1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Reaktive Arthritis : Wer tauscht sich mit mir aus?

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Atze1000, 7. September 2014.

  1. Atze1000

    Atze1000 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2014
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Hallo liebe Leidensgenossen,
    ich bin neu im Forum und würde mich gerne mit Leuten "unterhalten", die jüngst an reaktiver Arthritis erkrankt sind.
    Ich bin 49 Jahre alt weiblich und bisher sehr sportlich, daher quält mich diese Krankheit besonders. Zunächst meine Krankengeschichte:
    Anfang Juli habe ich Schmerzen und Schwellungen im linken Knie festgestellt. Daraufhin bin ich zum Orthopäden gegangen, der mir Voltaren verschrieb. Nachdem sich nach 1,5 Wochen keine Besserung zeigte, bekam in IBU 600 (2 Tabletten pro Tag). Kurze Zeit später entwickelten sich am rechten Knie die gleichen Symptome. Ich suchte dann meinen Internisten auf. Das große Blutbild zeigte Anzeichenvon Borreliose. ===> 14 Tage Doxy 100; in dieser Zeit sprang die Entzündung auf das rechte Sprunggelenk, in das rechte Ellbogengelenk und in den rechten Daumen, daher IBU 600 4 Tabeletten am Tag. Nach den 14 Tagen wies mich der Internist in die Tages-Rheumaklinik ein. Dort wurde reaktive Arthritis festgestellt, wobei der Auslöser nicht definitiv festgestellt werden konnte. Auslöser könnten Bakterien (Campylobacter) aufgrund eines Durchfalls Ende April sein oder die nachgewiesenen Borrelien; HLA B 27 ist positiv.
    Beide Knie wurden punktiert (es wurde ein "alter" Erguss festgestellt) und "Triamcinolon" 40 mg gespritzt. Fortführung der NSAR (Celebrex 2 Tabl. pro Tag). Zunächst zeigte sich eine wahnsinnige Besserung. Die Schmerzen an allen Gelenken gingen zurück. In der Zwischenzeit hatte ich mehrere Rückfälle und derzeit sind alle Gelenke wieder geschwollen. Die Schmerzen strahlen in den Rücken und über die Halswirbelsäule in den Kopf und meine recht Schulter ist ebenfalls betroffen. Ich fühle mich richtig schlecht, vor allem morgen brauche ich lange bis ich in die "Gänge" komme.
    Der Arzt in der Rheumaklinik deutete etwas von einer Basistherapie an, wenn meine Schmerzgrenze erreicht sei. Wer hat damit Erfahrungen gemacht? Über viele Antworten würde ich mich sehr freuen.
     
  2. JustCrazy

    JustCrazy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2014
    Beiträge:
    46
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Diepholzer Land
    Hallo Alex,

    erstmal herzlich Willkommen im Forum.

    Ich leide selbst seit 14 Monaten unter reaktiver Arthritis, bekomme aber bisher noch keine Basistherapie. Mein Rheumatologe möchte auch weiterhin versuchen ohne Basis auszukommen, da ich erst 29 Jahre alt bin und es eigentlich eine gute Chance gibt, dass reaktive Arthritiden auch so wieder ausheilen. Allerdings bin ich im Gegensatz zu dir, HLA-B 27 negativ und habe somit auch keine genetische Neigung dazu.
    Ich bekomme seit 14 Monaten Schmerzmittel (erst Ibu, jetzt Naproxen) und habe meine Cortisonstoßtherapie (täglich 1000mg Cortison i.v. über 5 Tage) hinter mir, alles mit mäßigen Erfolg. Meine Schmerzen ist auch schubweise stärker, v.a. bei warmen Wetter oder nach Belastung der Gelenke. An Sport ist seit Monaten nicht zu denken... leider.

    Was ich damit sagen will, ich kann sehr gut verstehen, was du durchmachst. Die Unsicherheit, was wird, ständig irgendwo anders Schmerzen und nichts läuft mehr so, wie man es gewohnt war. Aber lass dich nicht entmutigen...

    Alles Gute und LG JC
     
  3. Atze1000

    Atze1000 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2014
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Schock 14 Monate!!!

    Hallo JustCrazy,

    danke für Deine Antwort und Deine netten aufmunternden Worte. Dass Du die Krankheit aber schon 14 Monate hast, hat mich doch schockiert. Es würde mich interessieren, wie lange zu Du krank geschrieben warst? Ich bin jetzt seit knappe 6 Wochen zu Hause (inkl. Urlaub) und im Moment kann ich mir noch nicht vorstellen wieder zu arbeiten. Dafür sind die Schmerzen, vor allem in der Nacht, zu stark und lassen mich nicht schlafen. Des weiteren kommen immer wieder "Überraschungen" dazu. Ich hatte jetzt schon zweimal Schüttelfrost und einfach ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl.
    Herzliche Grüße Atze
     
  4. merre

    merre Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    3.890
    Zustimmungen:
    24
    Ort:
    Berlin
    Diagnose

    Hallo Atze 1000
    Also bei einem positivem HLA-B 27 Wert müßte eine Spondyloarthritis (Morbus Bechterew) ausgeschlossen werden.
    Ibuprofen nur mit Magenschoner einnehmen, man sagt eigentlich max. 3, 600-er/Tag.
    Celebrex kenne ich auch, allerdings wegen Arthrose. Es wird auch oft bei Schmerzen und Entzündungen verschrieben, die in der Regel eine kurzzeitige Bedeutung haben (Verletzungen beim Sport).
    Enzündungs- und schmerzhemmend, sollte die Wirkung nachlassen würde ich auch an eine Basistherapie denken.

    Ich würde auch eine physiotherapeutische Therapie befürworten wollen. Ein guter Physiotherapeut sollte sich mal die Gelenke ansehen, die Bewegungseinschränkungen prüfen...ich habe da sehr gute Erfahrungen gemacht.
    Manchmal haben die gute Erfahrungen und entsprechend passende Vorschläge.

    Gute Besserung "merre"
     
  5. JustCrazy

    JustCrazy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2014
    Beiträge:
    46
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Diepholzer Land
    Hallo Atze 1000,

    sorry das ich mich jetzt erst melde, aber ich hatte den thread etwas aus den augen verlohren.
    ich bin seit 14 Monaten krank geschrieben und werde es wohl auch noch ein ganze Weile bleiben, da ich momentan eher schmerzmäßig wieder auf dem absteigenden Ast bin. Allerdings bin ich, wie gesagt, eher ein Ausnahmefall.

    LG JC