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Psoriasis arthritis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Ulla, 27. Oktober 2004.

  1. Ulla

    Ulla "hessische Hexe"

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    Hallo ,

    beim suchen nach Infos über Sprue/Zöliakie (neue Verdachtsdiagnose bei mir),
    bin ich auf diesen Artikel gestosen.
    Mir ist bekannt das es durch die Glutenunverträglichkeit zum Morbus During (auch eine Hauterkrankung) kommen kann, bei Psoriasis war mir der Zusammenhang neu, evtl. kann ja der eine oder andere damit etwas anfangen.

    Liebe Grüße

    Ulla




    Essen ohne Gluten kann die Psoriasis und Psoriasis athritis bessern



    In der Mitgliederzeitschrift der National Psoriasis Foundation wurde über eine Studie berichtet. Darin werden Zusammenhänge zwischen Schuppenflechte und Zöliakie hergestellt. Letzteres ist eine Unverträglichkeit eines Getreide-Bestandteils.

    Gluten, unlöslicher Teil von Getreidearten wie Weizen, Gerste und Roggen, kann allergische Reaktionen bei manchen Menschen hervorrufen. Eine glutenfreie Kost ist die nächstliegende Behandlungsmöglichkeit für Zöliakie, eine Darmstörung, das Ergebnis einer anormalen Reaktion oder extremen Empfindlichkeit gegenüber Gluten. Bei dieser Darmerkrankung versursacht Gluten eine Schädigung der Zotten des Dünndarms. Folgen sind Durchfall, Aufnahmeprobleme, Ernährungsstörungen und Vitaminmangel.

    Eine glutenfreue Diät hat bei manchen Kranken auch einer Besserung ihrer Psoriasis und rheumatoide Arthritis gebracht.

    1993 fand eine Studie heruas, dass 16 Prozent der Psoriasis-Patienten mehr Antikörper gegen Gliadin aufweisen - die Proteinen in Gluten, auf die manche Menschen reagieren. Diese Antikörper werden auch mit Zöliakie in Verbindung gebracht.

    Drei Monate glutenfrei

    Die selben Forscher bauten auf diese Studie auf und untersuchten in einer anderen Studie den Effekt einer glutenfreien Diät auf 33 Menschen mit Psoriasis, die (Gliadin)-Antikörper aufwiesen. Sie verglichen sie mit sechs Menschen, die zwar Psoriasis, aber diese Antikörper nicht haben. Die Studie war im Jahr 2000 im British Journal of Dermatology veröffentlicht worden. Die Teilnehmer nahmen drei Monate lang eine glutenfreie Kost zu sich. Danach aßen sie drei Monate lang wieder ihre normale Kost. 30 der 33 Patienten brachten die glutenfreie Essens-"Periode" zu Ende. Danach zeigte sich eine deutliche Besserung. Die Psoriasis-Patienten ohne Antikörper zeigten dagegen keine Besserung. Nach der glutenfreien Diät war bei 82 Prozent der Patienten eine Besserung zu sehen. Als sie die normale Kost wieder zu sich nahmen, verschlechte sich bei 18 der 30 Patienten die Psoriasis wieder.

    Davon ausgehend, war es naheliegend, dass die glutenfreie Kost vielleicht auch bei den Symptomen der rheumatoiden Arthritis hilft. In einem Versuch wurden glutenfreier Kost und rein vegetarischer Kost für 14 Wochen und dann nach und nach wechseln zu einer laktovegetarischen Diät - miteinander verglichen. Ergebnis: Der Verzicht führte zu einer deutlichen Besserung der Symptome einer rheumatoiden Arthritis.

    Wie äußert sich Zöliakie?

    Symptome für Einpfindlichkeit gegen Gluten sind unter anderen

    * Bauchkrämpfe und -schmerzen
    * Blähungen
    * Knochen- und Gelenkschmerzen
    * chronischer Durchfall
    * Müdigkeit

    Wer Gluten vermeiden möchte, sollten einen Bogen machen um

    * Backpulver
    * Gerste
    * Bier
    * (Bulgur?)
    * Getreide
    * Couscous
    * Mehl
    * Hafer, Haferflocken
    * Teigwaren
    * Roggen
    * Weizen

    Mit einer Blutuntersuchung können Antikörper gegen Gliadin ermittelt werden. Reden Sie mir einem Arzt, ob dieser Test möglich ist, bevor Sie sich für eine glutenfreie Kost entscheiden.
     
  2. ibe

    ibe Guest

    Liebe Ulla,

    das ist mir ganz neu. Ich habe davon noch nie etwas gehört oder gelesen. Danke für die Info, ist recht interessant.
    Ich habe ja die PSA und einiges trifft auf mich auch zu, obwohl sich meine Gelenke ja ziemlich ruhig verhalten, dafür eben meine Haut. Ich habe seit Jahren mit Durchfall zu tun und auch die anderen Probs treffen zu. Also, ich muss mir darüber Gedanken machen, denn dieses belastet mich, kein Arzt weiss , woher das kommt. Im nächsten Jahr lasse ich eine Darmspiegelung machen, um eben der Sache mehr auf den Grund zu gehen, auch mein Magen muss mal auf dem Kopf gestellt werden usw. .

    Das ist aber nicht leicht, diese glutenfreie Ernährung umzusetzen, denke ich, z. B. Mehl, Getreide eben die Teigwaren. Aber wenn man damit etwas erreichen kann, ist es mir schon wert.

    Ich werde mich jetzt auch mal schlau machen.

    Liebe Ulla, lieben Dank und Gruß von ibe
     
  3. Ulla

    Ulla "hessische Hexe"

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    Hallo ibe,

    bei wurde vor zwei Wochen eine Gastroskopie mit Dünndarmbiopsie gemacht,
    alle Werte, also von Blut und Immunhistologischer Befund sprechen bei mir für einen potentielle Sprue.
    allerdings könnte die Dünndarmentzündung auch durch die Rheumamedis kommen, daher soll ich jetzt noch 1/2 Jahr mich Glutenhaltig ernähren um 100 % sicher zugehen wird dann eine erneute Biopsie durchgeführt.
    und ehrlich gesagt wäre ich auch froh um diese Diät rum zu kommen, muß eh schon bei meiner Tochter auf so viele Sachen achten, wenn ich dann auch noch für mich extra kochen muß ist das bei 5 Personen ganz schön doof.

    aber was tut man nicht alles für die Gesundheit bzw. damit es einem besser geht :D

    Liebe Grüße und es freut mich das ich dir damit einen Denkanstoß geben
    konnte, halte mich doch mal auf dem laufenden.

    Bis dahin

    Ulla
     
  4. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Sprue

    ..ja so heißt das bei uns Erwachsenen, da es "früher" als Kinderkrankheit bekannt war.
    Allerdings geht man heute auch von Erkrankungen bei Erwachsenen aus, Klärung bringt eine Dünndarmbiopsie.
    Man vermutet neben diesem Folsäuremangel auch einen Zusammenhang zur Osteoporose und zu Hauterkrankungen.
    Zur Ernährung braucht es dann diese Glutenfreie Diät. Was allerdings problematisch ist.
    Die Problematik einer Erkrankung an Sprue ist die Rückbildung und Schädigung des Dünndarmes (die Schleimhäute werden angegriffen), im Vordergrund steht nicht die Erkrankung des Rheumatischen Formenkreises.
    Eine medikamentöse Therapie ist nicht bekannt.
    Ein Zusammenhang zu psychischen Belastungen und Depressivität wird bejaht.

    Ich würde jetzt auf eine Problematik verweisen, daß bei Problemen wie Entzündungen im Darmbereich ein Zusammenhang zur Autoimmunen Erkrankung des Rheumatischen Formenkreises gesehen werden kann.
    Hautveränderungen sind ebenfalls bekannt, wobei hier wieder gestritten wird.

    Ich denke einmal mehr bei der frage Hauterkrankungen an den Satz: "die Haut ist der Spiegel der Seele". Eine solche Diät unsere Rheumaproblematik mit den Medikamenten, Familie, Beruf und Freizeit......es wird immer schwieriger.

    Ja Ulla sicherlich ein richtiger Hinweis, bei mir wurde ja gastroskopisch allerhand untersucht, aber das ist wohl nicht die Regel.
    Gruß "merre"
     
  5. Inga

    Inga Neues Mitglied

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    Hallo,

    hab hier mal kurz für die, die es interessiert Links zum Thema Zöliakie ausm Hämoforum rauskopiert.
    An Sprue/Zöliakie als Erkrankung wird häufig bei den Ärzten nicht gedacht, zumal wenn die Symptome von Z. nicht sehr stark ausgeprägt sind.....Bei den folgenden Links gibts viele Informationen, was das ist und wie behandelt wird.

    Liebe Grüße
    Inga

    >DZG-Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V.
    www.dzg-online.de
    (viele Infos)
    >Ambulanz für enterale und parenterale Ernährung
    Ernährungsteam Frankfurt
    (viele Infos)
    www.kgu.de/zim/medklinik2/zoeliak.htm
    > Zöliakie-net
    (Kl. Forum/Chat)
    www.zoeliakie-net.de
     
    #5 28. Oktober 2004
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2004
  6. Ulla

    Ulla "hessische Hexe"

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    Danke Inga

    einen link kannte ich noch nicht, bin froh über jede Info die ich finden kann.

    Lieben Gruß

    Ulla
     
  7. NinaM

    NinaM Neues Mitglied

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    ist wirklich interessant - danke

    mit ein paar der genannten probleme mache ich rum - und bisher wurde noch kein grund gefunden.
    danke & gruß nina