Rheuma durch Psyche?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Poli, 17. Oktober 2012.

  1. Birnbaum

    Birnbaum Registrierter Benutzer

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    Rheuma durch Psyche

    Hallo Lagune,

    ich wollte mich nur bei Dir bedanken für den Tipp mit der Psychotherapie.
    Zum anderen Thema muss ich mich jetzt nicht mehr äußern.
    Was letztendlich möglich ist, wissen wir alle nicht.

    Liebe Grüße
    Ulla
     
  2. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Getrud hat Recht !! Auch bei mir war es so. Extreme Belastungen - körperlicher und seelischer Art - haben zunächst bei mir Schilddrüsenprobleme ausgelöst "Autoimmunerkrankung " Erst Jahre später kam entzündliche RA zum Ausbruch.
    Ich habe mir von meinem Schilddrüsenarzt (Nuklearmediziner) erklären lassen, dass sich das Rheuma zunächst den Weg über die Schilddrüse "nach draußen" gebahnt hat.
    Wenn ich glücklich und zufrieden bin, will sagen, wenn es meiner Familie gut geht, habe ich fast keine Beschwerden !!! Und so war das früher schon. Auch ich bin überzeugt davon, dass von einer kranken Seele auch die meisten Erkrankungen herkommen - und das sage schließlich nicht nur ich oder Gertrud - das sagen gestandene Professoren. Es gibt halt immer wieder und immer noch welche, die alles abstreiten. Was soll's.
    Darüber rege ich mich schon lange nicht mehr auf. Ich weiß wie mein Körper reagiert und versuche alles, ihm zu helfen. Und - ich bete..... Darüber können sich jetzt auch ein paar Leute die Mäuler zerreißen....ist mir Wurscht.
    Viel Glück Gertrud!!!! Versuche, Dir nicht alles zu Herzen zu nehmen, Du weißt doch sicher auch mittlerweile, wie die einen oder anderen Menschen ticken oder?
    Mein Mann sagt immer: Ärgere dich nicht, mach den Buckel krumm und geh durch!
    In diesem Sinne
    A votre santé
    Grit
     
  3. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Hallo Birnbaum,

    ich drück dir die Daumen das du bald einen für dich passenden Psychotherapeuten/tin findest. Bei der Auswahl könntest du auch noch vorab schauen, welche Therapieformen der/die jeweilige anbietet und durchführt , so habe ich es auch gemacht.
     
  4. Hexchen76

    Hexchen76 Registrierter Benutzer

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    Hallo Grit,

    das die Erkrankung sich in vielen Fällen ruhiger verhält,wenn die Psyche gesund ist,ist glaube ich ausreichend deutlich geworden. Wie stark sich das psychische Wohlbefinden auswirkt,ist genauso individuell wie die Rheuma Erkrankung selber. Es ist nur wichtig ein paar Feinheiten zu beachten: Die verschiedenen Rheumaformen sind autoimmun bedingt. Was im einzelnen das Immunsystem dazu bringt den eigenen Körper als fremd und gefährlich einzustufen,wird noch erforscht. Was man generell über das Immunsystem weis,ist das Dauerstress jeglicher Art das Immunsystem ins Wanken bringen kann. Das hat mit den vom Körper ausgeschütteten Stresshormonen zu tun, um es mal laienhaft auszudrücken. Aber Achtung, Rheuma ist multifaktoriell. Nur die Psyche als verantwortlich für Wohlbefinden oder Schub zu begreifen, ist zu wenig. Wenn beten Dir hilft,Dein Stresslevel zu senken,so gibt es daran nichts zu deuteln. Somatopsychisch betrachtet ist das Gebet eine Meditationsform, Meditation bewirkt Entspannung, Entspannung senkt den Anteil an Stresshormonen im Körper was wiederum das Immunsystem ins Gleichgewicht bringen kann. Also liebe Grit, tu was immer Dir hilft,Deinen Körper und Deine Psyche im Gleichgewicht zu halten.
    À vôtre santé.
    Grüsse Hexchen
     
    #64 24. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 24. Oktober 2012
  5. Manuela14879

    Manuela14879 Registrierter Benutzer

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    Rheuma und Psyche

    hallo


    ich kann nur soviel sagen wenn jemand glaubt sein Rheuma ist von schlechter Psyche ausgelöst worden. Warum nicht.

    Warum jemand die Hoffnung nehmen das wenn es der Psyche besser geht das Rheuma verschwindet.

    jeder ist doch in Ärztlicher Kontrolle ein jeder nimmt doch Medikamente. Es kann ja nix passieren wen jemand hofft seine Krankheit wird durch Psychotherapie besser oder verschwindet.


    Also ich hoffe auch wenn ich Psychisch mal total stabil bin das es mir rheumatisch besser geht.
     
  6. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    @ Manuela:
    Findest du es richtig, jemandem Hoffnung zu machen, dass er wieder gesund wird, wenn man weiß, dass eine Autoimmunerkrankung unheilbar ist? Dass es einem oft besser geht, wenn du psychisch besser drauf bist, das weiß man ja, obwohl es nicht immer der Fall ist, das haben wir in diesem Thread auch gehört. Aber jemandem eine Illusion vorzugaukeln finde ich nicht gut. Die Enttäuschung könnte dann umso größer sein, oder derjenige könnte sich selber zu sehr unter Druck setzen, dass jetzt unbedingt die Psyche wieder geheilt werden muss, um das Rheuma zu besiegen, und da könnte der Schuss nach hinten losgehen.

    Klar, die Hoffnung stirbt zuletzt, und wenn jemand eine große Hoffnung hat und total davon überzeugt ist, dass er wieder gesund wird, wenn er seine Psyche stabilisieren kann, dann bin ich die Letzte, die es diesem Menschen ausreden will. Aber wenn mich jemand fragt, was ich meine, dann sage ich, was ich weiß.

    Es gibt natürlich auch Gebetsheilungen und ich glaube auch daran, aber ich würde mich nie an die Hoffnung klammern, durch Gebet geheilt zu werden, sondern ich bin offen für alles. Falls ich durch Gebet geheilt werde, super! Falls nicht, ist es auch ok. Bei mir hat das nicht geholfen, dann denke ich mir, Gott wird schon einen Grund dafür haben, dass er mich nicht geheilt hat, vielleicht habe ich noch irgendwelche Lektionen zu lernen.
     
  7. Hexchen76

    Hexchen76 Registrierter Benutzer

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    Hallo Grit, Hallo Nachtigall,

    es gibt Studien zur Schmerzempfindsamkeit von gläubigen und nicht gläubigen Menschen. Diese hat ganz klar ergeben das Menschen die religiös bzw tief gläubig waren während der Betrachtung einer Marienikone deutlich mehr Schmerz ertragen konnten, als nicht gläubige Menschen. Die Religiosität hat also tatsächlich einen Einfluss auf unser Schmerzerleben... Das könnte auch erklären warum an Menschen im Mittelalter, als Anästhesie allenfalls in Form eines schmerzlindernden Kräutertees oder im besten Falle als Opiumkügelchen verfügbar war, die Menschen aber tief religiös waren, Operationen durchgeführt werden konnten die die Menschen auch überstanden obwohl die Schmerzen unerträglich gewesen sein müssen. Logisch starben auch viele Menschen am Schock, am Blutverlust und vor allem an Infektionen, aber die eigendliche Operation überstanden sie, nur auf ein Stöckchen beissend... Ich weis nicht ob ich verständlich machen kann was ich meine...
    Das was wir glauben beeinflusst das was wir fühlen. Das zeigt sich auch an den buddhistischen Mönchen, die durch tiefe Meditation einen Bewusstseinszustand erreichen, in dem sie unempfindlich gegenüber jeglichen äusseren Reizen sind und auch Schmerzen aller Art ausblenden können. Ähnliches leistet die Hypnosetherapie bei der die Aufmerksamkeit des Patienten auf einen anderen Fokus gelenkt wird und so das Schmerzempfinden deutlich reduziert wird.

    Also: die Übergänge zwischen Körper und Psyche sind seeeehr fliessend und festmachen zu wollen was schwarz und was weiß ist, ist unmöglich es gibt unglaublich viele Grauabstufungen.

    alles Liebe
    Hexchen
     
  8. tina71

    tina71 Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    jeder kann doch das Glauben, was er oder sie mag. Vor allem, wenn es hilft. Und wenn es "nur" die Hoffnung ist, die hilft. Niemand hat das Recht, einen anderen Menschen mit seiner Meinung unter Druck zu setzen. Einem Menschen die Hoffnung zu zerstören, ist fast gemein.
    Manche gehen davon aus, dass alles im Seelenleben begründet liegt, warum nicht, Ansichtssache. Ich denke, es gibt Wechselspiele - in beide Richtungen, ein Flow.
    Ich möchte aber nicht, dass mir andere sagen, meine Erkrankung hat ihren Ursprung in meiner Seele / Psyche und ich solle mich darum kümmern. Das ist anmaßend.
    Ich habe eigentlich noch nie einen "echten" Buddhisten gesehen, schon gar keinen, der "jeden Schmerz ausblenden kann" - manchmal denke ich, auch das sind Märchen, wobei natürlich z.B. die Mönche im Shaolin sehr viel Schmerz aushalten können, selbstverständlich auch durch unglaubliche Disziplin.
    Mir ist aufgefallen, dass ich wesentlich mehr Reize - egal, welcher Art, Gerüche, Eindrücke, Geräusche und auch Emotionen - wahrnehme, als viele andere Menschen. Schütze ich mich nicht davor, indem ich viel Zeit auch mal allein und in totaler Stille und Ruhe verbringe, geht es mir körperlich schlechter. Stress ist ein Schmerzverstärker.... Hormone haben eben viel Macht.

    So, guts Nächtle sagt die Tina
     
  9. Hexchen76

    Hexchen76 Registrierter Benutzer

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    Hallo liebe Tina,

    life und in Farbe habe ich einen solchen "echten" Buddhisten auch noch nicht gesehen. Ich bezog mich auf eine Untersuchung die vor einigen Jahren mal mit einer Gruppe buddhistischer Mönche in tiefer Meditation durchgeführt wurde. Darüber gab es auch eine Dokumentarsendung im Fernsehen.
    http://www.youtube.com/watch?v=_mud-L6b0nM

    Die Doku lief auf Arte und hiess "Mönche im Labor"

    Alles Liebe
    Hexchen
     
  10. Gitta

    Gitta Registrierter Benutzer

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    Bärlin :-)
    Hallo Ihrs,
    eben,in einem Gespräch mit einer lieben Freundin,
    ist mir ein Sazt eines Arztes wieder eingefallen.
    Die Seele spielt eine große Rolle.
    Vor allem,sie sucht sich,wenn sie sehr leidet,
    immer die Schwachstelle im Körper.
    Einer bekommt Rheuma,der andere Bluthochdruck,
    mansche beides,oder eben anders.
    Biba
    Gitta
     
  11. sani

    sani Registrierter Benutzer

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    landkreis augsburg
    Nachtigal

    ich bin der selben meinung wie nachtigal...........................schön wenn man trotz krankheit nicht die augen verschliesst:D.................................und hoffnung ist ein neuer weg---------------------dann mal gute besserung:vb_redface:
     
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