Reha krankgeschrieben oder arbeitsfähig antreten?

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Bolli, 20. April 2017.

  1. Bolli

    Bolli Registrierter Benutzer

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    Hallo, mein Mann muss demnächst zur Reha von der DRV. Es geht ihm zur Zeit nicht so gut, quält sich aber trotzdem zur Arbeit. Soll er versuchen durchzuhalten, oder doch zum Arzt gehen?
     
  2. Tusch

    Tusch Registrierter Benutzer

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    Moin
    schwere Frage.
    mir ging es vor meiner reha im Februar auch nicht gut. Da ich aber ein durchhalte Typ bin, bin ich brav zur Arbeit marschiert.
    Ob das gut ist? Wahrscheinlich nicht.
    wenn man aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung nicht arbeiten kann, wird der behandelnde Arzt eine AU bescheinigen.
    Für die reha ist das erstmal egal. Bedenken muss man, dass auch die reha Zeit auf die AU angerechnet wird und die sechs Wochen Lohnfortzahlung dann schnell erreicht sind. Danach kommt dann Krankengeld, bzw übergangsgeld. Das ist leider weniger als das normale netto Gehalt.
    Das ist wohl der saure Apfel in den man beißen muss.

    völlig abgerackert in die reha gehen ist auch keine gute Idee. Ich habe die erste Woche gebraucht um überhaupt runter zu kommen. Besser wäre gewesen, etwas entspannter dort zu beginnen.

    Entscheiden muss das jeder für sich.

    Viel erfolg für für die reha deines Mannes und gute Besserung.
    Tusch
     
  3. roco

    roco Guest

    um was gehts da? also warum will die DRV eine reha für deinen mann?

    ich kann nur sagen, das bei rententechnischen und teilhabetechnischen sachen, die die RV nach der reha bitte zahlen soll... ein reha-antritt im krankenstand immer das beste ist.
    wer arbeitsfähig in die reha geht wird zu 99% arbeitsfähig entlassen... schlecht für rente oder teilhabe.

    @ tusch: während der reha von der RV gibts übergangsgeld und das zählt nicht zum krankengeld/lohnfortzahlung dazu... denn leistungsträger ist hier die DRV und nicht arbeitgeber oder KK
     
  4. Tusch

    Tusch Registrierter Benutzer

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    Moin
    @ Roco
    danke für deine Info. Ich hatte das anders verstanden bei der Nachfrage bei meiner KK.
    So wie du es schreibst macht es natürlich Sinn.
    Und sicherlich ist es sinnvoll mit einer AU in die reha zu gehen, wenn man eine Rente oder ähnliches anstrebt. Die Teilhabe am Arbeitsleben hab ich auch ohne AU bekommen.
    Gut das wir das Forum haben. Danke.
    lieb geknuddelt
    tusch
     
  5. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ich bin gesund geschrieben zur Reha und kann das nur bestätigen, dass man dann auch zu 99,9 % gesund entlassen wird. Die reden einem dort buchstäblich ein, dass man gesund ist.

    Meine Tischnachbarin war am Ende der Reha noch nicht arbeitsfähig, der Arzt aus der Reha wollte ihr keine Krankschreibung geben, der gings jedoch wirklich nicht gut, so hat sich die Psychologin eingesetzt und sie wurde von ihr krank geschrieben entlassen.

    Ich finde das wirklich schlimm, aber das System ist so. Wenn man die Rente möchte ist es am besten man ist immer krank, nimmt viele Medikamente und vielleicht oben drauf noch ein psychisches Leiden. :(

    Mara
     
  6. Bolli

    Bolli Registrierter Benutzer

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    Danke für euere Antworten, wie immer hat alles zwei Seiten :)

    Mein Mann ist 57 Jahre alt, stark Übergewichtig und hat Arthrose in beiden Knieen und kann manchmal nur sehr schlecht gehen auf Grund der starken Schmerzen. Dazu hat er auch noch einen handwerklichen Beruf.
    Mal schauen ob er durchhält.
     
  7. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Wie wärs als erstes mit Gewichtsreduzierung :confused:
     
  8. Bolli

    Bolli Registrierter Benutzer

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    Sicher muss er Abnehmen, das weis er und ich auch, wir probieren es auch immer wieder, schon seit Jahren, leider mit Jojo :(
    Das Gewicht ist ein großes Problem, das ist uns klar, und leider ist es nicht einfach. Wir hätten gern Normalgewicht, wären gern gesund, usw.
     
  9. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Hat das eine Bedeutung Bolli, dass du in der "Wirform" schreibst, bist du auch dick und krank?
    Vielleicht wäre eine Ernährungsberatung angebracht, wenn ihr das alleine nicht schafft. Eigentlich weiß mans ja wies geht. Gemüse, Gemüse, Gemüse und wenig Kohlehydrate und wenig Fett und mageres Eiweiß. Oder gibt es andere Probleme? Evtl. Medikamente, die für die Zunahme verantwortlich sind?

    Mara
     
  10. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Mara, wie geht das??
    Gemüse besteht überwiegend aus Kohlehydraten, wenn auch wenig leicht resorbierbaren :vb_cool:
     
    #10 21. April 2017
    Zuletzt bearbeitet: 21. April 2017
  11. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Du legst aber auch jedes Wort auf die Goldwaage Resi ;), auf die paar Kohlehydrate, die Gemüse enthält wirds wohl nicht drauf ankommen.

    Ich meinte viel Gemüse, wenig Mehlprodukte (Bort, Brötchen, Nudeln), viel Frisches und mageres Eiweiß, wenig Fett. Keine Fertigprodukte, kaum Zucker und von den Sünden höchstens ab und zu ein Miniportiönchen.

    Wies funktioniert weiß fast jeder, da muss halt ein bisschen diszipliniertes Verhalten eingeübt werden, mit der Zeit gewöhnt man sich daran und wird auch schneller satt.

    Schöne Grüße
    Mara
     
  12. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Mara, ich hatte Dich schon verstanden; es ist trotzdem nicht ganz so einfach, wie es Dir erscheinen mag.
    Abnehmwilligen helfen einfache Rezepte meist wenig; sie brauchen eher ein Gesamtkonzept und mentale Unterstützung ;)
     
  13. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Dann vielleicht mal für den Beginn, damit die Motivation steigt eine Woche Heilfasten :) und sich selbst gut zureden, "ich schaff das schon!"
     
  14. käferchen

    käferchen Guest

    Ach, wenn's doch nur so einfach wäre....
     
  15. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Hallo Bolli,

    finde es nicht gut das sich dein Mann jetzt zur Arbeit zwingt und quält, obwohl er eigentlich nicht mehr kann. Ich würde ihn dazu "ermuntern", dass er sich jetzt erst mal krankschreiben lässt und zur Ruhe kommt und die Reha macht, danach dann sehen wie es weiter geht, eins nach dem anderen und "Schritt für Schritt".

    In der Reha wird es sicher Ernährungsberatung und Vorträge dazu geben, so kenne ich das von meinen Rehas (habe unter anderem entzündliches Rheuma und Arthrosen, besonders in beiden Knien Arthrosen) und man kann Vorort auch einen Termin zum Einzelgespräch mit der Ernährungsberatung vereinbaren.

    Bei Kniearthrose ist vorallem Muskelaufbau und Stärkung der Oberschenkelmuskulatur sehr wichtig, damit trotz der Schädigung ein guter Halt bestehen bleibt und nebenbei eben ist auch Gewichtsreduzierung wichtig.

    Bei der Reha kann dein Mann dazu ganz viel lernen und erfahren und später versuchen zuhause zumindest einiges in den Alltag mit einzubauen und Aufrecht zu erhalten. Es ist nicht einfach das weiterzuführen zuhause, das weiss ich aus Erfahrung, aber es bleibt schon was hängen und wenn man nur die Hälfte des Erlernten weiterführen kann, so ist das schon ein grosser Gewinn, finde ich und habe ich so erfahren und gespürt.

    Deinem Mann wünsche ich eine erfolgreiche Reha und er kann und soll ruhig selber nach Verlängrung fragen, dann springt nämlich aus den in der Regel bewilligten drei Wochen schon mal eine vierte heraus, wenn mann Motivation zeigt, dann wird auch eher verlängert.
     
    #15 21. April 2017
    Zuletzt bearbeitet: 21. April 2017
  16. Rotkaeppchen

    Rotkaeppchen Registrierter Benutzer

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    Jojoeffekt resultiert meistens aus einer über einen bestimmten Zeitraum durchgeführten "Diät" und der Rückkehr danach zu den alten Essgewohnheiten. Da hilft nur eine konsequente Erährungsumstellung und Bewegung bzw. Sport. Man kann nur Gewicht reduzieren, wenn man mehr Kalorien verbraucht als man zu sich nimmt.
    Von daher könnte eine Reha schon sinnvoll sein. Es gibt bei einigen Krankenkassen auch Angebote für Ernährungsberatung.
    Bei übergewichtigen Paaren müssen beide!!!! Partner die Ernährung umstellen und sich am Besten gemeinsam bewegen , sonst bringt das alles nichts.
     
  17. Tusch

    Tusch Registrierter Benutzer

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    Moin
    ähm... abnehmen sollte hier ja auch nicht das Thema sein.
    übrigens ist eine reha auch eine gute Chance, das Gewicht in den Griff zu bekommen. Mal am Rande bemerkt: Adipositas ist für nichts gut. Das wissen wir alle. Aber es ist nicht der einzige Grund für Kniearthrosen, sondern nur ein Faktor. Und es hilft niemanden, immer wieder auf das Gewicht zu schauen.

    Wenn dein Mann über eine Rente, in welcher Form auch immer nachdenkt, ist häufige lange AU sicherlich eine Maßnahme. Aber ihr wisst wohl noch gar nicht, ob das in Frage kommt. So versteh ich das jedenfalls ?
    Eine reha ist immer die erste Möglichkeit alle möglichen Optionen zu klären. Dort gibt es neben den Therapien auch Sozialberatungen usw. - sonst stimme ich Lagune zu. Sie hat das sehr gut formuliert.

    Wenn es deinem Mann jetzt schlecht geht, sollte er sich AU melden. Durchhalten macht die Arthrose nicht besser, besonders wenn sie aktiviert ist.

    Entscheiden muss er das ganz allein.
    Lg
    tusch
     
  18. Bolli

    Bolli Registrierter Benutzer

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    Ja, wir sind beide Übergewichtig, dass das für uns nicht gut ist wissen wir, dass wir abnehmen sollten wissen wir auch, aber leider klappt das nicht so gut wie wir uns das wünschen. Disziplin ist nicht alles......

    Das Abnehmen ist auch mit ein Grund, es liegen auch noch andere Erkrankungen vor, die den Arzt veranlassten eine Reha zu beantragen.
     
  19. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Sondern, wo ist dann der Haken?
    Wäre doch äußerst wichtig, für ledierte Knie spielt jedes Kilo eine Rolle, das die nicht mit sich schleppen müssen, dann könnten, die sich vielleicht auch wieder etwas erholen :top:
     
  20. Eumel2

    Eumel2 Registrierter Benutzer

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    ...:eek:..meint Ihr nicht auch, daß jetzt etwas vom Ursprungsthema abgewichen wird??

    Es ging doch nicht um´s Abnehmen sondern ob Reha antreten oder nicht:confused:
     
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