Rezept nur persönlich?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Wilson, 23. September 2014.

  1. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    Nun, das muss ich noch hinzufügen, mein Humira und MTX bekomme ich natürlich auch nur, wenn mich meine Ärztin zuvor gesehen hat, aber ich gehe eh alle 3 Monate hin. Und behandelt oder verordnet wird grundsätzlich nur, wenn die Chipkarte eingelesen ist. Eine Überweisung will sie auch immer, aber die kann ggf. nachgereicht werden.
    Bei Verhinderung könnte ich höchstens noch mit der Ärztin selber telefonieren und mit ihr die Verordnung absprechen, doch nur ausnahmsweise. Aber bei anderen Rezepten geht das einfacher. Ich hab auch schon einen frankierten Rückumschlag beigelegt, das ist alles reibungslos abgelaufen.
     
  2. LilliKa

    LilliKa Registrierter Benutzer

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    Ich habe keine Ahnung warum bei meinem Rheumatologen bei einer Rezeptbestellung die Überweisung ausreicht (ohne Karte). Es ist so und ich bin froh darüber. Das Porto bezahle ich wenn ich einen Termin dort habe.

    Vielleicht ist es einfach ein Entgegenkommen meines Rheumatologen an die vielen Patienten die von weiter her kommen und nicht mobil sind.

    LG
     
  3. Wilson

    Wilson Registrierter Benutzer

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    Also es war so:
    ich habe einen telefonischen Rat gebraucht und nicht daran gedacht, dass der Rheumatologe den abrechnen muss.
    Da ich in dem Quartal noch nicht vorstellig war, wurde per Telefon meine Karte und die Überweisung angefordert. Beides habe ich mit Rückumschlag in die Praxis geschickt, mit der schriftlichen Bitte um ein Rezept. Dieser Bitte wollte man nicht nachkommen, weil der Arzt eben nur Rezepte persönlich an den Patienten abgibt, das ist dort so Usus. Und da wären wir wieder beim "feuchten Händedruck", den er sich natürlich extra bezahlen lässt. Ausserdem denke ich ich mal, dass er das größere Budget zur Verfügung hat. Warum also sollte ich mit den teuren Medies den HA belasten? Dürfte ich den Rheumadoc alle drei Monate zur Kontrolle in der Praxis besuchen, hätte ich das o. g. Prob ja auch gar nicht. Aber er möchte mich nun mal nicht so oft sehen...
    W.
     
  4. Doegi

    Doegi Der Alex
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    Nach meiner Kenntnis liegst Du da falsch: Er lässt sich nämlich nicht den Händedruck bezahlen, für den er keinen einzigen Cent mehr bekommt, sondern, dass er Dir das Rezept ausstellt. Das Ausstellen von Rezepten ist nämlich keine eigenständige Leistung im EBM, für die er eine Vergütung bekommt, sondern in der sogenannten Versichertenpauschale enthalten - und die kann er nur abrechnen, wenn er Dich im Quartal einmal persönlich gesehen hat. Ob das in dieser Konstellation sinnvoll ist, sei dahin gestellt, aber der Gesetzgeber bzw. die GKV-Selbstverwalltung wollte das nun einmal so. Dafür kann aber Dein Arzt nichts.

    Wenn Du also im aktuellen Quartal noch nicht da warst, MUSS er Dich also 1x persönlich kurz sehen, damit er überhaupt irgendetwas abrechnen kann.
     
  5. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    Doegi, der Arzt möchte ja aber keine offiziellen vierteljährlichen Termine.
    Von daher verstehe ich wilsons feuchten Händedruck der Arztes.

    Zumal ich auch nicht den Zusammenhang sehe, dass deswegen das Rezept persönlich übergeben werden muss.
    Man kann ja einem Termin haben innerhalb eines Quartals aber vorher schon nen Rezept brauchen.
     
  6. Ina69

    Ina69 Registrierter Benutzer

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    Wenn er dich nicht einmal pro Quartal sehen will, kann er dann nicht mehr von dem Medikament aufschreiben, dass du ein halbes Jahr hinkommst?
     
  7. Tortola

    Tortola Registrierter Benutzer

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    Rezept nur persönlich

    Hallo!

    Ich habe nur vier Termine jährlich bei meinem Rheumarzt. Blutentnahme, sehr kurzes Gespräch - wenn ich aber darauf bestehe, auch länger.
    Dann die Frage: "Was brauchen Sie"?

    Wenn ich noch genügend Medikamente (MTX und Naproxen) hier habe, heißt es:
    "Bitte einfach anrufen, Rezept wird geschickt".

    Am Anfang eines neuen Quartals reicht die Überweisung meines Hausarztes, die schicke ich mit der Post. Mein Rheumatologe weiß ja, daß ich auf jeden Fall einen Termin bei ihm habe und dann wird die Versichertenkarte "durchgezogen".

    Gott sei Dank habe ich keine Probleme!

    Viele Grüße von Tortola
     
  8. Lusella

    Lusella Registrierter Benutzer

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    Ich habe gestern mit meiner Rheumatologin folgendes vereinbart:

    Ich gehe nur noch alle 6 Monate zu ihr zur Kontrolle. Da ich mein Rezept für das Basismittel alle 3 Monate benötige, werde ich ihr die Karte mit einem frankierten Rückumschlag schicken. Sie schickt mir dann das Rezept zu und die Karte zurück.

    Die Blutuntersuchung, alle 8 Wochen, lasse ich beim Hausarzt machen. Dieser faxt die Werte der Rheumatologin zu.

    Warum soll ich alle 3 Monate hin, wenn es mir relativ gut geht? Gerade gestern habe ich wieder mitbekommen, wie schwer es ist an einen Termin zu kommen. Der nächst mögliche ist nächstes Jahr im Mai. Das ist schon heftig, wenn man Schmerzen hat und so lange warten muss. Schon deshalb finde ich, dass dringend etwas getan werden sollte.

    Die Überlegung, dass der HA das Rezept schreiben darf, wenn die Diagnose und Medikation vom Rheumatologen gestellt ist, finde ich sehr gut. Bin gespannt ob das durchgesetzt wird. Es wäre jedem geholfen!

    Liebe Grüße
    Lusella
     
  9. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Bevor hierfür die finanziellen Regelungen seitens der KV nicht geändert werden, wird das kaum flächendeckend umgesetzt werden (können).
     
  10. bise

    bise Registrierter Benutzer

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    bei Frau Antje
    der haus doc hat sicherlich kaum ein so grosses budget wie der rheumatologe (denkt mal an die preise von humira, enbrel und co!); desweiteren darf ein rheumadoc die biologicals rezeptieren, doch der hausdoc- wenn er nicht die entspr. befähigung erworben hat - darf es nicht.
    deshalb ist diese hoffnung kaum realisierbar. ich glaube zu recht. denn nur ärzte, die das medi kennen, sollten es auch einsetzen dürfen.
    lg
     
  11. Clara07

    Clara07 Registrierter Benutzer

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    Oje Wilson,

    ich hoffe es ärgert dich jetzt nicht, wenn das Thema von deinem durchaus nachvollziehbaren Ausgangsfrustpunktthema abweicht. Sonst ruf einfach mal "stopp."

    @ Bise,
    wenn alles gleich bleibt, kann der Hausarzt sich vielleicht vergewissern, dass der Patient noch okay ist und ein über das andere Quartal die Medis verlängern. Mein Rheumatologe hat sowieso nur auf das Labor geguckt, höchstens Mal Herz und Lunge abgehört, wenn ich mächtig gequengelt hab. Aber hallo, kann das nicht jeder Arzt? Der Rheumadok macht eben die Rheumafortbildungen, liest seine Fachzeitschriften, weiß wann welche Impfung oder Standarduntersuchung bei der Krankheit nötig sind. Das denke ich, kann auch halbjährlich passieren.

    Manchmal wird es aber kompliziert. Da wäre dann eine Konferenzschaltung mit dem Rheumatologen möglich. Andererseits stimme ich dir durchaus zu, dass manche Fragestellung nur von den Experten beantwortet werden können. Das auch nur, wenn er den Patienten zum Kneifen und Beschnuppern vor sich hat.

    Wie wäre es denn, wenn Rheumadok seine Praxis in Xternburg hat, aber einmal in der Woche in einer befreundeten Arztpraxis in Ypsilontenbach Sprechstunde abhält? An dem Tag kann er seine Praxis in Xternburg der Psychologin, der Behindertenberatung und der Physiotherapeutin zur Verfügung stellen. Der befreundete Arzt in Ypsilontenbach kommt dann endlich dazu seine Hausbesuche zu machen. Bei einer gemütlichen Mittagspause können die beiden Doktoren dann ihre Fragen und Probleme austauschen. Klar, das ist eine absolute Zumutung für einen hyperausgebildeten, hochdotierten und 60wochenstunden arbeitenden Fachfacharzt. Der Allgemeinmediziner macht ja nur das Normale wie Schlaganfall, Infarkt, Ebola, Zwangseinweisung...alles gaaaar nicht der Rede wert. ;) Andererseits hilft es den Wilsons in dieser Welt. Nach Ypsilontenbach sind es immerhin nur noch 5 Station mit dem Bus oder so, keine 60 Kilometer.

    Okay, geht nicht. Ich hör die Krankenversicherungen und Ärztekammern klagen. Wenn die Patienten in und um Ypsilontenbach auch noch versorgt werden, haben die Rheumatologen mindestens 34 Prozent mehr zu tun. Bisher sind die Leute einfach kurzfristig weggestorben oder in Pflegeheimen der Pflegekasse zur Last gefallen. Alles zu teuer und wir wollen nicht noch mehr Arbeitslose, weil die Pflegeheime schließen müssen. Mit dem Allgemeinmediziner kann so ein Superausgebildeter sich auch nicht aus-, abschnitts- oder scheibchenweise vertreten lassen, wo kommen wir da hin, so einen Kollegensupport gibt es nur in Krankenhäusern, sonst nirgends.

    ;):cool:;)

    Wenn Kranke streiken könnten, ich sage euch.... ich würde auf der Stelle für 3 Jahre gesund.

    LG
    Clara
     
  12. Sigi

    Sigi Registrierter Benutzer

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    Hallo Ihr,

    auch ich gehöre zu den Glücklichen,dass ich mein Simponi Rezept zugeschickt bekomme,bei meinem alten und auch jetzt bei meinem neuen Rheumadoc.Beim alten war es so,dass ich ihm auch schon mehrmals meine Karte per Post geschickt hatte und sie immer wieder bekommen habe.
    Bisher hat noch nie ein Arzt Schwierigkeiten gemacht,das so Hand zu haben.
    Allerdings kann es sein,dass einige ein Programm im PC haben,die kein Rezept,keine Überweisung herausgeben,ohne dass die Chipkarte eingelesen wird.
    Übrigens gibt es Briefumschläge gleich mit Briefmarken drauf. Die gebe ich immer ab,und auch gleich an mich adressiert. Dann brauchen die nur noch das Rezept eintüten und weg damit :)

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Sigi
     
  13. bise

    bise Registrierter Benutzer

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    @ Clara,

    deinen frust kann ich verstehen und nachvollziehen.
    wie unser gesundheitssystem aufgebaut ist, ist es politisch so geregelt. die parlamentarier sind durch uns die wähler hinreichend legitimiert worden. zu dieser entwicklung haben nur wenig die docs beigetragen.

    nur bei einem punkt muss ich widersprechen:
    haus docs sind gut ausgebildet und sehr engagiert. das trifft zu. doch sie können in vielen spezialfällen nicht alles wissen (das kann übrigens niemand). daher sollten die fach docs konsultiert werden (müssen). gerade bei den "hammer"medis etlicher rheumamittel ist der überblick gefragt und detailwissen. wie häufig sind es die kleinigkeiten, die aus dem ruder laufen.
    ich hatte einen tollen haus doc (ausgeschieden aus altersgründen), fühlte mich immer von ihm bestens betreut, besprach mit ihm auch mein befinden. als etwas neues auftauchte, klassifizierten wir gemeinsam als nicht so schlimm.
    ich gewöhnte mich dran, war nun mal so und gut war es.
    bei einem monate späteren termin bei dem rheuma doc erwähnte ich das ganz beiläufig so zwischen tür und angel (er hatte mich zum abschied was gefragt, warum das und das; ich habe ehrlich geantwortet.). der rheuma doc schaltete sofort und der deubel war los. gott sei dank. es handelte sich um eine nebenwirkung eines medis, auf der intensiv wurde mir dann geholfen. das ist fachwissen. das erwirbt niemand nur mal so beim kaffeetrinken oder plaudern.

    gruss
     
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