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Rheuma und Bundeswehr oder Verbeamtung

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Dknxy, 2. September 2015.

  1. Dknxy

    Dknxy Neues Mitglied

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    Guten Abend ihr Lieben,
    bis jetzt war ich nur stiller Leser dieses Forums, aber seid einigen Wochen habe ich ein Problem bezüglich meiner Erkrankung, das ich weder mit Hilfe des Internets (zur Verbeamtung habe ich ein wenig was gelesen , auch hier im Forum, aber vor allem zur Bundeswehr war es schwer eine Antwort zu finden ) , noch mit meinem Rheumatologen klären konnte. Deswegen habe ich beschlossen, mich hier zu registrieren und mein Problem zu schildern , in der Hoffnung auf Antworten. Ich bin fast 19 Jahre alt, letztes Jahr wurde bei mir Rheuma Athritis diagnostiziert am Mittelhandknochen des linken Zeigefingers. Nun nehme ich seit dem MTX und bin komplett Beschwerde frei, ich habe weder Schmerzen, noch ist mein Blutbild besonders auffällig. Mir geht es rundum gut. Ich mache dieses Jahr mein Abitur und wollte entweder gerne bei der Bundeswehr studieren oder Lehramt. Jedoch bricht für mich deswegen momentan eine Welt zusammen, da man ja beim Bund auf Tauglichkeit getestet wird und bei der Verbeamtung ja auch alles mögliche untersucht wird. Ich habe panische Angst für beides keine Chance zu haben, obwohl ich wirklich keinerlei Probleme habe und auch nie wirklich Probleme hatte (die Schmerzen im Gelenk waren ganz minimal). Jedoch wird bei beidem ja wirklich gnadenlos ausgemustert. Ich wollte fragen ob hier ein paar dabei sind die vielleicht Erfahrung haben und mir sagen könnten,ob ich eventuell doch noch eine Chance habe ? Ich bin wirklich am Boden zerstört deswegen.
    Ich danke euch schonmal im Voraus und wünsche allen einen schönen Abend
     
    #1 2. September 2015
    Zuletzt bearbeitet: 2. September 2015
  2. kleine Eule

    kleine Eule Mitglied

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    Hallo Dknxy,

    willkommen bei RO!
    Es ist ganz normal, dass Du in der Situation erst mal verunsichert bist. Wie es bei der Bundeswehr ist, weiß ich nicht. Aber einem Lehramtsstudium steht doch nichts im Wege. Viele Lehrer arbeiten im Angestelltenverhältnis und auch dort gibt es unbefristete Stellen. Klar kannst Du versuchen, nach dem Studium verbeamtet zu werden. Vielleicht klappt es ja. Sollte eine Verbeamtung nicht möglich sein, dann kannst Du immer noch als angestellter Lehrer arbeiten.

    viele Grüße von der kleinen Eule
     
  3. Dknxy

    Dknxy Neues Mitglied

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    Erstmal vielen, vielen Dank für deine super schnelle Antwort und den Willkommensgruß! Leider würde für mich nur ein Lehramt Studium in Frage kommen, wenn ich eine (gute) Chance habe verbeamtet zu werden, da viele meiner Lehrer abraten als Angestellte zu arbeiten , da der Verdienst weniger ist und die vielen Annehmlichkeiten wegfallen. Aber ich weiß halt nicht ob ich eine Chance habe, leider konnten meine Lehrer mir da nicht weiterhelfen und mein Rheumatologe auch nicht. Einige Antworten habe ich gelesen, in denen es hieß ,wenn man lange keine Probleme hatte, hat man Chancen. Nur waren mir die Aussagen zu "schwammig". Ich habe gehofft vielleicht hier Betroffene zu finden, die Erfahrungen im Bekanntenkreis , oder vielleicht selbst haben.
    Liebe Grüße :)
     
  4. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Herzlich willkommen hier im Forum.

    Bei meinem Sohn war es so, dass er bei der Musterung unklare Gelenkbeschwerden angegeben hat. Er wurde dann zum Rheumatologen geschickt, es wurde seronegative RA diagnostiziert und er wurde ausgemustert - was ihm damals sehr recht war, denn dann konnte er direkt anfangen zu studieren.

    Gib doch mal oben in derSuchfunktion "Verbeamtung" ein, da gab es schon mehrere Themen mit Erfahrungsberichten.

    LG
    Lächeln
     
  5. luke

    luke HYLO-VFKQHJJHULVFK

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  6. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Dknxy
    Vielleicht mußt Du da deine Erwartungen auch etwas herunterschrauben, wenn Du sagst, daß Du gerne Lehrer werden würdest, dann mußt Du dir überlegen, ob Du wirklich das Studium sausen läßt, nur weil Du als Angestellter weniger verdienst und auf Ahnehmlichkeiten verzichten mußt?

    Ich glaube, da ist die Brille rosarot?
    Ich habe einen zukünftigen Schwiegersohn, der Gymnasiallehrer ist und mit seiner Fächerkombi keine Stelle bekommen hat, der wäre mehr als froh, wenn er als Angestellter eine Stelle bekommen hätte.

    Eine Garantie gibt es nicht, weder als verbeamteter Lehrer, noch als Angestellter, außer Du studierst Fächer wie Physik und Mathe, dann dürfte es kein Problem sein mit einer Stelle.
     
  7. Dknxy

    Dknxy Neues Mitglied

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    Vielen Dank an alle die mir bis jetzt geantwortet haben , ich bin ganz begeistert wie fix es hier geht :)

    Ich habe Erfahrungsberichte von meinen Lehrern und Bekanntenkreis eingeholt, gerade weil ich meine Zukunft nicht mit einer rosaroten Brille angehen möchte. Ich möchte Lehrerin werden um mit Jugendlichen zu arbeiten und ihnen etwas beizubringen , weil die Arbeitszeiten geregelt und familienfreundlich sind und so weiter.Nicht nur wegen der Verbeamtung. Aber man muss einfach sagen, dass eine (gute) Chance auf diese, ein großer Pluspunkt wäre (die Kirsche auf er Sahnehaube). Aber es können "angestellt" mal eben 500€ weniger sein, für genau die selbe Arbeit . Wenn es sich herauskristallisieren sollte, dass ich aufgrund meiner Erkrankung nur sehr schlechte Chancen (bis gar keine ) habe Verbeamtet zu werden, möchte ich es mir vor dem Beginn des Studiums doppelt und dreifach überlegen , ob es dann nicht vielleicht andere Studiengänge gibt,die eventuell besser geeignet wären (aber auch meine Interessen beinhalten).
    Vielen Dank für deine ehrlichen Worte und deinem Schwiegersohn alles erdenklich Gute .
    Liebe Grüße :)
     
  8. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Dknxy!
    Ich wünsche dir, daß das alles so abläuft, wie Du dir das vorstellst und ich will dir das auch in keinster Weise vermiesen, aber da gehört eine gehörige Portion "Glück" dazu, damit es so läuft und das wünsche ich dir.

    Ich glaube nicht, daß Rheuma einer Verbeamtung im Wege steht, ich kenne Referendare, die mit einer Krebserkrankung verbeamtet wurden, trotzdem solltest Du dir Gedanken über Alternativen machen.

    Es werden sich in nächsten Jahren viele Lehrerstellen geschaffen werden, wenn wir an die aktuelle Flüchtlingssituation denken, aber ob das alles Beamtenstellen sind?
    Darf ich fragen, welche Lehr-Fächer Du studieren willst?
     
  9. Dknxy

    Dknxy Neues Mitglied

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    Vielen Dank für deine Worte:) ich interessiere mich sehr für Englisch / Biologie oder Englisch / Chemie (Gymnasium)
    Lg
     
  10. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    Hallo Dknxy,

    Ich war zwar keine lehrerin, aber auch im öffentlichen Dienst.
    Ich wurde auch nicht verbeamtet, hatte aber n anderen grund.
    Zum verdienst kann ich dir von mir berichten das ich a 8 endstufe angesiedelt wurde und somit mehr verdient habe als meine kollegen...denn diese mzssten ja von ihrem gehalt dann noch die private kv zahlen mussten. Bei der rente sieht es dann etwas anders aus, da haben die beamten mehr raus.
    Und ja du darfst auch nicht vergessen das dich eine pkv mit deiner erkrankung höher einstufen wird.
    Kündigungsschutz habe ich durch schwerbehinderungsprozente erreicht, später galt die reglung älter als 40 und mehr als 20 dienstjahre gleich kündigungsschutz.
    Also ich war denke ich nicht schlechter dran als die beamten. Ob das aber heute noch so zutrifft und auch für lehrer gilt kann ich dir nicht sagen.
    Hol dir noch mal genaue antworten ein, vielleicht denkst du zu früh an aufgeben.
     
  11. Koko87

    Koko87 Neues Mitglied

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    Hallo :)

    In Sachen Verbeamtung hat sich so einiges getan. Es ist nun nicht mehr länger so, dass du darlegen musst, dass du bis zum Ende deines Arbeitslebens dienstfähig bleiben wirst, sondern der Amtsarzt muss dir nachweisen, dass eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass du dienstunfähig wirst. Und das ist natürlich schwierig, gerade wenn du in Remission bist. Meinem Prof zufolge wird es schwer werden, jemandem mir einer frühen RA die Verbeamtung zu versagen.

    Inwiefern dich das nun ermutigen kann, Lehrer zu werden, kannst wohl nur du entscheiden. Ich wünsche dir in jedem Fall viel Erfolg!

    P.S.: Die Bundeswehr hat eine Karriereberatung. Hatte letztens ein langes Gespräch mit denen auf einem Fest, aber die sagten mir, man könne auch jederzeit anrufen und einen Termin zur Beratung ausmachen.
     
  12. kroeti

    kroeti Mitglied

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    Hallo,

    wie es mit der Verbeamtung wird, kann dir niemand vorhersagen- das kann so und so laufen. Ich kenne Leute mit chronischen Krankheiten, die wurden verbeamtet, andere mussten dazu ( mit derselben Krankheit) das Bundesland wechseln, ich kenne auch Leute, die nicht verbeamtet wurden- und auch schon mal nur weil sie Übergewicht haben.

    Du schreibst...."da der Verdienst weniger ist und die vielen Annehmlichkeiten wegfallen". Als Angestellter wirst du tatsächlich weniger verdienen als Lehrer, welche "Annehmlichkeiten" sonst noch wegfallen sollen , weiß ich nicht. Alles hat da "nur " mit Geld zu tun- erst der Verdienst, später die Pension/Rente- da fängt eine Zusatzversicherung, die die Länder bezahlen aber einiges auf. Einzig bei der Krankenkasse wirst du eventuell mehr bezahlen müssen, wenn du verbeamtet bist.
    Was meinst du denn mit "vielen Annehmlichkeiten"- würde mich mal interessieren.

    Englisch und ... ist natürlich auch nicht gerade ein Mangelfach, wie jemand schon schrieb- Physik und......wäre sicher mehr gesucht.

    Aber mach deinen Berufswunsch nicht von derartigen Überlegungen wie "verbeamtet auf jeden Fall" oder der Überlegung wie viel Geld man so verdienen kann, abhängig.

    " Ich möchte Lehrerin werden um mit Jugendlichen zu arbeiten und ihnen etwas beizubringen , weil die Arbeitszeiten geregelt und familienfreundlich sind und so weiter."


    Frag ruhig, wenn es noch was zu fragen gibt, ich bin seit fast 35 Jahren Gymnasiallehrerin u.a. für Physik......Familienfreundlich ist der Beruf, ob angestellt oder verbeamtet, die geregelten Arbeitszeiten stimmen schon nur noch bedingt in Zeiten von Ganztagsschulen und vielen Sitzungen und Konferenzen..........
    Lehrer sollte man nur werden, wenn man das wirklich möchte und unabhängig von anderen Überlegungen, nur so macht es auch nach 35 Jahren noch Spaß. Ich würde es heute auch wieder machen, kenne aber viele Kollegen, die nicht noch mal Lehrer weren würden.

    Eine gute Entscheidung wünscht dir
    Kröti
     
  13. Wissen

    Wissen Neues Mitglied

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    Private Krankenversicherung Vergleich

    Die Problematik kann ich so nicht teilen, da in meinem Freundeskreis ein ähnlicher Fall war. Ich kann gerne mal bei Bedarf genau nachfragen wie dieser letztendlich gelöst wurde. Allerdings weiß ich zu 100% das die Private Krankenversicherung einen Basistarif anbieten muss mit Kontrahierungszwang, d.h. die Aufnahme darf nicht aufgrund gesundheitlicher Umstände abgelehnt werden. Ob das aber die beste Lösung ist, sei mal dahingestellt. Zumindest ist es als Beamter aufgrund des Zuschusses vom Bund oder Land besser in der Privaten Krankenversicherung versichert zu sein als in der gesetzlichen Krankenkasse, wenn man mal den finanziellen Aspekt beachtet. Nun gibt es aber auch die Möglichkeit, bei der sog. Erstversicherung auch mit Vorerkrankung gegen entsprechenden Risikozuschlag versichert zu werden. Dies habe ich wie gesagt durch meinen Kumpel mitbekommen. Er war bei einem auf private Krankenversicherung spezialisierten Makler, dieser konnte ihm damals weiterhelfen. An deiner Stelle würde ich also nicht den Kopf hängen lassen, sondern mich mal bei Google zum Thema schlau machen und nachdem du alle relevanten Informationen hast kannst du dich ja konkret beraten lassen. Viel Glück dabei!