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Rheuma - Chef in Kenntnis setzen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Brini, 3. August 2007.

  1. Brini

    Brini Neues Mitglied

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    Hallo liebe RO-Gemeinschaft,

    im Mai wurde bei mir CP festgestellt. Ist natürlich nicht spurlos an mir vorrüber gegangen und führt auch heute noch zu (mittlerweile nur noch geringen - zum Glück) Einschränkungen im Job. Mein Chef weiß (noch) nichts von meiner Krankheit. Soll ich Ihn "einweihen" oder nicht? Was würdet Ihr machen, oder was habt Ihr gemacht? Wie haben Eure Chefs darauf reagiert? Kann mir sogar die Kündigung drohen, da CP ja bekanntermaßen nicht heilbar ist?

    Danke für Eure Antworten.
    Liebe Grüße
    Sabrina
     
  2. Flyer2912

    Flyer2912 Neues Mitglied

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    Hallo Brini,
    das kommt auf deinen Chef an :)
    Nee Spass beiseite, die Frage stellt sich oft.
    Ist man unehrlich kommt vielleicht später das dicke Ende, ist man ehrlich wird man bestraft :(
    Ich persönlich habe damals mit offenen Karten gespielt, und konnte weiterarbeiten bis nixmehr ging.
    Ich denke es kommt auf deine Einschränkung an.
    Wenn sie nicht gross ist würd ich erstmal nix sagen, solltest Du mehr schmerzen bekommen und dadurch vielleicht den Job nichtmehr machen können oder zu oft kranksein, dann würd ichs erzählen.

    Viele Grüsse und gute Besserung :)

    Flyer
     
  3. Petra0507

    Petra0507 Mitglied

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    Hallo,

    ich habe meinen Chef gesagt das ich CP habe und wurde promt gekündigt,angeblich nicht wegen der Krankheit"wer es glaubt......". Ich muß aber dabei sagen das ich am 11.06 Krankgeschrieben wurde und nachdem ich den 2 Krankenschein eingereicht habe gekündigt. Ich würde mir überlegen ob ich es sagen würde. Wenn du aber ein Antrag auf Schwerbehinderung laufen hast, und die vorteile dann für Dich nutzen möchtest, wirst Du nicht drum herum kommen es zu sagen.

    LG Petra0507
     
  4. Lilly

    Lilly offline

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    hallo sabrina,

    du solltest einen schwerbehindertenausweis beantragen.
    erst ab 50% schwerbehinderung bist du verpflichtet, deinen chef darüber zu informieren.

    ich würde, unter den 50%, dem chef nichts von meiner erkrankung erzählen.
    deine ehrlichkeit in allen ehren- aber du solltest jetzt lieber an dich denken! deine ehrlichkeit könnte sich leider gegen dich selber richten.... :( - alles schon erlebt.
     
  5. Brini

    Brini Neues Mitglied

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    hallo,

    danke für eure antworten. werde mal sehen. habe nächste woche termin mit der gewerkschaft und unserer betriebsräten, mal schauen was dabei herauskommt.

    @Petra0507: tut mir leid, daß du gekündigt wurdest. ich wünsche dir gute besserung und, daß du wieder eine arbeit findest, die du ausüben kannst.

    @Lilly: habe noch keinen ausweis beantragt, werde ich aber noch machen. allerdings sagte mein arzt, daß die das sowieso ablehnen, wenn man die krankheit nicht schon mind. 1 jahr hat, weil man vorher nicht als chronisch krank gilt und ja wieder geheilt werden kann...:confused: :confused: :confused: ...soll mal einer verstehen....

    liebe grüße
    sabrina
     
  6. Lilly

    Lilly offline

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    hallo sabrina,

    kann ich mir zwar nicht vorstellen,- aber dein arzt "sollte" es wissen ...

    ich habe damals den ausweis beantragt, da war ich gerade mal 6 monate erkrankt,- da aber feststand, das die erkrankung mindestens weitere 6 monate andauern würde, bekam ich den ausweis. das ist jetzt schon über 5 jahre her.
    vielleicht gehen die uhren bei uns anders- ich bin aus österreich :D
     
  7. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    ... das war jetzt - um es vorsichtig zu formulieren - nicht falsch, sondern völlig daneben.

    -------------------------------------

    1.) Gilt erst ein GdB von 50 oder mehr als Schwerbehinderung, alles, was sich darunter abspielt, ist in der Hinsicht erstmal nebensächlich.

    2.) Gibt es KEINERLEI Verpflichtung, den Chef zu Informieren (bei einem Vorstellungsgespräch allerdings kann es sein, daß man den GdB erwähnen sollte, um eine Nichtigkeit des Arbeitsvertrages zu verhindern). Ohne Schwerbehindertenausweis würde ich ihn allerdings nicht informieren, da ohne Ausweis die Kündigung leichter möglich ist.

    3.) Erst wenn man die "Vorteile" des Schwerbehindertenausweises nutzen möchte (5 Tage zus. Urlaub), dann mußt Du den Anspruch per Ausweis nachweisen.

    Zum Thema 1 Jahr: Alles, was über sechs Monate hinausgeht, ist bei der Ermittlung des GdB zu berücksichtigen. Dabei geht es nicht darum, wie Lange die Erkrankung vorliegt, sondern wie lange der Zustand voraussichtlich andauern wird. Wenn Dir beide Beine amputiert werden, dann willst Du ja auch nicht warten, ob sich das in einem Jahr vielleicht bessert ...

    Sorry, wenn es jetzt teilweise etwas drastisch klingt ...

    Gruß Robert
     
  8. Lilly

    Lilly offline

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    ja lieber robert :),

    aber ich habe auch das geschrieben:

    bei uns z.b. ist es pflicht, die behinderung ab 50 % dem arbeitgeber zu melden....

    ja klar, sonst würde man keinen schwerbehindertenausweis bekommen...
     
  9. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    @Lilly:

    Das Problem ist nur, daß eben die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Falle nicht zur Klarheit, sondern zu Verwirrung beitragen.
    Es hilft in 99% der Fälle nämlich leider nicht, wenn der oder die Betroffene weiß, wie es in anderen Ländern ist, die Situation aber nationalem Recht unterliegt.

    Liebe Grüße Robert
     
  10. Lilly

    Lilly offline

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    hallo robert,

    danke für die aufklärung :) ;)

    weiterlesen

    besser? :D
     
    #10 3. August 2007
    Zuletzt bearbeitet: 3. August 2007
  11. butterli

    butterli Neues Mitglied

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    Hallo Brini:)
    Hatte das Problem vor einigen Jahren beim Krankengespräch mit dem Chef wo der Betriebsrat auch zugegen war hab Ich Ihn auch erzählt das Ich MB mit chron.Iritis hab, war damals 5x mal im Jahr krankgeschrieben wegen der Iritis da Ich beruflich auch noch Auto fahr muß ich damit auch sehr aufpassen, bin dann damit relativ gut gefahren (mußte dann auch mal zur Betriebsärztin die ein paar einschränkungen zwecks schweren Hebens machte) aber der Betriebsrat sagte zuvor zu mir Ich brauch bzw.soll nicht über meine Krankheit reden, der Chef kann dies immer gegen Dich verwenden den bei sollchen Krankengesprächen wird eine schriftliche Notiz für die Kaderakte geschrieben ,also sei bitte vorsichtig und berat Dich erstmal mit der Gewerkschaft und den BR.Drück Dir die Daumen das alles gut geht .Tschau sagt Dir das Butterli:)
     
  12. mamma

    mamma Neues Mitglied

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    hallo brini,
    ich habe binnen von 3 monaten einen grad der behinderung mit 30 % erhalten. im bescheid stand, dass ich meinen ag informieren muss. dieser tat zwar ganz komisch, aber er muss es ja wissen. habe anschließend gleichstellung über das aa beantragt und erhalten. auch dies meinem chef mitgeteilt. die mussten da ja auch zur gleichstellung selbst stellung nehmen. die brauchen dann die unterlagen für die schwerbehindertenstatistik.
    ich hoffe, dass du die richtige entscheidung triffst
     
  13. verena27619

    verena27619 Neues Mitglied

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    Hallo Brini,
    den Tip habe ich von meinem Peronalrat und dem Betriebsarzt auch bekommen. Die waren auch der meinung, dass es reicht, wenn die Personalsachbearbeiter wissen, dass ich chronisch krank bin und das wars. Bei mir ging es damals um ein Gespräch im Rahmen vom Betrieblichen Eingliederungsmanagment. War letztes Jahr länger krank und dann hatten sie mich natürlich im Visier und es kam natürlich die Frage um welche Krankheit es sich handelt. Habe nur erklärt, dass es sich um ne chronische Erkrankung der Gelenke handelt und das wars. Der Betriebsarzt nickte zufrieden mit dem Kopf bei dieser Erklärung ;)
    Das ich Schwerbehindert bin ist allerdings schon lange bekannt und meine Chefin weiß auch warum, nur mit Diagnosen war ich sehr vorsichtig. Hat sich auch als gut rausgestellt. Reicht wenn sie wissen, dass die Gelenke in unregelmäßigen Abständen ärger machen. Alles andere hat sie nicht zu interessieren. Bin damit immer gut gefahren.

    Viele Grüße
    Verena
     
  14. Season

    Season Neues Mitglied

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    Erschreckend, wenn man das hier ließt, da wird man wegen seiner Krankheit einfach gekündigt....als ob man es mit einer solchen Diagnose nicht schon schwer genug hätte :mad:
     
  15. doris

    doris Neues Mitglied

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    Hallo,hallo,ich kann Dir auch nur abraten deinen AG zu informieren.Ich habe es getan und bin tierisch auf die Schnauze(sorry)gefallen.Mir ist auch die Kündigung ausgesprochen worden.Meine 50% haben mich vor einer raschen Kündigung gerettet.Ab den 01.09.07 bin ich erwerbslos.Gott sei Dank habe ich mit Unterstützung vom Sozialverband die Rente durchbekommen.
    Lass Dir die Anregungen durch den Kopf gehen,rede mit deinem Doc.
    Eine chron. Erkrankung bleibt,egal,wann die Diagnose gestellt wurde.Schau mal,ob Du einen Antrag auf Behinderung stellen kannst.Sehr wichtig!!!!
    Liebe Grüße
    Doris
     
  16. gresu123

    gresu123 Neues Mitglied

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    Antwort

    Hallo erst einmal, ich frage mich nur, von wem du es Abhängig machst einen Antrag zu stellen. Du kannst dies so einfach übers Internet machen und ist in gut 5 Minuten fertig und denke daran kein anderer hat einen Nutzen davon nur du allein und jeder Tag würde ich mal sagen zählt. Also ich habe gleich einen Antrag gestellt und bin sogar zwichen zeitlich in Berufung gegangen und soll nun sogar vom Rententräger aus zur Untersuchung gehen wegen Erwerbminderungs Rente. Ich habe zwar eine andere Erkrankung aber genauso beschi.....
    Ach ja noch eine Frage euer Betriebsrat sitzt der fest bei euch in der Firma oder ist er von ausserhalb, denn man weis ja wie das als so ist mehr Schein als Sein, also ich habe kein Vertrauen zum Bertriebsrat habe bisher immer alles allein durch geboxt. Habe vielleicht auch schlechte Erfahrung gemacht dies bezüglich.
    Also ich wünsche dir viel Glück
    gresu123
     
  17. Brini

    Brini Neues Mitglied

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    hallo ihr lieben,

    vielen dank für die zahlreichen antworten. hab mich immer noch nicht entschieden...warte aber noch auf das gespräch mit der gewerkschaft...termin ist nächste woche...

    @doris: tut mir leid, daß man dir gekündigt hat. ich finde sowas eine riesen sauerei. als ob wir die krankheit gerne haben und uns das aussuchen. wir haben so doch schon genug probleme und dann kommt das auch noch dazu...frechheit! ich wünsche dir alles gute! kopf hoch!

    @gresu: mein arzt hat gesagt, das das versorgungsamt alles ablehnt, wenn du die krankheit nicht schon eine zeitlang hast. da die diagnose erst im mai gestellt wurde, hat er gemeint, daß ich bis in den herbst warten soll bevor ich den antrag stelle. man muß auch dazu sagen daß das va in karlsruhe sehr pingelig ist...habe einen fall in der familie da mußten wir sogar bis vor´s sozialgericht...da hat man dann aber auf 80% korrigiert...war aber ein ewiger kampf...
    mein ag ist die anilin...kennst du bestimmt...ich denke (hoffe) das unser br eigentlich ganz gut ist...
    also, vielen dank, liebe grüße und alles gute
    bis bald
    sabrina
     
  18. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Hallo Brini,

    wenn du einen Antrag beim Versorgungsamt stellen willst, rate ich dir, mach es nicht alleine. Wie du schon sagtest, in Karlsruhe sind sie pingelig. Ich kann dir einen guten Sozial- und Rentenberater nennen in Durlach. Er hat auch den Antrag für mich gestellt und durchgeboxt. Er sagt selbst, man kann dabei so viel falsch machen und wenn das Ganze mal bis vors Sozialgericht geht, kann er nicht mehr soviel bewirken, als wenn er von Anfang an den Antrag stellt. Er macht es natürlich nicht kostenlos, dafür aber fachlich kompetent und sehr seriös.

    Schreib mir einfach eine PN, falls du Interesse hast.

    Viele Grüße
    pumuckl