Reaktive Arthritis wie gehts weiter...

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Cubie, 17. September 2010.

  1. Humpelstilzchen

    Humpelstilzchen Registrierter Benutzer

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    Hallo Gast 0687!
    Das hört sich wirklich sehr ähnlich an, auch deine Geschichte mit dem Kiefergelenk, wobei das wahrscheinlich Zufall ist. ich bin allerdings weiblich.
    Ich war wegen des Durchfalls nicht beim Arzt, also untersucht wurde nichts, aber ich hatte glaube ich auch Fieber und habe mich krank gefühlt. Als ich dann wegen der Gelenksentzündungen beim Sonntagsdienst war, konnte dieser mir kein Blut abnehmen. Wir haben aber entschieden, dass ich ein Antibiotikum einnehme und dadurch hätte man montags auch keine Erreger mehr nachweisen können. Wobei ich nicht verstehe, warum man nicht nach Antikörpern gesucht hat, das hätte eigentlich möglich sein müssen. Ich vermute sehr stark, dass es Yersinien waren, denn bei Salmonellen hätte ich ganz bestimmt auch erbrochen. Zudem hat erst kürzlich ein Bekannter, der Internist ist und von meiner Geschichte erfahren hat, sofort auf Yersinien getippt. Ich denke, das trifft am ehesten zu.
    Ich überlege auch ständig was ich gegessen habe und bin der Meinung, dass es entweder Eis oder Schweinefleisch war.
    Wie lange hat denn deine Kiefergelenksentzündung gedauert? Die habe ich jetzt schon 6 1/2 Wochen und wünsche mir so sehr endlich mal wieder richtig gähnen und essen zu können.

    Vielen Dank auch für deinen Ratschlag mit dem Physiotherapeuten, ich war schon bei der Osteopathie-Behandlung und werde das dann auch weiter tun.
    Ich wünsche dir für deinen Fuß alles, alles Gute und vor allem, dass keine OP notwendig ist.

    Einen schönen Abend, Humpelstilzchen
     
  2. Estelle

    Estelle Registrierter Benutzer

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    Ja, ich wünsche euch auch eine schnelle Genesung, die Chancen sind ja nicht schlecht. Möge es wie ein schlechter Alptraum bald vorbei sein, auf dass ihr wieder dasselbe unbeschwerte Sportlerleben haben könnt wie vorher. Ich kann mir vorstellen, dass es gerade für Sportler doppelt hart ist, auch wenn es bei Sportlern vermehrt zu Verletzungen kommt und sie deshalb so oder so auch immer ein bisschen mit dem Thema zu tun haben. Passt auf euch auf! :)
     
  3. Gast0687

    Gast0687 Neues Mitglied

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    Hallo,

    die Arthritis im Kiefergelenk stand bei mir eher im Hintergrund, sie trat erst so eine Woche nachdem es im Sprunggelenk anfing auf und verursachte eigentlich nur beim Kauen und Gähnen leichte Schmerzen, ich hatte dort aber zum Glück keine Schmerzen in Ruhe und auch keine Schwellung. Ich glaube, dass das so nach 4-6 Wochen dann langsam verschwand. Dafür habens meine Sprunggelenke und Kniee umsehr abbekommen, die schmerzten nachts teilweise so, dass ich nur noch winselnd daliegen und warten konnte, bis es nachlässt...Diese Phase war wirklich der blanke Horror.
    Das mit dem Antikörpernachweis hat man 4 Wochen nach Beginn der Erkrankung versucht, alle Tests waren negativ. Sowie auf Salmonellen, Yersinien und alle gängigen Darmkeime. Die Ärzte sagten mir damals aber gleich, dass das durchaus normal wäre, dass die Antokörpertiter schon so schnell wieder gefallen sind.
    Ich merkte so nach etwa 8-10 wirklich sehr schlimmen Wochen eine deutliche Besserung der Beschwerden. Ob das an der Natur der Erkrankung oder dem immunsupressiven Medikament Azathioprin lag weiß ich nicht. Und etwa 6-7 Monate nach Beginn der Erkrankung waren meine Gelneke schmerzfrei und alle Entzündungswerte normal.
    Also, die Hoffnung nicht aufgeben und sich über jeden kleinen Fortschritt freuen!

    Grüße!
     
  4. Humpelstilzchen

    Humpelstilzchen Registrierter Benutzer

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    Guten Abend!

    Ich habe heute einen kleinen Erfolg zu melden: konnte heute zumindest ein paar Stunden arbeiten:top:.
    Ich finde auch, dass die letzten Wochen ein Horror waren und noch immer sind. Und dass die Nächte fürchterlich sind, kann ich nur bestätigen. Man muss wirklich einigermaßern eine Position finden, in der alle Gelenke einigermaßen übereinstimmend liegen, wobei ich denke, dass ich Glück habe, dass bei mir nie zwei gleiche Gelenke auf beiden Seiten betroffen sind, sondern entweder links oder rechts. Für mich waren wirklich die allerübelsten Schmerzen im Kiefergelenk, an essen und teilweise reden nicht zu denken und im Sprunggelenk, aber nach den Berichten hier habe ich das ja bald überstanden. Und die abgekürzten Nächte,in denen ich wegen Schmerzen aufstehe, werden weniger.

    Ich habe noch eine Frage an Christian:
    Wirdt du wieder normal in den Beruf einsteigen oder nach dem Hamburger Modell?

    Hat jemand mit dem Arbeiten nach dem Hamburger Modell angefangen?
    Ich finde, das ist eine gute Möglichkeit, aber mein Arzt meinte, im Moment ist das noch zu instabil. Ich sollte bis Ende Oktober warten, bis das Sulfasalzin wirkt.

    Ich wünsche allen einen schönen Abend und eine schmerzfreie Nacht, viele Grüße
     
  5. Luca25

    Luca25 Registrierter Benutzer

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    Hallo ihr lieben
    Ich bin auch noch ganz frisch erkrankt (bzw Symptome habe ich seid gut anderthalb Jahren aber Diagnose erst jetzt im August) und meine Diagnose lautet: seronegative Spondyloarthritis mit peripherer Gelnkbeiteiligung DD reaktive artrithis
    Die Gelenke sind bei mir aber inzwischen eigentlich das kleinere Problem... Der Rücken bringt mich bald um und an durchschlafen ist gerade gar nicht zu denken.
    Kennt das noch jemand anderes? Irgendwie sind sie sich alle nicht einig ob ich beides habe oder das eine aus dem anderen Resultiert und ich bin inzwischen ziemlich verwirrt. HLAB 27 bin ich negativ und auch sonst ist nur wenig im Blutbild zu sehen.
    An Medikamenten nehme ich: Sulfa 2-0-2 (seid 10 Wochen)
    Meloxicam 0-0-2
    Targin 1-0-1
    und bei Bedarf Indometacin

    Lieben Gruß
    Luca
     
  6. gledi

    gledi Frischling

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    Hallo!

    Ich bin 2007, damals 28Jahre alt, auch mitten im Marathontraining, an einer reaktiven ISG-Arthritis erkrankt. Ein Auslöser war damals nicht so eindeutig. Es wurde vermutet, dass ich trotz eines Atemwegsinfektes trainiert hätte. Blöd nur, dass ich keine Infektsymptome hatte. Die erhöhte Temperatur hatte ich erst (gemessen) als die Gelenkbeschwerden schon da waren. Evtl war aber auch eine Durchfallerkrankung einige Wochen davor "schuld".
    Diagnostiziert wurde die Arthritis im MRT, auf das ich bestanden hatte. Aber nicht schon durch den Radiologen sondern erst einige Wochen später durch einen Rheumaorthopäden.
    Ich hatte gut 6 Monate lang Schmerzen in ISG, Becken , LWS und Hüfte. Therapie war damals Krankengymnastik, Krankengymnastik und noch mehr Krankengymnastik, Indometacin, teilweise auch Novalgin und Kortison-Injektionen in das Gelenk alle 6 Wochen. Nach der 5. war ich schlagartig schmerzfrei:D. Ich hatte mich auf diesen Therapieversuch eingelassen, weil nur 1 Gelenk befallen war. Und kurz bevor ich kapituliert hätte und doch beinahe zum Sulfasalazin gegriffen hätte wars dann gut.
    Ich habe bis heute immer wieder leichte Probleme in diesem Bereich, die aber keine besondere Einschränkung mehr sind. Würde mich diesbezüglich schon als gesund bezeichnen. Warum es trotzdem immer wieder in den verschiedensten Gelenken schmerzt und zieht konnte mir bislang noch niemand wirklich erklären.
    Die Laboruntersuchungen waren alle konsequent unauffällig.
    Bis auf einige wenige Tage hatte ich während der gesamten Zeit gearbeitet da ich zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich neu in meinem Traumjob war und mich nicht krank melden wollte. ich muß aber nicht schwer körperlich arbeiten und konnte alle möglichen Therapien während der Arbeitszeit absolvieren.

    LG Gledi
     
  7. Cubie

    Cubie Registrierter Benutzer

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    Hallo Gledi,
    wie geht es eigentlich inzwischen mit deinen sportlichen Aktivitäten weiter?

    Kannst du wieder joggen?

    Gruß
    Cubie
     
  8. gledi

    gledi Frischling

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    Hallo Cubie!

    Mit Sport ging es dann beinahe normal weiter. Erst vorsichtiges Aufbautraining, später normales Lauftraining. Ich habe mir auf Anraten meines Physios auch ein Rennrad zugelegt und schwimme regelmäßig und mache Yoga und ein bisschen Krafttraining um Abwechslung in den Bewegungsabläufen zu haben. Im Frühjahr 2009 wollte ich eigentlich mit der Vorbereitung auf einen Herbstmarathon beginnen. Von den Gelenkbeschwerden wäre das gut möglich gewesen. Leider hatte ich dann bei einer anderen Erkrankung zu laut hier geschrieen und seitdem ruhen die Marathonpläne wieder. Aber ein bisschen joggen geht immer.
    Meine Halbmarathon-Bestzeit bin ich ca. 1 Jahr nach der Arthritis gelaufen.

    Und im Moment habe ich (fast) ganz one Sport Gelenkbeschwerden... verrückte Welt...

    LG Gledi
     
  9. Anne27

    Anne27 Neues Mitglied

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    Reaktive Arthritis wie gehts weiter

    Hallo Zusammen,
    Habe eure Beiträge alle gelesen leider schon etwas länger her aus dem Jahr 2010, deshalb interessiert es mich umso mehr wie es euch nun geht? Habe nämlich selbst seit Oktober 2016 die Diagnose reaktive Artrithis!
    Danke schonmal
    Liebe Grüße
     
  10. Tante100

    Tante100 Registrierter Benutzer

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    Auf und Ab, halb so schlimm

    Hallo Anne!
    Bei mir ging es Ende 2009 los und ich war anfangs wirklich am Ende und hatte starke Einschränkungen. Heute jogge ich, mache Langstreckenläufe mit Inlinern und wenn mein Pferd nicht gerade verletzt wäre, würde ich fast jeden Tag reiten.

    Natürlich dauert es etwas, bis alle Medikamente eingestellt sind und entsprechend wirken. Es gab auch zwischendurch immer mal Phasen, die nicht so toll waren. Aber insgesamt denke ich immer, es ist nicht lebensgefährlich und andere haben schlimmere Krankheiten. Du musst dir einen netten Rheumatologen suchen, auch wenns schwierig ist. Außerdem musst du selbst testen, was du dir nach und nach zutrauen kannst und dich langsam steigern.

    Schöne Grüße!
     
  11. Anne27

    Anne27 Neues Mitglied

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    Hallo Tante100!
    Danke für deine Antwort!
    Das klingt ja sehr positiv, freut mich für dich wenn es dir wieder gut geht! Nimmst du noch Medikamente? Hast du Physiotherapie gemacht? Und noch eine letzte Frage: Hast du noch Schübe?
    Liebe Grüße
     
  12. Tante100

    Tante100 Registrierter Benutzer

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    Auf und Ab, halb so schlimm

    Ja mit Langzeitmedikamenten muss man sich abfinden. Habe erst nur MTX genommen. Da es irgendwann nicht mehr so gut gewirkt hat, nehme ich jetzt Arava und weniger MTX. Vertrage es und komme gut damit klar. Hatte keine anderen Sachen wie Physio.

    Nachdem die Entzündungen einigermaßen weg waren, habe ich selbst langsam geguckt was gut klappt. Walken, Fahrrad fahren usw. Der Körper zeigt schon deutlich, was geht und was zu viel ist.

    Schübe habe ich bin jetzt nicht. Es gibt immer mal Sachen, wo ich meine Gelenke etwas merke, aber das ging bis jetzt immer gut. Hatte mir vor ca 3 Jahren mal stark das Knie gestoßen, worauf es leider wieder anschwoll. Da war dann der Zeitpunkt, wo ich zusätzlich das Arava gekriegt hab.

    Ich finde es ist wichtig, dass man sich zwar schont, aber auch selbst dann wieder leichten Sport macht. Eben so viel wie geht und wie es Spaß macht.

    Wie ist die Situation denn bei dir? Hast du akute Entzündungen? Wo? Kannst du normal laufen?
     
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