Quensyl und Malaria-Prophylaxe

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Hamo, 25. November 2023.

  1. Hamo

    Hamo Mitglied

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    Beiträge:
    61
    Hallo,

    ich nehme seit einigen Jahren 400 mg Quensyl am Tag. Ich stehe nun vor der Herausforderung in ein Malariagebiet zu reisen. Mach ich nun eine Malaria-Prophylaxe oder nehme ich nur ein Standby-Medikament mit?
    Viele Malaria-Stämme sind inzwischen chloroquinresistent - das weiß ich. Aber ich frage mich, ob die hohe Dosierung (die man bei rheumatoider Arthritis nehmen muss) nicht doch eine Wirkung gegen Malaria hat, die man in seine Entscheidung einbeziehen sollte. Hat jemand damit Erfahrungen? Bei der Tropenmedizin fanden sie meine Frage durchaus berechtigt aber konnten mir dazu keine Infos geben....

    VG Hamo
     
  2. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    5.164
    moin @Hamo,

    da ich gerne die Welt betrachte, habe ich nun eine Weile über Deine Überlegung nachgedacht.
    Letztlich sind Entscheidungen immer die Summe unzähliger Faktoren und höchst individuell.
    Daher kann ich Dir nur "meine Entscheidung" aufgrund meiner Erfahrungen sagen:

    Ich würde kein weiteres Malariamittel vorab nehmen, welches meinen Körper zusätzlich belastet und ich wohlmöglich nicht vertrage.
    Ich würde den dortigen Ärzten oder auch den Einheimischen vertrauen, dass sie mir im Akutfall helfen, sie kennen sich damit aus.
    Da in den heißen Gebieten (ich weiß nicht, wohin Du fährst) die meisten Mücken nachtaktiv sind und Essen gehen, würde ich auf atmende, aber dicht gewebte Kleidung, lange Strümpfe, Hals und Kopfabdeckung, gute Schuhe (auch wegen der Schlangen) achten und vor allem ab kurz vor Sonnenuntergang Autan o.ä. wiederholt auftragen. Besonders gut ist für die Nacht ein sorgsam "verlegtes" Moskitonetz.

    Elektrolyte und ein für Dich verträgliches Fiebermittel kannst Du ja - neben dem üblichen und immer sinnvollen Perenterol- in Deine kleine Notfallapotheke tun.

    Ich wünsche Dir viele schöne Erlebnisse!
    Liebe Grüße von cat
     
  3. Heike68

    Heike68 Moderatorin

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    @Hamo
    du schreibst nicht, in welches Malariagebiet du reisen wirst. Davon würde ich einiges abhängig machen. Nehme zwar kein Quensyl, aber habe beide Varianten schon praktiziert, Prophylaxe mit Malarone und auch stand-by Rezept, abhängig von der Risiko-/Nutzenabwägung.
    Wobei mein Arzt mir den Hinweis gab, eher auf die einheimische Medikation und Erfahrung im entsprechenden Land zu vertrauen, als auf das in D verschriebene stand-by Präparat.
    Das A und O bleibt eine gute Vorsorge gegen Mückenstiche. Mein Mittel der Wahl war da NOBITE oder Anti Brumm Tropic und natürlich die passende Kleidung sowie Moskitonetz, wie von cat schon erwähnt.
     
  4. Hamo

    Hamo Mitglied

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    61
    Wahrscheinlich Panama, Costa Rica und Nicaragua. Wobei nur Nicaragua in einigen Gebieten ein hohes Malaria-Risiko hat. Ansonsten mittleres bis geringes Risiko. Wir fahren gerne in die Nationalparks und gehen dort wandern. Wir sind eine kleine Gruppe und entscheiden immer recht spontan wohin wir genau reisen (auch abhängig vom Wetter). Geeignete Kleidung, Moskitonetze und Anti-Mückenspray sind immer dabei - auch wegen den anderen Tierchen....
    LG hamo
     
  5. Heike68

    Heike68 Moderatorin

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    8. Juli 2012
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    Ort:
    NRW/Rheinland
    Costa Rica habe ich tatsächlich auch nur stand-by im Gepäck gehabt. Allerdings sind eure Wanderungen sicher mückenlastiger, als die Rundreise, die wir damals gemacht haben.
    Aber selbst in Risiko-Gebieten bin ich nie gestochen worden.
     
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