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Reduktion von antinukleaären Antikörpern durch Ernährungsumstellung

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von tree29, 26. Juli 2015.

  1. tree29

    tree29 Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich wollte hier kurz über meine Erfahrungen bezüglich Reduktion von Antikörpern mithilfe von Ernährungsumstellung schreiben.

    Bei mir wurden letztes Jahr aufgrund häufiger Gliederschmerzen in verschiedenen Bluttests antinukleäare Antikörper und SSA-Antikörper festgestellt. Nun habe ich eine Ernährungsberaterin/Diätassistentin in der Familie, die sich mit dem Thema auskennt und mir eine ganze Reihe von Ernährungstipps gegeben hat. Vor Kurzem wurden die Antikörperwerte bei mir wieder getestet, und es konnten keine antinukleären Antikörper mehr festgestellt werden! Die SSA-Antikörper sind allerdings leider immer noch vorhanden (gegen diese habe ich jetzt ein Medikament erhalten), aber ich freue mich schon sehr, dass die anderen Antikörper weg sind. Im Folgenden wollte ich für alle, die es interessiert, die Tipps, die ich erhalten habe, aufschreiben. Also, hier habe ich wörtlich das, was sie mir damals geschrieben hat, abgetippt:


    "Also, was ich so empfehlen kann bei zu viel Antikörper ist Verzicht auf Weizen, Roggen, Kuhmilchprodukte, Zucker, wenns geht auch auf Soja. Das sind alles Sachen, die Entzündungen im Körper verursachen. Oft helfen hier grüne Smoothies sehr gut. Kannst mal im Internet nach Rezepten schauen. Helfen bei sehr vielen Beschwerden. Wenn du trotzdem Käse oder Milchprodukte essen magst, dann von Ziege oder Schaf.
    Sehr gut sind auch Blaubeeren täglich essen, die wirken stark antioxidativ. Außerdem entzündungshemmend ist Ingwer, Kurkuma, Ceylon Zimt und Meerrettich. Als Getreideersatz eignet sich Hirse sehr gut. Senf stärkt dein natürliches Immunsystem. Ach ja, und ganz wichtig: Esse täglich mindestens 3 Esslöffel biologisches, kaltgepresstes Kokosöl. Gibts in Bioläden oder auch online zu bestellen. Du solltest auf jeden Fall Vitamin D Tabletten nehmen, mindesten 4000 I.E. pro Tag."

    Da ich Vegetarierin bin, betrifft mich Folgendes zwar nicht, aber generell gilt noch: "Wenig Fleisch (enthält entzündungsfördernde Fettsäuren) und viel fetten Fisch essen (gute entzündungshemmende Omega3-Fettsäuren). Wenn Fleisch, dann Bio, da sind die Fettsäuren besser."

    Nachtrag: Erfreulicherweise sind die SSA-Antikörper mittlerweile im Immunfluoreszenzverfahren nicht mehr nachweisbar, sondern nur noch im ELISA, und da relativ niedrigtitrig.
     
    #1 26. Juli 2015
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2016
  2. Cris

    Cris Mitglied

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    Das ist ja interessant..,
    nehm ich mir mal vor...

    liebe Grüsse
    Cris
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo tree29, herzlich willkommen!

    das ist ein bisschen irritierend, denn ssa-antikörper sind antinukleare antikörper ;)

    lieben gruß marie
     
    #3 26. Juli 2015
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juli 2015
  4. Tortola

    Tortola Aktives Mitglied

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    ?

    Ich glaube, da soll nur eine Werbung gemacht werden für die Firma
    mit dem "Doktortitel".

    Gruß von Tortola
     
  5. kukana

    kukana Moderatorin

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    Grundsätzlich würde ich erst einmal nicht von "Werbung" ausgehen.
    Aber abgesehen davon, dass da was zu den SS-A steht, kann ich nichts entdecken was wir nicht eh schon wissen und was jeder auf X-Seiten nachlesen kann. Da die SSA durchaus auf einen Lupus hinweisen können, werden die wohl nicht verschwinden. Der "WOlf" lässt sich nicht mittels Ernährungsumstellung vertreiben, da müssen leider härtere Geschütze her.

    Kukana
     
  6. tree29

    tree29 Registrierter Benutzer

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    Huhu,

    nein, keine Sorge, ich will hier keine Werbung für irgendein Produkt machen, ich habe einfach das wörtlich abgeschrieben, was mir geraten wurde.

    Ich weiß, dass SSA-Antikörper auch antinukleäre Antikörper sind, aber im letzten Test stand wirklich "antinukleäare Antikörper nicht nachweisbar, SSA-AK niedrigtitrig vorhanden".
     
  7. tree29

    tree29 Registrierter Benutzer

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    So, ich habe meinen Beitrag noch mal bearbeitet und den Hinweis auf das Produkt rausgenommen.
     
  8. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Danke, Tree :top:. Weisst du, wir haben hier öfters Werbung, d.h. jemand meldet sich an und berichtet von irgendeinem Mittel, Präparat o.ä., das ungemein geholfen hätte - und meldet sich dann nie wieder. "Porduktplazierung" nennt sich so was, glaube ich und manche Firmen zahlen da wohl auch dafür :mad:.
    Von daher bitte nicht übelnehmen, wenn wir da etwas sensibel reagieren!

    Bin gespannt, wie es langfristig bei dir weitergeht und ob sich deine Erfahrungen weiterhin bewahrheiten.

    LG
    Lächeln
     
  9. tree29

    tree29 Registrierter Benutzer

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    @ Lächeln: Kein Problem, das kann ich verstehen! Wahrscheinlich sah mein Beitrag im ersten Moment wirklich nach Werbung aus...

    @ Marie2: Ich habe das mit den SSA-AK, die ja eigentlich wirklich eine Untergruppe von antinukleäaren Antikörpern sind, noch mal auf der Homepage des Sjögren-Syndroms nachgeschaut, und da steht:
    "
    SS-A/Ro- und SS-B/La-Antikörper können vorliegen, wenn der Test auf antinukleäre Antikörper (ANA) negativ ist. Deswegen sollten bei negativen ANA auch die ANA-Subtypen wie SS-A/Ro-AK, SS-B/La-AK und weitere kollagenosespezifische Autoantikörper ... möglichst differenziert bestimmt werden."

    Es kann also (seltsamerweise, da SSA-AK ja zu den antinukleären Antikörpern gehören), anscheinend sein, dass die einen positiv und die anderen negativ sind.

     
  10. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @tree29


    Wie kommst Du darauf, dass antinukleäre Antikörper sich durch "Ernährungsumstellung" reduzieren (lassen)?

    Solche Werte schwanken - mit oder ohne Ernährungsumstellung, mit oder ohne Medikamente.
    Für gewöhnlich sind sie bei Menschen mit Ro-SSA (La-SSB sind viel seltener...) niedrig titrig und manchmal negativ (falsch negativ!).
    Ein kausaler Zusammenhang mit der Ernährung dürfte reine Spekulation sein ;)
     
  11. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Welches natürliche Immunsytem denn ? Mein natürliches Immunsystem gibt es mit der Autoimmunerkrankung gar nicht mehr, denn es läuft doch verkehrt rum. Stärken mag ich es nicht, denn tu ich das zu heftig, so wird die Kollagenose schlimmer, denn gerade bei Kollagenosen darf man es nicht zu sehr anheizen und stärken, so ist das.

    Also ich hab schon ewig die Kollagenose, hab auch ewig SSA, RNP, Nukleosomen Ak ab und an c-ANCA und so Kram. Mein Rheumatologe behandelt übrigens keine Antikörper, sondern meine Erkrankung mit klinischen Symptomen und Entzündungen, was man bei Kollagenosen häufig an erniedrigten Komplentwerten C3, C4 und CH50 erkennen kann.
    Welches Medikament bekommst du denn für SSA Antikörper, ich wusste gar nicht das es speziell für SSA Antikörper ein Medikament gibt. :confused:
     
  12. Lavendel14

    Lavendel14 Die Echte ;)

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    Lagune, ich grübel auch, was es denn gegen SS-A AK für ein Medikament geben sollte.:confused:

    tree29, was ist das für ein Mittel?:)
    Und was wurde bei dir am Ende diagnostiziert?
     
    #12 27. Juli 2015
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juli 2015
  13. Mara1963

    Mara1963 Bekanntes Mitglied

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    Ich denke mir tree wollte uns allen ihre gute Erfahrung mit der neuen Ernährung mitteilen. Und letztendlich ist es immer gut auf Weizen und Kuhmilchprodukte zu verzichten, da es bekannt ist, dass beides dem Körper überhaupt nicht gut tut.

    Ich esse beides auch gerne, von den Kuhmilchprodukten bin ich weitest gehendst auf Ziege oder Schaf umgestiegen und bevorzuge Hafermilch oder Reismilch.
    Weizen vermeide ich ebenfalls größtenteils; trotzdem gönne ich mir ausnahmsweise mal eine Brezel oder ein Stck. Streuselkuchen.

    Ich mache das also nicht "extrem". Doch ich bemerke sehr wohl, dass ich mich besser fühle auch wenn die ANAs immer nochgleichen sind.

    Mara
     
  14. tree29

    tree29 Registrierter Benutzer

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    Zur Frage, welches Medikament es gegen SSA-AK gibt: Da habe ich mich vermutlich falsch ausgedrückt. Also, es ist so: Da ich im Moment zwar nicht schwanger bin, aber Kinderwunsch habe, hat man mir aufgrund der SSA-AK geraten, Quensyl zu nehmen. SSA-AK führen in 2 bis 5 Prozent aller Schwangerschaften beim Ungeborenen zu Herzrhytmusstörungen, und es gibt Studien, dass die Wahrscheinlichkeit eines kindlichen Herzblocks durch das Quensyl erheblich reduziert wird. Das Quensyl ist also nicht direkt zur Reduktion der Antikörper da, aber dazu, die negativen Auswirkungen (zumindest die negativen Auswirkungen in einer potentiellen zukünftigen Schwangerschaft) der SSA-Antikörper zu minimieren.

    Und auf die Frage, was bei mir rauskam: Ich habe definitiv keinen Lupus, aber Verdacht auf inkomplettes und inaktives Sjögren-Syndrom (inkomplett deshalb, weil abgesehen von ab und an Gliederschmerzen alle anderen Symptome absolut nicht passen).
     
  15. Lavendel14

    Lavendel14 Die Echte ;)

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    Hallo tree,

    danke für deine Antwort und für das beseitigen der Verwirrung.:):D Die Thematik zum genannten Antikörper ist mir ja bekannt.
    Ich wünsche dir, dass das Sjögren bei dir auch weiterhin inaktiv bleibt. Selbst habe ich primäres Sjögren.

    Alles Gute auf deinem Weg!
     
  16. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Tree,

    danke für die Erklärung, also Quensyl. Das kenne und nehme ich unter anderem auch. Dachte schon es gibt was ganz neues gegen die SSA Antikörper.

    Mir ist das mit den SSA Antikörpern und Schwangerschaft auch bekannt. Das ungeborene Kind kann im Mutterleib einen AV Block bekommen oder einen neonatalen Lupus.

    Das Quensyl da vorbeugend einwirken kann und das es dazu Studien gibt wusste ich aber noch nicht, danke dir da für den Hinweis und die Erklärung. :top:
     
  17. tree29

    tree29 Registrierter Benutzer

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    Ja, dass Quensyl da vorbeugend wirken kann, ist glaube ich auch noch nicht bei allen Rheumatologen bekannt. Meine eigentliche Rheumatologin, zu der ich gehe, hat mir davon auch nichts gesagt. Meine Gynäkologin hat mich aber in die Uniklinik Tübingen geschickt, da dort eine Schnittstelle zwischen Gynäkologie und Rheumatologie ist und sie meinte, dass das eine von den Top-Kliniken überhaupt sei. Und die in Tübingen haben mir jedenfalls (sowohl in der Gynäkologie als auch in der Rheumatologie) gesagt, dass sie allen Patientinnen mit SSA-AK Quensyl gäben, da dies das Risiko für einen kindlichen Herzblock senke. Aber wie gesagt, es scheint wohl noch keine Standardbehandlung bei Kinderwunsch zu sein.

    Bezüglich der Sache mit dem Senf wollte ich noch kurz etwas sagen. Ein vorheriger Poster hatte ja gefragt, warum man mit Senf das Immunsystem stärken solle, wenn es doch gegen sich selbst gerichtet sei. Ich habe diese Frage noch mal der Diätassistentin in meiner Familie gestellt, und sie meinte, dass das so gemeint war, dass Nahrungsmittel wie Senf dabei unterstützend wirken können, dass das Immunsystem wieder normal funktioniert.
     
  18. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Es wird vermutet das die sekundären Pflanzenstoffe, welche im Senf enthalten sind krebsvorbeugende Wirkungen haben und im Darmtrakt antimikrobielle Wirkung.

    Nur hat das ja nichts mit einem autoimmungesteuertem Immunsystem zu tun. Da geht es nicht um Krebs, Bakterien, Viren, Algen, Pilze, Sporen und was es noch so gibt.
     
  19. tree29

    tree29 Registrierter Benutzer

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    So, ich wollte jetzt, ein Jahr später, noch mal ganz kurz ein Update machen: Die antinukleären Antikörper scheinen noch immer weg zu sein. Die SSA-Antikörper sind zwar vorhanden, aber dem Arzt zufolge ziemlich niedrig. Und anscheinend ist das Risiko für einen kindlichen Herzblock in der Schwangerschaft geringer, wenn die SSA-Antikörper niedrig sind. Habe mittlerweile auch noch ein Buch von Dr. Susan Blum gelesen, in dem ganz ähnliche Dinge drin standen wie mir die Diätassistentin in meiner Familie schon geraten hatte.