Rheuma durch Psyche?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Poli, 17. Oktober 2012.

  1. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Bei mir war es so, ich konnte 5 Therapeuten probieren, also musste nicht den ersten nehmen.

    Das lief so ab, man macht ein Erstgespräch aus, sogennanntes Schnuppergespräch, danach konnte ich einige Tage überlegen, ob ich für die Therpie bei diesem Psychologen/Psychotherapeut bleibe, denn erst dann wäre/ hätte derjenige die Therapie bei der KK eingereicht, beantragt oder wie auch immer man das nennt. Man konnte also fünf verschiedene Therapeuten beschnuppern.:D

    Ob das aktuell noch so abläuft weiss ich nicht, weil es bei mir schon einige Jahre her ist mit den ambulanten Psychotherapien.
     
    #41 22. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2012
  2. took1211

    took1211 Guest

    Hallo,
    ich denke,wir sind uns alle darin einig,dass der Körper und die Psyche eine Einheit bilden und sich wechselseitig bedingen.
    @Nachtigall - ich stimme deinen Aussagen zu.Bis zum heutige Zeitpunkt wurde die Ursache für die Entstehung des Rheumas weder erkannt noch
    bewiesen.Dass eine angegriffene Psyche körperliche Schmerzen verstärken und weitere Krankheiten(z.B. Allergien) auslösen kann,ist unbestreitbar.

    @Tini5 - die Anlagen für eine rheumatische Erkrankung(Vererbung) stecken in einem drin.Das auslösende Moment für den Ausbruch bleibt noch
    unerforscht.Während meiner Reha im Mai 2011 erklärte mir der OA,dass es sich in der Ursache um ein defektes Gen handel würde.
    Als ich 1997 6 Wochen in der Rheumaklinik lag,wurden meine Angehörigen von der Stationsärztin gebeten,alle unerfreulichen Nachrichten
    von mit fernzuhalten.Ich war damals sehr verwundert,dass ich keinerlei körperliche Schmerzen verspürte.
    Nachdem mich der Arbeits-und Alltag wieder eingeholt hatte,bemerkte ich,dass die Schmerzen (vermindert durch Medikamente)wieder auftraten.
    Je massiver eine Psyche belastet ist,desto stärker verspürt man körperliche Schmerzen.
    Ich muss aber hinzufügen,dass alle Formen von Ruhe und Entspannung meiner Psyche gut tun,meine körperlichen Schmerzen verringern,aber nicht
    mein Rheuma zum Stillstand gebracht haben.

    @Lagune -den Unterschied zwischen psychosomatischer Erkrankung und psychiatrischer Diagnose kann man z.B. unter- wikipedia-nachlesen.
    lg took
     
  3. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Ach das ist ja nett von dir, aber ich denke du hast meine Ausführungen zum Thema nicht verstanden, da kann man nichts machen.

    Das Stress nicht gut ist und das für niemanden ist logisch, für einen chronisch Kranken ist Stress bzw. auch psychischer Stress noch mehr schädlich. Stress kann auch immunologische Prozesse in Gang setzen.

    Meine Kollagenose brach kurz nach einer Entbindung aus, ich war fröhlich, voller Freude auf mein drittes Kind, hatte keine psychischen Probleme und trotzdem brach diese Erkrankung aus. Mein drittes Kind war auch ein Wunschkind. Eigentlich wollten wir vier Kinder, jedoch war das dann mit der Erkrankung für mich nicht mehr machbar mit Kind 4.
     
  4. took1211

    took1211 Guest

    Liebe Lagune,
    ich habe deine Ausführungen zu diesem Thema sehr wohl verstanden.
    Wünsche dir noch einen schönen Abend.
    lg took
     
  5. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Das wünsche ich dir auch!
     
  6. Tiramisusi

    Tiramisusi chaos-queen

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    Rheuma- bzw. auch Fibromyalgiepatient = Hypochonder / Psychopath / Simulant? (es gilt natürlich gerne auch die weibliche Form...) NEI - EN!!!!!!! [Man könnte auch endlos so weiter machen: Rheumapatient = hysterisch + dämlich + selbst schuld + Drückeberger + habe ich dämlich schon erwähnt? + Querulant + völlig balla balla + gestört bis ins Mark + Jammerlappen + will ja gar nicht gesund werden + etcetera...... Die Antwort: NEI-EN!!!!] Es gibt natürlich auch Ausnahmen und natürlich beeinflussen sich Körper und Seele gegenseitig. Aber so einfach, wie es manche sehen, ist es nun wirklich nicht. Ich habe in meiner Patientenzeit genug gute Ärzte und Therapeuten kennen gelernt. Aber leider noch viel mehr, für die wir Patienten Freiwild sind, um uns die merkwürdigsten Diagnosen anzuhängen und Dinge zu unterstellen, die wirklich so was von daneben sind. Und die weder hilfreich sind, noch irgendwie Probleme lösen - ganz zu schweigen davon, dass sie die Genesung fördern würden.
     
    #46 22. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2012
  7. Hexchen76

    Hexchen76 Registrierter Benutzer

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    Hallo Tiramisusi,

    verstehe Deinen Aufschrei menschlich nur zu gut. Auch ich habe mehrfach mit solchen Individuen zu tun gehabt, unter anderem sogar Ärzte und Krankenpflegekräfte aus meiner eigenen Familie.
    Dennoch ist eine so emotional gefärbte Ausdrucksweise hier leicht misszuverstehen und nicht jeder versteht Ironie und Sarkasmus...
    Die ursprüngliche Frage war ja, ob wie der Verfasser es gesagt bekommen hatte, Rheuma das aus "heiterem Himmel" urplötzlich beginnt rein psychisch bedingt sein könnte und es wieder verschwindet wenn der psychische Faktor wieder weg ist... Leider gibt es noch immer genug Menschen die genau das glauben und da ist vor allem sachliche, informationsträchtige Aufklärung gefragt um diese Fehlinformation nach und nach zu beseitigen.
    Auch wenn einem manchesmal der Kragen platzen möchte und man diese Personen mit der Nase draufstoßen will was sie da gerade für einen Unsinn verzapfen.

    Einen schönen Abend und eine schmerzarme Nacht wünscht
    Hexchen
     
  8. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Wollte nur mal gegensteuern.
    Sozusagen mal off topic auch noch was beitragen:

    Meine letzten Vaskulitis-Schub habe ich durch eine Stadtbesichtigung bekommen.
    Ich kannte die Stadt, meine beiden lieben Freunde nicht.
    Nach den KÖRPERLICH recht anstrengenden Tagen war ich übersäht mit den Flecken einer Purpura.
    Wirklich beeindruckend!
    Also muß gar nicht zwingend psychisch sein... das war nur körperlich anstrengend!
    Zu viel rumlaufen (Museen, Stadttour usw.) war für mich Gift.

    Also nicht immer kann der Psychiater helfen:D:D:D... manchmal ist es einfach Rheuma!
    Kati
     
  9. Tini 5

    Tini 5 Registrierter Benutzer

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    @ Kati

    ich denke mal, das kennt jeder von uns.

    entweder hab ich das Ganze hier falsch verstanden...oder Siebhirn...

    ich dachte es wäre gemeint, ob es Gründe gibt, die unser Rheuma losgetreten haben....

    so wie bei denen die Herpes haben....hat ja auch jeder...aber nicht bei jedem tritt es an die Oberfläche...
     
  10. Manuela14879

    Manuela14879 Registrierter Benutzer

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    Liebe Lagune so stimmt das net!

    Psychosomatische Bescherden lassen sich normalerweise nicht auf eine einzige Ursache zurückführen.Vielmehr wird ein Wechselspiel verschiedener biologischer, psychischer und sozialer Faktoren als Auslöser angenommen. Auch genetische Faktoren (z. B. eine verstärkte Reaktionsbereitschaft des vegetativen Nervensystems) werden diskutiert. Wahrscheinlich sind aber insbesondere psychosoziale Faktoren für die Entstehung und den Verlauf somatoformer Störungen von Bedeutung. (Ist keine Psychatrische Diagnose)

    Mann kann Psychosomatische Beschwerden verschieden haben eben Herzbeschwerde,Magenbeschwerden, Schmerzen usw..



    Entzündliches Rheuma ob jetzt serum negativ oder posetiv egal.Da befindet sich die Ursache an einen fehlgeleiteten Immunsystem.

    Natürlich kann man Rheuma, Deppresion, und eine Psychosomatisch Störung wie zb Schmerzstörung haben. Und wenn man dann die Psychische Komponente verbessert kann sich die Depression oder Schmerzstörung bessern.

    Ein jeder kennt es doch wenn der durch Rheuma total Schmerzen hat und dann zb durch irgendetwas ein wenig abgelenkt wird gehts einem manchmal ein wenig besser. Natürlich bleibt das Betreffende Gelenk trotzdem geschädigt und auch das Rheuma verschwindet net.

    Also ich glaube festdaran das sich das Rheuma (komm auf die Form an) durch Psychotherapie verbessern aber eben nicht verschwinden kann.
     
  11. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    @Tini
    Ja. Völlig richtig. Sagte auch es wäre off topic.
    Und das Thema heißt ja "Rheuma und Psyche".

    Nein, was ich irgendwie in den Raum werfen wollte ist: ok, durchaus möglich, dass Psyche etwas "lostreten" kann.
    KANN aber auch durch etwas "nur körperliches" losgetreten werden.

    Schlußendlich ist es doch ziemlich egal, wie es losging.
    Wir können niemanden sagen: pass auf, reg Dich nicht auf... oder geh zum Psychiater... weil Du sonst Rheuma kriegst.
    Und wir können auch nur schlecht sagen: hol Dir keine Erkältung, sonst bleibt nachher Rheuma übrig.

    Sagen wir doch einfach eine körperliche oder psychische Stresssituation kann Rheuma auslösen.
    Leider bleibt Rheuma auch wenn die Stresssituation aufhört.

    So habe ich das Eingangsposting verstanden: Rheuma durch Psyche - und Psyche geheilt, Rheuma verschwunden.
    Und dagegen habe ich "anschreiben" wollen.

    Kati
     
  12. Tini 5

    Tini 5 Registrierter Benutzer

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    dem schließe ich mich voll und ganz an....[​IMG]
     
  13. Lagune

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    Das habe ich ja auch nicht so gemeint, ich hatte nur ein Beispiel aufgeführt, was nicht bedeuten sollte das es nur das Beispiel gibt. Ja man kann psychosomatische Magenschmerzen haben. Ich führte halt das Beispiel Herzrythmusstörung auf, das kann ja auch durch Rheuma also autoimmunbedingt sein, zB. Organbeteiligung entzündlich, das ist doch dann was anderes als wenn es nur psychisch bedingt ist ohne Entzündung und Schädigung. Das bekomm ich dann allein mit Psychotherapie nicht verbessert, wenn ich da Entzündungen drin hab in irgendeinem Organ oder Gelenk.

    Neben dem Rheuma kann man auch eine Depression und anderes haben.

    Auslöser für Rheuma wird es wahrscheinlich mehrere geben und nicht bei jedem ist der Auslöser der Selbe. Nur ist es mal da, dann bekommt man es nicht weg, wenn man den Auslöser beseitigt. Man kann es nur lindern, das Fortschreiten versuchen aufzuhalten. Dafür kann man einiges tun, Medikamente, Stressreduzierung, Ergotherapie, Krankengymnastik, Entspannungstechniken usw. dazu kann auch eine Psychotherapie gehören.
     
    #53 22. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2012
  14. Clara07

    Clara07 Registrierter Benutzer

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    Mit der Einschränkung auf "entzündliches Rheuma" stimme ich euch völlig zu. :)

    Den oben von Frau Meyer genannten Beitrag möchte ich trotzdem allen Arbeitgebern zu lesen geben. Da geht es nämlich um Überforderung/Unterdrückung bei der Arbeit und die Folgeschäden. :eek: Prost, Lidl!
     
  15. Gitta

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    Bärlin :-)
    och kann wieder nur für mich schreiben.
    bei der fibromyalgie geht es auf.mir besser,wenn ich gute tage und wenig stress habe.
    die seele spielt schon eine große rolle.
    leider sperren sich zuviele menschen in diese richtung zu denken.
    von natur her,bin ich ein positiver mensch.wenn ich das nicht wäre,
    ich weiß nicht ob ich alles,was so passiert ist,so überstanden habe.
    ich habe therpien gemacht.
    die letzte war nett.
    der verhaltenstherpeut freute sich auf unsere gespräche,aber er
    fand,ich habe die richtigen gedanken.
    bei den anderen schmerzen,hilft auch keine fröhliches zusammen sein.
    auch hilft keine enspannung oder ein gutes gespräch.
    wie geschrieben,die seele,sie hat uns im griff,irgendwie.

    biba
    gitta
     
  16. tina71

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    Ein paar Gedanken dazu

    man sollte berücksichtigen, dass es eben auch andersherum geht, also nicht psychosomatisch, sondern somatopsychisch. Sicherlich kann man sich fragen, wer war zuerst da, die Henne oder das Ei.... und natürlich kann es auch sein, dass während der Anamnese etwas übersehen wird ( wenn man sich medizinische Fachbücher anschaut, dann verwundert das auch nicht, es wird dort nahegelegt, vor allem die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung zu berücksichtigen ) und fälschlicherweise eine psychosomatische Erkrankung diagnostiziert wird. Wenn aber ein Mensch körperliche Probleme und Symptome hat, dann sollte doch zunächst abgeklärt werden, ob diesen eine Erkrankung zugrunde liegt. Mein Eindruck, insbesondere bei weiblichen Patienten ist, dass sehr schnell die Schublade "psychosomatisch" aufgezogen wird. Man muss nur sagen " Kopfschmerzen / Bauchschmerzen / Herzrasen / SCHMERZEN (!!!) - zack, ganz klar, psychosomatisch. Vor allem, wenn man attraktiv ist, kann es ja gar nicht sein, dass da eine organische Erkrankung hinter stecken kann. Wenn man genau schaut und sucht, dann gibt es sicher kaum einen erwachsenen Menschen, der frei von Sorgen und Nöten ist. Die Frage ist, wie geht der / diejenige damit um ? Erst wenn man keine adäquaten Möglichkeiten hat und es vor allem nie gelernt hat, diese seelischen Probleme zu kanalisieren und / oder damit umzugehen, manifestieren sich psychosomatische Erkrankungen ( nicht bei allen natürlich ). Eine Depression ist nebenbei KEINE psychosomatische Erkrankung ! Anders als vielleicht depressive Verstimmungen - man muss hier schon genau abgrenzen. Ebenso die psychiatrischen Erkrankungen - hat GAR nichts mit Psychosomatik zu tun.
    Die Ausprägungen einer psychosomatischen Erkrankung können mitunter sehr dramatisch sein, jedoch wird man KEINE spezifischen Werte beispielsweise im Labor, EKG etc. nachweisen.
    Und hier unterscheidet sich dann die Autoimmunerkrankung - genau wie viele andere Erkrankungen - von der Psychosomatik . Kein Mensch würde bei einem erkranktem Säugling z.B. an psychosomatische Erkrankung denken. Da läuft einfach etwas "schief" im Bauplan, auch die Natur ist nunmal nicht perfekt.....es gibt Ansätze wie in der anthroposophischen Medizin, wo Ursache und Wirkung und auch der familiäre Kontext eine Rolle spielen, jeder also "eine Aufgabe" hat, aber damit kann ich mich gar nicht identifizieren, auch wenn es interessant ist, sich damit auseinander zu setzen. Ich erlebe, dass viele chronisch Kranke sich schuldig fühlen, versuchen, "ihre Laune zu verbessern" , an sich zu arbeiten, Kerzen aufstellen, Tee trinken, Buddhist werden und in allem und jedem einen tieferen Sinn versuchen wollen zu verstehen..... ( Achtung : Ironie an und auch Übertreibung ;) ). Gerade in unserer Zeit, in der "man" immer gut gelaunt, aktiv, jung und voller Elan und Energie sein soll, hat man als chronisch Kranker das Gefühl, ein Totalversager zu sein - und fängt an, sich selbst unter Druck zu setzen und nach Gründen zu suchen - denn so besteht ja auch ein wenig die Möglichkeit der "Kontrolle" ( Kontrollverlust ist eine der Ursachen für somatopsychische Symtome ) und die Hoffnung einer Heilung. Manchmal funktioniert es ja auch, denn - und das glaube ich sicher - das wollen und das Glauben an etwas kann Kräfte frei setzen und vieles bewirken.... aber ohne Garantie !!! Kein Umkehrschluss !!
    Sich mit seiner Seele und seiner Psyche auseinanderzusetzen, gerade auch im Hinblick auf die Einschränkungen, die jede chronische Erkrankung mit sich bringt, ist wichtig. Zu lernen, jeder auf seine Art, wie es sich am Besten lebt, was einem gut tut - klar. Und wenn man "gut drauf" ist und schöne Erlebnisse hat, spürt man seine Schmerzen in dem Moment nicht so - auch klar.
    Aber Rheuma im Sinne einer psychosomatischen Erkrankung zu verstehen - no way.

    Persönlich noch eine Anmerkung : durch Schmerzen bin ich manchmal "nicht gut drauf". Ich verstelle mich auch nicht ( mehr ), sondern sage auch, " heute gehts mir nicht so gut, ich muss alles etwas langsamer angehen". Da kommt dann schonmal die Frage " kommen die Schmerzen vielleicht daher, weil es dir nicht so gut geht ?" ----- und mittlerweile macht mich das wütend. NEIN, denn ohne die Schmerzen ginge es mir blendend... nicht immer und jeden Tag, das wäre ja auch utopisch, nur Idioten laufen mit einem Dauergrinsen durch die Gegend. Bei mir kommt aber der Appell an " Hypochonder".... und ich fühle mich in einer Verteidigunssituation.
    Denn natürlich leidet die Seele, wenn man chronisch krank ist. Hat sich doch keiner so bestellt im großen Universum " jo, ich hier, ich nehm dann mal Lupus, am besten gleich die große Nummer, mit Organbeteiligung und so, wär ja sonst auch zu langweilig, das Leben.. !"

    Psychosomatisch - Somatopsychisch : ein Unterschied !! Von daher sollten es meiner Meinung nach auch andere therapeutische Konzepte geben....


    Gute N8 @ alle wünscht Tina

    Ps. @ liebe Gitta, Studien in den USA haben ergeben, dass bei Studenten, denen Schlaf enzogen wurde, also eine künstliche Stresssituation geschaffen wurde, ähnliche Symptome auftraten wie bei Soldaten mit einem posttraumatischen Syndrom und diese wiederum zum Bild einer Fibromyalgie passten. Da kann ich mir Zusammenhänge mit seelischen / psychischen Belastungen wohl vorstellen, zumindestens im Sinne einer Verstärkung. Was auch immer Fibro genau ist, denn das weiß man ja letztlich immer noch nicht wirklich, ist es zumindestens nach derzeitigem Wissen jedoch keine entzündliche rheumatische Erkrankung. Ich bin bei der Frage " Rheuma - psychisch - psychosomatisch" schon von den entzündlichen Formen ausgegangen, die sich im Sinne einer klassischen Autoimmunerkrankung ausprägen.
     
  17. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    Klar hat die Seele uns irgendwie "im Griff", denn unsere Seele, das sind wir selber. Unsere Seele ist unser Wesen, unsere Persönlichkeit, unsere Gefühlswelt, unsere Sensibilität, unsere Verletzlichkeit, unsere Talente und unser Unvermögen. Und wie ich schon sagte, ist das Leben kein Honiglecken. Es gibt schwere Schicksalsschläge, Traumata und sonstige seelische Verletzungen, die uns prägen. Und jeder ist anders bei der Verarbeitung der Verletzungen oder wie er bei seelischem Ungleichgewicht reagiert. Wäre es da verwunderlich, wenn eine schwere seelische Belastung den Körper total aus dem Ungleichgewicht bringt?

    Nochmal zusammenfassend: Die Psyche spielt sicherlich mit beim Ausbruch einer Erkrankung. Doch gerade bei Rheuma spielen mehrere Faktoren mit, es muss die Veranlagung da sein, und dann sitzt die Krankheit schon in den Startlöchern und wartet auf einen günstigen Moment, in dem das Immunsystem geschwächt ist, um über uns herzufallen. Geheilt werden kann eine Autoimmunkrankheit nicht, nur weil sich die Psyche wieder stabilisiert hat. Das kann für andere Arten von Gelenkentzündungen gelten, aber nicht für Rheuma.
     
  18. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Nicht immer, ein entzündliches Rheuma, das kann auch nach einer Infektion und anderem ausbrechen, das hat dann nichts mit Psyche zu tun. Das ist dann eher körperlicher Stress, nicht psychischer Stress. SLE und Mischkollagenosen brechen zB. gehäuft nach Sonnenaufenthalten oder Schwangerschaften aus.

    Ich denke eben es gibt unterschiedliche Auslöser, die eine Autoimmunerkrankung letztendlich zum Ausbruch bringt, beim einen wars das und beim anderen jenes...........
     
  19. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    @ Lagune:
    Findest du nicht, dass negativer körperlicher Stress auch die Psyche beeinflusst? Ich schon.

    Also dann formuliere ich anders: Psychische Belastungen spielen sicherlich mit beim Ausbruch einer Erkrankung, was ja auch die Eingangsfrage war. Das heißt aber nicht, dass jeder beim Ausbruch von Rheuma psychisch belastet sein muss. Wie schon gesagt, es kann auch aus heiterem Himmel ausbrechen. Die Ursache liegt wohl in der Veranlagung, der Auslöser kann sehr verschieden sein.

    Ich denke, im Großen und Ganzen sind wir alle einer Meinung, was die Eingangsfrage betrifft. Wir können jetzt noch eine Weile hin und her diskutieren, aber das bringt uns nicht weiter. Die Eingangsfrage ist wohl klar beantwortet. :vb_cool:
     
  20. Lagune

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    Mir geht es hier nur um Auslöser, die zum Ausbruch führen können.
    Das man zB.bei einer Infektionskrankheit mit zB. hohem Fieber nicht gerade fröhlich umherspringt ist logisch.

    Ich finde ja das es tina71 gut erklärt hat:
    Die Eingangsfrage ist beantwortet, das seh ich auch so, die Autoimmunerkrankung geht nach Ausbruch nicht weg, auch wenn der Auslöser beseitigt wird/ist, egal welcher Auslöser es war.
     
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