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PSA=Gen Test?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von gerry, 9. April 2014.

  1. gerry

    gerry Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. April 2014
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    Hallo,
    Um es abzukürzen, das wichtigste habe ich hier geschrieben:
    http://www.rheuma-online.de/forum/threads/57214-Noch-ein-neuer-mit-PSA?p=611949#post611949


    Meine Frage wäre, der Rheumatologe sagte mir Blut abnehmen ok war klar, im Labor bei der Arzthelferin musste ich was unterschreiben wovon der Arzt vorher nichts sagte und zwar einen GEN-Test, ich fragte die Arzth.wieso das, sie wusste es anscheinend auch nicht wirklich und meinte nur der Arzt möchte dort was sehen/kontrollieren, zum Arzt konnt ich auch nicht mehr rein da dort nun schon ein anderer Patient drin war, kann auch nicht einfach so hin, da die Praxis eine gute Std.mit Auto entfernt ist.

    Hatte hier schonmal jemand ein GEN Test bei einer PSA?Wenn ja, wozu?
    Hab grade eben gelesen das so ein Test mehrere Wochen dauert?

    Vielen Dank für die Antworten.

    Grüsse
     
  2. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Grüß dich gerry und willkommen hier :)

    Es dürfte sich bei dem "Gen"test um die Bestimmung des HLA-B27 handeln; das ist eine Erbinformation, ein "Merkmal" der roten Blutkörperchen, das bei bestimmten Menschen vorhanden ist.
    Es gibt eine ganze Reihe von so genannten HLA-Merkmalen, das HLA-B27 - das nur bei einer bestimmten Prozentsatz von Menschen nachweisbar ist, andere haben z. B. HLA-B7 oder B8, B13 oder B51 u.a. - ist ein Indiz (kein Beweis) für eine Neigung zu bestimmten rheumatischen Erkrankungen.

    Dazu gehören die Psoriasisarthritis, die Spondylitis ankylosans (auch Morbus Bechterew genannt) und so genannte "reaktive Arthritis", die im Gefolge von bakteriellen Infektionen auftreten kann.
    Wichtig: der Nachweis von HLA-B27 (positiv) ist kein Beweis für eine solche Erkrankung und das Fehlen desselben schließt eine solche nicht aus. Es dient aber der Orientierung und hilft bei der Ein- und Zuordnung (Klassifikation). ;)

    Grüße, Frau Meier

    P. S. Da es sich um eine Untersuchung an Deiner Erbsubstanz handelt, muss nach deutschem Recht eine Einverständniserklärung vorliegen!
     
  3. gerry

    gerry Neues Mitglied

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    Hallo Frau Meier,
    Vielen Dank, hoffe das hört sich schlimmer an als es letztendlich ist, hab es mir grade auf Wikip.durchgelesen, im mom überfordert mich das noch etwas, da wird dann auch nur nach Rheumatischen Erkrankungen geschaut oder nach allem?Man hört ja sovieles über solche Tests.

    Grüsse
     
  4. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hallo gerry,

    der Test schaut exakt nur danach, ob diese genetische Variante der Eigenschaften der roten Blutkörperchen bei Dir vorhanden ist - nicht mehr und nicht weniger.
    Eine Aussage darüber, ob bei Dir Rheuma vorliegt, ist auf dieser Grundlage nicht sicher möglich, sondern nur, wenn das Gesamtbild auch zusammenpasst.

    "Schlimme" Sachen werden mit dem Test nicht gemacht ;)

    Grüße, Frau Meier
     
  5. gerry

    gerry Neues Mitglied

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    Dann bin ich Beruhigt.Danke:top:
     
  6. moi66

    moi66 Aktives Mitglied

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    ich sehe das genau so wie Frau Meier und gehe auch davon aus, dass es exact dieser Test ist.
    Trotzdem würde ich den Arzt beim nächsten Mal darauf ansprechen - evtl. ist ihm gar nicht bewusst, dass er seine Patienten mit nicht ausreichenden Infos raus schickt - man meint (als Experte) alles ist klar, aber einem anderen ist es eben nicht klar.
    Und man sollte schon verstehen, was man unterschreibt...
     
  7. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    huhu ich hab auch mal ne frage zu bluttests...

    bei mir wurde zu dem hla b27 auch ein weiterer test in einer rheumaklinik gemacht...hla bw 4 und hla bw6 der bw6 war positiv, aber mir hat keiner erklärt was dieser wert zu bedeuten hat und im i-net hab ich auch nix dazu gefunden...b 27 ist mir bekannt und bei mir negativ und trotzdem hab ich sakroiliitis im mrt befund...
    vielleicht weisst du liebe frau meier was zu dem wert???:rolleyes: bin halt auch neugierig...danke
     
  8. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hallo norchen,

    bw 4 und bw 6 sind Merkmale, die auf allen HLA-B-Antigenen und einigen HLA-A-Antigenen vorhanden sind; d. h. kurz gesagt, dass mit der Bestimmung von bw 4 oder bw6 eine größere Gruppe von HLA-Merkmalen erfasst, aber nicht differenziert wird.
    Der Nutzen ist mir noch nicht klar, werde mich aber kundig machen.

    Lernende Grüße, Frau Meier ;)
     
  9. Benni45

    Benni45 Neues Mitglied

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    Für mich als Leihen ist es durch aus leicht verständlich, dass der Arzt einen Gentest in Auftrag gibt.
    Wie hier schon richtig beschrieben wurde, können so die Krankheiten genau definiert werden und auch erkannt werden.
    Die Frage ist, ob es wirklich keine anderen Mittel gab, um den Fehler festzustellen. Es kann sein, dass das Labor neue Fakten schafft,
    mit denen man nicht rechnet.
     
  10. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Genau das meistens nicht ;)
    Die hier genannten Genteste lassen ausschließlich Tendenzen zu bestimmten Krankheitsbildern erkennen - und die bedeuten nicht automatisch, dass jemand diese Erkrankung auch hat oder bekommt.