1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Prednisolon Entwöhnung

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von oschum, 1. April 2014.

  1. oschum

    oschum Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2013
    Beiträge:
    11
    Zustimmungen:
    0
    Hallo liebe Gemeinde,

    seit 1 Jahr ist bei mir eine RA seropositiv ausgebrochen. Behandlung zur zeit 20 mg MTX Pen/wöch. und 7,5 mg Prednisolon tägl. Mit der Kombination geht es mir seit längerem schon sehr gut, keine Gewichtszunahme Cushing o.ä.

    Meine Rheumaärztin will mich jetzt unbedingt von Predni wegbekommen und ab sofort soll ich nur noch 5 mg Predni nehmen. Habe es schon öfter probiert aber es gehen sofort wieder Gelenkschwellungen und Fatigue los. Sie sagt ich soll Predni entwöhnen und wenn Schmerzen lieber auf Ibu oder Diclo ausweichen.

    Meine Frage: Kann man sich von Predni "entwöhnen" mit der Aussicht auf Besserung? Nach 3 Tagen Ibu oder Diclo kann ich meinen Magen vergessen. Magenschutz kommt auch nicht in Frage da ich diesen nicht vertrage. Ich bin jetzt sehr verunsichert, da die Vorgehensweise Predni zu reduzieren momentan für mich nur die Aussicht auf mehr Schmerzen oder extreme Magenprobleme bereitet, wo ich doch eigentlich super "eingestellt" bin mit 20 mg MTX + 7,5 mg Prdni.

    Danke für Rückmeldung LG Oliver (51 Jahre)
     
  2. Becky75

    Becky75 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. April 2012
    Beiträge:
    51
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Heidelberg
    Hallo,
    ich nehme jetzt sei 2 Jahren 5mg Prednisolon. Ich möchte gerne weg kommen, mein Rheuma-Doc dagegen meint, das sei so gering
    ( Erhaltungsdosis) , dass das keine Probleme machen würde. Ich bin schon mal auf 2,5mg runter und bei mir ging es dann auch gleich wieder los. Mittlerweile bin ich in einer Umstellung vom MTX auf ARAVA und musste das Corti wieder nehmen. Man muss auch aufpassen beim Absetzen, ich hatte einen richtigen Enzug! So was ist echt übel. lieber ganz,ganz langsam raus mit dem Corti.
    Viel Erfolg
     
  3. Lusella

    Lusella Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2011
    Beiträge:
    572
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Oliver,

    meine Rheumatologin meint, wenn die Basistherapie stimmt, braucht man kein Cortison. Ich habe unter Arava 4x vergeblich versucht auszuschleichen.
    Nun bekomme ich noch zusätzlich MTX und wage das Ausschleichen wieder. Bin jetzt bei 2,5 mg und bis jetzt geht es mir gut.

    Meine Rheumatologin ist der Meinung, dass Cortison auf Dauer nicht gut ist. Auch nicht in geringer Dosierung. Man sollte eher ein NSAR nehmen, bei Bedarf. Und sonst, wenn man gar nicht vom Cortison runter kommt, die Basistherapie überdenken.

    Ich nehme seit 4 Jahren Cortison in unterschiedlichen Dosierungen. Ich habe keine Probleme damit. Keine Gewichtszunahme oder sonstige Beschwerden. Trotzdem soll ich weg davon.

    Übrigens - herzlich willkommen im Forum :).

    Viele Grüße,
    Lusella
     
  4. took1211

    took1211 Guest

    Hallo Oliver,
    herzlich willkommen hier im Forum.
    Jeder Rheumatologe orientiert seinen Patienten auf ein Ausschleichen des Cortisons.Das ist allerdings nicht so einfach.
    Ob jemand gänzlich vom Cortison wegkommen kann,hängt von vielen Faktoren ab.
    Ich nehme dieses Medikament seit vielen Jahren und bin nun bei 2mg täglich angelangt.Ein weiteres Ausschleichen würde für mich erneut Schmerzen bedeuten.Also belasse ich es bei dieser Dosierung.Mein Rheumatologe befürwortet es und meint,dass diese Erhaltdosis wenig schädigend sei.
    LG took

     
  5. oschum

    oschum Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2013
    Beiträge:
    11
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    danke für die nette Begrüßung. Ja, das Thema ist wohl hauptsächlich Osteoporose Risiko. (Wirbeleinbruch o.ä.) Auch hier wird sich ja in den Fachartikeln darum gestritten in welcher Dosierung "low dose" tatsächlich "sicher" ist. Habe auch gelesen dass Prednisolon erst ab Level Cushing Syndrom gefährlich wird. So schade, es geht mir so gut bei 7,5 mg + 20 mg MTX.

    Schönen Tag Oliver
     
  6. oschum

    oschum Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2013
    Beiträge:
    11
    Zustimmungen:
    0
    Eine Zusatzfrage habe ich noch. Wie verträgst du denn die Kombitherapie Arava/MTX und welcher Dosierung? Wenn das mit dem ausschleichen von Predni zu unangenehm wird werde ich den Weg der DMARD Kombitherapie auch angehen wollen.

    Danke und Grüße Oliver


     
  7. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    1. Januar 2009
    Beiträge:
    2.137
    Zustimmungen:
    139
    Hallo Oliver,

    also von einem Tag auf den anderen - nach einem Jahr 7,5mg - auf 5mg finde ich nicht die richtige Strategie.
    Ich weiß nicht was Du nimmst. Wenn Du an 1mg Tabletten kommen könntest - oder Du teilst sie - dass du eine möglichst kleine Einheit hast. Dann beginne bei einmal die Woche z.B. 6mg. Und wenn der Tag problemlos geht, dann kannst Du auf 2 mal die Woche 6mg gehen.
    Eine ganze Zeit lang kannst Du im Wechsel 7.5-6mg nehmen. Solange bis Du wieder einen Tag mehr nur 6mg nimmst.
    Ich habe ewig gebraucht um von 7,5 auf 7, dann auf 6, dann auf 5mg zu kommen-
    Für meine Vaskulitis und mein sehr hohes Gewicht (hatte ich schon vor der Krankheit) ist 5mg wenig.
    Dafür brauche ich inzwischen keine Basistherapie mehr. Die ja auch nicht Nebenwirkungs - und Langzeitwirkungsfrei ist.

    Jeder Rheumatologe hat ein anderes Konzept und leider gibt es auch in der Medizin wechselnde Überzeugungen, was gut oder
    "besser" ist.

    Alles Gute!
    Kati
     
  8. Lusella

    Lusella Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2011
    Beiträge:
    572
    Zustimmungen:
    0
    @Oliver,

    das Leflunomid (Arava) nehme ich seit fast 3 Jahren. Das MTX erst seit 3 Monaten.

    Ich nehme 20 mg Leflunomid und 10 mg MTX. Folsäure 5 mg nach 48 Stunden. Im Moment noch 2,5 mg Prednisolon.

    Die Kombination Leflunomid / Arava vertrage ich recht gut. Das Leflunomid hat mir nur ganz am Anfang etwas Übelkeit verursacht und nach 3 Monaten Haarausfall. Der ist nach 6 Wochen zurückgegangen und die Haare sind nachgewachsen.

    Das MTX verursachte etwas Übelkeit und bringt meinen Blutdruck in den Keller.
    Seit ich eine Stunde vor Einnahme des MTX Paspertin Tropfen nehme, ist die Übelkeit auf ein "mulmiges" Gefühl zurückgegangen. Von der Wirkung muss ich sagen, dass es mehr bringt als Leflunomid alleine. Allerdings muss ich mich noch ca. 3 Monate gedulden bis die volle Wirkung zu spüren ist. Das sagt der Arzt. Ich hoffe es.
    Nein, ernsthaft - es geht mir viel besser als mit Arava alleine.

    Du brauchst keine Angst vor den Medikamenten zu haben. Sie helfen die Entzündungen und die dadurch entstehenden Schäden zu verhindern.
    Bei mir hat es sehr lange bis zur Diagnose gedauert. Wäre eher eine Behandlung erfolgt, wären mir Folgeschäden erspart geblieben.
     
  9. oschum

    oschum Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2013
    Beiträge:
    11
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Kati,

    guter Tipp, danke. Habe die 5mg Tabletten, schwer exakt zu teilen. Werde jetzt mal auf 6,25mg gehen. Mal schauen. Wenn das garnicht geht, werde ich auf ein weiteres Basismedikament pochen, denn mit Ibu oder Diclo lasse ich mich nicht "abspeisen " ;-)

    Gruß Oliver

     
  10. oschum

    oschum Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2013
    Beiträge:
    11
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Lusella,

    danke für deine Ausführung. Ich habe mit 15mg MTX Tabletten begonnen und dann auf 20 mg Metexpen erhöht (Spritze hat die Magenprobleme deutlich gesenkt und Wirkung erhöht) Zusätzlich nehme ich 5 mg Folsan nach 24 Std. Da ich auch 20.000 I.E. Dekristol Vit. D zur Osteoporoseprophylaxe und habe festgestellt, wenn die am selben Tag wie MTX genommen wird habe ich kaum noch Übelkeit.

    Gruß Oliver

     
  11. Lusella

    Lusella Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2011
    Beiträge:
    572
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Oliver,

    Du meinst Dekristol senkt die Übelkeit? Das ist interessant.
    Ich soll nämlich auch Dekristol bekommen. Das wäre natürlich super, wenn es die Übelkeit verhindern würde.

    Ich habe offenbar überlesen, dass Du schon ein Basismittel bekommst.
    Wenn Du das Cortison ausschleichen möchtest, solltest Du Dir die 1 mg Tabletten verschreiben lassen. Die gibt es von Jena Pharm. Dann kannst du in wirklich kleinen Schritten runter dosieren. Wichtig ist, je kleiner die Dosis wird, umso langsamer sollte man reduzieren.

    Viele Grüße
    Lusella
     
  12. oschum

    oschum Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2013
    Beiträge:
    11
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Lusella,

    ja, bei mir hat es einen deutlichen Unterschied gemacht. Morgens die Dekristol 20.000 I.E.(nehme ich 1x wöchentlich) und abends spät MTX-Pen und am nächsten Tag geht es mir wesentlich besser als wenn ich die Dekristol an einem anderen Tag nehme. Werde mir mal die 1mg Prednisolon Tabletten verschreiben lassen, danke fürden Tipp.

    LG Oliver

     
    #12 1. April 2014
    Zuletzt bearbeitet: 1. April 2014
  13. Lusella

    Lusella Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2011
    Beiträge:
    572
    Zustimmungen:
    0
    @Oliver,
    danke auch Dir für den Dekristol Tipp ;).
     
  14. Katharina B

    Katharina B Mitglied

    Registriert seit:
    17. März 2014
    Beiträge:
    510
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Mölln (Schleswig-Holstein)
    Ich habe letzte Woche auf Anweisung meines Docs nach einem Jahr das Prednisolon abgesetzt. Meistens waren es 5 mg, mal mehr mal weniger. Er sagte, ich soll noch 2 Tage 2,5 mg nehmen und es dann weglassen. So hab ich es auch gemacht. Und nun hab ich das volle Programm und Schmerzen an Gelenken, wo vorher keine oder kaum Beschwerden waren, z.B. Schulter und Knie. Aber da er mich zur Kernspin schicken will, um die Diagnose zu überprüfen, ist es dann besser, wenn die Entzündungen dann nicht unterdrückt werden, sagt er.