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Psychosomatische Klinik?

Dieses Thema im Forum "Arzt- und Klinik/Reha-Suche" wurde erstellt von Almarantha, 26. Juni 2014.

  1. Almarantha

    Almarantha Guest

    Hallo!
    War von Euch schonmal jemand wegen Fibro mehrwöchig stationär in ner psychosomatischen Klinik?
    Das wollen die Ärzte mit mir veranstalten - hab ich aber nicht so wirklich Lust drauf. Vor allem nicht gleich mehrere Wochen!
    Hat jemand Erfahrungen?
    Gruß,
    Almarantha
     
  2. Sinela

    Sinela Bekanntes Mitglied

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    Ich war wegen meiner Ängste 1998 acht Wochen in einer psychosomatischen Klinik und ich muss sagen, der Aufenthalt dort hat mir sehr gut getan. Würde es jederzeit wieder machen.:top:
     
  3. Almarantha

    Almarantha Guest

    Hallo Sinela,
    danke für Deine Antwort. Schön, dass Dir der Aufenthalt gut getan hat:vb_redface:.
    In einer psychosomatischen Reha war ich auch schon mal 6 Wochen - was aber nichts gebracht hat. War zwar schön und erholsam, aber Schmerzen und Erschöpfung sind 1:1 geblieben.
    Die psychosomatische Abteilung in einem Krankenhaus ist wohl intensiver als ne Reha?
    A.
     
  4. Sinela

    Sinela Bekanntes Mitglied

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    Hallo!

    Ich denke, was die Schmerzen angeht, ist man in einer Rheumaklinik besser aufgehoben. In den psychosomatischen Kliniken geht es mehr darum, dass man Kraft tankt, sich seinen Sorgen und Ängsten stellt und letztere in den Griff bekommt.

    Ob man in einem Krankenhaus intensiver betreut wird als in einer Reha-Klinik weiß ich nicht, da ich noch in keinema psychosomatischem KH war.

    LG, Sinela
     
  5. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    ich denke, das ist unterschiedlich.
    klar gibt es schmerzkliniken, aber oftmals helfen schmerzmittel bei fibro ja gar nicht.
    ich war 2004/2005 in einer klinik für psychosomatik und ganzheitsmedizin, die haben auch fibro patienten behandelt.
    es gab allg ein konzept für chr schmerzen.
    massage und kg, sowie wassertherapie(glaube ich.. zum konnte man schwimmen gehen) gab es dort auch. ( auszug aus dem programm... Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik, Akupunktur, Atemtherapie, Schwimmen, Wassergymnastik, Kneippsche Anwendungen sowie Tanztherapie. )

    ob es vorträge für fibro gab, weiß ich nicht

    ich denke es kommt auf den grund an, warum man einen aufenthalt haben möchte.
    ist es die reine schmerzbehandlung oder sind es die bgleitumstände oder was auch immer

    psychosomatik an sich ist immer mehrwöchig. was will man in einer woche erreichen? da biste gerade angekommen und hast den plan für die therapien bekommen..wäre in jeder anderen reha dasselbe ;)

    wenn du aber nicht möchtest bringt das ganz null komma null
    und zwingen kann dich keiner ;)
     
  6. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    In einer Schmerzklinik besteht die Therapie ja nicht nur aus Schmerzmitteln.

    Hier ein Beispiel einer Schmerzklinik:
    Quelle:http://www.schmerzklinik.com/
     
  7. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Ich war letztes Jahr stationär in einer psychosomatischen Klinik. Dort waren auch Patientinnen mit Fibro, ich war aus einem anderen Grund dort.
    Nachteil: Es gab für sie keine oder nur wenige Angebote für die körperlichen Beschwerden.
    Vorteil: Es gab gute Infos über Fibro, warum z.B. bestimmte Antidepessiva gegen die Schmerzen helfen können, gute Hilfen bei Fragen der psychischen Schmerzbewältigung, positive Lebensgestaltung trotz Einschränkungen usw.

    Ich hatte engeren Kontakt mit zwei Fibro-Patientinnen, die den Aufenthalt als sehr hilfreich empfanden.

    Ich denke aber, die Kliniken sind sehr unterschiedlich und man kann nicht von der einen auf die andere schließen.
     
  8. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

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    Guten morgen, habe keine Fibro sondern Morbus Bechterew die Schmerzbehandlung und die Psyche sollten immer miteinander betrachtet werden.
    So wurde es in HH Eilbek, auf der Rheumastation gehändelt ehrlich gesagt ich war da sehr bei Prof.Wolenhaupt den diese Schiene, fuhr er seine Worte der Schmerz und die Psyche sollte man immer miteinander betrachten.
    Ich habe sehr viel gelernt, und weiß wie ich in Stressituationen mit dem Schmerz besser umgehen kann.

    Gruß aus HH von Johanna-Beate:fish2:
     
  9. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    Hallo lagune,

    Wie geschrieben,denke ich kommt es wohl Hauptsachlich auf den Grund an,was ich mit einer reha erreichen möchte.
    Ich für meinen teil,habe schon etliches an Therapien ,die schmerzen verbessern sollen durch, nicht nur Medikamente. Wer schon länger schmerzen hat, hoffe ich zumindest, wird auch zu hause nicht nur schmerzMedis bekomme haben.
    Ich für mich wüsste nicht, was mir eine schmerzTherapie in einer Klinik anderes bieten kann als die schmerzTherapie zu hause.

    Von daher wäre zu gucken, ob man selber denkt, dass kann einem noch etwas bringen oder man versucht mit den folgen auf andere Art positiver umzuGehen.
    Auch psychosomatiken haben nicht zusehen psychoTherapie.

    Was die Beweggründe für die Klinik sind hat sie nicht geschrieben.

    Von daher halte ich es für ein spekulieren,was besser wäre
     
  10. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    @Ducky,eine Schmerztherapie in einer Schmerzklinik gibt es als Akut oder Reha. Siehe Zitat und Link in meinem vorherigen Beitrag. Ich finde zuhause ist es nicht so intensiv und bei stationärem Aufenthalt intensiver und vielgestaltig und man kann viel mit nachhause nehmen, lernen für zuhause, um dann da einiges von weiterzuführen. Außerdem kann es gut tun mal aus dem häuslichen Umfeld und dem Alltag weg zu sein für eine spezielle Schmerztherapie und Schmerpsychotherapie.

    In einer psychosomatischen Klinik war Almarantha ja schon und schreibt das es wegen der Schmerzen nichts gebracht hat dort.
     
    #10 27. Juni 2014
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2014
  11. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

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    so sehe ich es auch..................

    gerade auch, wenn Menschen von Arzt zu Arzt geschickt werden -und es keine richtige Diagnose gibt....ist meiner Meinung nach ein Klinikaufenthalt in einer psychisch-somatischen Klinik angebracht....
    Mir hat es sehr geholfen. ( bin Fibro-Patient)

    LG
     
  12. Almarantha

    Almarantha Guest

    Ups,
    hier hat sich aber viel getan! Danke! :vb_redface:
    Der eigentliche Grund, wieso ich dort hin "soll", ist, dass diese Klinik (ist eine psychosomatische Abteilung eines Krankenhauses) meint, Fibro gibt es nicht - wär nix anderes, als ne schwere Depression (bei jedem, der das hat...). Bei so ner Einstellung frage ich mich eben, ob DAS die richtige Klinik ist... .
    Daher interessiert es mich, ob schonmal jemand wegen Fibro in die Psychosomatik geschickt wurde.
    Dass generell seelische Anteile für die Beschwerden (Erschöpfung, Schwindel z.B.) mitverantwortlich sind/sein können, dagegen wehr ich mich nicht, aber die Schmerzen, die ich hab, sind100% NICHT psychisch bedingt.
    Damals die psychosomatische Reha war wegen der Erschöpfung, nicht wegen Fibro - da hatte ich die Schmerzen noch nicht konstant, daher hat das auch niemanden interessiert und ich hatte auch die Diagnose Fibro noch nicht.
    Aber gegen die Erschöpfung hat diese Reha seinerzeit NULL gebracht (auch keine zweieinhalb-jährige Psychotherapie und auch kein AD, im Gegenteil) - deshalb geh ich davon aus,
    dass ich KEINE Depression hab, ich fühle mich gott-sei-dank auch absolut nicht so. Ich bin "lediglich" unsagbar erschöpft und kraftlos, MÜDE - körperlich!, nicht geistig! - und ich halte weitere, "zwangs"mäßige Aktivierung mit noch mehr AD oder "Antreiben" zu Sport in meinem Fall für absolut kontraproduktiv.
    Daher hab ich so meine Bedenken, was einen derartigen Klinikaufenthalt betrifft - ich bräuchte wohl eher einen mehrwöchigen WELLNESS-Aufenthalt ;).
    Gruß,
    Almarantha:vb_redface:
     
  13. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Wenn die meinen Fibro gibt es nicht, dann würde ich in diese Klinik nicht gehen.

    Es gibt aber verschiedene psychosomatische Kliniken, also mit unterschiedlichen Indikationen. Gibt zB. auch welche, wo eine Abteilung für Betroffene mit Schmerzen durch rheumatische Erkrankungen, Fibro oder sonstiges gibt.

    Und es gibt auch ein paar Kliniken die auf Fibro spezialisiert sind.
    Also ich würde schon genauer hinsehen, was in den Kliniken für Schwerpunkte und Indikationen angegeben sind.
     
  14. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Almarantha

    Verstehe ich Dich richtig, dass bei Dir die seelischen Anteile dann 0 % sind?
     
  15. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Fibro gibt es nicht???????
    Okay, als der Nephrologe neulich so einen Spruch loslies, dachte ich, na ja, ist ja nicht sein Fachgebiet und seine Infos in dieser Richtung halt total veraltet, aber in einer Klinik, die Leuten mit dieser Diagnose helfen will???????

    Wie gesagt, ich hab keine Fibro, aber ich würde auf keinen Fall in eine Klinik gehen, mit deren grundsätzlichem Ansatz ich nicht einverstanden bin.
    (z.B. bin ich nicht so auf der antroposophischen oder homöopathischen Schiene - also würde ich nicht in so eine Klinik gehen - andere, die von diesen Ansätzen überzeugt sind, können dort viel eher Hilfe erfahren).

    Die Fibro-Patienten, die mit mir in der Klinik waren, fühlten sich ernstgenommen. die Info-Vorträge waren immer für alle, und im Fibro-Vortrag wurde gut vermittelt, was da - nach dem bisherigen Stand der Forschung - im Körper abläuft, was helfen kann und was eher nicht. Es gibt also durchaus psychosomatische Kliniken mit einem vernünftigen Ansatz über Fibro. Und so eine würde ich mir suchen.
     
  16. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    hallo alma,

    in dem fall würde ich da auch nicht hinwollen ;)

    ich denke es gibt keine chr erkrankung die ohne jgelich psychische beteilgung von statten geht, aber eine negierung einer feststehenden diagnose und das einreden einer anderen bringts ja nicht wirklich.

    ich würde mir überlegen das mal mit dem behandelnden doc nochmal anzusprechen. er würde dich ja nicht speziell da hinschicken, wenn er nicht ähnlich denken würde oder??

    mir wurde in hamburg, auf der rheumatologie, gesagt ich hätte eine sekundäre fibro.
    das war 2002.
    mein orthopäde war etwas verwundert und meinte, man wüsste noch gar nicht genau was fibro überhaupt ist, geschweige denn, dass man das in primär und sekundär einteilen könnte.
    wobei die diagnostik dort auch mehr als abenteuerlich war^^
     
  17. Almarantha

    Almarantha Guest

    Was MEINE Schmerzen angeht, ja.
     
  18. Almarantha

    Almarantha Guest

    Hallo Diana!
    Ich war im Schmerzzentrum des gleichen Krankenhauses, hab wochenlang auf den Termin gewartet, alle Unterlagen zusammengetragen, diesen großen Schmerzfragebogen ausgefüllt und war voller Hoffnung, dass DA endlich einer helfen kann.
    Ungelogen nach eineinhalb Minuten wurde ich ohne jede Untersuchung aus der Praxis rauskomplementiert nach dem Satz: "Fibro gibt es nicht. Das ist von Amerika rübergeschwappt und wird jetzt auch wieder aus den Büchern verschwinden. Jeder der das hat, hat nichts anderes als eine schwere Depression. Stellen Sie sich mal unten in der Psychosomatik vor, da sind sie auf dem richtigen Weg." sprachs und war verschwunden.
    Und dann gab´s noch nen absolut unverschämten Brief - nach eineinhalb Minuten! - bei dem beim lesen selbst mein Hausarzt den Kopf geschüttelt hat.
    Nun steht in dem Flyer der psychosomat. Abteilung, den mir dieser Schmerzarzt noch in die Hand gedrückt hat, wir behandeln:...., chronisches Erschöpfungssyndron, Burnout, Fibromyalgie... .
    Ein Witz, oder? Ja, was denn nun? Fibro gibt´s nicht, aber er schickt mich dahin, wo sie behandelt wird... .
    Daher meine Frage hier, ob jemand schonmal sowas gemacht hat. :vb_redface:
     
  19. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Was ist denn das für eine zurückgebliebene, veraltete Klinik mit total veralteten und nicht mehr aktuellen Kenntnissen.:eek:

    Oh man, such dir bitte eine andere Klinik, das ist ja grausam, wie man mit dir da umging. Nach dem heutigen Stand ist Fibromyalgie eben keine psychosomatische oder psychiatrische Erkrankung.

    Man kann bei der Erkrankung zwar auch psychische Anteile, wie Depression etc. entwickeln, aber es ist eben an sich keine psychische Erkrankung.
     
    #19 27. Juni 2014
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2014
  20. Almarantha

    Almarantha Guest

    Ja, das war wirklich unmöglich - und dieser Schmerzarzt soll eine "Kapazität" sein.
    Wie dem auch sei - ich hör mir mal an, was diese Psychosomatik-Abteilung zu dem Ganzen sagt - dann kann ich ja immer noch entscheiden, ob und in welche Klinik ich geh, wenn die meinen, ich hätte es "nötig". :rolleyes:
    Danke Euch Allen für Eure Antworten - Ihr habt mich in meinem Empfinden bestätigt, dass dieses Erlebnis echt skurril war.
    Almarantha