RA + Diabetes Typ 1

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Herakles, 10. Februar 2018.

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  1. Herakles

    Herakles Neues Mitglied

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    Habe rheumatische Athrose und Diabetes Typ 1 mit Gastroparese.
    Bekomme Vom Rheumatologen MTX 15mg und bin Insulin pflichtiger Typ 1 mit Insulinpumpe. Bluthochdruck mit Wassereinlagerung so wie eine Gastroparese. Habe besonders im Winter heftigste Schmerzataken die ich nur noch mit Tilidin in den Griff bekomme. Kann kein Antibiotika nehmen da mein Zucker sich mit Werten von über 600 beschwert. Die Schmerzataken schütten Adrinalin ins Blut und erhöhen die Zuckerwerte. Habe Dexcom zur kontinuierliche Zuckermessung in Betrieb um im richtigen Moment mir das nötige Insulin geben zu können. Gibt es noch andere Möglichkeiten etwas gegen diese fürchterlichen Schmerzen was zu tun? (Tinitus und Restless leg sind auch noch mein Begleiter)
     
  2. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden; was haben denn erhöhte Blutzuckerwerte mit der Einnahme von Antibiotika zu tun?
     
  3. Herakles

    Herakles Neues Mitglied

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    Die genauer Diagnose heißt Sero negative chronische rheumatoide Polyathritis. Also auch eine Autoimmunerkrankung. Habe seit Juni 1991 Diabetes Typ 1 und trage seit 1998 eine Insulinpumpe und seit 2017 eine kontinuierlich messendes System. Antibiotika erhöhen bei Einnahme grundsätzlich die Zuckerwerte, sind also Kontraindikation. Bin in einer diabetischen Schwerpunktpraxis mit allg. Arzt, Diabetologen, Internisten und seit kurzer Zeit einem Arzt für Schmerztherapie. Außerdem werde ich auch von einem Rheumatologen behandelt und einem Nervenarzt. Insgesamt hat noch keiner der Ärzte eine Lösung meines starken Schmerzproblems gefunden. Dadurch das ich noch an anderen Krankheiten leide ist eine Therapie der Schmerzen sehr schwer, selbst der Besuch einer Rheumaklinik war ohne Erfolg gekrönt. Ist es sinnvoll einen Erhöhungsantrag für die Behinderung zu stellen. Habe der Zeit 60% auf Lebenszeit und habe immer mehr Probleme mit der Feinmotorig der Finger. Habe heute 2 Schneidezähne extrahiert bekommen da sich an den Wurzeln Polypen gebildet hatten und sich Knochenmaterial aufgelöst hat. Da kommt Freude auf :). Habe 3 Implantate welche alle sehr gut eingewachsen sind. Habe auch vor diese Lücke mit Knochenaufbau und Implantat zu füllen.
     
  4. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Das halte ich für sachlich nicht haltbar.
    Erstens erhöhen vor Allem unbehandelte Infekte den Blutzucker und nicht die (nachfolgende) Einnahme von Antibiotika - und zweitens sind Antibiotika nicht kontraindiziert bei Diabetikern; vielmehr sind sie gerade bei diesen eher früher erforderlich.
     
  5. Herakles

    Herakles Neues Mitglied

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    Ich habe in der Diabetesakademie gelernt das Antibiotika meist den Zuckerwert erhöhen wenn die Infektion oder Entzündung noch aktiv sind. Wobei aber auch eine Unterzuckerung möglich wenn die Infektion schon auf dem absteigenden weg ist. Eine vorsorglich Einnahme ist in beiden Richtungen mit Bedacht zu wählen. Mein Diabetologe so wie mein Orthopäde geben mir kein Antibiotika da durch Messungen bei mir nachgewiesen wurde das es meinen Zucker nach oben treibt. Vielleicht spielt es eine Rolle das ich eine ausgeprägte Insulin Resistenz habe. Die medizinische Literatur sagt aus das es eine Resistenz gäbe aber widerspricht sich aber auch selbst. Leider gibt es kein Medikament mehr das die Insulin Resistenz brechen kann. Das Präparat Actos musste vom Markt genommen werden wegen aufgetretener Todesfällen. Hatte es damals auch bekommen und hatte die Insulinmenge halbiert. Aber unter dem Strich gesagt erhöht in der Regel das Antibiotikum den Blutzuckerspiegel was mir in meinem Verein von den Mitgliedern bestätigt wird. Mein Orthopäde spritz oder gibt mir dann ein anders Mittel welches natürlich um das vielfache teurer ist.
    Da aber die Abrechnungsmodalitäten beim Diabetikern anders sind kann auch der behandelnde Arzt andere Medikamente verabreichen.
     
  6. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Liebe/r Herakles,

    abschließend: es ist eher der Infekt als das Antibiotikum, der den Blutzucker erhöht.
    Aber sei es drum.

    Die Insulinresistenz spielt zumindest beim Typ-2-Diabetes IMMER eine (zentrale!) Rolle.
    Beim Typ-1-Diabetes leuchtet mir nicht ein, woher eine solche kommen sollte; das Problem hierbei ist eher Non-Compliance (Ausnahmen sind da wohl die Regel....).

    Actos ist Pioglitazon - was der Wirkstoff oder seine Marktrücknahme mit der Indikation oder Gegenindikation bezüglich eines AB zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
    Und Du wirst immer Bestätigungen von Gleichgesinnten bekommen bei "gefühlten" Nebenwirkungen.

    Last but not least: ein bedeutsamer Infekt (also einer, der ein Antibiotikum benötigt) hat IMMER Vorrang vor der Blutzuckereinstellung und ist unbehandelt ein Trigger der schlechten Blutzuckerkontrolle - im Sinne von Entgleisungen nach oben!
    Gegen die passager erhöhten Blutzuckerwerte gibt es zu definierende Strategien.

    Also bitte keine Szenarien wie "AB ist kontraindiziert" in die Welt setzen und Andere verunsichern!
     
  7. Herakles

    Herakles Neues Mitglied

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    Ich hoffe das alle Betroffenen verstandenen haben das man NIE eine Krankheit alleine betrachten darf und was bei dem Einen funktioniert bei sich selbst aber nicht zu trifft. Jeder Mensch ist anders. Besonders gerne wird hier die Wechselwirkung der einzelnen Medikamenten untereinander vernachlässigt. Das ist auch besonders bei Rheumamedikamenten zu beobachten. Ich habe mir angewöhnt bei Besuch eines Arztes immer meine Medikamentenliste dabei zu haben. Auf dieser Liste sollten auch die Nahrungsergänzungstoffe stehen die man meint freiwillig einnehmen zu müssen. Wie zum Beispiel: Magnesium, ASS, Viagra, Testestoron und und und. Meist lacht nur der Hersteller dieser Produkte und richten auf Zeit mehr Schaden als Nutzen an.
    Jeder sollte zu Hause einen Ordner haben in dem alle Beipackzettel der Medikamente sind die er schon mal eingenommen hatte. Hierauf sollte das Datum und der Grund der Einnahme stehen. (Medikamentenname und Wirkstoff gehören hier zusammen). Heute im Zeitalter des Computers ist dieses für den Patienten viel einfacher geworden. Ein Arzt kann nur das wissen was SIE ihm auch gesagt haben und daraus eine hoffentlich für SIE richtige Diagnose machen zu können. Auch gemachte Blutanalysen gehören als Kopie dem Patienten und sollten in Aufbewahrung auch beim Patienten sein.
     
  8. aischa

    aischa Guest

    sehr interessante nahrungsergänzungsmittel.......die du hier aufzählst! Nicht nur der hersteller muss hier lachen....:laugh2:
     
  9. Uschi(drei)

    Uschi(drei) Registrierter Benutzer

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    Also Testestoron und Viagra könnte man doch bei großzügiger Betrachtungsweise zu den Nahrungsergänzungsmitteln zählen.

    schrieb nicht schon Thyde Monnier vor langer Zeit ein Buch mit dem Titel:

    liebe brot der armen.
     
    #9 18. Februar 2018
    Zuletzt bearbeitet: 18. Februar 2018
  10. Herakles

    Herakles Neues Mitglied

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    Ich weiß das normal ein Diabetiker Typ 1 schlank ist und eigentlich nicht Insulinresistenz sein kann. Eine Zeit lang hatte man sogar einen extra Namen (Typ) erfunden für solche Typ 1 und 2er Diabetiker. Leider bin ich so eine Ausnahme, von denen es sehr wenige gibt. (Bin 174cm Groß und wiege um die 80kg). Schön das wenigstens eine(r) gelacht hat über die Nahrungsergänzungsstoffe :)). Aber von Liebe nur allein kann man auch nicht leben oder wurde hier Liebe mit Sex verwechselt?
     
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