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Renten Gutachten

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von jennfer-vanessa, 29. Januar 2016.

  1. Hallo,
    Ich soll zum Gutachten wegen Rente. Ist eine Ärztin Innere Medizin.Habe schon ein bisschen Angst was mich da erwarte. Die das schon mitmachen durften, was wurde bei euch Untersucht, wie lief es ab? ist meine erste Begutachtung.
     
  2. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    hallo jennfer-vanessa,

    hab keine angst. stelle alles so dar wie es ist.
    bitte nicht übertreiben, aber auch nichts verschweigen.
    bedenke dabei, dass sind ärzte und die wissen schon sehr gut welche "behinderungen oder einschränkungen wo hinpassen".

    nicht alle gutachter wollen ein reinlegen. es gibt eben jene und solche. nur in erster linie begutachten sie dich im auftrag eines anderen, die zum bsp. wissen wollen ob und wie du noch arbeitsfähig bist. von daher können auch kleinste hinweise wichtig sein.

    warst du schon zur reha? dort wird meist eine zusammenstellung gemacht. den befund solltest du mitnehmen, sofern du so etwas vorliegen hast.

    leider schreibst du nicht, um was es bei dir geht.
    so könnte ich dir gezielt etwas schreiben.

    am besten du machst dir vorher notizen über deinen tagesablauf und über deine krankheiten (mit allen anzeichen; ggf. auch über deinen ablauf auf arbeit). dann vergisst du nichts. sitzt du erst mal vor dem arzt ist der kopf meistens leer und eigentlich will man soviel sagen....
    gut wäre du hast aktuelle befunde wie rö-cd, mrt;ct....labor.
    das hilft den gutachter schon weiter, weil er es sonst erst anfordern muss.
    bitte aufpassen, dass er alles richtig aufnimmt. wie:
    -welche körperteile -oder regionen sind betroffen (re; li oder beide seiten, rumpf, wirbelsäule-aufteilen nach hws, bws und lws und isg...)
    manchmal beobachten sie auch sehr genau deine bewegungen und dinge die du tustund ob diese zu deinen gemachten beschwerden passen.
    hilfreich ist auch, wenn du hilfe benötigst, dass du eine person deines vertrauens mitnehmen kannst. die kann dir behilflich sein und hört noch mit. das musst du aber vorher beim gutachter anmelden.da recith schon ein kleiner satz, auch per Mail möglich an den Gutachter:
    "sehr geehrter Herr/Frau Dr. ...., ich werde den Termin am ..... zum Gutachten wahrnehmen und Herr/Frau ...möchte mich dabei begleiten und zur Untersuchung mit anwesend sein, da ich Hilfe (oder so ähnlich) benötige" das ist auch nützlich, weil der andere mithört und was du viel. in der aufregung vergisst oder nicht verstehst.
    deine notizen könnten sein:
    wie z.bsp:
    -wie lange benötigst du zum aufstehen, waschen oder duschen.benötigst du dabei hilfe etc. kannst du gut laufen oder hast du anlaufschmerzen; werden sie besser oder schlimmer im laufe des tages oder unter belastung
    -hast du einschränkungen beim laufen, bücken etc....
    (selbst schuhe zu machen gehört dazu)
    -wann bist du besonders müde, hast du mehrere episoden am tag, mal mehr, mal weniger, gleichbleibend...
    -benötigst du besonders viele pausen, wann; bei welchen tätigkeiten ....
    -wann treten schmerzen auf wo, in welcher form, ca stärke
    auf einer scala von 1( sind keine oder minimale schmerzen-10 das sind die stärksten schmerzen die du dir vorstellen kannst)
    wichtig dabei, es geht dabei nach deinem empfinden, nicht was andere denken. sowohl am tag als auch nachts.
    -wann treten andere krankheitserscheinungen auf, einschränkungen und behinderungen
    -was kannst du gar nicht mehr allein durchführen
    -wo benötigst du hilfe und unterstützung(haushalt, arbeit etc...)
    -kannst du alleine laufen oder benötigst du hilfe oder hilfsmittel wie stützen, rollator. oder benötigst du bandagen oder orthesen z.bsp. für hände, daumen, schulter, kniegelenk; füße; wirbelsäule usw. wie weit kannst du laufen.
    -wie weit kannst du laufen....
    -welche einschränkungen hast du
    etc....
    einige user haben hier dazu schon gepostet.
    gebe hier im ro über die suchfunktion "gutachten" oder "rentengutachten" ein, dann bekommst du viele hinweise
    im internet findest du auch viele nützliche hinweise dazu. googel nach den relevanten stickwörtern. die DRV hat ebenso hinweise hinterlegt.
    lass dich nicht aus der "reserve" locken; wie z.bsp: er lässt was fallen und will sehen wie schnell und ob du das aufhebst,
    falls du dich viell. nicht bücken kannst oder nur unter viel mühe.
    meist hast du bis zum termin noch etwas zeit, so dass du dir diese notizen über mehrere tage machen kannst. muss keine schönschrift sein. ist ja nur für dich.

    gern kannst du mir auch eine pn schreiben was für einschränkungen du genau hast. dann schreib ich dir gern noch genauer.

    bist du hinterher mit dem gutachten nicht einverstanden, so kannst du dagegen einspruch erheben. mit einer s.g. gegendarstellung und schickst diese am besten an die kk, die drv und den gutachter. er muss das gu nicht ändern, aber du
    hast dich dann abgesichert.

    drück dir die daumen und viel glück!
    vom sauri
     
    #2 29. Januar 2016
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2016
  3. Erstmal Dank,
    Reha hatte ich nicht gemacht. Wurde als relativ sinnlos bei mir gesehen.
    Mit Diagnosen ist es ehr schwierig,es wurde erst von einer Undiff. Kollagenose mit VA. auf Lupus erst ausgegangen, vorher sehr lange Diagnoselos. Dann aber später hieß es Panarteriitis Nodosa. Leider in letzer zeit einige Schübe gehabt.
    Gelenke sind bei mir nicht betroffen. Es ist bei mir "nur" Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen im Schub. Mit schmerzen geht es mir relativ gut.
    Bei mir geht es mehr um Allgemeinbefinden und B-Symptomatik.Und das finde ich so schwierig, Greifbar.
    Sonst habe ich das vergnügen das sich im Neuro, Dermatologie und Hämatologen Bereicht breit gemacht hat
    Irgendwie finde ich es auch schwierig, das einerseitz Rheumatologen sagen, sie nehmen mich als Patientin nicht, bei mir zu kompliziert und wissen zu wenig von der Erkrankung. Aber eine Innere Ärztin soll das bei mir erfassen können. Die meisten kennen die Erkrankung doch überhaupt nicht
     
  4. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    hallo jennfer vanessa,
    in der tat hast du eine seltene erkrankung, die aber nicht so
    selten ist, dass sie nicht erkennbar oder behandelbar wäre.
    damit bist du schon mal auf einer guten seite. d.h. du solltest
    dir viel. nach dem gutachten ein spezialisiertes zentrum f. vaskulitiden (kollagenosen) in wohnortnähe suchen, wo man
    dich sicher darauf gut behandeln kann. der ein oder andere
    kann dir hier viel.auf der suche nach einem geeigneten arzt behilflich sein
    ohne sieht die prognose eher nicht so gut aus. diese erkrankung
    ist eindeutig eine rheumatische erkrankung und so verstehe ich nicht so ganz, dass sie dich nicht behandeln wollen.

    war das bisher ein arzt der das abgelehnt hat oder mehrere?
    da solltest du wirklich dran bleiben. manchmal muss man verdammt viel geduld haben, bis man den oder die ärzt/in
    gefunden hat, mit der/den man kann und die sich da auskennen.

    ich hab mal geschaut und Dr.Niehaus gibt da insgesamt kurz und knapp einen guten überblick. das wirst du sicher ja auch wissen.
    wobei er auch etwas zur behandlung schreibt.
    http://www.netdoktor.at/krankheit/panarteriitis-nodosa-7394
    das ist erst mal für jene, die nicht wissen was das für eine erkrankung ist und wie sie sich bemerkbar macht etc...

    noch mal zu deiner frage gutachten
    reha ist in der tat nicht immer vorgeschrieben. kommt immer
    darauf an, welche erkrankung vorliegt oder in wie weit sich
    durch die reha eine besserung einstellen könnte. das ist bei
    deiner erkrankung wohl eher schwierig einzuschätzen, aber
    nie ausgeschlossen.
    rein gesetzlich steht dir aller 4 jahre eine reha zu. sinn macht es auch. allein zur frage der verbesserung des allgemein- und wohlbefinden, ist sowas verdammt nützlich. da ist sicher noch
    nicht die letzte entscheidung getroffen.

    dein einwand mag berechtigt sein, wenn du sagst, wie soll
    jemand deine erkrankung beurteilen können, wenn sie so
    schwer zu fassen ist. eine FÄ für Inneres ist schon der
    richtige ansprechpartner im gutachten, denn rheumatologie
    als solche ist keine eigenständige facharztrichtung, sondern
    meist dem inneren bereich angegeliedert, weil oftmals innere erkrankungen mit vorliegen.
    ich würde mich da auch nicht so von leiten lassen. die fragen
    zum gutachten sind in der regel genormt. ein fragenkatalog der
    von einem gutachterarzt gut abgefragt werden kann, ist meist
    in den grundsätzen genormt und meist wird auf deine erkrankung speziell dann auch eingegangen.
    entscheidend ist eher, wie gut du dem arzt dein krankheitsverlauf plausibel darstellen und schildern kannst wie der stand derzeit ist.
    allein nur auf die krankheit selbst wird es eher schwierig werden
    das einzuschätzen. da hilft nur sich auf den termin gut vor zubereiten (siehe mein erstes posting)

    dazu hätte ich fragen:
    wie macht sich das bei dir bemerkbar?
    wie wird die krankheit behandelt?
    bekommst du medikamente?
    welche begleiterkrankungen gibt es?
    wo hast du beschwerden in welcher form?
    hast du bereits ausfallerscheinungen oder folgeerkrankungen?
    wie wirkt sich das in welcher form in welchen bereichen aus?
    hast du beeinträchtigungen? wie wirken sich diese aus?
    bist du arbeitsunfähig oder arbeitest du verkürzt?
    usw.

    das was ich jetzt hier geschrieben habe, ist sicher nicht vollständig, aber es könnte dir sicher helfen, ohne große aufregung durch das gutachten zu kommen.

    wenn du fragen hast, auch spezieller natur,gern auch per pn,wenn es dir zu "persönlich"wird.

    liebe grüße vom sauri