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Rheuma, Schmerzen und folgend Depression

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Lothar Th., 16. September 2016.

  1. Lothar Th.

    Lothar Th. Neues Mitglied

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    16. September 2016
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    Hallo.
    Ich würde so gerne einen oder mehrere in meiner Gegend finden, mit denen ich über die oben stehenden drei Defekte reden kann. Ich werde verrückt und immer depressiver, wenn ich das Alles ohne Austausch nur in mich reinfresse. Die Familie ist kein Rückhalt; im Gegenteil. Die Jungs sind 17 und 19 und haben andere Sorgen. Meine Frau ist auf der Suche nach einem Gesunden nach dem Motto: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.
     
  2. murlikat

    murlikat Mitglied

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    Hallo Lothar, willlkommen bei RO.
    Könnte mir vorstellen, dass für Dich eine Selbsthilfegruppe infrage käme. Denn nichts ist hilfreicher als ein Austausch mit Gleichgestellten, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
    Oft können einem weder Freunde noch Familienangehörige helfen oder verstehen, die sind oft überfordert, weil sie uns anders erlebt haben. Und Ärzte haben sowieso keine Zeit.
    Oft kann man bei diesen Gruppen "reinschnuppern", es gibt unterschiedliche Arten, manche sind eher "Stammtische", andere unternehmen lieber etwas zusammen. Oder man treibt gemeinsam REHA-Sport, dabei ergeben sich oft nette und hilfreiche Kontakte.

    Rheumaliga, Deutsche Schmerzliga oder auch Deine Krankenkasse könnten Dir mit Adressen weiterhelfen. Und evtl. dieser Link: https://www.nakos.de/

    Kopf hoch und alles Gute!
    murlikat
     
    #2 16. September 2016
    Zuletzt bearbeitet: 16. September 2016
  3. kroma

    kroma Dermatomyositis

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    Hallo Lothar, auch von mir ein Willkommen!

    Du solltest noch erwähnen in welcher Gegend du nach Kontakten suchst.
    Ansonsten stimme ich murlikat zu und wünsche dir viel Erfolg und hilfreiche Unterstützung.

    kroma
     
  4. Lothar Th.

    Lothar Th. Neues Mitglied

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    Habe ich schon versucht. Leider scheint es in Köln( sorry, das ist die Gegend )

     
  5. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Bei uns sind diverse Selbsthilfegruppen unter dem Dach des Paritätischen untergebracht. Gibts sowas bei euch?
    Die unterstützten auch bei der Gründung einer neuen Gruppe. Wäre vielleicht auch ne Möglichkeit.

    Was die Psychotherapeuten angeht, da gibts ja die unterschiedlichsten Exemplare. Vielleicht hast du nur noch nicht denjenigen gefunden, der für dich passt.

    Nimmst du Medikamente gegen die Depressionen? Wenn die Depris zu stark sind, reicht die 'Sabbelstunde' beim Psycho eh nicht aus.

    Dass sich deine Frau wegen deiner Probleme von dir abwendet, ist echt hart. Habt ihr schon mal über eine Eheberatung nachgedacht?
     
  6. Lothar Th.

    Lothar Th. Neues Mitglied

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    Liebe Maggy 63

    Ja und ja.
    Ja, nachdem ich fast alle Antidepressiva ohne Erfolg durch hatte, hat Trevilor ( Venlofaxin) geholfen. Wenn ich mal immer wieder fast so weit wie Robert Enke bin, hilft das Abschießen mit Alprazolam passiert Gott sei Dank nicht mehr als 3 bis 4 Mal im Jahr. Und zweites Ja. Habe Paartherapie sogar auf dessen Angebot hin, dass er helfen könne, dass meine Frau mich versteht, mit diesem versucht. Leider fand dieser, wie in einem Film zu viel Gefallen an meiner Frau.
    Jetzt " jammere" ich schon wieder Alle voll. Ich hatte nur die Hoffnung, das ein oder andere menschliche Wesen ( weiblich oder männlich ) mit ähnlichen Problemen in oder um Köln zu finden.
    Zum Dritten: In Köln gibt es in der Tat keine Gruppe. In der Stadt des Frohsinns gehört sich das nicht.

    Aber Danke für die mitfühlende Antwort
     
  7. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Oha, wenn das schon Richtung Enke geht, wärst du in einer Klinik besser aufgehoben! Kenn ich selbst und hab das mehrfach durch, bin jetzt aber gottseidank seit vielen Jahren stabil.

    Dass sich der Therapeut deine Frau gekrallt hat - ich dachte sowas gäbe es nur im Film....schöne Sch***.
     
  8. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    Das kann ich ja schon mal nicht unterschreiben. Wir haben in Köln eine große Gruppe von Usern, die sich aber in unregelmäßigen Abständen trifft. Es passt leider zeitlich nicht immer bei allen.

    Ausserdem kannst du dich einer Rehasportgruppe anschließen, um mal auf andere Gedanken zu kommen, dann gibt es noch die Rheumaliga als Anlaufstelle und grad jetzt am Samstag ist in Bonn Patientag, auch dort sind einige User von hier mit zu finden. In Köln findet der Patiententag an der Uniklinik wieder im März statt, da kann man auch Anschluß finden.

    Gruß Kukana
     
  9. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Es wird doch auch im Raum Köln eine Árbeitsgemeinschaft der Deutschen Rheuma-Liga geben! Wende dich da mal hin.

    Wegen der Depression solltest du dann doch mal einen Psychiater und Psychologen aufsuchen und eine Psychotherapie anstreben. Tabletten dafür schön und gut, aber meist hilft nur die Kombination aus mehreren Therapien, so meine eigene Erfahrung und auch so in speziellen Schulungen gelernt, medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapien.
     
    #9 16. September 2016
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2016
  10. murlikat

    murlikat Mitglied

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    Es ist ja oft so, dass Du in den Schmerz-oder Rheumagruppen (eben auch Sportgruppen) viele Kranke kennenlernen würdest, die ohne Antidepressiva gar nicht auskommen. Die gerade am Anfang ihrer Krankheit Depressionen hatten und Verständnis für Dich aufbringen könnten. Evt. sogar eine gute Adresse eines Psychiaters für Dich hätten...
    Jemanden privat zu finden, der geduldig wie ein Freund für einen da ist, ist nicht so leicht, sowas muss sich dort m.M. nach mit der Zeit ergeben.
    Aber um aus einem Loch herauszukommen, helfen Selbsthilfegruppen.

    Eine andere Möglichkeit sind Bekanntschaftsannoncen. Die sind vorerst anonym, man kann ausgrenzen, was man nicht möchte und genau definieren, was man sich für eine Bekanntschaft vorstellt. Dabei kommt es natürlich auf Geben und Nehmen an, anders als bei einem bezahlten Profi in Sachen Psyche.
    Ich denke, dass hat nix mit Köln zu tun; da gibt es nicht nur rheinische Frohnaturen, so eine große Stadt mit so einem Rieseneinzugsgebiet hat von allem was zu bieten. Und gerade dort wirst Du bestimmt eher fündig als auf einem kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt.
    Es ist aber so, wenn es einem selbst schlecht geht, sieht man plötzlich nur glückliche Pärchen:).

    lG murlikat
     
  11. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    Hallo Lothar,
    den ersten Schritt hast doch schon mal getan, nämlich dich hier angemeldet...herzlich willkommen auf r-o:top:
    Hier wirst du viele Zuhörer finden, die genau solche Probleme auch kennen und ja hier darfst auch mal alles von der Seele schreiben und wie kuki schon schrieb...Gerade im Kölner Raum sind einige auch hier bei r-o unterwegs und meist wird hier auch bekannt gegeben wann die sich wieder treffen, hey und es wird dich keiner abhalten dich diesen treffen anzuschließen.

    Psyche und Schmerz gehen oft gemeinsam, wer ständig schmerzen hat bei dem leidet natürlich auch die Psyche, von daher such dir eine gute schmerztherapie ten und Psychotherapie dazu. Ggf geh in eine Reha wo beides behandelt bzw alles drei, also auch Rheuma behandelt wird.

    Und deine Frau??? Hm du wirst sie nicht fest binden können und wenn sie keinen Kranken Partner ertragen kann, dann wirst du sie ziehen lassen müssen...Und ganz ehrlich... Irgendwann wird sie vielleicht mal selbst krank und merkt wie sch... Sie sich dir gegenüber verhalten hat...Ich bin jetzt mal gehässig....aber solchen Partnern, also die die sich nur wg eines Kranken Partner trennen, denen wünsche ich das es ihnen bald selbst mal so geht.

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch und viel kraft
     
  12. O-häsin

    O-häsin Aktives Mitglied

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    Hallo Lothar,
    es ist eigentlich alles schon geschrieben, was einem dazu einfällt. Zum einen hast Du hier Austausch mit Menschen, die wissen, wovon Du redest. Allein seine Sorgen herunterzuschreiben zu können und verstanden zu werden, ist oftmals schon (erste) Hilfe. Die zweite sehe auch ich im Zusammensein mit anderen Menschen, sie zu sehen und zu sprechen. Das kann überall sein.
    Es könnte Dir der Arzt z.B. Reha-Sport verschreiben, und Du wärest in Gesellschaft mit Menschen. Da diese ähnliche Probleme haben, bist Du auch schnell mit ihnen im Gespräch. Als letzte Möglichkeit -oder zu gleicher Zeit- sehe ich den Psychologen, der Dir bei der Bewältigung Deiner augenblicklichen Situation hilft, wobei ja eins leider das andere verstärken kann.

    Natürlich gehört zum Aufbau einer menschlichen Beziehung, welcher Art auch immer, offen zu sein für andere Menschen. Also vergrab Dich nicht in Deinem Schmerz (Schmerz hier im doppelten Sinn: körperlich und emotional). Das Leben geht (ohnehin) weiter-. Wie es für einen selbst weitergeht, hängt nicht zuletzt von einem selbst ab. Also, ab ins Getümmel (im positiven Sinne) und Menschen treffen.
    Alles Gute für Dich.
    LG o-häsin
     
  13. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Vielleicht wäre auch noch ne Reha hilfreich. Da gäbe es Hilfe in vielerlei Hinsicht.