reaktive Arthritis, eventuelle Überlagerung mit MB

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von tanto, 7. Mai 2021.

  1. tanto

    tanto Neues Mitglied

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    Zunächst einmal möchte ich allen danken die bisher ihr Erfahrungswissen mit mir geteilt haben. Ich weiß jede Beitrag sehr zu schätzen, da alles in Summe geeignet ist mir ein Licht in dieser doch sehr ungewohnten Situation vorauszuwerfen.

    Als Quintessenz bezüglich Adalimumab nehme ich bisweilen mit, dass die meisten hier das Medikament ohne schwere Nebenwirkungen angewandt haben, insofern Nebenwirkungen auftraten bildeten sich diese nach absetzen des Medikaments wieder zurück.
    Meine Vorbehalte und Ängste gegenüber Imraldi haben sich in Summe doch spürbar gemindert weil schlicht und ergreifend die positiven Berichte deutlich überwiegen.

    Ich möchte an dieser Stelle nochmal kurz meine aktuellen Symptome zusammenfassen, vielleicht findet sich ja noch wer dem es ähnlich geht,
    Zusammenfassend bin ich ja nunmehr seit März "dabei" zunächst dabei, Symptome zur Stunde sind:
    - leichte Schwellung rechter Großzeh mit leichtem Druckgefühl, Schmerz 1/10, voll bewegungsfähig
    - mäßige flukturierende Schwellung linkes Sprunggelenk, um den Knöchel innenseitig, voll bewegungsfähig, Schmerz 2/10; bei längerem Stehen Druckgefühl im linken Vorderfuß
    - Druckgefühl auf den Wirbeln an der Nahtstelle LWS/BWS im Sitzen, nicht schmerzhaft aber sehr irritierend
    - Entzündungsschmerz im Becken wenn ich mein Kinn auf die Brust lege, Intensität hierbei 5/10 (Menell und Schober kann ich ohne Probleme ausführen)

    Aktuell nehme ich 5mg Prednisolon (ausschleichend, Reduktion um 2,5 m pro Woche und eine IBU 600 Abends),

    Insofern sich die Symptome nicht verschlechtern habe ich für mich folgenden Fahrplan bis Ende Juli (Rückkehr USA) aufgestellt, wechselweise täglich Schwimmen oder leichte Intensität Fitnessstudio sowie ca 3km lockeres walken/ oder Radfahren, das Ganze will ich auch in den USA so durchziehen und versuchen vor Ort ohne Medikamente klar zu kommen. Wenn vor Ort ein Schub einsetzen sollte, würde ich einen selbstinduzierten Kortisonstoß durchführen und bei Rückkehr sofort Imraldi einsetzen.

    Generell muss ich sagen, dass mir Aktivität sehr gut tut, subjektiv erscheint die Schwellung im Sprunggelenk hiernach etwas verringert als auch der Rücken ist danach für kurze Dauer ohne Schmerzen.

    Mit Ablauf Juli wäre ich dann 5 Monate dabei, insofern sich die gegenwärtigen Beschwerden nicht verschlimmern wären doch irreversible Schäden wären doch irreversible Schäden in der Zwischenzeit nicht zu vermuten oder?

    Wäre es möglich, dass mir der ein oder andere MB betroffene mal schildert wie heftig Schubsituationen bei ihnen jeweils aufgetreten sind?
    War in der Zeit zwischen den Schüben stets ein leichter Basisschmerz vorhanden oder gar nichts hinsichtlich Scherzen? Muss für eine Versteifung zwangsweise ein Schub vorliegen?
     
  2. tanto

    tanto Neues Mitglied

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    Liebe Community,
    heute will ich mich mal nach meiner ersten Einnahme von Imraldi zurückmelden.

    Gestern Abend habe ich beschlossen nun doch sofort mit der Einnahme von Imraldi zu beginnen.
    Ich habe mich jetzt vier Monate mehr schlecht als recht mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen rumgeplagt, sodass ich dann kurzerhand doch sehr davon überzeugt war dem Imraldi eine Chance zu geben.

    Generell bleibt ja zu sagen, dass trotz der möglichen Nebenwirkungen der Nutzen stark überwiegt.

    Nach der Injektion ist die Einstichstelle am Bauch sofort angeschwollen und hat sich innerhalb der nächsten zwei Stunden wieder zurückgebildet.
    Eine deutliche und spürbare Besserung über Nacht vermochte ich leider nicht festzustellen, zum Glück bin ich bislang aber auch von Nebenwirkungen (bis auf die Schwellung) verschont geblieben.

    Jetzt wollte ich an der Stelle nochmal zwei Fragen an alle richten die in der Vergangenheit Imraldi eingenommen habe:
    Wie lang hat bei euch ungefähr bis zum Wirkungseintritt gedauert? Häufig liest man, dass mit der zweiten Injektion eine spürbare Besserung eingetreten sein solle...
    Wann sind bei euch etwaige Nebenwirkungen aufgetreten?
     
  3. Lütten

    Lütten Bekanntes Mitglied

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    Moin @tanto ,
    ich glaube so 2-4 Injektionen waren es bis die erste Wirkung eingetreten ist.
    Nebenwirkungen sind nicht schlimmer/ mehr geworden in der Zeit wo ich Imraldi gespritzt habe.
    Wünsche dir viel Erfolg bzw. schnelle Wirkung ohne Nebenwirkungen
     
  4. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    Um einer Reaktion an der Einstichstelle vor zu beugen, könntest du den Pen ca 10 Minuten vor dem Spritzen aus dem Kühlschrank nehmen, und auch mal gucken ob es am Alkoholpad liegt.
    Mein Doc hat mir gesagt, wenn ich in meiner häuslichen Umgebung spritze, ist der Pad überflüssig.
     
  5. Jürgen

    Jürgen Registrierter Benutzer

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    Hi Tanto,

    Du fragtest wie sich die Schübe äußern- leider wird Dir diese Frage niemand beantworten können, da es sehr individuell ist. In den ersten 5 Jahren hatte ich einen schubweisen Verlauf, allerdings war ich nie schmerzfrei. Dann folgten 10 Jahre Dauerschub- somit chronisch progredient.

    Leider gibt es auch keine Möglichkeit eine genaue Aussage über den Zusammenhang zwischen Schub, Entzündung, Schmerz und Versteifung zu treffen. Es gibt Menschen die versteifen ohne es zu merken. Es gibt auch häufig die Aussage, dass die Schmerzen nachlassen, wenn etwas versteift ist- diese Aussage ist falsch. Mein ISG war nach 2 Jahren komplett durchbaut, aber die Schmerzen waren unerträglich. Begründet wurde es mit einer entzündeten Knochenhaut.

    Ich nehme seit Juli 2020 Infliximab als Fertigpen (vorher als Infusion) und mir wurde gesagt, dass ich es 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank holen soll- Probleme habe ich mit dem Spritzen überhaupt keine. Sonst kannst Du es vielleicht mal im Oberschenkel probieren- in der Anleitung sollte stehen, in welchen Körperregionen es gespritzt werden kann.

    Viele Grüße und viel Erfolg
    Jürgen
     
  6. Money Penny

    Money Penny Bekanntes Mitglied

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    Sehr schön tanto,denn bei manch einen wirken die Irmraldispritzen wie entlassene Superkräfte und bei manchen passiert nicht viel.
    Ich denke, das Mittel kann es bei vielen richten.
    LG Money Penny
     
  7. Money Penny

    Money Penny Bekanntes Mitglied

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    Bei mir kommen die Schübe auch sehr unterschiedlich.
    Im Moment einen sehr heftigen bekommen, so fast alle Gelenke Schmerzen und natürlich das ISG.
    Das ganze lässt sich bei mir grad nicht unter Kontrolle bringen.
    Hab ich Glück, wird es in zwei Wochen weniger.
    Pech, dann bleibt es 3 Monate und mehr.
    Dann laufe ich nur mit Stock, heule morgens vor Schmerzen und das Aufstehen dauert über zwei Stunden.


    Da ich noch eine andere schwerere Erkrankung habe, bekam ich zwischenzeitlich auch Chemo/ Jak- Hemmer. Beobachtete dadurch eine Besserung.
    Die muss ich noch mit meinen Rheumatologen abklären.
    LG Money Penny
     
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