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RA und Reizbarkeit

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Armine, 19. Februar 2015.

  1. Armine

    Armine Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen,

    Ich bin neu hier und habe gleich mal ein paar Fragen.
    Vielleicht wurde das schon diskutiert? Habe es auch im "Ich bin neu hier" Forum gefragt, aber hier schauen wohl mehrere.
    Ich habe seit 3 Jahren RA und nehme MTX und Humira, dazu nach Bedarf Prednisolon, teilweise 30mg.
    Aufgrund der Diagnose habe ich Ende 2012 meinen Job verloren und keinen neuen bekommen.
    Mein Glück war, dass ich ein halbes Jahr vorher meine jetzige Frau kennen gelernt habe und sie von Anfang an zu mir gehalten hat.

    Nun zu meinem Problem. Ich bin sehr oft gereizt, ohne Grund. Ich war gleich 2012 in der Reha und habe von anderen das gleiche gehört. Da dachte ich noch, mir passiert das nicht. Ich habe mich verändert, worunter die Beziehung leidet, verständlicher Weise. Ist das 'normal'?.

    Ich wäre über ein paar Meinungen oder Ratschläge echt dankbar.

    MFG
     
  2. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Das ist doch klar, dass man hier und da gereizt ist, wenn man krank ist , bzw. eine Krankheit hat, die sehr wahrscheinlich nie vorbeigehen wird und d. Beschwerden immer wieder mal stärker , dann wieder schwächer auftreten.
    Wir sind doch alles Menschen.
    Für die Beziehung ist das natürlich auch eine große Belastung.
    Da Du das aber weißt, wie Du reagierst, und da Du weißt, dass das auch ein Zermürbungsprozess ist, musst Du halt versuchen, Dich zusammenzureißen, so gut es geht.
    Immer wenn die Gereiztheit hochkommen will,,,,sofort dran denken: Zurückdrängen. So mache ich das auch. Es gelingt mir auch nicht immer, aber jedenfalls kann man das mit einer gewissen Disziplin einschränken.
    Ich wünsche Dir viel viel Glück und Kraft.
    Mir fällt gerade ein: Ich mache Fitness-Training trotz meiner Erkrankung, und die Bewegung ( Ausdauer- und Kraft-Training ) hilft mir dermaßen meine Gemütslage in ein Gleichmaß zu bringen.
    Du musst jetzt nicht unbedingt in einen Fitness-Club gehen - ist alles ja auch eine Geldfrage.
    Ich zahle im Monat 41 Euro, das kann ich gerade noch so verkraften, aber d. Sport bringt mir soooo viel. Ich kann das nur empfehlen.
    Wenn Du Dir das nicht leisten kannst, dann mache ein entsprechendes Training zu Hause:
    Entweder Laufen, oder auf dem Heimtrainer mindestens 30 Min. fahren pro Tag, Hantel-Training usw. usw. Hanteln sind erschwinglich. Oder Du nimmst Sprudelflaschen , das geht auch. Schwimmen im warmen Wasser = optimal !!!! Aber hier gilt auch: Finde heraus, was für Dich am besten geeignet ist, nur: Tu was !
    Alles geht immer irgendwie. Lass Dir da was einfallen, und Du wirst sehen, dass Deine Gemütslage ausgeglichener wird. Ich wette darauf.
    Alles Gute
    Grit
     
    #2 20. Februar 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Februar 2015
  3. Tusch

    Tusch Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    und erstmal herzlich Willkommen.
    Wie schon richtig erkannt - Gereiztheit, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depression gehören zum Krankheitsbild.
    Das haben wir in der Familie besprochen, so dass meine Liebsten wissen, dass nicht unbedingt sie gemeint sind, wenn ich rumzicke.
    Auch ich versuch ganz viel über Bewegung zu kompensieren.. das klappt mal mehr, mal weniger.
    Für unterdrücken bin ich nicht so... irgendwann sucht sich der Unmut ein Ventil.
    Viele Rheumatiker haben psychologische Betreuung - und erlernen Strategien mit der chron. Erkrankung umzugehen..
    auch die Familienangehörige können sich Hilfe suchen - eine solche Erkrankung betrifft nicht nur dich, sondern auch deine Frau... sie leidet sicherlich genauso wie du -auch ohne körperlichen Schmerz.
    Mein Rat also - sucht euch Hilfe.. das ist keine Schande und keine Schwäche - das ist Notwendig.
    und wenn ich mal ungerecht und zickig und launisch war - dann entschuldige ich mich IMMER. Macht es nicht besser aber tut gut.
    Ich wünsche dir und deiner Frau alles Gute
    lieb geknuddelt
    Tusch
     
  4. Armine

    Armine Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    erstmal vielen Dank für die Antworten.

    Also Bewegung und Beschäftigung werde ich in absehbarer Zeit genug haben. Wir erwarten ein Kind, aber gerade deshalb macht mir das etwas zu schaffen. Ich werde auch meinen Rheumatologen wechseln, da mich mein derzeitiger nicht besonders ernst nimmt.

    Ich habe große Schmerzen in den Oberarmen, so dass ich sie zeitweise gar nicht mehr bewegen kann.
    Das hat ja nicht unbedingt was mit der RA zu tun?
    O-Ton meines Rheumatolgen war, "Das ist eine Geschchichte für Leute die was am Kopf haben". Er meinte Weichteilrheuma, dass es so ja gar nicht gibt, laut seiner Aussage.

    Meine Medikamente müssten auch helfen, denn andere gibt es bei der Diagnose RA nicht. Mein vorheriger wollte mich mit Bachblüten und Antidepressiva behandeln, ich hoffe der nächste hat andere und mehr Ideen.

    MFG
     
  5. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Armine,

    ich finde die Aussage ja voll daneben, wieso sollte es kein Weichteilrheuma geben und wieso sollte das im Kopf sein? Es gibt sogar mehrere Arten von Weichteilrheuma und zwar entzündliche Weichteilrheumaformen und nichtentzündliche Weichteilrheumalformen.

    Also, ehrlich gesagt, zu diesem Rheumatologen würde ich nicht mehr gehen und ich bin an sich ja nicht für ständigen Arztwechsel, aber diese Aussage würde mir sagen, hä der kennt sich wohl nicht aus oder was. Ist das denn ein internistischer Rheumatologe ?
     
  6. Armine

    Armine Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ja er ist ein Internist. Wäre auch froh einen Arzt zu finden, dem ich vertrauen kann. Der nächste kann nur besser werden.

    MFG
     
  7. Tusch

    Tusch Bekanntes Mitglied

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