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Problem zwischen Katzen

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Ruth, 1. Februar 2015.

  1. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Liebe RO-Katzenhalter!
    Vielleicht hat jemand von Euch schon ähnliches erlebt und kann von seinen Erfahrungen berichten?
    Ich erzähle mal, worum es geht: wir haben 2 Katzen, 3 1/2 Jahre alt, Pascha(m) und Minnie(w) aus demselben Wurf. Sie waren noch nie getrennt, leben bei uns als Wohnungskatzen, haben sich bisher immer gut verstanden. Beide sind kastriert. Pascha war schon etwas der "Chef", er hatte bisher sozusagen "das Sagen", ohne dass er aggressiv gegenüber Minnie war.
    Nun das Problem: seit Sommer hat Minnie ab und zu "Anfälle", dann geht sie sehr aggressiv mit Krallen und aufgeplustertem Fell und ganz laut schreiend (wie es nur Katzen können) auf Pascha los. Bisher haben sich beide nach einiger Zeit, Stunden oder wenigen Tagen, beruhigt. Diesmal leider nicht. Pascha sass für einige Tage völlig verängstigt unter dem Bett im Schlafzimmer. - Wir waren deshalb schon beim Tierarzt, der uns eine räumliche Trennung der Katzen für 14 Tagen empfahl sowie einen Diffusor "Feliway", der Pheromone verdunstet, die positiv auf die Stimmung der Katzen wirken sollen. Ein Versuch, wie er sagte. Nun sind die 14 Tage um, und wir sehen keine grosse Besserung. Pascha ist zwar wieder lebhaft und munter, aber nur solange Minnie nicht in der Nähe ist. Wenn er sie durch die Glastür sieht, bekommt er sofort Angst, knurrt und flieht. - Bei Minnie haben wir das Gefühl, dass sie sich alleine sehr gut fühlt, sie übernimmt auch manches, was bisher nur Pascha gemacht hat. - Der Tierarzt meinte, es wäre eine Sache der Rangordnung, Minnie würde versuchen, "Chef" zu sein. Das sehen wir auch so. Nur ist es halt blöd, dass sie so gar nicht mehr zusammen auskommen.
    Kennt Ihr sowas, liebe Katzenhalter?
    Ich habe mein Leben lang schon Katzen, aber sowas habe ich noch nie erlebt.
    Liebe Grüsse,
    Ruth
     
  2. roco

    roco Guest

    hallo ruth,

    wir hatten immer mehrere katzen (also meine eltern).

    da kann man eigentlich nur 2 sachen tun.

    entweder, man lässt die beiden ihre kämpfe austragen bis die rangfolge ausgetragen ist, was auch mal 2/3 monate dauern kann. #
    übrigends kann das von zeit zu zeit wechseln, also in ein paar jahren wieder andersrum gehen...

    ... oder ihr trennt die katzen, sucht also für einen von beiden ein anderes zuhause.

    katzen kann man weder rangfolge noch liebevolles verhalten beibringen, sie haben ihren eignen kopf.

    lg
     
  3. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Ruth,

    Wohnungskatzen sollte man niemals (!!) eine Rangfolge auskämpfen lassen. Freigängerkatzen können (oder müssen) sich ein neues Zuhause suchen, Wohnungskatzen sind sich auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Die unterlegene Katze kann sich nicht dem Angreifer entziehen (wenn er z.B. nicht mit den Angriffen aufhört), sie kann nicht flüchten, sie muss sich jeden Tag mit ihm arrangieren...und wollte man als Mensch mit seinem Täter eingesperrt sein?

    Wenn Pascha bislang "das Sagen" hatte und Minnie ihn jetzt massiv angreift, dann ist entweder eine ungute seelische Verknüpfung entstanden (z.B. Knall - Schreck - Panik- Katze stürzt - Schmerz- sieht den Kater - und verknüpft in einem Bruchteil einer Sekunde "Kater = Schmerz".
    So etwas kann in harmloser Weise im Alltag passieren, wenn es eine schlimmere Aktion war, wird diese Negativ-Konditionierung nicht alleine gelöscht.

    Oder aber eine der Katze ist krank und das kann das andere Tier verunsichern (wenn Pascha krank wäre) oder zu heftigen Aggressionen führen (wenn Minnie starken Schmerzen hat).

    Ich persönlich würde umgehend bei beiden Katzen die Blutwerte untersuchen lassen und die Tiere dann umfassend abtasten lassen.
    Wenn sie körperlich gesund sind und Du Dich von keinem Tier trennen möchtest (verständlicherweise), dann würde ich eine Tierverhaltenstherapeutin kontaktieren, damit Ihr im Gespräch herausfinden könnt, wo genau das Problem liegt.

    Natürlich kann man keine Rangfolge ändern (und sollte es auch nicht), aber man kann ein Katzenverhalten positiv unterstützen und verstärken, so wie man Katzen auch "erziehen" kann, in einem Katzenangepassten Maße.
     
    #3 2. Februar 2015
    Zuletzt bearbeitet: 2. Februar 2015
  4. Butterflyandy

    Butterflyandy PMR seit 12/2013

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    ....bin kein Katzenhalter, bin erfahrener Hundehalter...

    ...habe aber in einer Tiersendung gesehen, dass es da ein ähnliches Problem gab. Die haben dann eine Tür mit "Hasendraht" zum einhängen zwischen zwei benachbarten Zimmern gebaut. Die Katzen konnten sich so sehen, sich aber nicht angreifen. Ich glaube das ging so lange, bis die beiden gelernt hatten sich "wieder riechen" zu können...aber wie das im Fernsehen immer so ist, bekommt man nie mit, wie langanhaltend die Wirkung war.

    Bin auch der Meinung, Rangkämpfe in der Wohnung sofort beenden, die Katzen nicht allein zu sammen lassen. Der Unterlegene kann nicht wirklich fliehen (das muss man sich mal für sich selber vorstellen:eek:). Wenn´s blöd kommt, fängt der Kater viell. dann auch noch an, aus Angst irgendwohin zu urinieren..

    Die Katze sollte vielleicht auch mal erfahren, dass es IHR nicht gut bekommt, wenn sie Streit anfängt (Wasserpistole, Blumenspritze)...sie beginnt den Streit=es kommt der Wasserstrahl...so in etwa. Durch NICHTS-tun...wird es sich wohl eher noch steigern...

    Vielleicht ist IHR auch einfach langweilig und kompensiert ihre Langeweile mit "Streiten"..
    Ich denke, es ist nicht anders als beim Hund, ein ausgelastetes Tier wird weniger Unsinn machen. Viel Glück!!
     
  5. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo, Roco!

    Herzlichen Dank für deine Antwort!
    Es ist nett, dass du dir Gedanken gemacht hast und mir geantwortet hast.
    Liebe Grüsse,
    Ruth
     
  6. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo, Sabinerin!

    Auch dir sagen ich herzlichen Dank für deine hilfreichen Gedanken. Wir haben jetzt auch vor, mit den beiden zum Tierarzt zu gehen und sie untersuchen zu lassen. Sicher ist sicher!
    Einen Punkt habe ich leider vergessen zu erwähnen. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass Minnies Attacken ungefähr dann anfingen, seit unsere beiden Gästezimmer im Dachgeschoss belegt sind. Das war im Sommer. Ansonsten ist nämlich immer einer von uns ein-oder zweimal täglich mit Pascha hoch in diese Dachzimmer gegangen. Das war dann Paschas Reich:) Es handelte sich zwar nur um ca. eine halbe Stunde, aber trotzdem, vielleicht stört das jetzt schon die Balance der Katzen?! Eine Weile werden leider die Zimmer noch belegt sein, aber ich habe es geregelt, dass zumindest in der nächsten Zeit Pascha täglich wieder hoch kann.
    Der Tierarzt hat uns gesagt, dass wir auf keinen Fall irgendwie in die "neue" Rangordnung eingreifen sollen, also nicht mit Minnie schimpfen etwa oder Pascha bevorzugen.
    Wir glauben eher nicht, dass die Ursache eine seelische Verbindung zu einem traumatischen Ereignis bei Minnie war. Aber man weiss natürlich nie....
    Nochmals vielen Dank für deine Hilfe!
    Mit herzlichen Grüssen,
    Ruth
     
  7. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo, Butterflyandy!

    Zuerst einmal herzlichen Dank für deine interessante Antwort!
    Wir haben zwischen Wohn- und Esszimmer eine Glasschiebetür, durch die die Katzen sich sehen und auch etwas riechen können, aber sie sind trotzdem getrennt. Nur leider bekommen sie selber mit einiger Anstrengung diese alte Schiebetür auf, also muss man dabei sein und aufpassen! Das ist ja so was ähnliches, wie du es im Fernsehen gesehen hast. Gestern haben wir versucht, beide jeder auf einer Seite mit Leckerlis zu füttern. Minnie war begeistert dabei, Pascha ist unter dem Tisch verschwunden;-)

    Einen Punkt habe ich leider vergessen zu erwähnen. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass Minnies Attacken ungefähr dann anfingen, seit unsere beiden Gästezimmer im Dachgeschoss belegt sind. Das ist seit dem Sommer. Ansonsten ist nämlich immer einer von uns ein-oder zweimal täglich mit Pascha hoch in diese Dachzimmer gegangen. Das war dann Paschas Reich:) Es handelte sich zwar nur um ca. eine halbe Stunde, aber trotzdem, vielleicht stört das jetzt schon die Balance der Katzen?! Eine Weile werden leider die Zimmer noch belegt sein, aber ich habe es geregelt, dass zumindest in der nächsten Zeit Pascha täglich wieder hoch kann.

    Der Tierarzt hat uns dringend geraten, nicht durch irgendwelches Schimpfen o. ä. in die Rangordnung einzugreifen, also nicht mit Minnie zu schimpfen oder Pascha zu "trösten", sondern wir sollen jetzt mal Minnie als "Chef" anerkennen. Sonst würde das nur Durcheinander geben.

    Der Witz ist ja, dass Minnie immer eher die ruhige und eher ängstliche war. Sie geht wenig auf den Balkon, in die oben erwähnten Dachzimmer geht sie überhaupt nicht; jetzt fängt sie erst an, sich schon mal für den Flur vor der Wohnungstür zu interessieren. Also glaube ich eher nicht, dass sie Langeweile hat. Sie spielt gerne mit uns und auch alleine, früher auch gerne mit Pascha.

    Lieben Dank und herzliche Grüsse,
    Ruth
     
  8. roco

    roco Guest

    hallo sabinerin,

    natürlich soll man nicht zugucken, wenn sich die katzen ob ihrer rangkämpfe prügeln oder blutig beissen. meist passiert das aber auch garnicht, weil alleine "buckeln", - "fauchen" und "krallenzeigen" reicht, um dem anderen seine grenzen zu zeigen. zumindest bei zahmen, erst recht bei geschwisterkatzen aus dem gleichen wurf.

    und doch, wenn man will haben auch wohnungskatzen ihre freiräume und rückzugsmöglichkeiten.

    zumindest wenn man ein wenig auf bedürfnisse von katzen eingeht.

    nicht eingreifen im sinne von beeinflussen, also schimpfen, bevorzugen oder rangfolge vorgeben, wie man es zb. bei hunden tut....

    und übrigends liegt es in der natur einer katze, ihren eignen kopf zu haben.
    leider gehen die meisten tierbesitze zu wenig auf sowas ein und "vermenschlichen" tiere...
    erziehen kann man eine katze jedenfalls nicht, ihr nur angst vor bestimmten sachen machen (wasserspritze, oder ähnliches zb... ) was ich übrigends als tierquälerei empfinde...

    wer sich katzen anschafft sollte sich darünber klar sein, das sie entscheidet, ob man dort noch wohnen bleiben darf... hat mir mal eine züchterin gesagt. natürlich war das scherzhaft gemeint, beschreibt aber ungefähr die eigenart einer katze - eben ihren eignen kopf
     
    #8 2. Februar 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Februar 2015
  9. Mupfel

    Mupfel seropositive RA u. Fibro

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    Liebe Ruth,

    ich denke du solltest gezielt mit beiden gemeinsam spielen. Hast du einen da bird? Lass beide hinterher jagen, abwechselnd. Füttere beide nebeneinander mit Leckerchen. Wenn sie kämpfen, fliegen Haarbüschel ? Generell sollte man nicht eingreifen , es sei denn es fließt Blut oder die Angst wird zu gross ( Urin geht ab).

    Bitte die beiden wechselseitig mit einem Tuch des anderen abreiben. Also die Kätzin mit einem Tuch voll Duft vom Kater und umgekehrt.

    Generell gilt: eine ausgeglichene, sprich müde bespielte, Katze wird kaum kämpfen.

    Hast du es mal mit Klickern versucht?

    Zur Not, zuerst einige Tage, besser Wochen komplett räumlich trennen. Danach mit einer Gittertüre . Nur beide Minuten Weise an der Türe zusammen lassen. Bei Frieden Leckerchen am Gitter Nase an Nase geben. Loben. Die Intervalle vorsichtig verlängern usw. Dieser Vorgang kann sich wochenlang hinziehen.

    Ich empfehle dir die Bücher von Paul Leyhausen "Katzenseele. Eine Verhaltenskunde" und "Katzenseele. Wesen und Sozialverhalten" .

    Aber an erster Stelle sollten beide dem Tierarzt vorgestellt werden. Erst wenn eine Krankheit bei beiden ausgeschlossen werden kann, fange mit einer Zusammenführung nach längerer Trennung an, als wenn sich beide noch nie gesehen hätten.
     
  10. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Roco,

    wenn eine Katze gut sozialisiert ist, dann kann sie die Situation mit ebenfalls gut sozialisierten Katzen klären. Leider ist nicht jede Katze gut sozialisiert und das kann (nicht muss!) zu Problemen führen.

    Leider gibt es Menschen, die die Situation nicht immer richtig einschätzen und dann den Satz "Lass sie machen.." verstehen als "Lass sie machen!" Deshalb habe ich meine Meinung dazu geäussert :)


    Das ist eine Grundvoraussetzung ;)
    Wenn Katzen ein richtiges Problem mit Artgenossen haben, dann können auch 200qm zu klein sein.



    Wenn man "Erziehung" mit "Zwang" jund "Willen brechen" gleichsetzt, dann ist es Tierquälerei.
    Wenn man "Erziehung" als Grenzen setzen und einiger Regeln versteht, dann ist es ein gesundes und respektvolles Miteinander.


    Wir sind hier eine menschlich-tierische Lebensgemeinschaft und meine Katzen dürfen vieles, aber nicht alles.

    Meine Katzen sind alle im Erwachsenenalter und mit vielen Erfahrungen zu uns gekommen. Gesunde Grenzen geben einen guten und sicheren Halt. Sie kennen die Regeln, was nicht bedeutet, dass sie sie immer einhalten ;) Sie kennen die Grenzen, was nicht immer bedeutet, dass sie sie einhalten. Sie wissen aber sicher, dass diese Regeln klar und deutlich sind und innerhalb dieser "Grenzen" können sie sich frei entfalten...weil sie gesunde Grenzen haben, die mit ganz viel Liebe, Einfühlungsvermögen und Respekt gesetzt sind.
     
  11. Butterflyandy

    Butterflyandy PMR seit 12/2013

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    Zitat von roco: "erziehen kann man eine katze jedenfalls nicht, ihr nur angst vor bestimmten sachen mac"en (wasserspritze, oder ähnliches zb... ) was ich übrigends als tierquälerei empfinde..."

    ....selbstverständlich kann man eine Katze in einem gewissen Maße erziehen, nämlich, dass sie manche Dinge einfach zu lassen hat...
    Meine Freundin, immer Katzenhalterin gewesen, hat ihren Katzen beigebracht, NICHT auf Tischen, Arbeitsplatten usw. rumzuspazieren und schon gar nicht, wenn da gerade etwas zubereitet wurde. Das war tabu!!! Ich habe es selber gesehen, dass sie es nicht im Ansatz wagten, den Sprung nach oben zu machen. Freiräume hatten sie genug. Auch kannten die Katzen das Kommando: "Runter"...wenn sie z.b. auf der Couch waren, wo sich gerade Besuch hatte hinsetzen wollen....sie gingen kommentarlos runter und suchten sich ein anderes Plätzchen....
    Katzenhalter, die meinen eine Katze auch nicht teilweise erziehen zu können, sind m.E. einfach zu bequem es zu probieren und ruhen sich auf dem Vorurteil des "nicht erziehen-könnens" aus. Ich muss doch wohl einer Katze nicht erlauben, z.B. an Vorhängen hochzukriechen u.ä. Selbstverständlich gibt es da ein NEIN. Meine Katze, die ich mal hatte, hat sich ganz schnell dran gehalten.

    Erziehen bedeutet, ein Regelverstoss hat Konsequenzen!
    (Der Mensch hält sich im Zusammenleben mit einem Tier an gewisse Regel, aber das Tier hat es eben auch zu akzeptieren).

    Beispiel: Katze traut sich in den Garten des Katzen-hassenden Hundes in der Nachbarschaft, der Hund bekommt die Katze einmal zu packen, sie kann fliehen. Ich glaube nicht, dass es die Katze nocheinmal wagt, DIESEN GARTEN zu betreten.

    Die Aussage, eine Wasserspritze sei Tierquälerei ist doch wirklich zum lachen! Tut mir leid, aber die, die so denken, sollen weiter mit ihren Katzen leben, und sich von denen auf der Nase rumtanzen lassen.
     
  12. Mupfel

    Mupfel seropositive RA u. Fibro

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    Da kann ich Butterflyandy nur zustimmen. Mein Kater ist perfekt erzogen. Er hört auf eine Hundepfeife, kommt sofort, wenn er sie hört. Er geht nicht auf den Esstisch, die Küchen- oder Wohnzimmerschränke, er weiß genau, das er nur im Bett meines Mannes liegen darf, wenn es frei ist. Geht mein Mann ins Bett, steht er sofort auf und wechselt in meines. Er zerkratzt keine Möbel und Tapeten, Gardinen usw. sind für ihn tabu. Er ist überhaupt der liebste und angenehmste Kater den man sich vorstellen kann. Und ich habe ihn nur mit viel Liebe und unendlicher Konsequenz erzogen.

    Ich denke wenn man sagt, man kann eine Katze nicht erziehen ist das ein Resultat der Inkonsequenz und Bequemlichkeit. Ist ein wenig so wie bei der Kindererziehung. Von nichts kommt nichts ;)
     
  13. Dittmarsche

    Dittmarsche Mitglied

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    manche Katzen erziehen sich sogar von alleine.
    Bei meiner Katze geschah es so: wie immer turnte sie irgendwie mit in meinem Bett herum und ich sagte "leg Dich mal hin". Und: sie tat es! :eek:
    Ich war völlig erstaunt, meinete, es wäre ein Zufall und probierte es noch einmal und es funktionierte ein weiteres Mal.
    Dann dachte ich mal ein bisschen nach über mein eigenes Verhalten. Ich hatte es halt unbewusst immer wieder gemacht, dass ich, wenn sie auf meinem Bauch herumturnte, ihr ein Brekkie gab und sie mit der anderen Hand sanft herunterdrückte (also zum Liegen) und dabei immer gesagt habe: leg' Dich mal hin. Aber nie, um sie zu erziehen, sondern weil mich das Herumgetrampel auf meinem Magen nervte.

    Andere Anekdote: meine Katze hasste Flohpuder und -spray, ebenso mochte sie keine Parfums (wie wahrscheinlich die meisten Katzen nicht). Als ich umzog und sie von einer "draußen-Katze" im späten Alter zu einer Wohnungs-/Balkonkatze wurde, schleppte ich einen riesigen Kratzast auf den Balkon und um sie gar nicht auf die Idee zu bringen, sich an den Möbeln in der Wohnung zu vergreifen, ähm, verkratzen, habe ich die nobleren mit Flohspray, bzw. Parfum eingesprüht. Auch das hat wunderbar funktioniert. Sie hatte drinnen ein Holzbrett (welches zu einem Fensterbrett führt) und das verwendete sie als Treppe wie auch als Kratzbrett - sah nach vielen Jahren aus wie sandgestrahlt. Die Möbel hingegen nicht. Und das war gut so.

    Katzen sind erziehbar. Definitiv. Mit ein bisschen Good Will auf beiden Seiten.

    Wer sich von seiner Mieze auf die Nerven gehen lassen will, darf das gerne tun.

    Für das hier beschriebene Rangordnungsproblem allerdings wüsste ich auch keine Lösung. Allerdings halte ich auch absolut nichts von (ausschließlicher) Wohnungshaltung. Das muss irgendwie zu Neurosen und Macken führen für Tiere, wie Katzen sie sind. (Z.B., weil sie sich nicht aus dem Wege gehen können auf angemessen großem Raum.)
     
    #13 3. Februar 2015
    Zuletzt bearbeitet: 10. Februar 2015
  14. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo, Mupfel!

    Erst jetzt komme ich dazu, dir für deinen lieben Beitrag und die Anregungen zu danken!
    Ja, wir trennen sie im Moment noch. Wichtig ist, finde ich, dass Pascha wieder mehr Selbstbewusstsein entwickelt.
    Ich habe auch seit gestern angefangen, wieder mit Pascha regelmässig ein- oder zweimal am Tag hoch ins Gästezimmer zu gehen. Ich weiss nicht, ob du meinen "Nachsatz" noch gelesen hast? Bis Sommer sind wir nämlich immer regelmässig täglich mit Pascha ins Dachgeschoss in unsere beiden Gästezimmer, früher Kinderzimmer, gegangen. Zwar nur für ca. eine halbe Stunde jeweils, aber das war halt "sein Reich", Minnie wollte und will nie da hoch. Seit Sommer sind beide Zimmer belegt, da ging das jetzt nicht mehr. Vielleicht hat das auch die Balance zwischen den Katzen durcheinander gebracht? Wer weiss....
    Im Moment kann ich noch nicht mit beiden gemeinsam spielen. Sonst haben wir das oft gemacht, da hat allerdings Minnie meist Pascha den Vortritt gelassen beim Spielen: sie hat erst mal zugeschaut und hat dann später auch gespielt.
    Liebe Grüsse,
    Ruth
     
  15. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo, Dittmarsche!

    Herzlichen Dank auch dir für deinen Beitrag! Ich habe über deine netten Anekdoten schmunzeln müssen!
    Doch, in gewissem Sinne kann man Katzen durchaus erziehen, aber halt nicht so wie Hunde, denke ich. Erziehen halt so, dass sie genau wissen, was sie NICHT dürfen und es dann auch (möglichst) nicht tun.
    Wohnungshaltung - Freigänger: ja, es ist schon was dran, dass Katzen natürlicher leben, wenn sie raus können. So war ich das auch von daheim gewohnt, unsere Katzen konnten raus. Aber als wir selber unsere erste eigene Katze aus dem Tierheim holten, konnten wir sie nur in der Wohnung halten (Hochhaus). Und was hätte diese Katze für eine Zukunft gehabt im Tierheim? Da ist eine Wohnung immerhin ein Fortschritt, denke ich. Obwohl wir sie als Einzelkatze hatten, lebte sie sehr munter bei uns in der Familie. Später sind wir umgezogen und hatten auch eine Freigängerkatze, die leider sehr schnell überfahren wurde. Nachdem auch immer wieder Katzen hier in der Gegend verschwinden, haben wir unsere nächsten Katzen nur in der Wohnung gehalten. Ist auch immer gut gegangen, naja, bis auf jetzt....Unsere Tochter hat ebenfalls 2 Katzen von der Katzenhilfe, auch in der Wohnung mit Balkon wie wir, da geht es auch gut.
    Aber im Grunde stimme ich dir zu:natürlicher ist es für eine Katze, rauszugehen. Nur dass sie im andern Fall automatisch Macken kriegen, glaube ich nicht.
    Liebe Grüsse,
    Ruth
     
  16. Mupfel

    Mupfel seropositive RA u. Fibro

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    Hallo Ruth,

    die von dir beschriebene Änderung kann durchaus der Auslöser gewesen sein. Man sollte sich von dem Gedanken trennen, dass deine Kätzin der Auslöser ist. Oft ist es das Verhalten des rangniederen Tieres das so ein Verstoßen durch das ranghöhere Tier provoziert. Auch kann dein kleiner Kerl krank sein und deine Kätzin in daher nicht mehr will/verstößt. Warst du mit der wilden Hilde beim Tierarzt und mit dem armen kleinen Kerl nicht?
     
  17. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo, Mupfel!

    Wir hatten das Gespräch beim Tierarzt erst mal ohne die Katzen. Da das Problem ja seit Sommer immer mal wieder auftrat, aber bisher eben schnell wieder verschwand - bis auf dieses Mal jetzt, hatten wir es nicht für nötig gehalten, sie zum TA zu bringen. Der TA hat uns ja erstmal beraten, meinte auch, es sei sicher kein körperliches Problem. Aber wir wollen demnächst doch mit beiden Katzen zum TA zur Untersuchung gehen. Nur im Moment haben wir selber viele Arzttermine.
    Danke für deine Ratschläge!
    Liebe Grüsse,
    Ruth
     
  18. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo, liebe Katzenfreunde - Up-date

    Heute hatten wir mit Pascha und Minnie den Tierarzttermin. Wir berichteten dem Tierarzt über die neuesten Entwicklungen (Pascha zwar munterer, aber immer noch extrem ängstlich Minnie gegenüber) und auch meine Überlegung, dass die Probleme angefangen haben, seit Pascha sein "Zusatzrevier", die Gästezimmer im Dachgeschoss, nicht mehr so zur Verfügung hat wie sonst. Er meinte auch, dass das recht plausibel klingt. Dann hat er beiden Katzen körperlich untersucht und hat Blut abgenommen, um die Schilddrüsenwerte/Hormone zu untersuchen, die sind alle in Ordnung. Wir erzählten, dass sich Pascha nicht mehr gerne auf den Arm nehmen lässt und dann oft faucht, also hat der Arzt speziell den Rücken abgetastet und hat dort eine Reaktion bemerkt, die wohl auf Schmerzen hinweist. Also Röntgen - da ist aber alles in Ordnung. Nun kann er ja auf dem Röntgenbild nur die Knochen u. ä. sehen, aber nicht, wenn er z. B. Nervenschmerzen hätte o. ä. Deshalb hat der Tierarzt uns ein Schmerzmittel für Pascha vorgeschlagen, das er eine Woche lang nehmen soll, danach sollen wir Bescheid geben. Denn Schmerzen können ja auch alle möglichen unguten Reaktionen hervorrufen, sowohl beim "Patienten" als auch beim "Partner". Das wissen wir ja als Menschen auch;-)
    Übrigens waren beide beim TA lammfromm, so wie immer:) Nur bis wir sie daheim vor dem Tierarztbesuch in den Transportkörben hatten, das war wieder ein Theater....Beim Tierarzt wurde auch nicht gefaucht oder geknurrt;-)
    Das Feliway, diesen Diffusor mit den Pheromonen, lassen wir weiterhin in Gebrauch.
    Ich sage euch allen nochmals Danke für die vielen Gedanken, die ihr euch gemacht habt und für die vielen Ratschläge!
    Unten kommen noch 2 Fotos - Minnie ist die schwarz-weisse (auf den Beinen von Göga beim Mittagsschlaf), Pascha ist der orange-weisse, wie er sein geliebtes Katzengras frisst.
    Herzliche Grüsse,
    Ruth

    m.jpg p.jpg
     
    #18 9. Februar 2015
    Zuletzt bearbeitet: 9. Februar 2015
  19. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo, liebe Katzenfreunde!

    Ich habe Gutes zu berichten: die Lage hat sich weitgehend entspannt. Nach dem Tierarztbesuch vor einem Monat hat Pascha zuerst mal ca. 10 Tage lang das Schmerzmittel bekommen. Dann habe ich angefangen, beiden Katzen Zylkene zu geben, das ist ein Nahrungsergängzungsmittel für Katzen und soll beruhigend und ausgleichend wirken, das Feliway ist weiterhin in Betrieb. Ich hatte dem Tierarzt auch das Zylkene gezeigt und er hatte nichts dagegen. Nach und nach ging es besser zwischen den beiden, wir haben dann stundenweise die Türen offen gelassen. Inzwischen können sie ohne Streiten in einem Raum sein, z. B. in der Küche, wenn ich ihr Fressen in ihre Näpfe verteile. Lange Zeit war Wohn- und Esszimmer noch Minnies Revier, aber jetzt kommt Pascha auch in diese beiden Zimmer. Es hat uns sehr gefreut, als Pascha angefangen hat, wieder richtig aufrecht im Flur zu sitzen, in voller Grösse sozusagen, und nicht so geduckt, ängstlich und fluchtbereit wie lange Zeit davor. Gestern waren beide Katzen sogar gemeinsam auf dem Balkon, wenn auch mit einigem Abstand. Das war das erstemal seit Wochen! Heute hat Pascha den Balkon alleine genossen, wie es auch sonst oft der Fall war.
    Ich sehe zu, dass ich weiterhin mit Pascha möglichst regelmässig ins Obergeschoss kann.
    Es gibt auch mal einen Rückschlag, aber Pascha lässt sich nicht mehr so verschrecken und kommt dann bald wieder aus dem Schlafzimmer (seinem Rückzugsort) heraus.
    Das wollte ich euch doch noch erzählen.
    Unten Fotos von gestern und heute vom Balkon - mit Sicherheitsabstand.
    Liebe Grüsse,
    Ruth

    A.jpg A9.jpg A10.jpg A11.jpg
     
  20. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Ruth,

    schön, dass sich die Situation entspannt hat :)

    Ich persönlich würde aber das Schmerzmittel noch längere Zeit geben, da Pascha offensichtlich Schmerzen hatte und gut darauf anspricht.
    Ansonsten seid Ihr ja auf einem guten Weg und ich drücke die Daumen, dass es weiterhin besser wird :)