Hallo
Ich freue mich immer wenn ich von Patienten höre, die diese Art der Besserung erfahren durften.
Remission (remittere aus dem Lateinischen - zurückgeben) bedeutet in der Medizin ein zeitlich begrenztes (temporär) oder dauerhaftes Nachlassen von Krankheitssymptomen körperlicher bzw. psychischer Natur, jedoch ohne Erreichen der Genesung.
Interessanter ist für mich diese "Spontanremission" - ein nicht zu erwartender Heilungsfortschritt ohne medizinische Einwirkung. (auch wenn medikamentöse Therapien weitergingen).
Gerade bei diesen Beispielen denke ich, daß es insbesondere auf eine positive Krankheitsakzeptanz ankommt.
Vorraussetzung ist dabei, daß ohne medizinisch fachliche Erklärungen plötzlich keine Krankheitssymptome-zeichen mehr nachweisbar sind oder der Krankheitsverlauf nicht wie medizinisch erwartet sondern positiver verläuft.
Aber ist es nicht viel wichtiger bei der Beurteilung, wie wir uns fühlen, wie wir mit der Erkrankung umgehen, sie annehmen oder manchmal einfach draußen vor der Tür stehen lassen.....
Heute hatte ich zwei Seminare mitgestaltet, vormittags in der Charite´ nachmittags in der Uniklinik Steglitz. Letzten Samstag war Weiterbildung, kommenden Montag ist etwas Ähnliches ganztägig in der Sporthochschule Potsdam. Es geht dabei um die Ausbildung von Medizinstudenten, die eventuell Rheumatologen werden wollen. Prinzipiell sehr zeitaufwendig für uns aus der DVMB und Rheumaliga. Wir bilden den Part "geschulte Patienten" und sind ausgebildete Referenten, sogar in der Weiterbildung für Allgemeinärzte...
Manchmal überlegt man (ich), ob sich der Zeitaufwand lohnt ? ob man vielleicht aufhören sollte ? Man ist ja selbst betroffen.
Aber was ist die Zielstellung dabei ?:
"Im klinischen Bereich dient der Grad der Remission bei chronischen Erkrankungen grundsätzlich als Erfolgsparameter der Behandlung. Dazu braucht es gut ausgebildete Ärzte..."
Was ich hier gelesen habe macht in gewisser Art Mut, animiert unter anderem doch zum Weitermachen.
In den ersten 2 Jahren einer Rheumaerkrankung sind die Chancen eine Remission zu erreichen gut, vorrausgesetzt die Diagnose steht rechtzeitig. Mitlerweile dauert es meist noch 5 - 7 Jahre bis zu einer wirksamen Behandlung, es waren zwar schon einmal mehr, zufrieden sind wir aber noch nicht...noch lange nicht.
Vielleicht lese ich ja irgendwann öfters solche Beiträge....
paßt auf Euch auf "merre"