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Reha abgelehnt - Widerspruch formulieren

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von kleine Eule, 29. Juni 2006.

  1. kleine Eule

    kleine Eule Mitglied

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    Hallo,

    habe eben das Schreiben von der Rentenversicherung aus dem Kasten gezogen, in dem sie mir mitteilen, dass mein Reha-Antrag abgelehnt wurde. Muss nun einen Widerspruch formulieren. Bestimmt hat der eine oder andere von Euch dieses Problem auch schon gehabt. Wäre sehr dankbar für Hinweise, wie ich es am besten mache.
    In der Ablehnung sind als Beeinträchtigungen Polyathralgien, chronisches Schmerzsyndrom, nervöser Erschöpfungszustand und Verdacht auf Fibromyalgie angegeben. Da ich in der Zwischenzeit (mal wieder) beim Rheumatologen war und der aber nicht Fibro, sondern PSA vermutet, werde ich morgen anrufen. dass sie sich mit dem schriftlichen Befund beeilen sollen. Das dauert dort nämlich immer so seine 8 Wochen, bis der kommt und die Zeit habe ich nicht. Sie empfehlen eine ambulante nervenärztliche Therapie. Ist es sinnvoll zu versuchen, gleich einen Termin beim Neurologen zu machen und zu sehen was dabei raus kommt, bevor man den Widerspruch abschickt? (Für den Fall, dass man überhaupt einen Termin bekommt)
    Würdet Ihr den Widerspruch als Einschreiben schicken? Ich tendiere fast dazu, da man nur so eine Rückmeldung bekommt, dass er wirklich angekommen ist.
    Vielen Dank im Voraus!

    Liebe Grüße von der kleine Eule
     
  2. bise

    bise Neues Mitglied

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    vorab: hebe den umschlag auf.

    weshalb wurde reha abgelehnt. doch nicht etwa wg. der aufgeführten krankheiten?
    bist du arbeitsfähig?
    arbeitest du zur zeit noch?

    kur erhält man generell von der bfa/lva zum erhalt der arbeitsfähigkeit, sobald diese gefährdet ist.

    gruss
    bise


    lege zunächst widerspruch ein zur wahrung der frist. das reicht durchaus. begründung wird nachgereicht werden. einfacher umschlag genügt, schreibst mit der bitte um eingangsbestätigung. wenn nach 2 wochen keine bestätigung durch den versicherer vorliegt, kannst du immer noch mit zustellung machen.
    kannst auch mailen und lässt dir es bestätigen.
    gruss
    bise
     
    #2 29. Juni 2006
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2006
  3. kleine Eule

    kleine Eule Mitglied

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    Hallo Bise,
    danke für Deine Tipps! Werde gleich Widerspruch einlegen.
    Ich arbeite weiterhin Vollzeit. Die Begründung mit der der Antrag abgelehnt wurde lautet sinngemäß, dass bei mir die Voraussetzungen für eine Reha nicht vorliegen und dass kein Rehabilitationsbedarf besteht. Dann führen sie die bereits oben genannten gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf und Zitat "diese sind jedoch nicht so erheblich, dass eine Leistung zur Teilhabe erforderlich wäre". Tja, offensichtlich muss man seinen Kopf erst unter dem Arm tragen, damit eine Reha bewilligt wird. Der Verdacht auf PSA stand noch nicht mit im Antrag, da die Rheumatologen dies zwar immer wieder vermutet haben, aber nicht bereit waren auch nur den Verdacht in die Arztbriefe zu schreiben. Beim letzten Termin vor 3 Wochen allerdings meinte der Arzt, dass sich der Verdacht erhärtet. Hingegen hielt er den Verdacht auf Fibro, den die Schmerztherapeutin geäußert hatte, für falsch.
    Liebe Grüße von der kleinen Eule
     
  4. bise

    bise Neues Mitglied

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    auch die diagnose PSA für sich allein ist noch kein grund, dir eine reha zu bewilligen. du musst deswegen beschwerden haben, die dich an der arbeit hindern.

    wie häufig warst du in den letzten beiden jahren arbeitsunfähig krankgeschrieben? auf was stützte sich die krankschreibung? welche fehlzeiten hattest du? das könnte den antrag stützen.
    was sind deine jetzigen beschwerden? können sie durch eine reha gemildert oder beseitigt werden?
    hierzu zählt allerdings nicht eine medieinstellung. die basismedis sind teuer, das geld hat die reha-klinik nicht. du musst dorthin deine medis mitnehmen.
    welche medis nimmst du derzeit?
    dein rheuma doc könnte auch ein paar sätze schreiben, um den antrag zu begründen.
    ist das dein 1. kurantrag?
    wann hattest du die letzte kurmassnahme?

    denke immer daran: rehas kosten geld. die kassen sind leer. überall wird gespart.

    gruss
    bise
     
  5. kleine Eule

    kleine Eule Mitglied

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    Hallo Bise,
    bin wenig krank geschrieben gewesen, dass könnte schon ein Grund sein. So es irgend geht, gehe ich arbeiten, auch im Schub. Meine Schmerztherapeutin hatte den Reha-Antrag vorgeschlagen, da alle ambulanten Maßnahmen kaum etwas genützt haben und sie nicht unbegrenzt Physiotherapie (die mir hilft) verschreiben kann, da macht die KK nicht mit. Schmerzmittel vertrage ich schlecht und sie bringen nur begrenzten Erfolg. Trotz Schmerzmitteln schlafe ich kaum, da die Schmerzen nachts am Stärksten sind und so kann ich mich tagsüber schlecht konzentrieren, die Energie fehlt. Wenn man aber Verantwortung für eine Klasse behinderter Schüler trägt, kann man sich Unkonzentriertheit nicht erlauben, da muss man zu 150% funktionieren. Auch die eingeschränkte Beweglichkeit ist ein Problem, etwa beim bücken(häufig notwendig), schreiben und andere feinmotorische Tätigkeiten. Und Kiefergelenksprobleme in einem Sprechberuf sind ein wirkliches Problem. Da wäre es schon gut, wenn weiterhin Manuelle Therapie (Kiefergelenk) und KG bezahlt würden. Insofern würde eine Reha wohl was bringen.
    Mit dem Rheumatologen habe ich telefoniert, er hat keine sichere Diagnose, deshalb will er in den Bericht hineinschreiben, dass aktuell keine entzündlich-rheumatische Erkrankung festgestellt werden konnte. Also wird dieser Bericht wohl auch nicht weiter helfen. Habe Montag Termin bei meiner Schmerztherapeutin, mal sehen, was sie sagt.
    Schönes Wochenende und liebe Grüße von der kleinen Eule
     
  6. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo kleine Eule,

    ich hatte auch die Diagnose Fibro die sich dann in PSA umgewandelt hat. Wenn keine auffälligen Blutwerde oder ähnliches da sind, da sagen die Ärzte ganz gerne mal Fibro - ist anscheinend einfacher... :(
    Hast du schon mal Cortison bekommen? Wenn ja wie geht es dir damit? Wenn deine Schmerzen dann weg sind, dann war es sichlich keine Fibro...

    Wenn du aufgrund der PSA dann die richtigen Medis bekommst, dann brauchst du vielleicht auch keine Reha mehr....

    Aber vielleicht eine Alternative. Hast du Kinder? Wenn ja (auch wenn diese schon aus dem Haus sind), dann probiere doch eine Müttergenungskur zu beantragen (also eine ohne Kinder - gibt es auch). Habe ich dieses Frühjahr auch gemacht. Für eine Reha hätte es nicht gelangt. Bin fast nie krankgeschrieben, bin auch nicht so beeinträchtigt, dass ich jeden Tag Ergo und KG brauchen würde.
    Zur Müttergensungskur kannst du halt nur fahren, wenn kein Rehabefund vorliegt, sondern zur Vorbeugung bzw. zur Vermeidung das vorhandene Krankheiten schlimmer werden. Bei Erschöpfungszuständen (ACHTUNG - kein Burnout-Syndrom - dieses wäre wieder ein Fall für die Reha) Du kannst dort einmal richtig ausspannen und bekommst bei Bedarf auch KG. Zudem halt Massagen etc, alles was nett ist.

    Ansonsten, ersteinmal Widersrpuch einlegen und sagen das die Begündung folgt und dann vielleicht mal beim VDK oder Sozialverband nach Hilfe fragen.

    Viel Erfolg

    Gruß

    anko
     
  7. kleine Eule

    kleine Eule Mitglied

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    Hallo Anko,
    danke für Deine Antwort! Da ich keine Kinder habe, fällt die Möglichkeit aus.
    Für die Gelenke habe ich noch kein Cortison bekommen, da die Ärzte immer behaupten, bei den Blutwerten könne es keine Entzündung sein. Allerdings habe ich letztes Jahr wegen einer allergischen Reaktion eine hohe Dosis bekommen, die sich, sozusagen als Nebenwirkung, kurzzeitig positiv durch weniger Schmerzen bemerkbar gemacht hat. Das nimmt mir nur leider kein Arzt ab, da heißt es, ich wäre sicherlich durch die anderen heftigen Reaktionen meines Körpers so abgelenkt gewesen, dass ich die Schmerzen nicht so stark empfunden hätte. Ich war aber selber von der Wirkung so überrascht, dass ich an diese Erklärung nicht ganz glaube.

    Schönes Wochenende und liebe Grüße von der kleinen Eule
     
  8. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo Eule,

    dann solltest du vielleicht doch mal die Möglickeit in Betracht ziehen den Rheumadoc zu wechseln. Ich persönlich musste dieses 4 mal machen, da es immer wieder hieß, keine veränderten Blutwerte, keine dicken, roten,heißen Genlenk - Kein Rheuma.

    Das dieses nicht zwangsläufig so ist, wissen leider immer noch viele Ärzte nicht. Gerade bei der PSA, die bei dir ja schon als Verdacht ausgesppochen wurde, ist es typisch, dass keinerlei Veränderungen im Blutbild zu sehen sind. Und auch das keine dicken, heißen, roten Gelenke vorliegen. Guck dazu doch mal hier:

    http://www.rheuma-online.de/a-z/p/psoriasisarthritis.html

    Hierin steh unter anderem
    und auch
    Ein guter Test um auszuprobieren, ob vielleicht doch eine entzündliche Erkrankung dahinterliegt, ist die Gabe von Cortison. Denn wenn du auf Cortison reagierst, dann sind die Schmerzen enzündungsbedingt.

    Druck den Artikel über PSA einmal aus, marker die für dich relavanten Punkte und nimme ihn zum nächsten Arztgespräch mit. Sag du möchtest gerne einen Cortisontest machen und guck wie er reagiert. WEnn er das nicht möchte, dann ist er eingefahren und nicht bereit sich seinen Patienten zu öffnen. Dann such dir einen neuen Arzt.
    Am Anfang, als ich noch nicht wusste was los ist, da habe ich mal Doc Langer angegschrieben. Dieses ist ein Teil aus seiner Antwort.

    Ich habe daraufhin angefangen mir einen neuen Arzt zu suchen, und noch einen, und noch einen. War sehr anstrengend, da ich keine Kraft hatte und eh nicht daran gelaubt hatte, vorwärts zu kommen. Aber meine Familie hat mich gedrängt, denn für die war es mit mir auch nicht mehr sehr entspannt.

    Und ich bin nicht die einzige hier im Chat, bei der das zuerst so war.

    Ich wünsche dir viel Kraft und das du bald eine Behandlung bekommst. Dann wirde es dir auch wieder besser gehen

    Gruß

    anko

    P.S. Mein Sohn hat letzes Jahr über 6 Monate wegen eines massiven PSA-Schubes im Rollstuhl gesessen. Im Blutbild war NICHTS davon zu sehen. Nicht mal ansatzweise....
     
  9. kleine Eule

    kleine Eule Mitglied

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    Hallo Anko,

    einen Arztwechsel habe ich auch schon ins Auge gefasst. Am Ort ist dies nicht mehr möglich, denn der einige niedergelassene Rheumatologe hier meinte vor langer Zeit schon, dass da nichts sei. Bin dann in die Ambulanz gewechselt und habe es dort bislang mit zwei verschiedenen Ärzten zutun gehabt, die aber einem auch immer nur halbjährige Kontrolltermine geben und die nicht begeistert sind, dass meine Ärztin mir Schmerzmittel verschrieben hat. Werde wohl einen Arzt im weiteren Umkreis (mind. 100 km) suchen müssen, da die näher gelegenen keine neuen Patienten mehr nehmen, wie ich gehört habe.
    Beim letzten Termin sagte man mir, dass die vermutete PSA nicht aktiv sein kann, wenn kein Gelenk dick ist. Dass die Blutwerte normal sein können, hat man mir auch gesagt. Woran lässt sich denn dann entzündliche Aktivität messen?
    Ohne eindeutigen Nachweis einer Entzündung keine Behandlung!

    Liebe Grüße von der kleinen Eule
     
  10. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo kleine Eule,

    habe erst heute gesehen, dass du noch geschrieben hast. Sorry.

    Ich weiß auch nicht, woran man das dann "sicher" ausmachen kann. Bei meinem Sohn sind die Gelenke auch nicht geschwollen oder wenn, dann nur minimal. Bei ihm (und bei mir) sind es immer "nur" die Schmerzen die den Ausschlag geben.

    Unter dem link zur Psoriasisarthris den ich dir mit einkopiert habe, steht drin, dass es auch sein kann, dass die Gelenke nicht geschwollen sind.

    Um zu testen, ob es sich um einen akut entzündlichen Prozess handelt, kann man auch Cortison geben. Wenn das anschlägt, dann sind akut Entzündungsprozesse am laufen. Also ein akuter Schub.

    Mehr kann ich dir leider auch nicht schreiben, außer das es wohl immer schwierig ist, mit PSA einen Arzt zu finden der die richtige Diagnose stellt :(

    Viele Grüße

    anko
     
  11. Colana

    Colana Musikus

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  12. kleine Eule

    kleine Eule Mitglied

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    Hallo Anko, Hallo Colana!
    Finde eben erst Eure Antworten, da ich im Urlaub war.
    Danke für die Links Colana, gottseidank brauche ich sie aber nicht mehr, denn mein Widerspruch war erfolgreich und es wurden 3 Wochen Rheumaklinik Bad Bramstedt bewilligt!
    Danke Anko für Deine Zeilen, sie bestätigen meine Vermutung, dass die Antwort meines Rheumatologen doch nicht ganz stimmt. Er meinte nämlich, nur wenn eine Schwellung vorliegt wird behandelt (da ja die Blutwerte nichts hergeben).
    Jetzt hoffe ich mal, dass mir die Reha auch in Hinsicht der Diagnosefindung weiterhilft.
    Liebe Grüße von der kleinen Eule