 Neues Mitglied

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    5. Juni 2007
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    Hallo, ich bin ganz neu hier.
    Möchte mich kurz vorstellen: Bin 25 Jahre alt und habe seid dem 11. Lebensjahr juvenile rheumatoide Arthritis (früher chronische Polyarthritis). Wurde mit Quensyl, MTX und Decortin H "versorgt". Seit 2004 nehmen ich Decortin H und Enbrel. Im April konnte ich das Cortison absetzen und nehme nur noch Enbrel. Mir geht es sehr gut. Jetzt meine Frage:

    Mein Mann und ich wünschen uns ein Kind. Wie in der Packungsbeilage steht: Schwangerschaft unter Enbrel ist noch nicht erforscht, sollte also nicht passieren. Jetzt frage ich mich: Was kann passieren wenn ich unter Enbrel schwanger würde? Langsam müsste es doch erforscht sein oder?

    Danke für eure Antworten.

    Gruß Snoopy
     
  2. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    hallo snoopie,

    sei erst einmal herzlich willkommen hier im forum :) .

    bezüglich kinderwunsch und schwangerschaft hatte ich mal einen eigenen thread eröffnet, damit man dort mal die anfragen und möglichkeiten sammeln kann. wenn du mal gucken magst: http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=27203&highlight=lexxus+schwangerschaft
    dort hatte ich auch einen link von fr. dr. gromnica-ihle reingestellt, die eine hp über die verschiedenen rheumamedis bezüglich schwangerschaft erstellt hat. ich hab dort auch gerade nochmal nachgelesen. von etanercept während der schwangerschaft wird auch dort abgeraten. was machbar ist wäre remicade.
    manchmal stehen in den packungsbeilagen warnungen, denen ärzte dann wiedersprechen. das liegt daran, dass sich die herstellerfirmen absichern müssen, sollte es doch einmal zu einer fehlgeburt oder missbildungen beim kind kommen. es gibt aber inzwischen viele medikamente, bei denen man weiss, dass das risiko bei einer schwangerschaft nicht wesentlich höher ist als sonst auch. aber das dürfen die firmen eben nicht sagen. und wenn ganz schlimme zweifel bestehen, dass ein milderes basismedi nicht ausreichend wirkt, cortison geht immer. guck dir am besten die möglichkeiten an, die im oben genannten link bereits besprochen wurden und besprich das mit deinem rheumadoc (gynäkologen haben meist zu wenig ahnung um hilfreiche informationen abzugeben).

    lieben gruß
    lexxus
     
  3. katrin37

    katrin37 Registrierter Benutzer

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    Hallo Snoopy
    habe mich eben erst registriert,da ich aus eigener Erfahrung auf deine Problematik antworten kann.
    Ich bekomme seit 2000 Enbrel Spritzen dazu Mtx und diverse Schmerzmittel wegen cP.
    Meine Rheumatologin hat mit von vornherein von einer Schwangerschaft abgeraten.
    Nun das schöne:).Im Januar 2006 wurde ich ungewollt schwanger.zu dem Zeitpunkt hatte ich Enbrel wegen ner Erkältung 3 Wochen abgesetzt.Mtx spritze ich mir noch dreimal und setzte es dann auch ab wegen Unverträglichkeit.
    Als die Schwangerschaft festgestellt wurde hatte ich riesen Angst und Bedenken das mein kind nicht gesund ist und es Komplikationen geben wird.
    Auf Anraten meines Gyn, ging ich zum Humangenetiker und zum spezial. für Pränatalmedizin.Beide nahmen meine Angst und bei dem Ultraschall und Blutuntersuchungen wurde mir bestätigt das alles ok ist mit dem Kleinen.
    :p ein Stein fiel mir vom Herzen und die 9 Monate waren super.
    Keine Beschwerden,keine Medikamente.
    Können uns gern mal tel. oder per mail in Verbindung setzen um dir näheres zu erzählen.
    Also ich kann nur sagen lasst euch im Vorab von nem erfahrenen Humangenetiker beraten.
    Sicher gibts auch Fälle wos nicht so klatt lief aber ich hab ne positive Erfahrung mit der Schwangerschaft trotz cP und Medik. gemacht und kann nur ermutigen den Gedanken Baby nicht ganz zu verwerfen trotz Krankheit usw.
    Es gibt nix schöneres.
    Der Kleine ist inzwischen 8 Mon. und kerngesund und topfit.
    Ich wünsch euch alles gute und nen schönen tag.
    bis bald lg katrin
     
  4. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Glückwunsch!

    @ Katrin,
    es freut mich sehr zu lesen, dass bei deiner Schwangerschaft und Geburt alles so glatt gelaufen ist. :) Dein Beispiel, trotz vieler Unwägbarkeiten, macht mir Mut, es in ein, zwei Jahren auch anzugehen. Mein Freund und ich wünschen uns so sehr ein Kind, aber momentan gehts mir einfach zu schlecht, da wird mir von einer Schwangerschaft abgeraten. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass auch wir ein gesundes Kind bekommen, trotz Rheuma!
    Danke für deine positive Nachricht!

    Liebe Grüße,
    Sprotte 79

    @ Snoopy:
    ich war Anfang des Jahres in einer Rheumaklinik, dort wurde mir empfohlen, bei einem Kinderwunsch in eine Kinderwunschsprechstunde der Uniklinik zu gehen, dort können Gynäkologen und Rheumatologen gemeinsam überlegen, welche Medis für die Planung und den Verlauf einer Schwangerschaft in Fragen kommen.
    Vielleicht gibt es so etwas ja auch bei dir in der Nähe? Ich drücke dir die Daumen für ein gesundes Baby und eine gute, möglichst schmerzfreie Schwangerschaft! :)

    Liebe Grüße,
    Sprotte 79