Radonbehandlung bei Fibromyalgie

Dieses Thema im Forum "Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von tabita, 18. März 2017.

  1. tabita

    tabita Neues Mitglied

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    Hallo,

    bin nach längerer Zeit wieder zurück. Da alle Laborbefunde unauffällig waren, wurde letztendlich Fibromyalgie festgestellt. Habe seit 2010 Ganzkörper-Muskel-und Gelenkschmerzen, besonders die Beine und abends und nachts. Als Schmerztherapie wurde mir lediglich ein Antidepressivum (Amitryptolin) empfohlen, das ich aber wegen der Nebenwirkungen ablehne. Möchte nun eine Radon-Kur machen. Hat jemand Erfahrung mit Radon und wirkt es überhaupt bei FMS?. Habe auch zusätzlich Vorhofflimmern bekommen. Ist man damit geeignet, diese Therapie zu machen ?
     
  2. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Hallo Tabita,

    du lehnst das Amitryptilin also quasi von vornherein schon ab, weil es ja eventuell Nebenwirkungen machen könnte, hab ich das jetzt so richtig verstanden?

    Wenn ja, dann probiere es doch erst mal aus, denn nicht jeder bekommt zwangsläufig die Nebenwirkungen, welche im Beipackzettel aufgeführt sind! Die werden doch nur sicherheitshalber alle aufgeführt und müssen und treten nicht bei jedem auf!

    Die Radontherapie kannst ja nebenher trotzdem ausprobieren, hab von einigen gehört mit Fibro das es die Beschwerden lindert.

    Selber hab ich keine Fibro, aber eine Kollagenose, ist eine Form des entzündlichem Rheuma und ich war da schon einige male privat zur Radon- Trink und Badekur in Bad Steben und es hift mir und lindert zumindest für eine gewisse Zeit einige Beschwerden. In einem Radonstollen war ich alerdings noch nicht, denn in Bad Steben wird nur Radontrinkkur und Radonbad angeboten.
     
    #2 18. März 2017
    Zuletzt bearbeitet: 18. März 2017
  3. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Tabita,

    ich habe selber keine Fibromyalgie, mache aber 2x jährlich Radontherapie in Bad Kreuznach und habe dort viele Fibro-Patienten gehört und erlebt.
    Denen tut diese Therapie wohl ähnlich gut wie mir...
    Also ist das sicher einen Versuch wert.

    Hier findest du viele Informationen dazu: https://www.rheuma-online.de/therapie/radon-heilstollen/

    Für Bad Gastein gibt es noch viele weitere Informationen: https://www.rheuma-online.at/rol/therapie/radon-heilstollen/weiterfuehrende-links-und-infos-zum-heilstollen-und-zur-radon-therapie/ - für Bad Kreuznach hier: http://acuradon.de/

    Ausprobieren schadet sicher nicht - kann man auch im Rahmen eines Aufenthaltes in der Akutklinik in Bad Kreuznach oder bei einer Reha.

    Liebe Grüße und alles Gute von anurju
     
  4. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ich würde dieses Medikament ebenfalls niemals freiwillig nehmen, kapiere gar nicht weshalb das manche Ärzte noch verschreiben.
    Es ist unter anderem ein Antidepressia mit dem Gewichtszunahme, Müdigkeit und benommene Schlappheit einhergeht. Dient nur für Leute, die sich platt machen wollen bzw. sedieren - meine Meinung.
     
  5. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Zur Schmerztherapie wird das Amitryptilin in viel niedriger Dosierung eingesetzt, als bei Depressionen.
     
  6. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Das mag sein Lagune, ich verstehe jeden, der das nicht nimmt. Es gibt garantiert Angenehmeres an Möglichkeiten für den, der sich bemüht.
     
  7. murlikat

    murlikat Registrierter Benutzer

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    Hallo Tabita, wenn Du schon Vorhofflimmern hast, solltest Du unbedingt wg. Amitryptilin mit Deinem Kardiologen sprechen. Diesen Facharzt würde ich auch mal nach seiner Meinung zu der Radontherapie (Stolleneinfahrten) fragen.

    Mein Kardiologe hat bei mir verschiedene Medikamente wegen zu großem Risiko für Herz/Kreislauf abgelehnt. Manche Schmerzärzte oder Orthopäden meinen es gut mit ihren Verschreibungen, aber beachten nicht unsere Begleitererkrankungen.

    Gruß murlikat
     
    #7 19. März 2017
    Zuletzt bearbeitet: 19. März 2017
  8. aischa

    aischa Guest

    Hallo tabita,

    kann dir nur empfehlen, eine radontherapie zumachen.....ich gehe immer ca.14 tage nach sibyllenbad!:top:
    allerdings auf eigene kosten.
    Der gaststeiner stollen ist mir leider zu teuer, meine kasse bezahlt keine therapie dort, auch nicht anderswo:mad:
    wenn du nicht berentet bist sondern noch arbeitest, hast du natürlich mehr möglichkeiten, reha und "kuren" zu bekommen!

    bevor du zu pillen greifst, würde ich auch nach anderen alternativen suchen!
     
    #8 19. März 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. März 2017
  9. tabita

    tabita Neues Mitglied

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    Radon-Therapie

    Hallo Lagune,

    vielen Dank für Deine Hilfe. Habe einige Zeit Cymbalta genommen, auch ein Antidepressivum, 10 kg Gewichtszunahme und immer müde und schlapp. Aber die Trink- und Badekur mit Radon wäre eine Alternative. Gut zu wissen, dass es auch bei FMS helfen soll.
    VG Tabita

    Hallo anurja,

    du hast mir mit deiner Antwort sehr viel weitergeholfen. Auch habe ich durch die Links alles über Heilstollen-Therapie erfahren, was ich wissen wollte. Ich glaube Bad Gastein wäre die richtige Adresse. Nun muss bloß noch die Kasse mitspielen.
    Vielen Dank nochmal und liebe Grüße
    Tabita
     
  10. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Zur Radon-Heilstollenherapie bei Herz und Kreislauferkrankungen steht etwas unter Kontraindikationen:
    http://www.gasteiner-heilstollen.com/de/med/medizinische-indikationen-radontherapie/

    Frage da auch unbedingt deinen Kardiologen, bevor du eine solche Therapie machst, wenn du mit Vorhofflimmern(Herzrhythmusstörung) zu tun hast oder hattest.
     
    #10 19. März 2017
    Zuletzt bearbeitet: 19. März 2017
  11. aischa

    aischa Guest


    Gilt aber nur für den gasteiner stollen...wegen der hohen temperatur und luftfeuchtigkeit!!
     
    #11 19. März 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. März 2017
  12. anurju

    anurju anurju

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    Hallo nochmal,

    also sowohl in Bad Kreuznach als auch in Bad Gastein wird man vor einer Therapie gründlich untersucht.
    Die Ärzte zuhause kennen sich oft nicht sooo gut mit dieser besonderen Therapieform aus.
    Deshalb würde ich vorab dort anrufen und klären, welche Kontraindikationen es gibt. Beide Gesundheitszentren arbeiten eng mit spezialisierten Ärzten zusammen und fragen nach.
    In Bad Kreuznach ist die Therapie überhaupt kein bisschen belastend (gleiche Temperatur, keine höhere Luftfeuchtigkeit, man sitzt einfach gemütlich in einem Sessel oder liegt auf einer Liege), hört mit Kopfhörern Musik oder liest etwas. Entspannung pur.
    Ich fand Gastein da viel belastender - auch für den Kreislauf... da würde ich vermutlich mit Herzproblemen vorsichtiger sein.
    Menschen mit Kreislauferkrankungen werden dort allerdings in einem Liegewagen in den Stollen transportiert, in dem sie auch bleiben - außerdem ist ständig ein Arzt zugegen. Also: die machen alles und haben viele schwerkranke Patienten dort.
    Wenn dein Rheumatologe dir dafür eine Verordnung schreibt (das ist ein extra DinA-Formular, wie bei einer Reha), dann würde ich das in Ruhe mit der Kasse klären. Einige sind da nicht zur Zahlung bereit (wie bei Aischa), aber meine Kasse übernimmt zumindest einen Teil der Kosten. Übrigens ist Bad Kreuznach fast halb so teuer wie z.B. Bad Gastein - auch von den Unterkünften her...

    @ Mara1963 - es fällt mir schon länger auf, dass du einige Medikamente rundweg ablehnst, die anderen Usern extrem gut helfen und die diese brauchen, um ihr Leben angemessen leben zu können (z.B. Antidepressiva zur Schmerztherapie, Opioide). Natürlich kannst du dazu deine eigene Meinung haben und kundtun, du musst die Mittel ja auch nicht selber nehmen - aber ich finde, dass deine Aussagen oft etwas Abwertendes haben - auch den Ärzten gegenüber, die diese aus guten Gründen verschreiben. Ich nehme seit 8 Jahren Opioide, weil es einfach nicht anders geht. Und fühle mich damit gut - kann damit weiter in Vollzeit arbeiten, bin unter stetiger Kontrolle meines Schmerztherapeuten. Diese Mittel sind deutlich weniger organschädigend als z.B. NSAR, die manche Leute ja bedenkenlos schlucken.
    Also: da in diesem Thread schon wieder eine Anmerkung deinerseits gegen Medikamentenverordnungen kam, musste das von meiner Seite einfach mal raus - ohne hier eine Diskussion anzetteln zu wollen. Ich finde, man sollte jeden User und auch die verordnenden Ärzte so agieren lassen, wie es für die Einzelpersonen Sinn macht und sich generelle "Urteile" verkneifen. Du kannst ja für dich gerne entscheiden, wie du das handhaben willst und was dein Leidensdruck nötig macht. Aber neue User könnten durch deine Aussagen verschreckt und verunsichert werden. Das fände ich sehr schade!
     
  13. tabita

    tabita Neues Mitglied

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    Radon-Therapie

    Hallo anurja,

    Danke nochmals für Deine ausführlichen Ergänzungen. Habe mich im Bad Gasteiner Stollen umgesehen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wird es bei Herzproblemen schwierig. Bad Kreuznach scheint die bessere Adresse zu sein. Bin leider auch schon berentet und habe daher wohl kaum Aussichten auf bezahltes Kuren. Aber 29 € eine Anwendung ist o.k. Das kann man auch gut mit anderen zusätzlichen Anwendungen kombinieren.

    Euch allen nochmals Dankeschön für die Diskussion,auch was die Antidepressiva betrifft. Da muss wirklich jeder zusehen, was ihm bekommt und welche Erfahrungen er gemacht hat.

    Beste Gesundheit und tschüß
    Tabita
     
  14. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Hallo anurju,

    meine Meinung darüber sage ich deshalb, da nicht alle Ärzte gut überlegen was für den Menschen individuell angemessen ist. Einige verschreiben Medikamente auch leichtfertig, das sind natürlich nicht alle, jedoch einige. Manche Ärzte verschreiben aus Zeitmangel, Rezept ist schnell fertig gemacht, Patient kriegt das Gefühl, dass sich gekümmert wird.

    Sogar mein Rheumatologe sagt, dass sehr viele Patienten am glücklichsten sind, wenn sie Rezepte bekommen.
    Darüber habe ich mit ihm bereits gesprochen, da ich bevorzuge so wenig wie möglich an Medikamenten zu mir zu nehmen; das weiß er und berücksichtigt das und findet es sogar gut.

    Ich ticke hier anders als du.
    Ich hätte keine Freude daran, wenn ich nur mit einem Opiat ganztags arbeiten könnte. Ich stellte mir ständig vor wie ich meinen Körper irritiere mit was, was nicht tatsächlich in mir ist. Da müsste ich mir eine Alternative überlegen. (Meine Meinung)


    Antidepressivas werden oft leichtfertig verschrieben, da gibts viel darüber zu lesen im Netz, das sind gefährlich "angebliche" Helfer.

    Jeder sollte sich bewusst machen, dass jedes Medikament im gleichen Sinne wie es wirkt einen Schaden im Körper anrichtet, auch wenn die Nebenwirkung nicht unbedingt bemerkbar für den Patienten momentan ist.
    https://www.zentrum-der-gesundheit.de/nebenwirkungen-von-medikamenten-ia.html

    und natürlich will die Pharmaindustrie verdienen
    Natürlich gibt es Medikamente, die Leben retten und Kranken wirklich helfen. Doch die Pharmaindustrie will mehr. Sie will abkassieren......
    http://www.die-grosse-volksverarsche.de/pharmaindustrie/

    Ich finde es gut, wenn jeder darüber nachdenkt und wenn der eine oder andere von mir verschreckt ist, wird er sich vielleicht damit eventuell auseinander setzen oder auch nicht, je nachdem wie bliebt ;).

    Ist doch so anurju, macht doch sowieso jeder Mensch das, wovon er überzeugt ist, an was er glaubt, denn die Verantwortung trägt jeder alleine für sich selbst.
     
  15. Neli

    Neli Optimistin

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    Hallo Mara,

    ja, Du trägst die Verantwortung alleine für Dich selbst.
    aber nicht für andere,
    und wenn Du den Ärzten selbst nicht so sehr vertraust, dann ist das Deine eigene Meinung,
    die Du nicht unbedingt allen dauernd mitteilen musst.
    Du irritierst nur, besonders neue User (natürlich auch Userinnen, wir sind
    ja schließlich modern).


    Ich kann mir nur erklären, dass Du nicht sehr schlimm von Deiner Krankheit betroffen bist,
    denn das gibt es ja Gottseidank auch manchmal. Und dafür kannst Du Gott danken!
    Ich denke, Dein Arzt wird sich hüten, Dir zu widersprechen, weil er für längere Diskussionen
    sicher absolut keine Zeit hat, wenn er tüchtig ist.

    Ich bin auch manchmal von Dir verschreckt, (das ist Deine eigene Ausdrucksweise.)


    Ich hab nur nicht so viel Energie, Dir laufend zu widersprechen,
    wenn Du in unmöglicher Weise über Ärzte und über Medikamente sprichst.

    Ich wünsche Dir, dass Du Deinen scheinbar ziemlich guten Zustand
    noch lange genießen kannst.

    Das war das Wort zum Montagnachmittag!

    Neli
     
  16. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Hallo Neli,

    ich teile meine Meinung gerne mit zu Themen, die mich interessieren.
    Ein Forum dient zum Austausch und keiner von uns hat die Weisheit mit dem Löffel gefressen, weder du noch ich ;).

    Ist möglich, dass mein Rheumatologe wenig Zeit hat; was die Medikamente betrifft sieht er es ähnlich, manche Leute wollen meeehr.

    Vielleicht freuen sich neue User über einen anderen Blickwinkel,
    das weißt du nicht Neli, jeder nimmt doch das heraus was ihm dienlich ist und wenn wir uns hier alle nur betätscheln kommen wir nicht weiter.

    Das ist eine Annahme von dir, was du über mein Befinden vermutest.
    Ich danke Gott, dass er mir hilft meine Krankheit anzunehmen, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken, an mich selbst zu glauben und die Ärzte und Medikamente als mir dienliche, ergänzende Unterstützung zu nutzen, genesen oder mich besser / gut fühlen, das kann ich nur aus mir selbst heraus (oder auch nicht).

    Das Wort "verschreckt" habe ich aus anurjus post übernommen.

    Wenn dich meine Posts stören, dann lies drüber hinweg.

    Alles Gute auf deinem Weg,
    Gruß Mara
     
  17. Neli

    Neli Optimistin

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    Hallo, Mara,

    "Ich danke Gott, dass er mir hilft meine Krankheit anzunehmen, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken, an mich selbst zu glauben und die Ärzte und Medikamente als mir dienliche, ergänzende Unterstützung zu nutzen, genesen oder mich besser / gut fühlen, das kann ich nur aus mir selbst heraus (oder auch nicht)."

    Dieser Satz von Dir hat mir sehr gefallen,
    so denke ich im Grunde auch.

    Mich wundert sehr, dass Du böse Worte über Ärzte verlierst,
    aber ohne jedes Misstrauen auf Artikel und Bücher hinweist,
    die von Leuten geschrieben wurden, die selbst kein Rheuma haben
    und die durch ihre Bücher sicher auch Geld verdienen oder?


    Dass Du mir alles Gute auf meinem Weg wünscht,
    dafür danke ich Dir,
    das gleiche wünsche ich Dir auch.

    Hinzufügen möchte ich nur noch,
    dass ich schon 30 Jahre Rheuma habe,
    also weiß, wovon ich rede.

    So, das war`s zu diesem Thema!

    Viele liebe Grüße

    Neli
     
  18. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Nun zankt doch nicht. Es sind doch immer wieder die gleichen Diskussionen... Soll jeder so machen, wie er es für richtig hält. Positive sowie negative Erfahrungen sollen natürlich weitergegeben werden, schließlich kann der/die Eine oder Andere davon für sich profitieren. Was mir nicht gefällt, und das nicht nur hier sondern auch im richtigen Leben, ist der Versuch, jemandem die eigene Meinung aufdrücken zu wollen. Und wie überall macht auch hier der Ton die Musik ;).
    Das wollte ich nur mal eben loswerden.
     
  19. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Neli, es freut mich sehr, dass du freundlich zu mir schreibst!

    Ich schimpfe nur über manche Ärzte, nicht über alle ;) und zitieren oder hinweisen tu ich nur auf Bücher oder Texte, die meinen Gedanken und Überzeugungen entsprechen, auch wenn die Schreiber an Büchern verdienen, aber ist halt ihr Geschäft, Pharmaindustrie usw. verdienen immens und deshalb sträuben mir hin und da die Haare und so sage / schreibe ich das.

    Ich finde es gut, dass wir hier die Möglichkeit haben uns auszutauschen und wünsche einen gemütlichen Abend,
    Mara

    :top:
     
  20. anurju

    anurju anurju

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    Hallo nochmal,

    Ein letztes Mal möchte ich dazu etwas loswerden:
    Wenn man seinen Beruf aus vollem Herzen und mit viel Leidenschaft ausübt (was ein großes Glück ist), wenn einem dieser unglaublich viel gibt und einen zudem auch von dem Leben mit Einschränkungen und Schmerzen ablenkt, dann ist das - für mich! - ein unsagbarer Mehrgewinn, ihn ausüben zu können. Und für mich ist das den Preis wert, Opioide zu nehmen. Das muss für dich nicht so sein. Da kann ich gut mit leben!
    Zudem könnte ich auch ohne Berufstätigkeit sicherlich nicht mehr ohne Opiate bzw. ohne hochgradig wirksame Schmerzmittel leben, weil ich einfach zu viele massive Schäden davongetragen habe (weil meine Erkrankung viel zu spät erkannt wurde). Zumindest wenn ich noch irgendwie am Leben teilnehmen wollen würde - meine Freunde treffen, etwas Kultur erleben...
    Deine Meinung in allen Ehren, aber du kannst nicht im Ansatz beurteilen, welche medizinischen Baustellen andere Menschen hier haben.
    Und es gibt einfach Verläufe und Schäden, die eben nicht anders abzufedern sind als durch eine Dauermedikamentation, die dir aktuell erspart bleibt...
    Du kannst mir glauben, dass ich unsagbar viele Alternativen ausprobiert habe - diese aufzuzählen würde das Thema des Threads sprengen.

    Ich kann Neli nur aus vollstem Herzen zustimmen - du verschreckst definitiv einige Leute hier durch deine Aussagen - wenn dir das Recht ist bzw. wenn du das in Kauf nimmst (so hatte ich es vermutet), weil du meinst, damit andere Denkrichtungen anzuregen, dann sei dir das unbenommen.
    Ich finde trotzdem, dass du dich in deinen Aussagen etwas mäßigen könntest - denn du scheinst einige Dinge nicht beurteilen zu können.
    Da helfen mir persönlich auch keine Links oder Hinweise auf Studien... aber schön, dass du dir diese Mühe machst, um deine persönliche Meinung zu belegen.
    Es gibt Erkrankungszustände, da ist es einem völlig egal, welche Medikamente man bekommt, man will nur, dass diese unglaublichen Schmerzen aufhören oder gemildert werden. Genau wie Neli das schon beschrieben hat... Falls du diese Eskalationen noch nicht erlebt haben solltest, sei froh! Leider kann sich sowas bei unserer Erkrankung durchaus ändern und schon ändert sich auch die Haltung zu bestimmten Wirkstoffgruppen...
    Ich wage zu behaupten, dass du erst dann beurteilen könntest, warum einige Menschen eben keine Alternativen haben und froh um Opioide etc. sind und warum die Ärzte diese dann eben auch verschreiben (meiner Ansicht nach zum größten Teil wohlüberlegt und verantwortungsbewusst).

    Ich kann dir nur meine Wahrnehmung wiedergeben: Ich kann deine Meinung natürlich überlesen, trotzdem stört mich die Abwertung Ärzten und Patienten gegenüber, die aus vielen deiner Postings spricht. Da kommt es halt auch manchmal auf das WIE einer Aussage an. Ein Beispiel für eine Aussage von dir, die mich extrem gestört hat, ist diese (aus dem Thread hier):
    "Das mag sein Lagune, ich verstehe jeden, der das nicht nimmt. Es gibt garantiert Angenehmeres an Möglichkeiten für den, der sich bemüht." Oder die Aussage über Antidepressiva: "Dient nur für Leute, die sich platt machen wollen bzw. sedieren - meine Meinung."
    Es ist mir ein Rätsel, wie du zu solchen Urteilen über Patienten kommst...
    Wie sich etwas anfühlt und ob man sich um Alternativen bemüht hat, weiß man nur, wenn man in der Situation ist - und sollte ansonsten vorsichtig mit abwertenden Bemerkungen sein - das ist meine Meinung dazu!

    Von meiner Seite aus ist hiermit alles zu diesem Thema gesagt, was mir auf der Seele lag.
    Ich sehe auch nicht - wie Maggy - dass wir hier streiten, sondern das ist meiner Ansicht nach einfach ein Austausch über die Wahrnehmung von Aussagen. Und mir sind auch in anderen Threads einige deiner Postings negativ aufgestoßen... sonst hätte ich mir sicher nicht die Mühe einer so ausführlicher Antworten gemacht.
    Wir Rheinländer sagen gerne: Jeder Jeck ist anders! - will heißen: ich habe kein Problem mit deiner Haltung zu Medikamenten, aber du solltest dir dann auch negative Äußerungen über Menschen verkneifen, die aus guten Gründen eben anders dazu stehen (finde ich).

    Alles Gute für dich und mögest du weiterhin deinen Weg so gehen können, wie du ihn dir wünschst!
     
    #20 20. März 2017
    Zuletzt bearbeitet: 21. März 2017
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