Hallo Daydreamer
habe dir hierzu was raus gesucht.
Im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis oder auch zur Arthritis urica sowie zur Spondylitis ankylosans gehört die Psoriasisarthritis bzw. Psoriasisspondarthritis zu den unterdiagnostizierten Erkrankungen. Die vorwiegend periphere Form führt häufig zu Verwechslungen mit der rheumatoiden Arthritis, der Arthritis urica sowie auch zu gereizten Polyarthrosen. Die axial betonte Form wird häufig der Spondylitis ankylosans gleichgesetzt. Verdienst der vorliegenden Arbeit ist es zunächst auch, die Problematik der Psoriasisarthritis innerhalb der entzündlich rheumatischen Erkrankungen wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Kern der Arbeit war die Frage, ob es sinnvoll ist, bereits zu Beginn der Psoriasisarthritis in verschiedene Subgruppen zu differenzieren, vor allembezüglich prognostischer Parameter, was dann auch Behandlungsimplikationen beinhalten würde.
Die Arbeit konnte zeigen, daß es lediglich sinnvoll ist zwischen einem vorliegenden Stammskelettbefall und einem peripheren Gelenkbefall zu unterscheiden. Im Rahmen des vorwiegend peripheren Gelenkbefalls ist eine Unterscheidung in Subgruppen, wie vorwiegend oligoarticulär, polyarticulär sowie rezidivierender Verlauf nicht sinnvoll, da diese Subgruppen in dieser Langzeitstudie häufig gewechselt haben. Zunächst erstaunlich, jedoch wichtig, erscheint die Erkenntnis, daß bei derjenigen Gruppe, die auch einen Stammskelettbefall hatten, die mutilierende Form der Gelenkdestruktion 67 häufiger war! Dies sollte in die therapeutischen Erwägungen in Zukunft stärker mit einbezogen werden. Weiterhin konnte klar gezeigt werden, daß zur Klassifikation bzw. Diagnosefindung ein positives HLA B 27 bezüglich der peripheren Form der Psoriasisarthritis nichts beiträgt und auch die Korrelation zum Stammskelettbefall wesentlich geringer ist als bei der Spondylitis ankylosans. Zusammenfassend muß angemerkt werden, daß die Psoriasisarthritis sowohl bezüglich des Stammskelettbefalls und der peripheren Arthritis vermehrt in die Differentialdiagnose entzündlich rheumatischer Erkrankungen einbezogen werden sollte. Bezüglich der Prognose der Erkrankung sollte eine frühzeitige Unterscheidung in einen vorwiegenden Stammskelettbefall sowie eine periphere Form erfolgen. Eine weitere Subklassenspezifizierung erscheint für klinische Verhältnisse, unter Berücksichtigung der zitierten Arbeit, derzeitig eher von geringem Interesse zu sein.
Dr. med. Rüdiger Maleitzke
CA Innere Medizin/Rheumatologie
Federseeklinik, Bad Buchau
Lg Guckidu