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Radiusköpfchenresektion?!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Svenja23, 3. Dezember 2004.

  1. Svenja23

    Svenja23 Neues Mitglied

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    3. Dezember 2004
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    Kiel
    Hallo, ich bin neu hier und hoffe ein wenig Hilfe oder Erfahrungsberichte zu bekommen.
    Aber von Anfang an;-)
    Ich bin 23 und seit meiner Kindheit ist bei mir "Rheuma" bekannt... vor 2 Jahren fand ich endlich einen Arzt, der mich und meine BEschwerden ernst nahm und dem ganzen einen Namen gab... rheumatoide Arthritis.
    Momentan spritze ich mir 20 mg MTX /Woche und nehme täglich seit ca. 6 Wochen noch zusätzlich Quensyl und Sulfasalazin. Ich warte noch auf den Tag, an dem die Medikamten endlich anschlagen und ich schmerzfrei bin. Zwar haben die extremen Schübe nachgelassen, jedoch vergeht kein Tag an dems nicht irgendwo schmerzt...

    Naja, nun aber zum eigentlichen Thema...1998 wurde bei mir eine Synovektomie am Kniegelenk vorgenommen, mit dem Ergebnis bin ich eigentlich relativ zufrieden. Jetzt steht der rechte Ellenbogen an. Ich habe dort eine schwere sekundäre Arthrose mit einer sehr starken Bewegungseinschränkung, der Arm ist immer in 90° gebeugt und teilweise ist es schon schwer die Wimpern zu tuschen oder ähnliches. In Kiel hatte ich nicht wirklich Erfolg mit der Suche nach einem guten Operateur bzw. die Ärzte haben es abgelehnt mich zu operieren, da es ihnen zu heikel ist. Ich werde mich nun wohl in der Rheumaklink Bad Bramstedt operieren lassen. Die Ärzte dort wollen eine Synovektomie und Gelenkflächenbegradigung durchführen. Außerdem evtl. eine Radiusköpfchenresektion. Hat jemand schon Erfahrungen mit dieser OP? Wie lebt es sich ohne Radiusköpfchen? Meine KG hat mir abgeraten, da das Köpfchen eigentlich ein zentraler Punkt im Ellenbogengelenk ist und ja auch nicht von Unnutz.....ich weiß nun nicht wirklich was ich tun soll...anderseits will ich endlich die SChmerzen loswerden und den Arm wieder ein wenig besser einsetzen kann...anderseits..?!

    Ich hoffe, jemand hat diese ellenlange Mail bis zum Ende gelesen und kann mir Rat geben?! Vielleicht haben ja auch nen paar junge Leute Lust sich zu melden. Mich würde interessieren, wie ihr euren Alltag und das Berufsleben meistert.

    Viele Grüße aus Kiel...
     
  2. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    @Svenja

    Guten Morgen liebe Svenja,

    zuerst einmal tut es mir leid, daß es Dir so schlecht geht *vorsichtigtröst*

    Mit der Entfernung des Radiusköpfchens am Ellenbogen kenne ich mich nicht aus.

    Mir wurde vor ca. 9 Jahren das Ellenköpfchen am rechten Handgelenk entfernt. Gleichzeitig wurde das Handgelenk teilversteift.
    Das ist sicher eine gute Methode, um die Schmerzen stark zu vermindert bzw. zu entfernen.
    In meinem Fall hat der Ellenstumpf, also das Ende, wo das Ellenköpfchen rausgenommen wurde, die Strecksehne des kleinen Fingers angeschnitten. Ferner ist der Ellenstumpf beweglich, so daß er auch noch die Speiche stetig aushöhlt.
    In einer weiteren Op wurde die Sehne des kleinen Fingers in die Sehne des Ringfingers eingeflochten, sodaß ich den kleinen Finger wieder nutzen kann. Die Zerstörungen an der Speiche schreiten weiter voran.

    Im Krankenhaus habe ich einige Leute kennengelernt, bei denen ist die OP gut verlaufen, sie hatten danach weder Beschwerden noch Schmerzen.

    Ich hatte schlichtweg Pech.
    Da in naher Zukunft eine weitere OP am linken Handgelenk ansteht, werde ich die Einwilligung zur Ellenköpfchenresektion nicht geben, es sei denn, ich habe gar keine andere Möglichkeit.

    Wenn so eine OP bei Dir ansteht, überlege, ob Du möglichst viele Meinungen von Ärzten einholst. Ok, häufig passiert es, daß man nach 5 Ärzten 6 Meinungen hat *schmunzel*, aber das ist m.E. besser, als nur nach einer Ärztemeinung zu entscheiden.

    Gibt es bei Euch spezielle Rheumachirurgen? Die würde ich immer fragen, weil sie sich gut mit der Gesamterkrankung auskennen.

    Viele Grüße
    Sabinerin