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Rabattverträge ab 2011 neu fuer Versicherte der IKK gesund plus

Dieses Thema im Forum "Krankenkassen und Pflegeversicherung" wurde erstellt von saurier, 19. August 2010.

  1. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    aus http://www.aerzteblatt.de vom 19.08.2010

    "IKK schreibt Rabattverträge zu 92 Wirkstoffen aus Magdeburg – Die IKK gesund plus hat heute im EU-Amtsblatt Rabattverträge zu 92 Wirkstoffen ausgeschrieben. Die Ausschreibung erfolgt auch im Auftrag der IKK classic. Die Verträge sollen zum Jahreswechsel in Kraft treten.

    Wie viele Rahmenvertragspartner vorgesehen sind, ist aus der Bekanntmachung nicht ersichtlich. Bei der letzten Ausschreibung der IKK gesund plus erhielt ein einzelner Partner den Zuschlag über sämtliche 60 Wirkstoffe.

    Die neuen Rabattverträge sollen eine Laufzeit von zwei Jahren haben, wobei eine mögliche Verlängerung um insgesamt zwei weitere Jahre in Aussicht gestellt wird. Der Termin zur Angebotsabgabe ist der 8. Oktober 2010. Eigenen Angaben zufolge zählt die IKK gesund plus rund 347.000 Versicherte, die IKK classic fast 1,9 Millionen. © hil/aerzteblatt.de"


    Liebe Versicherte, zieht Euch warm an! Wieder andere Hersteller, wieder andere Medis, wieder Probleme sein "altgewöhntes" Medi zu bekommen, wieder bleibt der Versicherte auf der Strecke!

    Einen Herr Rössler stört das nämlich gar nicht, der ist privat versichert und bezahlt Medis- und Behandlungen mit Sicherheit aus der Portokasse!

    sauri, nicht bei der IKK versichert, aber sichtlich sauer weil es alle GKV Versicherte treffen wird!:uhoh:
     
  2. zecke73

    zecke73 Neues Mitglied

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    hallo saurier,

    leider ist das so das man als Pat. auf der Strecke bleibt. Meine KK hat einen Vertrag mit einem Pharmaunternehmen dessen Medis ich nicht vertrage was an den Zusatzstoffen liegt. Mein Arzt macht jetzt immer das Kreuzchen bei aut idem damit ich das Medi welches ich vertrage.

    Das mit den Verträgen ist nicht nur bei den Medis so sondern auch bei Hilfsmittel wie Rollstühle, Rollatoren usw. Diese Mittel werden ausgeschrieben, wer das günstige Angebot bietet bekommt den Zuschlag und darf die Versicherten beliefern. Das macht sich selbstverständlich in der Qualität bemerkbar. Eine große KK zahlt so nur noch 45,00€ für einen Rollator, in dem Betrag sind auch Reperaturen usw. für 5 Jahre enthalten. Was für Rollatoren da ausgeliefert werden brauche ich da bestimmt nicht zu schreiben das kann sich jeder denken. Neuware bekommen die Versicherten dann nur noch gegen Aufpreis.

    Ich bin mal gespannt wo das noch alles hinführen soll.

    Gruß
    Zecke
     
  3. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Grüß dich,
    aus eigenem Erleben denke ich, dass "Neuware" nicht immer sinnvoll ist und dass da tlw. unglaublich viel Geld ausgegeben wird von den Krankenkassen, das evtl. sinnvoller eingesetzt werden könnte. Das Beispiel, das mich zu dieser Aussage bewegt:
    Meine Mutter war privatversichert. Sie benötigte einen Sauerstofftank für zu Hause, samt Atembrille etc. Das Behältnis faßte Flüssigsauerstoff und wurde ca. alle 10 Tage neu befüllt. Es handelte sich um einen Tank mit Beüllungsanzeige und einer Möglichkeit, ein tragbares Gerät zu befüllen. Kostenpunkt: 4.600 Euro. Ich erinnere nicht mehr ob das tragbare Gerät dann nochmals um die 1.000,- Euro kostete oder mit in diesem Preis enthalten war.
    Eines Tages war der Sauerstofflieferant zu "faul", den Tank zum Auto zu fahren, dort zu befüllen und wieder zu bringen. Er nahm einen befüllten Tank aus dem Auto, stellte ihn ab und nahm den leeren Tank aus der Wohnung mit. Ich staunte, dass das ginge, erfuhr von der Firma, dass das nicht unbedingt üblich sei, dass aber der Tank ja nur ein Tank war - und zudem sind die Tanks wirklich alle in einwandfreiem Zustand.

    Seit dem Tod meiner Mutter steht das Gerät immer noch bei uns. Grund: Die Betreiberfirma meinte, sie würden ihn für ca. 1.000 Euro wieder zurücknehmen (also 1ooo Euro uns zahlen, wobei wir das Geld dann an die Krankenkasse und Beihilfe anteilig weitergeben, die haben das Teil ja bezahlt). Es würde dann in ein Lager kommen und wenn eine Krankenkasse für ein Mitglied dieses Gerät bräuchte, würden sie auf dieses "Gebrauchtgerät" zurückgreifen.
    Kleine Überlegung: Man sieht nicht, ob es ein "Gebrauchtgerät" ist. Das einzige, was wirklich ausgetauscht wird (aber auch bei meiner Mutter ausgetauscht wurde), sind die Schläuche vom Tank zur Nase.
    Kurzum: Für welchen Preis dann so ein "Gebrauchtgerät" von einer gesetzlichen Krankenkasse erworben wird, weiß ich nicht. Aber die Firma hat dann einmal 4.600,- Euro dafür bekommen - abzüglich des Rückkaufpreises dann 3.600,- Euro verdient und bekommt dann von der gesetzlichen Kasse nochmals Geld. Und ob das Gerät bei uns ein "Neugerät" war, wage ich zu bezweifeln, nach der Umtauschaktion des Befüllers weiß ich, dass man das nicht beurteilen kann - uns ist auch nie ein Gebrauchtgerät angeboten worden.

    Für manche Hilfsmittel wird Geld wirklich zum Fenster rausgeworfen. Für ein Hilfsprojekt hatte ich im Lager eines großen Sanitätshauses Rollstühle, Gehhilfen und Rollatoren aussuchen dürfen. Der Mitarbeiter sagte, dass das alles den Krankenkassen gehören würde - die Teile, die dann eben wieder zurückkämen. Es war Wahnsinn, was da rumstand in einem Top-Zustand. Da fragte ich mich schon, warum das dann eigentlich "auf dem Schrott" landen soll, bzw. so lange gelagert wird, bis das Lager aus allen Nähten quillt und freiwillig etwas abgibt.
    In meinen Augen war das schon Verschwendung.

    Sorry, langer Text... aber nicht immer ist "Neuware" in meinen Augen sinnvoll.

    LG
    Pezzi