Psoriasisarthritis: Brauche euren Rat

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Joy, 11. April 2013.

  1. Eneu2502

    Eneu2502 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    28. Juli 2012
    Beiträge:
    80
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Thüringen
    @Emerelle

    Oh ja Emerella, dass ist schlimm, dass im Blut nichts nachweisbar ist. Bei meinem letzen Schub, als nichts mehr ging weil ich bocksteif war, hat meine Rheumaärztin gesagt, dass wenn im Blut nichts angezeigt wird, ich auch keinen Rheumaschub hätte. Dann sollte ich zu einem anderen Arzt gehen (nebenbei bemerkt wurde mein Rheuma in einer Klinik als gesichert diagnostiziert ) z.B. Orthopäden oder Psychiater. Das war der Gipfel. Ich bin dann zu meiner Krankenkasse und habe diese um Rat gefragt was ich tun soll. Die haben mir auch sehr geholfen. Aber am Ende wird Dir nichts anderes übrig bleiben als so lange nach einem guten neuen Arzt zu suchen bis Du einen hats. Welcher Arzt hat das denn mit den Schmerzmitteln gesagt? Ein Rheumadoc oder der Hausarzt? Mein Hausarzt wollte mir immer nur Psychopharmaka, sprich Antidepressiva, verschreiben. Da ich mir das alles ja nur "einbilde". Es gibt aber gar kein psychisches Rheuma!!!! Warst Du denn zur Diagnosestellung schon mal in einer richtigen Rheumaklinik? Vielleicht gerade dann wenn es Dir gerade besonders schlecht geht. Du mußt einfach mal auf eine Einweisung bestehen.
    ich habe jetzt meine kompletten Ärzte gwechselt. Hausarzt und Rheumadoc und habe einen Glückstreffer gemacht, wo ich endlich ordentlich untersucht und beahndelt werde. Somit ist mein letzter monatelanger Schub jetzt seit 1 Woche endlich zur Ruhe gekommen. Es gibt im Internet doch viele Suchoptionen mit Patientenberwertungen bzgl. guter Ärzte. Schau doch da mal nach. Auch hier im RO Forum sind Ärzte mit Bewertungen dabei. Ob da jetzt auch Österreich dabei ist, weiss ich nicht. Wenn nicht gibt es doch auch andere Bewertungsprotale im Netz. ich habe meine neuen Ärzte auch alle ergoogelt. Eventuell muß man dann eben auch mal etwas längere Anfahrtwege in Kauf nehmen, dass ist mir aber egal, wenn mir geholfen wird. Ich muß auch jedesmal einen Tag Urlaub nehmen, wenn ich zum Rheumadoc muß. Aber da er mir hilft, nehme ich dies gern in Kauf.
    Im Übrigen bin ich auch schon mit Eisbeuteln um Hand-und Fußgelenke durch die Firma gehumpelt. Aber da ich nie jammere hat niemand was gesagt. Andere Kollegen welche 3-4 mal gehustet haben, wurde gesagt, sie sollen doch heim gehen und sich krank schreiben lassen. Ist eben so. Ich will ja aber auch nicht bedauert werden und krank machen will ich auch nicht, so lange wie es mir zu Hause auch nicht besser geht, als wenn ich arbeite.
    Ich wünsche Dir, dass auch Du bald Hilfe findest.
    LG Eneu2502
     
  2. jd4401

    jd4401 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    11. August 2006
    Beiträge:
    122
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    ich hätte hierzu noch ein paar Fragen:

    wenn der erste Rheumatologe keine entzündliche Rheumaerkrankung festgestellt hat - von wem bekamst Du die Medikamente? Von der berliner Rheumaklinik? Mit welcher Diagnose? Wie lange hast Du z.B. Enbrel oder Humira genommen?

    wie andere schon geschrieben haben, müssen die Blutwerte bei PsA nicht zwangsläufig auffällig sein.

    Ich selbst habe auch PsA und meine Schmerzen wurden damals erst mit Cortison ab 20mg besser. Ich bekam zunächst nur MTX und das zeigte gar keine Wirkung. Dann wurde ich auf Remicade eingestellt, welches recht schnell eine gewisse Besserung zeigte, aber auch nicht mehr. Da ich darauf dann leicht allergisch reagierte, wurde ich auf Humira + MTX umgestellt. Hierbei gab es keine Verschlechterung zu Remicade, aber ich hatte nach wie vor Schwellungen und Schmerzen. Wir hatten schon überlegt Humira wg. zu geringer Wirkung wieder abzusetzen, aber wir hielten daran fest. Erst nach einem halben Jahr kam der Durchbruch. Plötzlich wurden die Beschwerden deutlich besser und ich konnte dann nach ca. 1/2 Jahr das Cortison komplett absetzen. Ich habe MTX + Humira insgesamt 3 Jahre genommen und dann haben wir alle Medis komplett abgesetzt, da ich über ein halbes Jahr in Remission war. Daraufhin bekam ich nach ein paar Wochen wieder Schmerzen, so das ich wiederum nach einem halben Jahr wieder mit MTX anfangen mußte. Dies reicht aber bis heute aus.
    Fazit für mich: man darf einfach nicht zu schnell mit einer Therapie aufhören. Bei mir ist es allgemein so, das Medis relativ lange bei mir brauchen bis sie wirken. Vielleicht ist das bei Dir ähnlich?

    Da ich selbst auch Hundebesitzerin bin wünsche ich Dir alles Gute und hoffe, das bei Dir bald eine Therapie anschlägt, damit Du weiterhin mit Deinen Wuffis mit Spaß unterwegs bist.

    liebe Grüße
    Dagmar
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden