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RHEUMA | Spondylarthritis, Weichteilrheuma & Meniskusläsion

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von SearchingForHelp, 10. Februar 2014.

  1. SearchingForHelp

    SearchingForHelp Neues Mitglied

    Registriert seit:
    10. Februar 2014
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    Hallo,

    wenn euch die Begriffe


    • Spondylarthritis
    • Weichteilrheuma und
    • Meniskusläsion

    ...etwas sagen, dann bleibt bitte dran!

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    Ein guter Freund von mir hatte letztes Jahr einen Unfall, somit wurden schon seine Schultern und der Rücken vorgeschädigt: Er saß hinten auf dem Roller eines Freundes, bis plötzlich ein Auto deren Vorfahrt genommen hat und seitlich in die beiden hineingefahren ist..

    Dadurch ist eine Sehne seiner Schulter gerissen, eine zweite Sehne "nur" angerissen. Zusätzlich wurden auch noch weitere Knochen angebrochen. In den darauffolgenden Tagen bekam er starken Husten, Fieber (ca. 38,6 Grad), Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Alles deutete darauf hin, dass er vorerst über 1 Jahr keinen Sport mehr machen dürfe, vor allem Kraftsport hatte er zu meiden.

    Schon vor dem Unfall zeigten sich leichte Symptome, die er damals aber noch nicht so ernst nahm, bis sie seit dem Unfall immer schlimmer wurden. Teilweise trainierte er mit zu viel Gewicht und mit Schmerzen, die er vorerst noch ignorierte. Er hatte so gut wie kaum geschlafen und nur wenig gegessen. Durch den Unfall und seine Unachtsamkeit hatte er seinen Rücken und die Schultern stark geschädigt. Er fühlte sich wie 80 Jahre. 3x täglich musste er Schmerzmittel nehmen. Er hat jetzt auch schon eine Schulter-OP hinter sich.

    Oft wurde auch auf einmal die gesamte linke Seite seines Körpers taub. Er hatte Probleme mit den Gelenken und der Wirbelsäule, eine Nervenentzündung kam hinzu. Von den ganzen Schmerzen in Rücken, Leiste, Schulter und Hand kann er nur schlecht bis kaum einschlafen. Die Ärzte stellten 2 Bandscheibenvorwölbungen in seinem unteren Rücken fest. Es war wirklich schwer für ihn, die ganzen Schmerzen auszuhalten. Beide Schultern sind kaputt, die Linke stärker als die Rechte. Seit dem Unfall hatte er täglich Schmerzen in Schultern, Rücken und den Beinen und er konnte seinen Körper nie wieder so belasten wie früher, an Sport war nicht zu denken. Er bekam Tabletten und stärkere Schmerzmittel verschrieben.

    Das er keinen Sport mehr machen durfte, traf ihn sehr. Besonders, weil ihm das immer geholfen hat, um sich abzulenken und auf andere Gedanken zu kommen. Da seine Hände bei dem Unfall gequetscht wurden, bekam er auch schnell mal taube Hände. Bis jetzt hat er eine Schulter-OP hinter sich, die andere ist vielleicht bis in einem halben Jahr geplant.

    Er kann die Arme zwar beugen, aber nicht ganz nach oben heben. Funktionieren würde es schon, aber es tut ihm dabei höllisch weh. Die Schulter-OP ist gut verlaufen, doch danach schmerzte es immernoch sehr. Es hieß, dass er seinen Arm erst in 3 Monaten wieder normal bewegen könne und 6 Monate nicht stark belasten dürfe. Ihm wurde zu Bewegungsübungen geraten, bei denen er seine Arme immer leicht bewegen soll - jede Woche ein bisschen mehr.

    Die Monate vergingen und es kam der Verdacht auf eine evtl. rheumatische Krankheit, da er oft kraftlos war und Fieber ohne wirklichen Grund, sowie Gelenkschmerzen hatte.

    Ein weiteres Problem waren die Nerven im Körper, die von der Wirbelsäule bis zu den Armen durchlaufen. Deshalb wurden wahrscheinlich auch seine Arme sowie die Finger kribbelig und taub. Links war immer die Seite, die von den Schmerzen stärker betroffen war (Schulter, Arm, Hand). Bei der Taubheit der Arme hat Bewegung geholfen. Manchmal ist er sogar nachts davon aufgewacht, weil beide Arme ganz eingeschlafen waren. Dies war ein weiterer Verdacht auf Rheuma. Er bekam 3x täglich 800mg Ibuprofen (Schmerztabletten) verschrieben. Ihm schmerzten alle Gelenke so sehr. Hinzu kamen noch Schmerzen in Wirbelsäule, Rücken, Sehnen und Muskeln. Schließlich wurde es bestätigt, er hat Rheuma - 100%.

    Eine Art seiner Krankheit ist die Gelenk- und Weichteilkrankheit der Muskeln und Sehnen, welche sogar auf die Organe gehen kann. Mit der Zeit machten sich auch Herzrhytmusstörungen bemerkbar. Er hat immernoch starke Schmerzen in Rücken, Schultern, Knie, Finger & Handgelenk. Auch Müdigkeit machte sich bemerkbar. Man sagt, dass diese Art von Rheuma am häufigsten an die 2. Generation vererbt wird. Ich glaube es wurde auch Schuppenflechte in seinen Knochen gefunden, die er von seinem Opa geerbt haben könnte.

    Nochmal die zwei Rheumaarten, die auf ihn zutreffen:
    1. Spondylarthritis (Knochen der Gelenke + Wirbelsäule/Beteiligung des Rückens) - diese Art ist glaube ich entzündlich und er hat die 2. aggressivste Form.
    2. Weichteilrheuma (Sehnen & Muskulatur)

    Ihm selbst ist auch aufgefallen, dass manchmal sein Herz immer so schnell schlägt und er einen Druck auf der Brust verspürt. Auch das normale Gehen tut ihm weh. Die Rückenschmerzen blieben und auch der Husten machte sich wieder bemerkbar. Teilweise hatte er auch Herzstechen und Sehenentzündungen. Es stellte sich ein Zwerchfellbruch heraus. Seine Schulter knackte beim Bewegen und er konnte kaum gehen.

    Über die ganze Zeit hatte er auch durch das Rheuma und die Medikamente sehr stark abgenommen und jetzt liegt sogar ein Verdacht auf Meniskusläsionen vor, bei diesem er wieder zu neuen Ärzten muss - einem Orthopäde oder Chirurgen, der sich damit auskennt.

    Wenn ich es recht mitbekommen habe, hatte er auch eine Spritze angewandt, die er sich 2x im Monat gespritzt hatte, Humira hieß sie glaube ich. Aber einer der Spritzen soll ja auch nicht gerade günstig sein. Ich glaube unter 900€ kommt man da nicht weit.

    Jetzt meine Frage(n):
    Hattet ihr schon mal so etwas oder etwas ähnliches?
    Wenn ja, was habt ihr gemacht?
    Ist es dadurch besser geworden?
    Oder habt ihr es selbst im Bekanntenkreis miterlebt?
    Was hat gegen die Schmerzen geholfen und wie konntet ihr euch das Leben einigermaßen erträglicher machen?
    Oder seid ihr selbst dabei, eine Lösung hierfür zu finden?

    Lasst es mich bitte wissen, ich freue mich wirklich über jede Antwort!


    Beste Grüße


    P.S.: Wenn es hilft, mein Kumpel ist erst 21 Jahre alt..
     
  2. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo!
    Wichtig für deine Kumpel ist auf alle Fälle, daß er die Therapie mit Humira weitermacht, um die Entzündungen zu reduzieren und Schäden an den Gelenken möglichst zu vermeiden.

    Das hört sich für mich nämlich so an, wie wenn er das Medikament nicht mehr spritzt, die Kosten sind ja eher zweitrangig, da es die Krankenkasse bezahlt, wichtig ist, daß es hilft.

    Als Schmerzmittel kommen die handelsüblichen Entzündungshemmer wir z.b. Ibu, Voltaren oder ein Cox 2 Hemmer in Frage und bei Bedarf Cortison.
    Das sollte allerdings immer in ABsprache mit dem beh. Rheumatologen erfolgen und nicht eigenmächtig.