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Radon-Kur

Dieses Thema im Forum "Naturheilkunde und Komplementärmedizin / Alternati" wurde erstellt von merre, 16. November 2015.

  1. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Meine Radon-Kur in Bad Schlema, wg. Spondyloarthritis (Bechterew) mit peripherer Gelenkbeteiligung

    Die Bechterewsche Erkrankung zeigt sich bei mir, neben der bekannten Versteifung der Wirbelsäule, unter Anderem auch durch o.g. Gelenkbeschwerden.
    Betroffen sind die Hüftgelenke, die Knie und auch die kleinen Gelenke. Hier machen mir die Beschwerden einer Heberdenarthrose (Fingerendgelenke) insbesondere Schwierigkeiten, zumal jetzt eine Rizarthrose dazugekommen ist. Als „Handwerker“ braucht man halt seine Hände...was für mich von der Wichtigkeit vorrangig ist. Ärzte sehen das oft anders...

    Behandlungstechnisch bin ich seit 4 Jahren aus der medikamentösen Rheumatherapie (Basis) raus.
    Geblieben sind ersteinmal nur Schmerzmedikamente/Ibuprofen und ein Diabetismittel sowie
    Blutdrucktabletten.

    Da ich 3 TNF-Blocker „hinter mir habe“, darauf und auf Cox-2-Hemmer schwer allergisch reagiere, bleibt halt nur Physiotherapie in komprimierter Form (Bewegung ist Alles).

    Immer im Februar machen deswegen wir im Krankenhaus eine Schmerztherapie mit Dynastat-Infusionen und beantragen eine Anschlussheilbehandlung zur effeltiveren Weiterführung der Physiotherapie.

    Im Herbst mache ich dann immer eine Radon-Kur. Mit Beiden „kommt“ man quasi über die feuchtkalten Jahreszeiten.
    Ergänzend mache ich jede Woche Wassergymnastik, begrenzt verschriebene Physiotherapie und investiere auch viel selbst, um irgendwie halbwegs fitt zu bleiben.

    Dieses Jahr hat man die Anschlussheilbehandlung, Antrag Anfang März, abgelehnt, ich habe dann Widerspruch eingelegt und das „Hin-und Her“ ging bis vorige Woche.

    Zwischenzeitlich war wegen akuter Verschlechterung ein Krankenhausaufenthalt mit Schmerzbehandlung nötig und wir versuchten als alternatives Basismedikament „Quensyl“ einzusetzen. Es kam aber auch damit zu einer schweren allergischen Reaktion und auch "Quensyl" musste wieder abgesetzt werden.
    Daraufhin und wohl auch wegen der Arztberichte mit Hinweis auf deutlich progredienten Verlauf, hat man meinen Wusch, alternativ statt AHB eine ambulante Radon-Kur in Bad Schlema kostenmäßig zu übernehmen, entsprochen.

    Ausgehend von meinen bisherigen Erfahrungen denke ich, dass diese Behandlungsalternative wieder
    einen positiven Effekt bewirken wird. Bisher war das jedenfalls immer so.
    Da ich im vergangenen Jahr erklärt habe, warum ich meine, dass mir Radonbäder helfen setze ich das mal am Schluss dazu.
    Auch wäre zu sagen, dass Bad Schlema und angrenzend das Städtchen Schneeberg im Erzgebirge liegend, landschaftlich sehr schön sind und auch das Umfeld ist ja wichtig...
    Das Erzgebirge ist besonders im Winter und in der vorweihnachtliche Zeit immer eine Reise wert. Von den Auswirkungen des ehemaligen Uranbergbaus in der Region ist Nichts mehr zu sehen.
    Ein äußerst ansehlicher Kurpark ist in Bad-Schlema entstanden, schön zum Bummeln und relaxen Verweilen....

    Die Behandlungen im Actinon (Kurmittelhaus) sind „topp“, von der Zeit und auch von der Betreuung und Durchführung von Behandlungen durch die Mitarbeiter der Physiotherapie. Sie geben sich Mühe - sagt man wohl immer - aber ich würde sagen: Sie können ihr Handwerk einfach sehr gut und verstehen es am Patienten zu dessen Wohl umzusetzen.
    Wer mich kennt weiß, dass das aufgrund meiner Vergleichsmöglichkeiten ehrlich gemeint ist.

    Da man ambulant kuren muss, es gibt keine Klinik im Sinne stationärer Betreuung, hat man die Möglichkeiten einer Hotelunterkunft und mehrerer privater Zimmer oder Ferienwohnungen.
    Alles fußläufig nahe und auch preislich in Ordnung. Verpflegungstechnisch ist auch Auswahl genügend vorhanden, die Preise sind gut.
    Im Kurbereich gibt es ebenfalls mehrere kleine Läden, Busverbindungen in die Stadt Aue oder nähere Umgebung sind ebenfalls eingerichtet.
    Die Planung einer solchen Kur wird umfassend und sehr sorgfältig durch die dortigen Mitarbeiter erledigt. Ich kann sagen „es passt dann auch Alles“.

    Ja am Sonntag fahre ich los und denke, dass die 3 Wochen wieder ein Erfolg werden.

    Und jetzt noch … Warum hilft Radon ??

    „Die Radonbalneologie zeigt antirheumatische Wirkung, unter anderem durch Herabsetzung der DNA-Synthese mit Reizung der körpereigenen Schutzmechanismen (Herauffahren des Immunsystems) und Steigerung der Kortisonsekretion.
    Es tritt auch eine Aktivierung des heilungsfördernden Zykotins TGF-Beta ein.
    In entsprechender Fachliteratur wird die Wirksamkeit dieser Therapie bestätigt.
    In der Bechterew-Vereinigung und auch der Rheumaliga überwiegen die positiven Erfahrungen der Patienten stark, ich konnte bisher dieselben positiven Erfahrungen machen.

    Überzeugend ist für mich auch die Feststellung dass das medikamentös bedingte, in statistischen Erhebungen beobachtete Mortalitätsrisiko durch NSAR Medikamente deutlich über dem Risiko einer Radon-Therapie liegt.
    Abwägungen betreffs der Biologica oder einem Operationsrisiko zeigen das noch deutlicher.“

    Um es aber auch bildhafter darzustellen,... in der ersten Woche ist man wie „gerädert“, merkt dann aber, dass Irgendetwas im Körper passiert. Ich würde das mit einem Energieschub beschreiben wollen.
    Als Ergebnis: -ein verbessertes Allgemeinbefinden, dass dann mehrere Wochen, sogar Monate anhält, man braucht auch weiniger Medikamente, ist allgemein auch "zufriedener gestimmt".
    Leider ist das klinisch nicht nachweisbar (sagen die Kassen), seit 2001 ist Radon somit aus dem Heilmittelkatalog genommen worden.
    Deswegen sind diese Behandlungen nur noch im Rahmen einer ambulanten Kur möglich.
    Aber „man arbeitet an einer Veränderung“, ein Umdenken halte ich auch für absolut angebracht...
    Weniger Medikamente, nicht mehr nötige Operationen sind meiner Meinung nach ein Argument für Radon, naja...

    Ich werde ja sehen, ob meine Erwartungen erfüllt werden. Für die Krankenkasse auf jeden Fall eine kostengünstige Variante, schon eine Spritze eines Biologica ist doppelt so teuer (Symponi wäre z.B. meine Alternative)

    Ja denn, schreibe dann mal wie es mir dort geht „merre“
     
    #1 16. November 2015
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2015
  2. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Merre,
    danke für deinen Bericht.
    Ich bin dabei, mich über eine Radon-Heilstollen-Kur zu informieren, die es in Österreich gibt (Bad Gastein). Von einer Radon-Balneo-Kur habe ich noch nie gehört.
    Ich wünsch dir viel Erfolg mit der Radon-Kur! :)
     
  3. Freitag

    Freitag Ich denke, also bin ich

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    Hi Nachtigall!

    Eine Balneo-Kur ist übersetzt eine Bäderkur (Radonbäder, Schwefelbäder, Stangerbäder usw.)
    Dann gibt es dazu noch den Heilstollen, wie z. B. der Radonstollen in Bad Kreuznach (D) oder in Bad Gastein (Ö).

    Bei einer Kur wird beides angeboten.

    Hi Merre!

    Guten Kurerfolg wünsche ich!
     
    #3 17. November 2015
    Zuletzt bearbeitet: 17. November 2015
  4. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Danke für die Info.