Rheuma mit Kraftverlust, Taubheit, Kribbeln. Hat das jemand?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von allina, 11. Juli 2018.

  1. allina

    allina Aktives Mitglied

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    Ich habe vor kurzem eine Rheuma-Diagnose bekommen, noch nicht klar welche. Anfangs waren nur die Hände und Füße betroffen mit Schwellungen und Gelenkschmerzen.

    Inzwischen sind viele andere Gelenke betroffen, schwellen nicht an, aber Schmerzen. Und seit ca. 5 Wochen zunehmend Kraftverlust, Kribbeln und Taubheit in den Füßen und Beinen.

    Kennt das jemand von euch?

    Es wird immer schlimmer, würde mich sehr freuen, wenn sich jemand, dem es ähnlich geht, melden würde.

    Liebe Grüße

    Allina
     
  2. kleinesgift

    kleinesgift Aktives Mitglied

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    hallo Alina:

    Mein Rheumatermin steht noch an, doch diese Beschwerden kenne ich. Angefangen hat es klein, mal mit der Hand, dann kam Schulter fuß und co.
    teilweise schlafen diese dann auch ganz weg- dass ich sie wach reiben- rütteln muss (und das nach kurzer"Belastung")
    Der Radiologe meinte diese käme von der direkten Beeinträchtigung der Nerven durch Bandscheibenvorfälle und Veränderung der Ws.
    Ob das bei Dir auch so ist_ weiß ich nicht. Laß dass möglichst zeitnah abkklären!

    Helfen tut bei mir bisher kein Schmerzmittel- momentan darf/soll ich auch keine nehmen:
    Was mir dann hilft;
    - kleine gymastische Übungen (nie lange)
    - Kaltes duschen (oder Wechseldusche)
    - Viel Trinken!
    - Quarkwickel
    - Kytta Salbe
    - keine Seitenlage
    - Bauchtamung

    Ferner von mir als Tipp: Den Mineralhaushalt mal Checken lassen?
    Bei mir hat man jetzt einen akuten Mangel festgestellt...es dauert zwar bis der wieder aufgehoben ist- aber immerhin erklärt es einiges.

    Ich drück Dir die Daumen und wünsch alles Gute!
     
  3. allina

    allina Aktives Mitglied

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    Hallo kleinesgift,

    danke für deine Antwort. bei mir lässt sich nichts wachrütteln. Es ist ein starkes kribbeln, Taubheit und kraftverlust. Danke für den Tipp mit dem Mineralhaushalt.

    LG

    Allina
     
  4. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Zu Beginn meiner Erkrankung und Behandlung hatte ich jeden Tag andere Symptome. Vom Nervenbrennen über Ameisenlaufen und Krämpfen in den Zehen, oder auch Ziehen an der Ferse, Herzstolpern.... Ich wollte eigentlich für all diese Symptome Erklärungen haben, die mir aber kein Arzt geben konnte. Dann fand ich in meiner Verzweiflung hier das Forum und las mich durch viele Beiträge.
    Da waren meine Probleme ja eigentlich noch gering, verglichen mit anderen, denn ich hatte noch nicht mal echte "Schmerzen", also meine Zipperleins waren erträglich. Trotzdem bin ich fast verzweifelt, denn dies alles machte mir richtig Angst.

    Und ich las einen wichtigen Satz: Rheuma ist ein Chamäleon. Den versuchte ich mir gut zu merken. Denn scheinbar ist da was dran.

    Im Laufe der Behandlung mit Kortison und MTX verschwanden diese Symptome.
     
    Resi Ratlos, Pasti und kleinesgift gefällt das.
  5. allina

    allina Aktives Mitglied

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    Liebe Chrissi50,

    danke für deine Antwort.

    Gelenschmerzen habe ich natürlich auch. Aber es tröstet mich zu wissen, dass es noch andere gibt, die am Anfang der Rheuma-Erkrankung ähnliche Symptome wir Kribbeln, Taubheit und Kraftverlust hatte. Cortison werde ich nicht nehmen können, hat der Arzt schon gesagt, aufgrund der seltenen Form des Refluxes, das ich habe.

    Liebe Grüße

    Allina
     
  6. Mara1963

    Mara1963 Registrierter Benutzer

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    Cortison kann jedoch auch über die Infusion verabreicht werden wenn nötig.
     
  7. allina

    allina Aktives Mitglied

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    Mara1963,

    der Arzt meinte, dass egal in welcher Form Cortison bei einem massiven Reflux nicht angewendet werden darf.

    LG

    Allina
     
  8. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Habe seit vielen Jahren Reflux und nehme trotzdem seit 1994 Cortison.
     
  9. Mara1963

    Mara1963 Registrierter Benutzer

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    Das kann ich nicht verstehen, was hat Reflux mit Cortisoninfusion zum Problem?

    Cortison ist nun mal ein wirklich wirksames Medikament bei den meisten rheumatischen Erkrankungen.
    Ich erinnere mich an meinen ersten Schub, da wusste ich noch gar nicht was das ist; da ging es mir 4 Wochen elend und schlecht bis ich im Krankenhaus bei meinem Rheumatologen gelandet bin und Cortisoninfusionen bekam. Was für ein Glück das war, mir ging es bereits nach einem Tag besser...
     
  10. allina

    allina Aktives Mitglied

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    Hallo Lagune und Mara,

    keine Ahnung, der Rheumatologe sagte von sich aus, als er den Befund meines Refluxes las, dass eine Cortisontherapie bei mir nicht in Frage kommt.

    Ich hatte gar nicht danach gefragt, zumal ich keine Ahnung hatte womit man Rheuma therapiert.

    Liebe Grüße

    Allina
     
  11. kleinesgift

    kleinesgift Aktives Mitglied

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    Meine Tochter hat ebenfalls Reflux- samt osöphagitis- bei ihr ist dauernder "Fluss" mit Beeinträchtigung sogar von Lunge, Nase, Ohren (regelmässige Sekretablagerungen)
    sie bekommt Cortison regelmssig, oral- als Inhalation, mindestens 6 Monate im Jahr- wegen der Atemwegserkrankungen etc.
    Das es bei Reflux nicht angewendet werden darf, habe ich noch nicht gehört.
    Meine Schwiegermutter hatte seit ihrem 30 LJ Reflux gehabt- und bekam dennoch Cortison (ua. wegen Asthma, dann COPD).

    Mein Gasterologe hat mir selbst auch noch nicht von Cortison abgeraten- am besten einen guten Fachmann fragen.

    (Der Kinderrheumi bei uns hat Rheumi und Gasterologie als Fachbereiche- werd mir die Frage mal merken, denn Reflux liegt fies vor)

    Was mir noch einfällt: Ja, MTX schwächt die Immunabwehr. Meine Sister nahm jetzt ein Jahr lang Cortison- da stand eine OP an, dass Cortison als auch MTX inne, wurde die OP wegen Dringlichkeit dennoch gemacht. Sie wird aber länger und engmaschiger überwacht...

    Ich hoffe echt man kann Dir helfen!
    LG und alles Gute!
     
    #11 11. Juli 2018
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juli 2018
  12. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Reflux kann zu Stimmverlust und Asthma führen . Oft ist eine Behandlung mit Kortison notwendig. (http://refluxmedical1.cloudhostedresources.com/?ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F&url=http%3A%2F%2Fwww.refluxmedical.com%2Fde%2Frefluxbeschwerden%2F&width=360) Also wird tatsächlich bei Reflux auch mit Cortison behandelt.

    Cortison kann Sodbrennen verursachen. Möglicherweise ist das der Grund, warum dein Doc meint, dass du deshalb nicht damit behandelt werden sollst.

    Ich persönlich denke, dass nach der OP ein 'normales' Sodbrennen für eine gewisse Zeit während der Rheumatherapie zu tolerieren ist, denn im besten Falle ist der 'alte' übermäßige Reflux gestoppt.
    Aber wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung.

    Dass man nach einer OP monatelang mit Mtx o.ä. aussetzen muss, ist mir neu. Normalerweise reichen wenige Wochen, wenn überhaupt.
     
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