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RA und Profisportler

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von LP22, 21. Oktober 2013.

  1. LP22

    LP22 Neues Mitglied

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    Hallo zusammen

    Ich habe eine Frage und zwar bin ich mittlerweile 2 Jahre jung und leide seit 16 an RA. Ich nehme 1mal die Woche MTX (0.07ml) und lebe damit wirklich Beschwerdenfrei.

    Meine Situation ist folgendermassen, ich bin Berufssportler und arbeite nebenbei nichts. Ich bin ein wirklicher Kämpfer und im Rheuma sehe ich keinen Grund mit dem Sport aufzuhören. Habe momentan einen Vertrag der bis im April läuft und momentan läuft es so gut, dass ein Vertrag für die höchste Liga noch nie so nahe war. (Schweiz, Sport möchte ich aus Anonymität nicht sagen, aber PN bei Interesse..) Wie sieht es jetzt mit dem Rheuma aus? Bin ich verpflichtet es dem Arbeitgeber zu sagen?

    Bislang denke ich auch nicht, dass mein momentaner Arbeitgeber es weiss. Ich musste lediglich mal einen Sporttest machen wo unter anderem gefragt wurde, welche Medikamente ich regelmässig einnehme und dort habe ich auch gesagt MTX, Grund: RA. Der Trainer hatte nach dem Test auch die Einsicht, da er mir selber Feedback gegeben hat und dort Stand das mit dem Rheuma auch (hab ich gesehen), aber er hat es nicht erwähnt, oder gefragt wie wo was.

    Nimmt mich jetzt mal wunder...
     
  2. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo LP22,
    das mit den 2 Jahren ist wohl ein Tippfehler. :rolleyes:
    Erst mal herzlichen Glückwunsch, dass du mit dem MTX völlig beschwerdefrei bist und deinen Profisport ausüben kannst! :top:

    Soweit ich weiß, bist du überhaupt nicht verpflichtet, deinem Arbeitgeber von irgendwelchen Krankheiten zu erzählen, schon gar nicht, wenn sie für die Arbeit nicht belastend sind. Wärst du längere Zeit oder immer wieder wegen Gelenkproblemen krank, wäre es schon abzuwägen, ob du erzählst, dass du RA hast.
    Wenn du dich wunderst, dass dein Trainer nichts sagt, meine ich, dass doch jeder Mensch irgendwo eine gesundheitliche Schwachstelle hat, und der Arbeitgeber interessiert sich herzlich wenig dafür, wenn die Leistung stimmt. Hauptsache ist doch, dass du keine Beschwerden hast und deinen Job ausüben kannst. Allein das ist für einen Arbeitgeber wichtig.
    Es ist halt abzuwägen, ob die Gelenke bei dem betreffenden Sport nicht erst recht Schaden nehmen, wenn man eh schon RA hat. Aber wenn du so gut eingestellt bist....
    Ich selber, glaube ich, würde auch das tun, was mir gefällt, so lange ich keine Schmerzen habe.
    So wünsche ich dir eine gute Zeit weiterhin ohne Beschwerden! :vb_cool:
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo LP22,

    ich bin da nicht so sicher ......
    das allgemeine gleichbehandlungsgesetz sagt:
    Fragen nach Krankheiten beim Einstellungsgespräch sind dann erlaubt, wenn der Arbeitsplatz besondere Anfordrungen an die physische und/oder psychische Gesundheit des Arbeitnehmers stellt. quelle

    wenn man nun statt einstellungsgespräch einen neuen vertrag zugrunde legt, könnte das u.u. auch so gewertet werden, denn gerade als leistungssportler verlässt sich dein AG auf deine körperliche gesundheit und fitness, die sich dank deiner erkrankung auch rasch ändern kann, was ich dir nun wirklich nicht wünsche, im gegenteil, es freut mich sehr, dass du so gut klarkommst!

    ich möchte dir empfehlen, dich ganz genau zu informieren, am besten auch ausserhalb des forums bei einem geeigneten rechtsanwalt zum beispiel, denn ich sehe doch einen ziemlichen unterschied zwischen dir (neuer vertrag) und einer "bürotätigkeit". ich hoffe das beste für dich!

    ein bisschen o.t. .......
    wolltest du nicht in den senegal zu einem schamanen?
    ich erinnere mich dunkel...;)

    viel erfolg wünsche ich dir, marie
     
  4. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo LP22,
    ich war mal Profisportlerin, über einen Zeitraum von fast 20 Jahren und verdiente damit auch Geld. Wenn du einen Vertrag mit einer Firma oder einem Verein (und eine Firma bezahlt dich) eine chronische Krankheit hast, dann erscheint mir das doch eher sehr problematisch.
    Du musst wahrscheinlich eine Eingangsuntersuchung beim Verein machen - ist im Profibereich wohl unabhängig von der Sportart üblich -, du musst bei Wettkämpfen alleine wegen der Dopingprüfungen alle Medikamente angeben, die du einnimmst. Insofern ist das mit dem übergeordneten Verband zu klären.
    Zudem muss im Sportbereich die Firma/der Verein, der dich bezahlt, wissen, welche körperlichen "Gebrechen" du hast, das wirkt sich auf den Vertrag aus. z.B. ist eine Vorbelastung bei Knieproblemen durchaus ein Faktor, der z.B. bei Volley- und Basketball nicht zu unterschätzen ist. Da schaut der Vertrag dann schon mal so aus, dass du kein Geld bekommst, wenn du da weitere Verletzungen dir zuziehst.

    Also: Eigentlich solltest du im Profibereich einen Sportberater haben. Wenn nicht, wende dich an deinen Dachverband. Ich sehe da mehr Probleme.... Aber kläre das mal ab.

    Gutes Gelingen,
    LG Pezzi
     
  5. LP22

    LP22 Neues Mitglied

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    Ja da fehlt noch eine 0 :)

    Dein Erinnerungsvermögen ist ausgezeichnet!
    ;)

    Warum ist es problematisch? Es gibt einen bei uns, der hat Diabetes und muss immer so ein Kästchen rumtragen mit dem er den Blutzucker messen kann und wenns notwendig ist, Insulin spritzen kann. Ich brauche ja nur eine Spritze, 1 mal die Woche... von daher sehe ich das nicht so schlimm.

    Das MTX ist sowohl vor und während dem Wettkampf erlaubt..

    Ich habe Angst irgendwie mit dem RA abgewiesen zu werden. Ich selber sehe mich nicht einmal als kranken an und fühle mich auch so. Ich habe keinerlei körperliche Einschränkungen zur Zeit. Bei dem Blutbild ist seit 3 Jahren alles im normalen Bereich, also keine Aktivität vom Rheuma zu sehen, wenn ich mich nicht Irre. Ich warte einfach mal ab und werde vielleicht mal noch meinen Agenten anfragen, der weiss davon auch noch nichts ^^

    OT: Ich weiss noch wo ich meinen ersten Schub hatte.. das war an einem Turnier und ich stand am morgen auf und konnte nichts mehr bewegen, dachte da nur so WTF ist jetzt wieder los^^ Anschliessend habe ich mich noch das ganze Spiel über gequält.. ca. 1 Woche später Diagnose RA. Danach eine Woche 50mg Cortison pro Tag genommen, Plus MTX angefangen. Schon am ersten Behandlungstag, schmerzen komplett Weg und bis heute eigentlich. Einmal habe ich das MTX für 5 Monaten ausgelassen, dann kamen die schmerzen wieder langsam zurück. Hauptsächlich an den Finger
    lg LP22
     
    #5 21. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2013
  6. kaufnix

    kaufnix Mitglied

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    Profisport fällt mir gleich mal "Dopingkontrolle" ein. Wie Du schreibst, scheint ja MTX kein Problem zu bereiten, aber mit Cortison glaube ich sieht das anders aus. Kenne jetzt nicht die Liste der verbotenen Dopingmittelchen. Würde mich halt diesbezüglich mal informieren. Hab da mal was gefunden. Vielleicht hilft es Dir.

    http://www.deutscher-leichtathletik-verband.de/index.php?SiteID=204
     
  7. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Wenn eine Krankheit vorliegt, kann auch dem Cortison zugestimmt werden, obwohl es ein "Dopingmittel" ist.
    So z.B. bei der italienischen Schwimmerin Federica Pellegrini, die unter Asthma leidet und Cortison-Spays gebraucht.

    Kati
     
  8. LP22

    LP22 Neues Mitglied

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    Ja, das Cortison sollte kein Problem sein, meinte auch der Teamarzt. Werde ich demnächst mal anmelden..