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Rabattverträge für Medikamente in der Kritik

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von grummelzack, 28. Oktober 2008.

  1. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    Gute Preise- gute Besserung denn nur wo Nutella drauf steht...

    Rabattverträge für Medikamente in der Kritik

    Um die Medikamentenkosten zu senken, haben die Krankenkassen mit den Pharmaunternehmen Rabattverträge ausgehandelt: Die Ärzte verschreiben einen Wirkstoff, der Apotheker sucht entsprechend dem Kassen-Partner das jeweilige Präparat heraus. Wechselt die Kasse den Hersteller, bekommt also der Patient ein neues Präparat - mit gleichem Wirkstoff, aber oft anderer Wirkung.

    Fall 2: Epilepsie
    Willi Kellers ist Epileptiker. Über Jahre ist der Berufsmusiker auf ein bestimmtes Medikament eingestellt gewesen. Auch im Januar stellte ihm sein Arzt wieder das Rezept darüber aus. Doch in der Apotheke erhielt Kellers ein anderes Präparat. Seine Zweifel zerstreute die Apothekerin mit dem Kommentar, das Mittel könne er unbesorgt nehmen. Da sei genau der gleiche Wirkstoff drin. Zehn Tage später bekam Patient Kellers zwei Anfälle in einer Nacht, was tödlich sein kann. Ihm wird erklärt, dass der im Prinzip gleiche Wirkstoff im Organismus unterschiedlich schnell freigesetzt wird. Der Patient als Versuchskaninchen?

    Fall 1: Bluthochdruck
    Die IKK-Versicherte Christiane Krause aus Wurzen bekam wegen neuer Rabatt-Partner ihrer Kasse statt des gewohnten Blutdruck senkenden Mittels verschiedene Austauschpräparate. Der Wirkstoff war gleich, doch die Zusatzstoffe variierten. Bei Frau Krause stellten sich Beschwerden ein - Gewichtszunahme, Schwindelanfälle und Magenschmerzen. Eine Magenspiegelung ergab nichts. Christiane Krause führt die Beschwerden eindeutig auf die Tabletten zurück.

    Quelle:http://www.mdr.de/fakt/5786548.html
     
  2. bise

    bise Neues Mitglied

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    das ist docs und patienten hinreichend bekannt.

    die kassen sollten froh sein, wenn endlich für patienten das "richtige" medi gefunden wurde. das ist bedeutend billiger als das ausprobieren, ob nicht doch evt... das mittel der firma.... helfen könnte. gleicher wirkstoff - gleiche wirkung? manchmal - doch nicht immer. sind bereits umfängliche studien darüber gelaufen. bereits die hilfsstoffe, die dem medi zugesetzt sind, können mediz. katastrophen auslösen. auch wurde schon festgestellt, dass gleiche menge des wirkstoffs bei dem einen patienten wirken, bei dem anderen medi aber die doppelte menge erforderlich wurde, bei dann auch verdoppelung der nebenwirkungen. und natürlich doppelten betrag. ist alles bekannt.

    ich habe schon immer behauptet, die kassen haben genug geld. sie können sich leisten, diesen unfug finanz. zu unterstützen. was soll es? da müssen patienten nun durch, schliesslich winkt ein kurzer aufenthalt im kh, wenn schwere nebenwirkungen auftreten, die nur stationär behandelt werden können.

    ""kh-betten gibt es ja genügend - müssen doch alle ausgelastet werden. die jungen docs brauchen auch patientengut, damit sie ordentlich was lernen. pflegepersonal ist ja nicht ausgelastet, muss mal was tun.
    apotheker sollen auch verdienen. die wirtschaft muss angekurbelt werden. udgl. "" nur zur klarstellung, das ist ironisch gemeint. ich weiss nämlich nicht, was in den köpfen der zuständigen leute vorgeht. ach so, habe ich doch glatt vergessen, die betrifft es doch nicht. die sind privat versichert. da kann der doc doch das gewohnte medi aufschreiben (zumal das manchmal nur einige cent nicht euros teurer ist als das andere ).

    gruss
     
  3. Rizzi

    Rizzi Neues Mitglied

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    Huhu,

    bin selber eine Geschädigte, der Sparmassnahme der KK. Hab immer als Magenschutz Nexium gehabt und es gab keine Magenbeschwerden, trotz Diclac-einnahme.

    Jetzt zahlt die KK das Nexium nicht mehr voll und ich sollte über 55.- Euros selber bezahlen. Das kann ich mir nicht leisten. Lt. KK kommt das Nexium dem Omeprazol gleich. Hab dann das Omeprazol genommen und nach ca. 3 Monaten wurde ein Magengeschwür und chron. Gastritis diagnostiziert.

    Da hat die KK ja mächtig gespart.

    Ist schon ein Kreuz, was wir uns alles gefallen lassen müssen.

    LG Rizzi
     
  4. Elfe

    Elfe Neues Mitglied

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    Hallo,

    also ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht, wenn Wirkstoffe verordnet worden sind, sie wirken wirklich anders.

    Seit diesem Zeitpunkt bitte ich jeden Mediziner mir doch bitte das aut idem Kreuzchen zu machen, bis jetzt hat das immer geklappt (habe allerdings einige Docs in letzter Zeit gewechselt und scheinbar die richtigen gefunden), hatte eigentlich damit gerechnet, mich auf Diskusionen einlassen zu müssen, aber nichts dergleichen.
    Ich hoffe es bleibt auch so in Zukunft.

    Liebe Grüße
    Elfe
     
  5. Mimimami

    Mimimami Immer ein (B)Engel

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    Ich hatte das Problem vor einiger Zeit mit dem Voltaren Dispers. Laut Apotheke hat meine KK einen Rabattvertrag mit Ratiopharm, sei auch der gleiche Wirkstoff. Ich hab zwar erst geschluckt, aber dann gesagt, okey, ich probiere es.

    (Bandscheibenvorfall an der HWS, C7, drückt auf die Nervenwurzel, dadurch höllisch Kopfschmerzen).

    Das Ende von der Geschichte, wenn ich die Voltare Dispers von Novartis genommen habe, war ich nach knapp einer halben Stunde schmerzfrei. Bei den von Ratiopharm war erst nach mehreren Stunden eine Wirkung zu spüren.

    Das habe ich ein paar mal mitgemacht, und dann bei meiner HÄ angerufen und das Problem geschildert. Die Sprechstundenhilfe wusste gar nichts von dem Rabattvertrag, hat aber gleich gesagt, dann machen wir in Zukunft das Kreuz an der notwendigen Stelle. Ich konnte mir dann auch gleich das Rezept am nächsten Tag abholen. :top:

    Und es sind wirklich nur ein paar Cent, die gepart werden, so hat es mir eine Bekannte gesagt, die MTA in einer Apotheke ist. Aber da macht es wahrscheinlich die Menge.
     
  6. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    immer wenn die apotherker mit den Worten:" Das habe ich nicht da aber eines vom anderen Hersteller mit dem gleichen Wirkstoff" kommen, sage ich jedes mal :"Nein Danke", halte die Hand für mein Rezept auf und gehe in eine andere Apotheke.

    Spätestens bei dem Satz:" Sie sind jetze die vierte Apotheke die das nicht da hat" kommt der Satz, moment ich schau nochmal im PC nach....

    Schlimm ist es natürlich für Patienten die dann plötzlich selber zahlen müssen...

    allerherzlichst grummel
     
  7. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    die selben erfahrungen habe ich mit ass ratiopharm (Kopfschmerztabletten ähnlich wie Aspirin, Paracetamol von Ratiopharm die jedesmal beim teilen zerbröselten und somit eine halbwegs genaue dosierung unmöglich war und Salbe gegen Fußpilz von Ratiopharm) gemacht. Es gibt trotz gleicher Wirkstoffe doch vermutlich erhebliche Qualitätsmängel sie sich in unterschiedlicher Wirkungsweise bemerkbar machen.

    allerherzlichst grummel
     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    allein nach den meldungen zu urteilen, interessieren sich nicht viele hier für dieses thema. eigentlich schade, denn uns betrifft es!

    es gab vor kurzem mal einen bericht im fernsehen. dort wurde u.a. erwähnt, je preiswerter ein medi mit einem wirkstoff sei, der fremdbezogen werden muss, desto grösser das risiko, dass evt. dieser wirkstoff doch nicht so ganz deckungsgleich zum original sei. irgendwo raus muss sich die preisdifferenz ergeben, sei es nun an weniger qualität oder quantität des personals oder an der güte des hauptwirkstoffes oder an der qualität der hilfszutaten. die kalkulation muss immer stimmen, schliesslich wird kein medi vom hersteller verschenkt. der druck nicht nur preiswert sondern auch billig zu produzieren ist enorm. die versuchung .... gibt es natürlich auch noch.

    doch solange sogar in betroffenenforen listen auftauchen, welches mittel billiger zu haben als das original, wird sich an der einstellung der kassen zu diesem punkt nix ändern. der leidensdruck einiger weniger, die aufschreien, zählt nicht.

    gruss
     
  9. Mücke

    Mücke Guest

    bei mir ist es auch immer ein hin und her, weil einige ärzte sprechstundenhilfe nicht bereit sind im roten buch der medis nachzuschauen

    ich bin gegen einen füllstoff allergisch. nun gibt es ärzte, die meinen sie schreiben das medi vom letzten mal auf..was gar nicht dasselbe war oder höhere dosierung, in der evtl noch n anderer zusatz/bzw diese füllstoff sind.
    das kreuz wird gemacht und leider ist es dann bescheiden, weil dann ja nur das rausgegebn werden darf
    ist kein kreuz gemacht, habe ich eine 33,333% chance das es evtl eines ohne füllstoff ist..theoretisch..so muss ich immer ziemlich aufpassen und vorher in drer apotheke fragen :nut:

    lg dat mückerl