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PSA+Enbrel=Depressionen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von ibe, 4. November 2005.

  1. ibe

    ibe Guest

    Hallo meine Lieben,

    ich habe gestern im Psoriasis-Forum gestöbert und den Beitrag "Erfahrungen mit Enbrel" entdeckt. Da ist mir ein Licht aufgegangen. Es waren ein paar Antworten, die mir zu denken gegeben haben. Es sind Nebenwirkungen aufgetreten, nämlich das Depressionen, Müdigkeit, keine Energie und eben oft launisch. Dieses trifft auf mich zu. Ich hätte meinen jetzigen psychischen Zustand nie auf Enbrel geschoben, aber nun glaube ich doch, dass es so sein könnte. Und ich hatte schon überlegt, da es mir mit Enbrel doch super geht, muss es mir doch von der Psyche auch super gehen. Leider ist das ja nicht der Fall. Vielleicht liegt es ja auch an der hohen Dosierung, denn PSA- Kranke, die schweren Hautbefall haben, brauchen 2 x 50mg Enbrel in der Woche. Ich bin gespannt, ob sich das wieder legt, wenn ich ab den 21. November nicht mehr spritze, eben wegen der Kosten, um zu prüfen, ob ich es noch brauche. Naja, die KK :( . Aber wenn sich das so ergeben sollte, es mir wieder psychisch gut geht, dann muss eine Alternative her.

    So, das wars wieder von mir.

    Lieben Gruß von ibe
     
  2. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Ibe,

    ich kann das schon nachvollziehen, wobei ich glaube, dass hier nicht nur Enbrel zu nennen ist. Als ich im letzten Jahr über mehrere Monate hochdosiert Cortison einnehmen musste - hatte ich die gleichen Probleme.
    Damals habe ich das eher auf die Nebenwirkung des Cortisons geschoben, da ich innerhalb von wenigen Wochen fast 15 kg zugenommen habe - ich brauchte nur etwas zu essen anzusehen, dann hatte ich die Pfunde schon auf den Rippen ;-(((( Im nachhinein denke ich aber, dass es nicht nur diese wahnsinnige Gewichtszunahme war, die mich für meine Umwelt doch ziemlich launisch erschienen ließ.
    Auch glaube ich, dass jeder mit einer chronischen Erkrankung, die solche Einschränkungen verursacht wie z.B. eine rheumatische Erkrankung, immer wieder solche Depri-Phasen hat. Wer von sich behauptet, dass würde bei ihm nicht vorliegen, dann hat er entweder kein Rheuma oder aber, was näher liegen würde, er kennt sich und sein Verhalten auf die Umwelt nicht...
    Wichtig ist nur, dass man versucht dagegen etwas zu unternehmen - wobei mir auch klar ist, dass sich das viel leichter sagt als es letzendlich ist. Auch ich habe, nachdem ich 2002/03 die tolle Diagnose Rheuma zu hören bekommen habe prof. Hilfe in Anspruch genommen (wobei ich das außer meiner Freundin und natürl. meinem HA keinem gesagt habe). Damals hat es mir sehr geholfen, dass ich mit jemanden darüber sprechen konnte, der so garnichts mit meinem Umfeld zu tun hatte - heute brauche ich diese Hilfe nicht mehr (zumindest derzeit nicht). Muss aber dazu sagen, dass ich trotzdem meinen Ansprechpartner habe, in Zeiten in denen es mir nicht gut geht.
    Liebe Ibe ich drücke Dir die Daumen, dass es Dir bald besser geht (und vorallem, dass die Probleme durch das Absetzen des Enbrels nicht noch schlimmer werden).

    Vergiss bitte nicht, dass es auch hier Leute gibt, die zuhören können und Dich verstehen können, da viele hier ähnliche Probleme haben - wichtig ist nur, dass Du weißt, dass Du nicht allein bist.
     
  3. ibe

    ibe Guest

    Danke!

    Liebe Birgit,

    du schreibst immer so toll, habe schon oft deine Texte gelesen, sie sind wirklich beeindruckend.

    Ich danke dir für deine Mühe. Ich denke über das, was du geschieben hast, nach.

    Lieben Gruß ibe und ein schönes WE.
     
  4. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Hi ihr Beiden
    Ja, ähnlich liegt der Fall bei Infliximab. Da ist von "plötzlich stinksauer" zu sein bis "tief betrübt" alles möglich. Die Wirksamkeit schwankt auch von Hyperaktivität bis schlapp......
    Also ebenfalls schwer klarzukommen. Nach unserem neuesten Vertrag in der Studie sind auch die möglichen Nebenwirkungen anders beschrieben, mehr die Merkbarkeit und gefühlsmäßigen Wahrnehmungen, so daß es schwer ist sich da im Alltag abzugrenzen, sehr schwer.
    Ja die weitere Behandlung bedeutet "Rheuma besser, Psoriasis besser, Beweglichkeit besser, also ein besseres Leben (aber mit ???) - quasi im Tausch gegen eine mögliche Lebensverkürzung (auch mit ???).
    Ja und dann stehst da und überlegst, und überlegst , und ......

    Ja ich wünsch Euch einfach mal gute Besserung "merre"
     
  5. ibe

    ibe Guest

    Hallo merre,

    lange nicht gesehen, du sprichst mir aus der Seele. Genauso ist es, man kommt nur ins Grübeln und es kommt nichts dabei heraus. Ich hoffe, es wird mal besser. So ist das Leben, auch wenn alles andere jetzt ok ist, nicht lebenswert.

    Also alles Gute auch dir ibe
     
  6. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    Depris

    Hallöchen;

    ich war ja ab Mitte April diesen Jahres wegen recht schwerer Depris stationär im Krankenhaus. Dort hat man mir erklärt, dass Cortison am Anfang der Einnahme ein Stimmungshoch machen kann und nach einer längeren Zeit dann Depris. Ich hätte meine Probleme nie im Leben Depression genannt, da ich nicht traurig war, sondern einfach nur lustlos, faul, antriebslos, kraftlos, desinteressiert, leicht reizbar, viel viel müde... einfach extrem lahmarschig.:D Ich kann nur wirklich jedem empfehlen sich in kompetente Hände zu begeben. Mir hat es sehr gut geholfen. Meine Kraft ist wieder zurück gekehrt, ich habe wieder Spass am Leben, kann vieles wieder geniessen, etc. Ich muss zwar nun regelmässig ein Antidepressivum nehmen, aber da es keinerlei Nebenwirkungen hat und nicht abhängig machen kann, werde ich das schön weiter schlucken. Das ist es mir allemal wert.
    Keine Scheu vor Psycho-Docs. Es steht mir nicht auf der Stirn dass ich dort war und dass ich derartige Medikamente nehme.
    Chronisch krank, Medikamente, wirtschaftliche Probleme.........das kann die Seele schon mal krank machen.

    Gruss
     
  7. annada

    annada Neues Mitglied

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    Medis,Diagnose,Depressiv

    Hallo alle zusammen,

    habe mir Eure Beiträge durchgesehen, ist ganz interesant hätte meine derzeitige Stimmung niemals mit den Medikamenten in Verbindung gebracht.
    Seit Mai habe ich Urbason in verschiedenen Dosirungen genommen, bis ich vor 5 Wochen die Diagnose bekam chron. Polyarthritis, Polyarthrose, Fibro wurde vor 2 Jahren schon festgestellt.
    Kann mich noch nicht damit abfinden diese Krankheiten zu haben, dadurch auch das wechselbad der Gefühle, könnte lachen und weinen zur selben Zeit.
    Auch Wut und Zorn kämpfen in mir.
    Ich habe dadurch zu Euch in dieses Forum gefunden, wo ich in kurzer Zeit sehr viele Freunde gefunden habe. D A N K E!!!!!!!!!!! allen zusammen.

    Liebe Grüße

    Annemarie
     
  8. ibe

    ibe Guest

    Hallo Verena,

    gibt auch schon ne Weile zu denken, mal wirklich nen Psychodoc in Anspruch zu nehmen, man muss nur an den Richtigen geraten.

    Hallo Annada,

    das es für dich schwer ist, wie für andere, die ihre Diagnose erst seit kurzem bestätigt bekommen haben oder auch noch nicht. Du musst dich mit der Krankheit vertraut machen, die richtigen Medis und kompetente Ärzte und dann evtl. noch nen Psychodoc wie Verena schon ansprach.

    Also packen wirs an.

    Danke euch allen.

    Lieben Gruß ibe
     
  9. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    Hallöchen;

    nur noch als Ergänzung. Ich bin nicht zu einem niedergelassenen Arzt, sondern in die Klinik, in die Psycho Ambulanz. Dort habe ich gesagt ich muss mit einem Psychologen, Psychiater oder so was sprechen. Die Dame hat dann gefragt ob ich ein Notfall sei, was ich bejaht habe. :) Für mich war das auch ein Notfall, weil ich keine Ahnung hatte wie ich aus dieser Lahmarschigkeit wieder rauskommen soll. Ich hatte eigentlich damit gerechnet ein paar Pillen zu bekommen und wieder weg geschickt zu werden. Die Diagnose und die stationäre Aufnahme kamen für mich überraschend, aber annehmbar erklärt.
    Wer irgendwas noch wissen will, kann mich gerne fragen. Ich habe aus dem Ganzen überhaupt kein Geheimnis gemacht. Alle in meinem Umfeld wußten wo ich bin und auch warum. Selbst mein damaliger und mein jetztiger Arbeitgeber. Eigentlich wurde das in die Klinik gehen und dort bleiben immer als "mutig" tituliert. Keiner hat doof oder so reagiert. Ich damit ganz offen umgegangen und das war wohl auch richtig so. Warum sollte ich mich schämen oder ein Geheimnis daraus machen, was sooooo viele Menschen betrifft. Die Krankenhäuser sind voll damit und die Pharmaindustrie verdient zunehmend.

    Gruss
     
  10. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Vor Jahren hat mir mein Ha mal gesagt, als ich Depri-Pillen nehmen sollte, bei allem kommt ihr angerannt. Nur wenn die Seele krank ist ,das will keiner wahr haben. Ich muss ihm heute Recht geben. Ich hätte sie schon damals nehmen sollen.
    Liebe Grüße Poldi
     
  11. Berni

    Berni Neues Mitglied

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    Hallo Leute,

    ich bin euch sehr dankbar für diese Beiträge. Diese stark wechselhaften Stimmungen beobachte ich bei mir sehr beunruhigt schon seit einiger Zeit. Wobei ich nicht weiß, ob das nun vom Rheuma oder von den Medikamenten kommt. Ist auch egal. Schön, dass ich jetzt mal höre, dass das "normal" für uns ist, und dass man was dagegen tun muss. Wobei ich bei meiner Trägheit eher Schwierigkeiten habe, noch etwas zu tun. Ich renn ja schon ständig zum Arzt! Puh!

    Aber ok, ich werde mich am Riemen reißen.

    Es grüßt und dankt
    Berni
     
  12. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    30. April 2003
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    Hallo Bernie,

    die Trägheit gehört mit zum Krankheitsbild einer Depression. Je früher man etwas dagegen unternimmt, je schneller kehrt die alte Kraft und der Antrieb wieder. Der Hausarzt kann da meist nicht viel machen. Geh zum Fachmann. Mit dem Rheuma gehst Du ja auch nicht zum Gynäkologen. :D

    Gruss
     
  13. ibe

    ibe Guest

    Hallo Bernie,

    ich finde es gut, wenn mal über solche Dinge redet, nicht nur über unsere Krankheit. Ich kann dich auch gut verstehen. Man muss so mal ausgedrückt, den inneren Schweinehund(sorry) überwinden. Ich habe auch sehr damit zu kämpfen, muss mich heute auch um einiges kümmern, obwohl ich so ganz und gar nichts dazu bewegen kann, aber ich muss mich regelrecht dazu zwingen.

    Hallo Verena,

    ich musste echt lachen, den Vergleich mit den Ärzten, zu wem man gehen sollte. Ich werde mich auch noch drum kümmern, muss aber erst andere Sachen erledigen, meinen Magen usw. wieder in Ordnung bekommen, bin auch am kämpfen, mein Enbrel weiter nehmen zu können, habe mich gestern endlich dazu aufgerafft, was zu unternehmen, da mir die Zeit weg läuft.

    Also Danke euch für die Antworten, bis dann mal ibe.
     
  14. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo,

    also ich muß sagen, dass ich mit Enbrel selisch sogar ausgeglichener bin, als in der Zeit vorher. Die Müdigkeit und Schlappheit, bzw. Antriebslosigkeit korreliert bei mir mit der Krankheitsaktivvität. Das ist aber seit ich Enbrel nehme besser geworden.

    Aber ich kann mich da an einen Artikel von Januar 2004 von Doc L. erinnern, der von einem Mädel schrieb, die nur 1 x die Woche Enbrel nehmen kann, weil sie eben auch Depris bekommt...Moment, ich geh mal auf die Suche...

    LG Katharina
     
  15. ibe

    ibe Guest

    Hallo Kay,

    hast nicht mehr gefunden, denke ich. Also mit weniger Enbrel als die 2x 50mg die Woche komme ich nicht zurecht, das reicht mir leider nicht, aber danke für deine Antwort. Vielleicht legt sich das wieder, sonst muss ich in Behandlung gehen, wie schon Verena empfohlen.

    Lieben Gruß von ibe
     
  16. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo Ibe,

    nein ich finde es nicht mehr wieder. Ich weiß, daß das der Leitartikel vom Januar 2004 war, ich werde Alex mal anschreiben. Ich hoffe, daß das bei Dir nur eine vorübergehende Depression ist.

    Ich melde mich dann nochmal,

    LG Katharina