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PSA - Sehnenansatzschmerzen - Cortison

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Gertrud, 24. Oktober 2010.

  1. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Hallo!

    Ich habe PSA - meine Finger sind betroffen. Die Gelenke sind geschwollen und bläulich verfärbt. Die Schmerzen sind allerdings nicht direkt im Gelenk, sondern so drum herum. Schwer zu erklären - ist ja auch nicht so viel Platz.

    Ich denke, es sind die berühmt-berüchtigten Sehnenansatzschmerzen.

    Nun nehme ich schon 9 Wochen MTX - dazu Schmerz-Medikamente - und nix hat (bislang) wirklich gehofen. Die Schmerzen sind fies - auch mit Schmerz-Medis.

    Seit 1 Woche bekomme ich nun Cortison. Rheuma-Doc meinte, dass - wenn die Entzündung zu heftig ist - das MTX auch nicht richtig wirken kann. Ich nehme jetzt 10 mg Prednisolon (je 5 mg morgens und abends.)

    3 bis 4 Tage hatte ich das Gefühl, dass es etwas besser wird - Schmerzen waren noch da, aber ich konnte die Schmerz-Medis reduzieren (was wichtig wegen meiner steigenden Leberwerte ist).

    Jetzt aber, nach gut einer Woche, sind die Schmerzen in den Finger heftiger denn je. In wenigen Tagen soll ich das Predni schon wieder reduzieren.

    Es mag ja sein, dass es zu niedrig dosiert ist - gerade bei dem akuten Schub.

    Aber irgendwo habe ich zu meinem Schrecken gelesen, dass Cortison bei Sehnenansatzschmerzen sowieso nicht hilft .......!?!?!?!? :eek:

    Was dann?

    Bin echt langsam verzweifelt!!!! :sniff:

    Seit ca. 10 Wochen diese ewigen Schmerzen - nix hilft und nix bringt Hoffnung!
     
  2. a-poempi

    a-poempi Neues Mitglied

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    Hallo Gertrud,
    Du wirst dem MTX noch ein wenig Zeit geben müssen, kann bis zu 6 Monaten dauern. Und wenn das Cortison nicht wirkt (bei mir war es so bei dieser Art von Schmerzen), warum nimmst Du es dann? Und am Abend ist eigentlich gar nicht üblich. Kannst Du gut schlafen?
    Erhöhung der Leberwerte: Das kommt sicherlich vom MTX und nicht von den Schmerzmedis, die gehen eher auf die Nieren. MTX schlägt gerne auf die Leber (ich mußte es deswegen absetzen).
    Ich nehme wegen den Sehnenansatzschmerzen die klassischen Schmerzmedikamente (ab und an noch Tilidin). Sehnenansatzschmerzen führen zu keinen degernativen Veränderungen, sind zwar trotzdem sehr unangenehm, doch deswegen habe ich mich erstmal gegen eine weitere Basistherapie entschieden.
    Aber letztendlich wird Dir bei Deinem Problem keiner so richtig helfen können, wenn Du die Schmerzmedis nicht nehmen möchtest, das Cortison nicht hilft, dann mußt Du auf die Wirkung vom MTX hoffen und warten müssen.
    LG,
    Petra
     
  3. Tanja1979

    Tanja1979 PsA

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    Hallo,

    mir hilft Cortison schon auch gegen die Sehenansatzschmerzen, allerdings muss ich da teilweise für ein paar Tage deutlich höher gehen.

    Ansonsten muss man leider etwas geduld haben bis man die richtige medikamentation hat und diese auch wirkt.

    @a-poempi: Schmerzmittel wie Ibu gehen sehr wohl auf die Leber, bei mir hat dies zu deutlich erhöhten Werten geführt /3-4 fach über normal). Steht auch als Nebenwirkung im Beipackzettel. MTX interessiert meine Leber dagegen bislang überhaupt nicht nachdem ich Ibu abgesetzt habe.

    Lg

    Tanja
     
  4. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Danke für eure Antworten.

    @Petra ... naja, nur Warten - ohne zu hinterfragen - kann es ja auch nicht sein! 9 Wochen MTX - aber statt Besserung oder zumindest Stillstand sind meine Beschwerden heftiger geworden ... dass mich das beunruhigt, ist doch klar! Und: ich muss schon Schmerz-Medis nehmen, sonst kann ich nicht arbeiten - und Cortison kann auch nur dann wirken, wenn es tatsächlich hoch genug dosiert ist. Wie ich schrieb, habe ich noch eine sehr niedrige Dosierung - deshalb meine Frage vorab, ob es ggf. bei Sehnenansatzschmerzen nicht hilft. Ich soll es anfangs 2 Wochen morgens und abends nehmen, danach abends reduzieren, und dann ganz ausschleichen, innerhalb von 8 Wochen. Schlafen kann ich eigentlich gut - merke nix vom Cortison. Befürchte aber, dass mein Blutdruck davon hochgeht - bin da eh immer etwas an der Grenze. Dass Schmerz-Medis auch über die Leber gehen, denke ich ganz gewiss - also ich nur 1 Woche die Dosis reduzieren konnte (allen voran IBU800), da waren die Leberwerte auch gleich etwas besser. Naja, alles kompliziert.

    @Tanja ... das macht mir Mut - dass deine erhöhten Leberwerte nicht vom MTX kommen - und dass das Cortison auch bei Sehnenansatzschmerzen geholfen haben. Ich werde morgen mit dem Rheuma-Doc telefonieren und das ansprechen.

    Abwarten - Geduld haben - Schmerzen - Arzttermine ... es nervt so .... :uhoh:
     
  5. biene2

    biene2 Neues Mitglied

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    Hallo,

    schau doch mal in den Nebenwirkungen vom MTX, da steht nichts von erhoehten Leberwerten.
    Nehme es jetzt seit ueber 3 Jahren und meine Leberwerte sind klasse, seit ich keine Schmerzmedis mehr nehme.

    Liebe Gruesse
    Biene2
     
  6. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    @Biene ... das stimmt so nicht - gerade wegen der Gefahr der steigenden Leberwerte muss man ja anfangs ständig zur Blutkontrolle. Als Nebenwirkung ist es ausdrücklich erwähnt. Dass es bei manchen vorkommt und bei anderen eben nicht, ist - wie bei allen Nebenwirkungen - normal.

    Aber ich hoffe ja auch, dass sich das alles irgendwie einspielt - wenn das MTX nun endlich mal wirken würde ... :rolleyes:
     
  7. MadCat

    MadCat Neues Mitglied

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    MTX bewirkt - und bei meinen stand es auch deutlich drin - u.U. eine Transaminasenerhöhung. Das sind Leberwerte. MTX wird, wie viele aber nicht alle, Medikamente über die Leber verstoffwechselt. Regelmäßige Laborkontrollen in nicht zu großen Abständen sind daher sehr wichtig.
     
  8. a-poempi

    a-poempi Neues Mitglied

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    Klar ist die Leber als Entgiftungsorgan da auch beteiligt und es kann auch mal zu erhöhten Leberwerten kommen. Ich meide es weitesgehend Beipackzettel zu lesen schon gar nicht beim MTX. Aber ich habe einige Jahre im Krankenhaus gearbeitet und wir hatten häufiger Patienten mit Nierenversagen aufgrund von Schmerzmitteln (Diclo, Voltaren, IBU etc.) auf der Station als Patienten mit Leberschäden (kann mich an gar keine einzigen erinnern). Aber beides gibt es und MTX verhält sich sehr unterschiedlich bei Patienten, obwohl es über die Leber abgebaut wird reagieren manche kaum auf MTX und manche (wie ich) müssen es absetzen.
    Gertrud: Was ich Dir eigentlich mit meinen Worten sagen wollte: Du hast alles an Schmerzmitteln zur Verfügung und mußt damit irgendwie ausprobieren was Dir gut tut, weil es eben sein kann, dass das MTX seine Wochen noch braucht bis es wirkt. Du hast Schmerzen, dann ist es sicherlich auch eine Möglichkeit mal zu versuchen das ein oder andere zu erhöhen. Leider fordert so eine Erkrankung oft unsere Geduld heraus!!
    LG,
    Petra
     
  9. Tanja1979

    Tanja1979 PsA

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    Hallo Gertrud,

    es wird sich einspielen, aber ein bisschen geduld braucht man, leider.

    Als vor einem jahr die Diagnose PSA gestellt wurde, war ich erstmal froh. Habe dann erstmal Cortison und Sulfasalazin bekommen. Mir ging es dank Cortison besser, Sulfa hat nicht gewirkt. nach 3 Monaten dann MTX statt Sulfa. Hier (15 mg in Spritzenform) reicht die Wirkung leider immer noch nicht, kann auch cortison nicht reduzieren ( benötige immer noch 10 mg minimum) und bekomme weiterhin Schübe. Aber es ist nach 12 Wochen doch besser als ohne MTX gewesen.

    Da MTX aber ebenfalls nicht ausreicht, bekomme ich nun nach insgesamt 6 Monaten MTX zusätzlich 50 mg Enbrel. Mal sehen, ob das nun soweit ausreichend ist, dass ich Cortison ausschleichen kann.

    Ich wünsche dir geduld und hoffe, dass du bald die Medikamentation erwischt, die für dich die richtige ist. Mir geht es mittlerweile besser als vor einem Jahr, darüber freue ich mich, denn 13 Jahre musste ich ohne medikamente und ohne Diagnose mit den Beschwerden leben.

    Wenn es mein Rheumadoc nun noch schafft, die restlichen beschwerden weiter zu lindern, dann freu ich mich noch mehr.

    lg

    Tanja
     
  10. biene2

    biene2 Neues Mitglied

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    Hab nochmal bei den Nebenwirkungen von MTX geschaut:

    Selten kommt es unter Lantarel zu einem Anstieg der Leberwerte. Sie müssen deshalb regelmäßig kontrolliert werden. Bei geringgradigen Erhöhungen kann Lantarel unter engmaschigen Kontrollen unbedenklich weitergegeben werden, bei stärkerem Anstieg der Werte muß eine Dosisverringerung erfolgen, u.U. sogar ein Absetzen des Präparates. Wichtig ist die Frage, ob die erhöhten Leberwerte überhaupt auf Lantarel zurückzuführen sind oder auf andere Medikamente. So sieht man häufig, daß es unter Diclofenac (z.B. Voltaren) zu einer Erhöhung der Leberwerte kommt.




    Bisher hat sich das MTX bei mir nicht wirklich auf die Leber ausgewirkt.
    bei den Schmerzmedis, bin ich da viel vorsichtiger..

    Liebe Gruesse
    Biene2
     
  11. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo,

    meine Leberwerte sind trotz MTX in Ordnung. Kontrolle ist alle 4 Wochen und bislang habe ich es auch sehr gut vertragen.

    Ich nehme das MTX jetzt seit 1,5 Jahren. Zuerst als Tabletten 15 mg aber nach einem dreiviertel Jahr umgestellt auf Spritzen. Leider lässt die Wirkung jetzt immer mehr nach........Ich sitze jetzt auf dem Sofa mit 2 bandagierten Ellenbogen, weil sich da die Sehnenansätze mächtig entzündet haben:sniff::sniff:.

    Meine Leberwerte sind unter Arava, das ich zusätzlich zum MTX genommen habe, drastisch angestiegen. Dann noch sämtliche andere Nebenwirkungen, so dass ich das Arava wieder absetzen musste......

    Mal sehen was mein Rheumatologe noch in seiner Trickkiste hat, damit die Entzündungen endlich weg gehen.......Entweder MTX erhöhen oder ein anderes Medikament, wobei man da wieder aufpassen muss, dass die Leberwerte und andere nicht wieder in die Höhe schiessen.

    Ich wünsche Allen ein schmerzfreies WE

    Louise