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Ratlosigkeit

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von bachmanning, 3. Januar 2006.

  1. bachmanning

    bachmanning Neues Mitglied

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    2. Januar 2006
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    Hallo,hier ist wieder eine Neue im Forum, ein gutes und schmerzarmes Jahr vorerst an Alle!

    Nachdem ich viele Beiträge im Forum gelesen habe, traue ich mich Euch meinen Roman zu erzählen und hoffe, ein paar nützliche Tips zu bekommen.
    Habe seit ca 3 Jahren ziemliche Probleme ( Lendenwirbelsäule-Osteochondrose mit Stenose und lytische Listhese ( Wirbelgleiten)
    Die Beschwerden wurden jetzt im letzten Jahr immer schlimmer, gleichzeitig vor ca 6 Monaten bekam ich enorme Schmerzen in der linken Ferse, konnte fast nicht mehr gehen. 3x Röntgen hat kein Ergebnis gebracht, mit Cortisonspritze vorübergehend Besserung.Habe Einlagen bekommen, keine Besserung.
    Vor ca 3 Monaten bekam ich Schmerzinfusionen beim Arzt, bekam einen dicken Oberarm heiss und rot entzündet ( angeblich kein Zusammenhang mit Therapie), Arm wird auch jetzt noch am Abend merklich warm und tut weh.
    Ich bin außerdem furchtbar müde, kann oft nachts nicht schlafen und bin nicht belastbar. Schmerzen habe ich einmal an der Schulter, dann wieder 1-2 Finger, oder das Gelenk unterhalb des Daumens. Beide Füße,teilweise auch verschiedene Zehen, wobei der Hauptschmerz immer noch links sitzt. Die Blutwerte beim Rheumadoc ergaben:
    RF 113, Ana 1:160 gespr., Blutsenkung 2 51, Gamma 24,8, CRP normal 0,1
    Befund:Verdacht auf Autoimunerkrankung
    DD Kollagenose
    inzipiente rheumatoide Arthritis Overlap
    erwähnen möchte ich noch, HLBA27 war negativ, Borreliose Antikörper negativ
    Mein Rheumadoc meinte, im Jänner müßten wir eine Cortisontherapie beginnen, die Probleme mit dem Fuß hätten außerdem keinen Zusammenhang mit den anderen Schmerzen. Da kann ich nicht glauben!!!
    Ich möchte vor Allem einmal wissen, was ich wirklich habe, für eine CP fehlen mir die entzündeten Gelenke, auch im Röntgen ( Fuß) hat man nichts gesehen. Auf jeden Fall fühle ich mich krank und ratlos und bekomme außerdem immer wieder andere Befunde bei den Ärzten.

    Danke fürs Abladen und Zuhören
    Ingrid
     
  2. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Diagnose

    Hi Ingrid
    Ja also alle Rheumaerkrankungen sind autoimmune Erkrankungen, was soviel heißt, daß der Körper eine Immunabwehr gegen körpereigenes Gewebe in Gang setzt und dabei genau das Gegenteil erreicht, also gesundes Gewebe schädigt (simpel erklärt).
    In Deiner Diagnose scheint man davon auszugehen, daß Wirbelveränderungen, hierbei Knochen und Knorpel, sich auf die Krümmung der Wirbelsäule auswirken und "durch Verrutschen" es zu Verengungen im Spinalkanal kommen kann (Stenose).
    Ich habe teils ähnliche Probleme und kenne einige Beschwerden. Man muß jetzt wissen, daß diese kurzzeitigen Einengungen bestimmte Auswirkungen haben können, die man dem garnicht zuordnen will.... Ich hatte zum Beispiel einen leicht entzündeten gürtelroseähnlichen Ausschlag auf dem rechten Oberarm, was einer Blockierung am 5. Halswirbel zugeordnet wurde.
    Es können sich aber auch Beschwerden an den Beinen, Händen, Fingern und andere bemerkbar machen.
    Ob auch eine RA oder Kollagenose vorliegt , muß man sicher abprüfen.
    Aber diesem Wirblegleiten und überhaupt der WS würde ich Vorrang geben wollen. Man spricht dann eigentlich von einer Spondylolisthese, die wie gesagt genauer untersucht werden sollte. Es gibt auch die Angabe dabei über den Grad einer Verschiebung (Gleiten).
    Da würde ich noch einmal mit dem Arzt drüber reden.
    J also dann gute Besserung.... "merre"
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Ingrid,

    sei zuerst einmal ganz herzlich willkommen!

    Die Idee Deines Arztes, mit einer Cortisontherapie zu beginnen, ist ganz sicher nicht schlecht. Wenn Du darauf nämlich prompt reagierst, wird fast immer einer Basistherapie eingeleitet. Wenn diese passt, bist Du innerhalb weniger Monate weitgehend beschwerdefrei.

    Eigentlich kann Dir dann die exakte Diagnose zunächst auch egal sein. Bei mir war es so, dass es zunächst hieß "Verdacht auf seronegative cP", dann, nachdem Cortison perfekt angeschlagen hatte: "chronisch entzündlich-rheumatische Erkrankung, DD Kollagenose" (wegen ANA 1 : 640), wenig später "cP-ähnliche Psoriasisarthritis" und erst seit 1,5 Jahren: "seropositive cP mit Psoriasis". Nichtsdestotrotz wurde ich auch ohne genaue Diagnose basistherapeutisch betreut. Als ich schließlich die letzte Diagnose hatte, wurde an der Therapie nichts geändert, denn sie half mir ja. Das war und ist für mich das Wichtigste.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. bachmanning

    bachmanning Neues Mitglied

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    danke für Eure nette Begrüßung.
    Merre, mein "Wirbelgleiten habe ich die letzten 3 jahre vorangig behandelt, unzählige Therapien usw. gemacht, wichtig ist für mich jetzt, ob alle meine Beschwerden zusammenhängen, höre immer wieder, eins hat mit dem anderen nichts zu tun, ach ja ein Augenproblem plagt mich auch, sind ziemlich trocken und oft verklebt.

    Mich würde auch interessieren, ob ich von einer Cortisontherapie gleich Gewicht zulege? bin nämlich nicht grad eine Gazelle.
    Monsti, ich bin schon teilweise sehr zornig auf all die Ärzte, was glaubst Du haben die schon alles diagnostiziert.

    Ich fahre auf jeden Fall Ende Jänner nach Wien zu Prof.Smolen ( ein Begriff?) um eine zweite Meinung eines Spezialisten einzuholen.

    Liebe Gr´ße und Dank aus dem tief verschneiten Oberösterreich