Sascha,
welche Gedanken machst Du Dir denn da? Laborwerte sind erst einmal nur Werte. Im medizinischen Alltag haben die genauso ihre Tücken wie alles im Leben. Manche Patienten haben super Laborwerte, und doch stimmt ganz gewaltig was nicht. Andere Patienten haben gemäss der (oft willkürlich) fest gelegten Grenzwerte katastrophale Werte - aber sie fühlen sich top fit.
Da gibt es also eine sehr große Bandbreite. Du BIST nicht Deine Werte. Die Ursachen für erhöhte / erniedrigte Werte sind oft nicht eindeutig.
Ich nehme an, bei Dir ist die CK-MM erhöht? (Es gibt auch noch CK-MB und CK-BB)
Wann wurde der Wert abgenommen?
Die CK kann z.B. auch erhöht sein bei Verbrennungen, nach Stomunfällen, Vergiftungen, unter Drogenkonsum (hallo Medikamente), Infektionen, Impfungen, Stürzen, Geburten, intensivem Sport und ganz besonders intensivem Krafttraining, nach Operationen....
Das sind also viele mögliche beeinflussende Faktoren. Wie absolut ist also die Aussagekraft dieses Wertes an einem Tag für Dein Leben?
Auch der Rheumafaktor kann durch ganz unterschiedliche Faktoren positiv sein. Und bei einigen Patienten ist er positiv, obwohl sie - unerhört, oder? - gesund sind.
Mach Dich doch nicht verrückt. Viel entscheidender als Werte ist, wie es Dir geht und dass Du Möglichkeiten findest, die zu Verbesserungen führen. Auch Diagnosen sind nicht in Stein gemeisselt - und nichts und niemand kann vorher sehen, wohin die Reise geht. Sie kann also genauso gut Richtung Gesundheit wie Richtung Krankheit gehen. Welchen Weg sie einschlägt, hat aber sehr viel mit Dir und Deiner Lebensführung (darunter auch Dein mindsetz, Deine Haltung zu den Dingen, Deine Psychohygiene, Dein Stressmanagement, Deine Ernährungsweise, Dein Sport, Dein soziales Umfeld) insgesamt zu tun.
Also bleib entspannt und suche nach Wegen, die DIR zu einem besseren, leichteren Alltag verhelfen. Laborwerte sind letztlich immer nur Momentaufnahmen.