vielen dank für alle antworten.
vorab: ich hoffe doch sehr, dass sich hier noch einige user melden. das war und ist mein anliegen.
so nun mal zur sache:
ich habe schon oft hier geäussert, dass rheuma eine krankheit ist mit vielen gesichtern. am anfang hat man die schmerzen, beschwerden und am ende sind behinderungen vorhanden, die die lebensqualität gegen null reduzieren können. manche haben glück, die medis wirken, der schaden hält sich in grenzen. einigen hilft nix, nach bereits wenigen jahren stehen sie vor dem aus. manche haben erhebl. nebenwirkungen der medis; doch die krankheit ist beherrschbar. wem es tatsächlich schlecht geht, muss jede/r für sich selber entscheiden. jede/r weiss, was er noch kann und was ihm/ihr zugemutet werden kann, ohne fremde hilfe in anspruch nehmen zu müssen.
wer sein alltagsleben noch so meistern kann, ohne dabei fremde interessen zu berühren, sollte zumindest nicht ausser acht lassen, dass dies einige nicht mehr können. das ist kein böser wille. es geht nicht mehr, mag er/sie sich noch so anstrengen. wer dann hilfe erbitten muss, will niemanden schikanieren. seid gewiss, die eigene hilflosigkeit, das eigene unvermögen ist den betroffenen sehr bewusst. ich weiss, es ist für nicht betroffene schwer, diese vorstellungskraft aufzubringen. "das kann doch nicht sein" udgl. ist wohl allen rheumis geläufig in der einen oder anderen form.
also bitte, unterstellt keinem behinderten menschen ein mutwilliges anspruchsverhalten, wenn jene/r auf hilfe hofft. seid froh, dass es euch besser geht und ihr bis jetzt auf keine fremde hilfe angewiesen seid..
daher sind mir viele reaktionen absolut unverständlich.
nun zum anlass meines posting:
mir geht es im augenblick mies, kein schub, doch müde und gestresst. - wie manche wissen, hat mich farbe umgehauen, corti spray die schleimhäute wohl endgültig ruiniert, heizung ausgebaut. ich wollte weg.
seit vielen jahren war ich schon in einer klinik . mit den dortigen räumlichkeiten bin ich bestens vertraut, ich konnte entspannen, ohne mich konzentrieren zu müssen. denn meine augen sind durch rheuma geschädigt, wenig sehkraft. in fremder umgebung muss ich sehr aufpassen. ich kann nicht mehr so schnell alles aufnehmen. je älter ich werde, desto weniger lernfähig werde ich, die augen ermüden immer schneller und ich werde dann immer erschöpfter. also habe ich in der klinik nachgefragt, ob ich mal wieder kommen kann. ihr könnt sicher sein, ich habe mich dort immer korrekt benommen. personal wie dreck zu behandeln, würde mir im traum nicht einfallen. ich würde mich schämen, wenn ich jemanden schikanieren würde. da ich in diese klinik immer wiederkommen wollte, habe ich besonderen wert darauf gelegt, nie irgendjem unnötig zu behelligen. ich wollte mir mein refugium erhalten.
nun wurde mir lapidar mitgeteilt, ich könne nicht mehr stationär aufgenommen werden. ambulant würde ich dort selbstverständlich jederzeit behandelt werden. begründung: rheumis machen zuviel arbeit, bzw. könnten zuviel arbeit machen. plötzlich wurde alles aufgezählt, was ich im laufe von vielen jahren irgendwann mal nicht konnte oder gekonnt habe. ich war sauer.
zugegeben, ich hatte mal eine schwester gebeten, mir zahnpastatube, irgendeine flasche aufzuschrauben; auch am ende des aufenthaltes habe ich gefragt, ob mir jem. den koffer vom schrank runterholen könnte. der blumenstrauss, der mir als willkommensgruss mal ins zimmer gestellt worden war, musste leider von einer schwester entfernt werden, weil ich darauf allergisch reagiert hatte. klar, ich brauchte immer eine wc erhöhung. natürlich musste ich immer gespritzt werden und die spritzen bei ankunft sofort im kühlschrank der klinik untergebracht werden.
niemand von der pflege hatte sich je mir gegenüber beschwert. ich habe immer vermieden, jem. zu belästigen. und nun? rheumis machen zuviel arbeit.....
es wäre mir nie in den sinn gekommen, über irgendetwas zu meckern. warum auch? ich fühlte mich immer wohl und gut aufgehoben.
und nun diese ablehnung?
deshalb meine frage nach der idealen klinik für euch. nix weiter. ich muss eine neue klinik finden.
gruss